@mellasi99
Warum fühlst du dich angegriffen, weil ich direkt ausspreche was du eigentlich schon weißt? Warum sollte ich dich angreifen wollen?
Ich würde dir wünschen, dass es besser wird, aber wenn du nichts änderst, dann ändert sich auch nichts...leider! Die Tipps die dir gegeben werden, die setzt du leider auch nicht um, mit dem Argument "was soll ich denn machen". Du solltest dringend aufhören deinen Puls und/oder deinen Blutdruck zu messen. Du solltest mehr Sport machen und weniger zum Arzt gehen. Du solltest mehr Entspannungsübungen machen, statt hier im Forum zu lesen. Was davon hast du länger als ein paar Tage probiert? Verstehe das jetzt bitte nicht als Angriff, aber welche Tipps möchtest du denn hören? Mach so weiter und es wird irgendwann alles gut? Das wird nicht passieren. Ich schreibe das genauso, weil es mir die Augen geöffnet hat, das es mir so knallhart gesagt wurde.
Jeder Mensch hat mal Kreislaufschwankungen, dein Blutdruck und dein Puls verändert sich bei jeder Aktivität...mein Ruhepuls ist wenn ich weniger Stress bei der Arbeit habe und viel progressive Muskelentspannung mache unter 50. Beim Fußball aber sicher höher als 130. Das ist doch ganz normal alles. Dein Ruhepuls ist doch momentan gar nicht bestimmbar wenn wir ehrlich sind, denn du musst erstmal wieder lernen innerlich ruhig zu sein. Das kannst du aber schaffen.
Bei mir ist es auch nicht so, dass immer alles toll ist. Dass muss es aber auch nicht. Mir ist auch öfter übel, habe mal was mit der Verdauung, Verspannungen, mal Bein- oder Armschmerzen. Das ist dann so. Dann mache ich Übungen dagegen, esse etwas, oder was auch immer mir dann hilft. Manchmal muss man auch gar nichts machen, sondern das zB Ziehen im Kopf einfach Ziehen im Kopf sein lassen.
Du machst es durch die ständige Kontrolle nicht besser und leider ist es auch so, dass kein Mensch jemals eine 100% ige Gewissheit haben wird vollkommen gesund zu sein. Diese Erkenntnis kann angsteinflössend sein, aber daran wird niemand etwas ändern können. Je eher man versucht diese Erkenntnis zu verinnerlichen, sich damit abzufinden und trotzdem leben zu wollen ohne ständige Selbstbeobachtung, desto eher wird sich in deiner Psyche etwas ändern und dein Körper sich deiner neuen positiven Lebenseinstellung anpassen. Mir hat bspw. als es mir sehr schlecht ging und ich einfach nur noch verzweifelt war geholfen zu beten...vor dem Schlafengehen jemandem (Gott oder wem auch immer) meine Gefühlswelt zu erzählen, manchmal auch einfach nur in Gedanken ohne die Lippen zu bewegen. Das hat mich beruhigt, mir Trost gespendet und Kraft gegeben.
Das meinte ich mit "jeder muss seinen eigenen Weg finden". Hier werden dir viele gute Tipps gegeben im Forum, aber letztlich bist du es die etwas ändern muss. Deiner Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Probiere viele Dinge aus und schaue was dir hilft. Mir hat bspw. auch geholfen mit einem Pastor zu sprechen, die sind oft auch Seelsorger. Da war ich ein paar Mal. Jeder Schritt, ob Pastor, Gebet, Sport, PME, etc war ein Baustein auf dem Weg zu einem neuen Leben. "Ich möchte mein altes Leben zurück" schreiben hier viele...ich würde es so ausdrücken "ok, in meinem alten Leben hat etwas grundlegend nicht gestimmt...ich möchte ein neues Leben mit den guten Komponenten aus meinem alten".
Das war jetzt mal "kurz" aus meiner Sicht. Ich hoffe die Worte helfen dir! Hab den Mut deine Angst anzunehmen (das klang jetzt schon sehr therapeutisch)

Schönen Tag allen!