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Blaue-Taube

Blaue-Taube
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Mal eine etwas andere Frage, habt ihr eine reguläre Arbeit? Ich arbeite Zuhause und seit meine Symptome aufgekommen sind, ist meine Arbeitsleistung in den Boden gegangen, momentan schaffe ich rein gar nichts mehr. Kommende Woche geeh ich zum Neurologen, wenn dieser was findet, wird es sicher auch nichts mehr mit einer normalen Arbeit, wenn nicht, wird es sich zeigen, wie sich die Angst entwickelt. Ich bin mir aber recht sicher, dass was gefunden wird.

Wenn man etwas findet, hat man dann Anspruch auf Sozialleistung? Arbeiten ist für mich dann sicher nicht mehr möglich. Und wie sieht es aus, wenn es sich "nur" um Angst handelt? Wie soll man sich bei kribbelnden Beinen, Zuckungen und Angstgedanken auf eine Tätigkeit konzentrieren?

lg

15.05.2016 #1


38 Antworten ↓
B

bloomsday
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Hallo Blaue Taube,

was ist denn beim Neurologen rausgekommen? Inzwischen müßte es ja ein Untersuchungsergebnis geben.
Ich denke, über weitere Maßnahmen bzgl Deiner Berufstätigkeit solltest Du in Abstimmung mit den entsprechenden Ärzten entscheiden - jenachdem, wenn es eine organische Erkrankung ist mit den dann behandelnden Ärzten, wenn es was psychisches ist, in Abstimmung mit einem Psychologen und/oder Psychiater. Auch psychische Erkrankungen führen ja manchmal zu Arbeitsunfähigkeit. Ich kann gut verstehen, dass gerade das zu Hause arbeiten vor dem Hintergrund einer Panikerkrankung (falls es eine ist) erschwert wird. Man ist ja gerade in Momenten, wo man alleine ist, gerne mal abgelenkt durch all die Ängste und Befürchtungen.

Ich selbst arbeite in einem künstlerischen Beruf und bin im Moment auch an einem Punkt, wo ich mich eingeschränkt fühle durch die Paniksymptome, weil ich das Gefühl habe, nicht mit voller Kraft arbeiten zu können. Das belastet mich zusätzlich, zumal ich trotz Achtsamkeitstraining gerade nicht so richtig weiter komme und sich die Symptomatik eher verschlechtert. Ich hatte diese Woche ein Erstgespräch bei einer Therapeutin, mit der ich jetzt einen weiteren Termin vereinbart habe. Auf ne Art fühlt es sich gut an, etwas zu tun, aber konkrete Therapieergebnisse kann man nach einem einzigen Gespräch natürlich nicht erwarten.
Auch für mich wäre es zum jetzigen Zeitpunkt nicht denkbar, meinen Beruf aufzugeben, das würde ja auch die Krankheit an sich nicht verbessern. Insofern wünsche ich mir, dass mit der Therapie ein erster Schritt in Richtung einer Besserung getan ist. Ich ziehe aber in Betracht, während der Therapie auch Mängel in der Organisation meines beruflichen Alltags herauszuarbeiten - es kann sein, dass ich da was verändern muss. Gar nicht arbeiten ist jedenfalls keine Option.

12.05.2016 19:21 • #22


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A


Arbeitet ihr?

x 3


Janka

Janka
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Zitat von engeline1705:
Zitat von Janka:
:seufzen ich arbeite seit 2013 NUR noch als Hausfrau.. bzw als PATIENT zu STUDIENZWECKEN, jedenfalls fühle ich mich so nach 3 Op's die keinerlei Verbesserungen brachten :-
bin EU berentet daraufhin.. war davor Krankenschwester im 3 Schichtsystem, mit Leib und Seele.. musste nun die SEITEN wechseln und hatte /habe damit immer noch Probleme.. fühl mich nutzlos was meine Depression und mit ihr meine Angst und Panikattacke ins Leben rief

es kann nur besser werden Sad


Hej janka,

wie darf ich mir das vorstellen als Patient zu Studienzwecken?
Welche Ops hast du denn gehabt? Kuss


Ich hatte 3 Op's am rechten Knie, habe da eine Gonarthrose 4.Grades.. vor jeder OP wurde mir versichert, dass ich danach wieder fit und mein Knie belastbar und ich wieder arbeitsfähig sei.. aber im Gegenteil es wurde jedesmal schlimmer Sad
in der letzten bekam ich eine Knorpelknochentransplantation, durfte 6 Monate nicht auftreten, hatte höllische Schmerzen und seitdem null Muskulatur mehr.. man versprach mir dass dies DAS Mittel sei, ich auch somit keine Endoprothese benötige... inzwischen hat sich das Transplantat gelöst, Endoprothese vorläufig aber nicht möglich, da Knie zu instabil und ich noch zu jung Crying or Very sad
lebe nun mit diesem DING was nicht mehr funktioniert und mein gesamtes Leben und auch meine Psyche verändert und krank gemacht hat.. aber das sehen FACHÄRZTE nicht, Hauptsache man kann neue Techniken praktizieren, egal ob es am Ende dem Patienten Besserung und mehr Lebensqualität bringt.. Habe inzwischen viele SOLCHER angeblicher KORYPHÄEN in WEISS kennengelernt die begeistert waren über mein desolates Knie, die aber eben immer NUR mein Knie sahen traurig

14.05.2016 09:07 • #27


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BlueBeholder
Also ich gehe arbeiten.
Arbeite Vollzeit.

Allerdings bin ich nicht mehr so belastbar wie früher. Konzentrieren fällt mir auch schwer.
Habe auch recht viele Fehlzeiten.
Möchte aber die Arbeit nicht aufgeben, weil das noch etwas ist, was mich aufrecht hält.

Mir wurde ein GdB von 30 zuerkannt.
Habe daRauf hin eine Antrag auf Gleichstellung gestellt, damit ich aufgrund der Fehlzeiten aufgrund meiner Behinderung nicht so leicht gekündigt werden kann.
Morgen habe ich deswegen ein Gespräch mit meinem Arbeitgeber.
Hoffe der stellt sich nicht quer.
Bin deswegen schon ziemlich unruhig und versuche nicht dran zu denken.

#2


E
Erstmal wäre spannend zu wissen was du erwartest was " man findet "

Die stehen aufgrund von Erkrankungen z.B. Krankengeld, Rente, Pflegegeld zu.
Ansonsten wenn du ohne Erkrankung nicht mehr arbeitest Alg 1 später dann Hartz4 bzw. Grundsicherung zu.

Ja ich arbeite trotz Rheuma, trotz Bluthochdruck und trotz wenn auch durchgestanden Angsterkranung und ebenfalls Durchgestanden Burn-out.

Die einzige Zeit in der in nicht arbeiten war war als der Burn-Out akut war da bin ich 1,5 Jahre zu Hause gewesen und hab mich neu sortiert.

#3


Blaue-Taube
Zitat von Emelieerdbeer:
Erstmal wäre spannend zu wissen was du erwartest was " man findet "


Es gibt hier einen Symptome-Thread von mir, ich habe lange nicht Recherchiert welche Symptome bei welchen Krankheiten typisch sind, bis Vorgestern, aber jetzt habe ich Recherchiert und es passt leider alles sehr gut zusammen (MS). Auch im Blutbild fand ich einen zu niederen Lymphocyten Wert der in 2 Monaten von 20 auf 18 gesunken ist. Dieser weißt laut Recherche ebenfalls auf MS hin.

Zitat:
Die einzige Zeit in der in nicht arbeiten war war als der Burn-Out akut war da bin ich 1,5 Jahre zu Hause gewesen und hab mich neu sortiert.


Burn Out hatte ich auch schon einen sehr heftigen und 3 kleinere, ist ziemlich üble, aber gegen einen starke Verdacht einer tödlichen Krankheit immer noch eine Kleinigkeit. Lieber noch 10 gleich starke Burn Outs, als ein sich verhärtender Verdacht oder eine Diagnose...

lg

#4


petrus57
Zitat von Blaue Taube:
Mal eine etwas andere Frage, habt ihr eine reguläre Arbeit? Ich arbeite Zuhause und seit meine Symptome aufgekommen sind, ist meine Arbeitsleistung in den Boden gegangen, momentan schaffe ich rein gar nichts mehr. Kommende Woche geeh ich zum Neurologen, wenn dieser was findet, wird es sicher auch nichts mehr mit einer normalen Arbeit, wenn nicht, wird es sich zeigen, wie sich die Angst entwickelt. Ich bin mir aber recht sicher, dass was gefunden wird.

Wenn man etwas findet, hat man dann Anspruch auf Sozialleistung? Arbeiten ist für mich dann sicher nicht mehr möglich. Und wie sieht es aus, wenn es sich "nur" um Angst handelt? Wie soll man sich bei kribbelnden Beinen, Zuckungen und Angstgedanken auf eine Tätigkeit konzentrieren?

lg


EU Rente bekommst da eher mit psychischen Problemen als mit körperlichen.

Eine Bekannte von mir hat EU Rente bekommen weil sie große familiäre Probleme hatte und dadurch die Psyche nicht mehr mitspielte. Körperlich war sie noch voll in Ordnung.

#5


Carcass
Ich konnte ein Jahr nicht arbeiten wegen Burn Out. Arbeite wieder Vollzeit und Montag bis Donnerstag 07:30 bis 17:00 Uhr und freitags bis 13:00 Uhr. Wochenende immer frei und keine Nachtschichten oder so ein Mist. Das könnte ich auch nicht mehr. Die Arbeit wird von mir als angenehm empfunden, weil ich das was ich da mache sehr gut kann und ein super Arbeitsfeld habe. Ohne Arbeit würde mir was fehlen, kann auch nicht nachvollziehen dass Menschen keine Lust darauf haben.

x 1 #6


P
ich bin auch Vollzeit berufstätig, trotz meiner 2 überstandenen Krebserkrankungen und der Folgen die ich durch die Chemo habe. ein Leben ohne meine Arbeit kann ich mir nicht vorstellen. es würd mir an Geld und an sozialem Status deutlich mangeln.

x 1 #7


Carcass
Ach du schei.! Das wusste ich ja gar nicht. Respekt!

#8


engeline1705
Mir geht es genauso so wie anderen hier das mir ohne Arbeit etwas fehlen würde. Abgesehen vom Geld, die sozialen Kontakte usw. Klar kann Arbeit auch anstrengen wenn man abe rdie richtige hat und die einem Freude bereitet dann macht es dass ganze halb so schlimm. Wie kommst du drauf das du MS haben könntest? Du hast dir das Blutbild angesehen? WElches dir der Arzt bestätigt hat das alles in Ordnung ist bestimmt oder?

#9


P
Zitat von Carcass:
Ach du schei.! Das wusste ich ja gar nicht. Respekt!


meinst Du jetzt mich ?

#10


Blaue-Taube
Zitat von engeline1705:
Du hast dir das Blutbild angesehen? WElches dir der Arzt bestätigt hat das alles in Ordnung ist bestimmt oder?


Hier sind meine Symptome: angst-vor-krankheiten-f65/angst-vor-neurologischer-krankheit-t72636.html . Beim Blutbild sind eben die Lymph vor einigen Wochen auf 20 gewesen und jetzt wo die Symptome stärker wurden, sind sie auf 18. Es wäre schon ein großer Zufall, wenn es sich nicht um MS handeln würde.

lg

#11


E
Ohne dir zu nahe treten zu wollen ca. 90% dessen was in deiner Auflistung steht hab ich auch aber auf MS käme ich im Leben nicht ganz abgesehen davon dass ich all dies, zumindest bei mir, nicht als " Krankheitssymptom " empfinde.

#12


Blaue-Taube
Zitat von Emelieerdbeer:
Ohne dir zu nahe treten zu wollen ca. 90% dessen was in deiner Auflistung steht hab ich auch aber auf MS käme ich im Leben nicht ganz abgesehen davon dass ich all dies, zumindest bei mir, nicht als " Krankheitssymptom " empfinde.


Das klingt beruhigend, aber hattest du schon eine ordentliche Diagnose? MRT, EEG etc.?

lg

#13


M
Eine frühere Kollegin arbeitet immer noch, obwohl vor ca. 20 Jahren MS bei ihr diagnostiziert wurde. Der Verlauf von MS muß nicht zwingend schlimm sein. Da können auch nur nicht allzu heftige Krankheitssymptome alle 5-6 J. auftreten. Ein Erwerbsunfähigkeitsurteil stellt das also nicht automatisch dar.

#14


E
Zitat von Blaue Taube:
Zitat von Emelieerdbeer:
Ohne dir zu nahe treten zu wollen ca. 90% dessen was in deiner Auflistung steht hab ich auch aber auf MS käme ich im Leben nicht ganz abgesehen davon dass ich all dies, zumindest bei mir, nicht als " Krankheitssymptom " empfinde.


Das klingt beruhigend, aber hattest du schon eine ordentliche Diagnose? MRT, EEG etc.?

lg



Nö warum auch? Ich gehe mal davon aus dass wenn mein Rheumatologe oder die Rheumaklinik irgendwas in dieser Richtunf vermutet hätten wäre da ne Diagnostik gelaufen. Von daher warum sollte ICH auf eine Krankheit spekulieren die kein Arzt auf dem Schirm hat ? Und ich bin durch das Rheuma ständig sowas von durchuntersucht wenns da irgendwas nicht koscher wäre hätte das schon dreimal jemand gemerkt.

#15


Carcass
Zitat von Painfull:
Zitat von Carcass:
Ach du schei.! Das wusste ich ja gar nicht. Respekt!


meinst Du jetzt mich ?


Jap

#16


T
Hallo zusammen.

Ich bin ebenfalls in Vollzeit berufstätig.

Ich bin zwischen 41 und 50 Stunden wöchentlich mit meinem Job beschäftigt.
Da ich neben meiner Angsterkrankung auch noch eine Reihe anderer Erkrankungen mit einem hohen Behinderungsgrad habe, ist es schon oft kräfte zehrend, aber unter dem Strich würde ich niemals im Leben auf meinen Beruf verzichten wollen.

Ich bin stolz, dass ich die Kraft aufbringe, es lenkt mich ab, ich habe durch meine Kollegen ein funktionierendes soziales Umfeld und letztlich verdiene ich auch gut, was natürlich ebenfalls nicht zu verachten ist.

Vor ein paar Jahren war ich mal mehrere Wochen arbeitsunfähig.
Damals hat sich meine Angsterkrankung stark verschlimmert.

Durch meine Arbeit kann ich meinen Fokus oft von mir und meiner Gedankenwelt weglenken.

Das tut mir gut und deshalb bin ich sehr froh, dass ich arbeitsfähig bin.
Und ich hoffe sehr, dass ich es auch bleibe.

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

P
Zitat von tanilein:
Das tut mir gut und deshalb bin ich sehr froh, dass ich arbeitsfähig bin.
Und ich hoffe sehr, dass ich es auch bleibe.


dass hoffe ich auch, für Dich ebenso wie für mich !

Trost

x 1 #18


M
Ich bin auch berufstätig, 40 Std. Woche. Meine Ängste sind in der Arbeit am wenigstens da, weil ich mich da ablenken kann. Nur einmal hatte ich letztes Jahr eine Panikattacke in der Arbeit, bei der ich zum Arzt musste, weil mein Kreislauf mir wegklappte. Teilweise sind dort Ängste vorhanden, aber nicht so schlimm wie sonst.
Ich habe meinen Traumjob gefunden und vor, dort mal irgendwann pensioniert zu werden. Smile

#19


T
Zitat von Molly69:
Ich bin auch berufstätig, 40 Std. Woche. Meine Ängste sind in der Arbeit am wenigstens da, weil ich mich da ablenken kann. Nur einmal hatte ich letztes Jahr eine Panikattacke in der Arbeit, bei der ich zum Arzt musste, weil mein Kreislauf mir wegklappte. Teilweise sind dort Ängste vorhanden, aber nicht so schlimm wie sonst.
Ich habe meinen Traumjob gefunden und vor, dort mal irgendwann pensioniert zu werden. Smile


Das freut mich für dich, Molly.
Und auch für dich, painfull Freunde

Ich denke, es wird oft unterstützt, wie "heilsam" Arbeit auch sein kann.

Gerade bei einer Angsterkrankung kann Arbeit einen sehr unerstützen. Aus den von euch und mir genannten Gründen.

Euch einen schönen Tag !

x 1 #20


A


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Dr. Matthias Nagel
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