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Flocke1809

Flocke1809
Mitglied

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Hallo zusammen,

ich schreibe hier, weil mich meine Krankheitsangst gerade wieder komplett im Griff hat. Ich leide schon seit Jahren darunter, mir bei jedem Symptom sofort das Schlimmste auszumalen – und aktuell dreht sich mein Kopf nur noch im Kreis.

Im Moment habe ich einen leichten Druck links unter dem Rippenbogen. Mal ist er da, mal nicht. Wenn ich abgelenkt bin, spüre ich eigentlich gar nichts – aber sobald ich darauf achte, ist er wieder präsent. Natürlich fängt mein Kopf sofort an zu arbeiten und ich habe Angst, dass es die Milz sein könnte, vielleicht vergrößert ist und etwas Ernstes wie Krebs dahintersteckt.

Zusätzlich schlägt mir die Psyche stark auf den Magen-Darm-Trakt. Ich habe öfter Durchfall und dann kommt direkt die nächste Angst: Was, wenn es Darmkrebs ist? Obwohl ich weiß, wie sehr Angst den Körper beeinflussen kann, beruhigt mich das im Moment kaum.

Ich habe für Montag einen Arzttermin und hoffe, dass ein Ultraschall vom Bauch gemacht werden kann. Im März steht außerdem eine Darmspiegelung an. Eigentlich sollte mich das beruhigen – aber aktuell kreisen meine Gedanken nur noch um Krankheiten, Symptome und Worst-Case-Szenarien. Ich kann an fast nichts anderes mehr denken.

Vielleicht kennt das hier jemand, ich drehe wirklich noch durch und weiß einfach nicht mehr weiter…

01.02.2026 x 1 #1


7 Antworten ↓


B
Das mit deiner Milz ist wie beim Fahrrad: solange das Schutzblech klappert, ist es noch dran.
Deine Milz ist also noch da. Also Entwarnung. zwinkern
Ansonsten kommt es drauf an wie gut du in Selbsterfüllender Prophezeihung bist.
Wie wäre es, wenn du hier aufschreibst, was alles passieren könnte. Dann können die Spezialisten hier das mal durchgehen. Aber lass dir bitte auch ganz ausgefallene Sachen einfallen, damit denen nicht langweilig wird. zwinkern
Bist zum Montag zu deinem Arzttermin sollten wir das hinkriegen, die Zeit bis dahin zu überbrücken.

#2


A


Die Symptome werden immer mehr

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F
Symptome die man *steuern* kann sind nichts ernstes.
Wenn es durch Ablenkung besser wird hast du deine Antwort ja schon um was es sich handelt.
Durch den ständigen Stress den du dir machst spinnt natürlich auch deine Verdauung.
Ich sehe das bei mir kaum bin ich aufgestanden renne ich schon 😆 kaum klingelt das Telefon oder Ich weiß das ich einen Termin habe gehts mir nicht gut.
Diese ganzen Untersuchungen vermitteln nur kurzfristig ein Gefühl der Sicherheit und dann sucht sich deine Angst schon ein neues Ziel/Organ.
Am Ende gehts dir so wie mir und du ruinierst dich finanziell mit irgendwelchen selbstbezahlten Untersuchungen weil die Kasse ab einem gewissen Punkt nichts mehr bezahlt.
Ich das alles durch und am Ende bin ich trotzdem mit dem Rettungsdienst in die geschlossene eingeliefert worden,weil die Angst immer ein neues Ziel gefunden hat und der Stress dann irgendwann zuviel war.
Deswegen schau das du einen guten Psychiater/Psychologen bekommst der den Teufelskreis unterbricht.

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Kruemel_68
Zitat von Flocke1809:
ich schreibe hier, weil mich meine Krankheitsangst gerade wieder komplett im Griff hat. Ich leide schon seit Jahren darunter, mir bei jedem Symptom sofort das Schlimmste auszumalen – und aktuell dreht sich mein Kopf nur noch im Kreis.

Also weißt Du, dass die Symptome von einer Angststörung kommen und keine körperliche Ursache haben.

Zitat von Flocke1809:
Vielleicht kennt das hier jemand, ich drehe wirklich noch durch und weiß einfach nicht mehr weiter…

Das kennen hier ganz viele. Das nennt sich Hypochondrie / hypochondrische Angststörung. Aber das weißt Du ja schon. Wie Faultier schon schrieb - wenn Symptome kommen und gehen und durch Ablenkung besser werden, sind sie psychosomatisch. Es ist gut, dass Du einmal eine Spiegelung machst, um eine Abklärung zu haben, aber es wird nichts dabei herauskommen.

Die Frage ist jetzt - was hast Du denn bisher gegen Deine Krankheitsangst unternommen, wenn Sie Dich schon seit Jahren plagt?

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Binchen95
Das klingt vielleicht doof aber mir hat am meisten geholfen einfach zu denken ok dann ist es so. Das hat lange gedauert und war schwer aber irgendwann bin ich den Symptomen mit einem schulterzucken begegnet und siehe da sie waren weg.

Der Knackpunkt bei meiner hypochondrie war der Moment als ich mich einfach selbst auslachen musste... ich saß irgendwo und habe leicht verschwommen gesehen, natürlich direkt angst panik --> du hast sicher einen Schlaganfall oder sonst was. Das Ende vom Lied war das meine Brille schmutzig war und ich deswegen verschwommen gesehen habe, in dem Moment hat irgendwas bei mir klick gemacht.

Muss aber ehrlich dazu sagen meine angststörung habe ich trotzdem bis heute sie hat sich dann eben von der Krankheitsangst verlagert. Aber auch da hilft mir immer noch Akzeptanz und es ist eben wie es ist denken am besten.

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H
Hallo in die Runde, ich kenne diese Ängste gut. Ich bewerte meine Symptome, ob psychosomatisch oder tatsächlich körperlich, immer wieder falsch. Also mein Körper sendet ein Signal: Zucken, Schmerz, Kribbeln, Stechen, Schmerzen, etc. und ich denke: das ist etwas Gefährliches. Mein Ziel ist es also nicht, dass ich die Symptome nicht mehr habe oder wahrnehme, denn das geht schlicht nicht, schließlich haben wir nun mal einen Körper und keine perfekt geölte, geeichte Maschine, sondern, dass ich die Bewertung sein lasse. Also wahrnehmen - ja, bewerten - nein. Aber wir sind hier vermutlich alle ein work in progress. Wenn ich zähle, werde ich teilweise am Tag mit 10-20 solcher Gedanken konfrontiert. Bisschen wie so eine Tennisballmaschine. Alles in mir will den Ball - den Gedanken - annehmen, aber ich muss bewusst vermeiden es zu tun. Die Bälle kommen, das lässt sich nicht verhindern, aber meine Reaktion bestimme ich. Aber es ist nicht linear. An manchen Tagen, kann ich nicht anders. Aber wir müssen einfach üben, über, üben. Liebe Grüße

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Kruemel_68
Zitat von Hascherl123:
. Bisschen wie so eine Tennisballmaschine.

Das Bild finde ich super!

x 1 #7


Luce1
Zitat von Flocke1809:
Zusätzlich schlägt mir die Psyche stark auf den Magen-Darm-Trakt.


Da hast Du es Dir gleich beantwortet.

Als Angstpatient neigen wir wirklich dazu, Katastrophengedanken zu entwickeln usw..

Ich rate dir, sofern du offen dazu bist, dass du deine Angsterkrankung als echte Krankheit akzeptierst.


Dann diese behandeln lässt und aktiv daran arbeitest, zu erkennen, dass wir zwar gerne alles unter Kontrolle haben wollen (warum nur), aber das nicht können. Und das ist eben so.

x 1 #8





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Dr. Matthias Nagel
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