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S
Ich habe seit 2 Jahren eine diagnostizierte Herzneurose. Ich kann dir nur sagen was bei mir geholfen hat. SPORT...Kraftsport und ein wenig Kardio. Aber vor allem moderater Kraftsport. Wirklich, es hilft. Ein stechen in der Brust macht Angst und du kannst es dir nicht erklären, aber einfach mal trainieren bis es einen schönen Muskelkater in der Brust gibt. Ich liebe das. Ich kann es mir erklären, es triggert dadurch nicht und es übertönt vermeintlich andere Schmerzen. Dazu auch gerne Yoga, Hypnose, PMR oder Körpertherapie. Trinke auch gerne mal ein Weißdorntee oder nehme Tromcardin. Sind alles Kleinigkeiten aber alles was dem Kopf gut tut...machen.

Such dir, wenn du die Möglichkeit hast, für den Anfang einen Personal Trainer. Erzähl von deinem Problem und was du dir wünschst. Mach ein paar Wochen/Monate wird sich dein Körperfokus verlagern usw. Ich habe über Monate täglich Puls gemessen, Blutdruck,...mit dem Sport fast 6 Monate so gut wie gar nicht und wenn doch, dann ohne trigger.

ABER...ich will auch zugeben, dass ich auf Grund einer langwierigen Infektion/Virus wieder rückfällig geworden bin und immer noch dagegen ankämpfe.

Aber ich weiß, was mir geholfen hat und das will und werde ich auch wieder schaffen.

Das schwierigste ist der Anfang. Daher wenn möglich mit Begleitung.

Du bist nicht allein!

#21


Molly1605
@Afraid Also da ich selbst an einer Hypochondrie leide, weiß ich genau wie sich das anfühlt und was mir geholfen hat. Und das war eben zu LERNEN wie man sich entspannt und den Fokus umzulenken. Natürlich klappt das nicht auf Anhieb aber es zu erlernen beinhaltet ja, dass man es nicht schon kann. Also mir hat der Tipp damals geholfen. Ich habe mir bis zur Therapie selbst Informationen dazu rausgesucht, was ich tun kann um eben genau das zu erlernen. Atemtechniken, Anleitungen zu Entspannungsübungen und weiß der Geier was alles gibt es ja mittlerweile zu genüge im Internet. probieren kann man es doch, was ist daran falsch zu sagen, probiere es mal damit zu Entspannung zu lernen und den Fokus von der ständigen Messerei wegzubekommen?

#22


A


Herzangst und Sorge vor plötzlichem Tod

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S
Noch etwas...was ich in während eines klinikaufenthaltes gelernt habe. Du darfst deinen Puls messen, auch Blutdruck und Sauerstoff. Das wichtigste ist, wie du es bewertest. Wenn es dich nicht mehr triggert, dann wird das Messen weniger, bis es kaum noch da ist bzw. Du darüber nicht mehr nachdenkst. Aber was ich immer abgelehnt habe, trotz der Ängste, ist eine Smartwatch die dauerhaft irgendwas misst. Das ist das erste was du ablegen musst.

#23


Molly1605
@evelinchen Ich finde es ist auch ein Unterschied ob man jemanden sagt, mach mal Sport, dann sind deine Depressionen weg oder ob man einen depressiven Menschen einen Spaziergang anbietet und ihm damit versucht zu helfen. Sport zu machen ist präventiv sicher gut um schwere Episoden zu vermeiden. Ein Allheilmittel ist es natürlich nicht. Aber ich finde es nicht verwerflich, wenn man einen depressiven Patienten zur Bewegung motiviert. Natürlich ist das nicht immer möglich und das muss es ja auch gar nicht. Aber es ist hilfreich bei der Therapie und das ist denke ich der Grundgedanke dahinter. Und nur weil ich das jemanden anbieten würde, heißt das nicht im Umkehrschluss, dass ich kein Verständnis für diese Erkrankung habe. Ich weiß wie lähmend eine Depression ist und dass sogar Zähneputzen an manchen Tagen das höchste der Gefühle ist. Daher auch hier, wenn jemand in einer Depression steckt und nach Tipps fragt wie es wieder besser werden kann, dann finde ich das Spazierengehen eigentlich eine gute Idee. Dann hat man direkt ein Ziel was man in nächster Zeit erreichen will das zu schaffen. In kleinen Schritten und in seinem eigenen Tempo natürlich.

x 2 #24


Molly1605
Ach ja und eine Therapie ist bei mir kein Tipp, das ist bei psychischen Erkrankungen, in meinen Augen, ein Muss. 😊

x 3 #25


D
Was ich hier bisher nicht gelesen hab, außer ich habs übersehen:

Wurdest du ärztlich gecheckt? Das ist ja A und O bei solchen Symptomen, also zumindest mal zum Hausarzt.
Das ist ja der ersten Gedanken, den man packen muss: ICH BIN GESUND!

Und dann muss man ja Techniken erlernen, mit denen man lernt, Symptome anders zu bewerten und den Körper neu kennenlernen. Dafür sollte man eine Therapie machen, Klinikaufenthalte sind für mich nicht annähernd so effektiv, da wird man ja quasi nur so weit aufgepäppelt, dass man wieder in den Alltag kann, bei einer tief verwurzelten Hypochondrie ist aber ein längere Verhaltenstherapie hilfreich.

Was dir aber bewusst sein muss: Du musst einiges dafür tun, gerade bei Hypochondrie bzw. Herzneurose kann man seiner Angst nicht wirklich entfliehen, das Ding, was dir Angst macht, hängt ja schließlich in deiner Brust.
Da muss dann viel mit Strategien zum Aushalten gearbeitet werden, zusätzlich Autosuggestion, beispielsweise sich nach Panikattacken sagen "guck, doch nicht die Pumpe😉 " oder "warum sollte ich mit 24 einen Herzinfarkt oder Herztod erleiden". Dafür brauch man meiner Meinung nach zumindest einen vernünftigen Arztbesuch auf den man sich gedanklich berufen kann. Mit EINEM ärztlichen Abchecken muss da dann aber gut sein, es ist auch wichtig kein Ärzte-Hopper zu werden.

Für mich die Reihenfolge:

1. Arzt aufsuchen und durchchecken lassen, sofern nicht geschehen.
2. Um Therapieplatz bemühen.
3. In der Therapie dann auf Basis der bescheinigten Gesundheit Strategien lernen, um seinem Körper wieder zu vertrauen, gewisse Symptome wieder neu bewerten, um sie besser auszuhalten bzw. zu beruhigen.
4. Den Körper wieder belasten, vielleicht mal langsam spazieren, irgendwann Ausdauersport, um sich zu beweisen, dass der Körper ganz toll funktioniert und das sogar alleine ohne deine Kontrolle😄

Der Weg dahin ist schwierig, aber möglich, bei mir hat es auch gedauert, hier und da kommt es mal wieder durch, spielt aber keine große Rolle mehr. Der schwerste Punkt war für mich, die Belastung wieder aufzunehmen, da kann man zu Beginn auch vielleicht einen Freund oder so hinzunehmen, um erstmal ein wenig Sicherheit zu bekommen.

Ich bringe gerne immer noch einen kleinen Punkt, der aber nicht jedem hilft, mir wurde er aber in der Therapie vermittelt:
Du bist sterblich, egal, was passiert. Du kannst ärztlich gecheckt sein und morgen trotzdem tot umfallen, zwar mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,01%, aber so ist das Leben. Den Gedanken zu verinnerlichen hilft, die Angst vor dem Tod einzudämmen.
Ich hab den Onkel Doktor gefragt, er sagte ich bin gesund, dazu mache ich regelmäßig Sport und versuche mich größtenteils gesund zu ernähren. Ich hab also alles getan, was ich kann, den Rest kann ich nicht beeinflussen, dann sei es nun mal so.

x 1 #26


Afraid
@Molly1605 wir kommen da nicht auf einen Nenner, aber das ist auch nicht schlimm und müssen wir gar nicht.

Im Sinne des TE‘s brauchen wir das jetzt auch nicht weiter durchkauen.

#27


Afraid
Zitat von Daniel0306:
Für mich die Reihenfolge:

👍🏻

Zumal gerade bei Hypochondrie auch wirklich die Ursache eine ganz entscheidende Rolle spielt. Die muss gefunden werden, dann kommt der Stein oftmals ins rollen.

#28


L
@YoungTreeFrog24

Wirf das ganze Zeug weg.

Ich habe in meinem 50jährigen Leben inklusive Dutzender Marathons kein einziges Mal meinen Puls gemessen.

Es gibt keinerlei Grund, das zu tun.

Ebensowenig die anderen "Vitalfunktionen".

Unsterblich wirst du davon nicht. Aber ohne all das lebst du vielleicht ein wenig.

#29





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Dr. Matthias Nagel
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