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amarok
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Hallo zusammen,
ich bin 57 Jahre alt und männlich und leide leider ziemlich stark unter Krankheitsangst/Hypochondrie, insbesondere bei dem Gedanken an Krebs.
Seit einiger Zeit muss ich nachts häufiger Wasser lassen, meistens 2–3 Mal, manchmal auch 3–4 Mal. Die einzelnen Mengen sind teilweise eher klein (ca. 100–150 ml), obwohl der Harndrang deutlich sein kann. Tagsüber kann ich dagegen auch größere Mengen urinieren.
Meine Nieren wurden per Ultraschall untersucht und waren unauffällig. Auch die Blase wurde per Ultraschall angeschaut. Nach dem Wasserlassen waren nur etwa 20 ml Restharn vorhanden. Meine Prostata wurde ebenfalls untersucht und es gab keinen auffälligen Befund. Ich bin Nichtraucher.
Vor kurzem wurde bei meinem Hausarzt ein Urintest mit einem Teststreifen gemacht. Dabei wurde offenbar eine geringe Menge Blut angezeigt. Das macht mir momentan große Angst vor Blasenkrebs. Allerdings war es kein Mittelstrahlurin, sondern ich habe direkt in den Becher uriniert. Mein Arzt möchte deshalb eine neue Probe als Mittelstrahlurin haben, um zu überprüfen, ob tatsächlich Blut im Urin vorhanden ist. Sichtbares Blut hatte ich nie.
Zusätzlich nehme ich seit einigen Tagen Tamsulosin 0,4 mg wegen meiner Beschwerden beim Wasserlassen. Eine Nebenwirkung habe ich bereits bemerkt: Beim Orga. kommt deutlich weniger bzw. fast kein sichtbares Ejakulat mehr. Laut Beipackzettel kann das durch Tamsulosin verursacht werden.
Medizinisch ist also bisher eigentlich vieles unauffällig. Trotzdem kreist mein Kopf ständig um die Frage: „Was, wenn es doch Blasenkrebs ist?“ Ich recherchiere immer wieder im Internet und versuche, Wahrscheinlichkeiten zu berechnen, was meine Angst leider eher verstärkt.
Mich würde interessieren, ob andere hier ähnliche Erfahrungen mit Krankheitsangst und insbesondere der Angst vor Blasenkrebs gemacht haben. Wie geht ihr mit dieser Ungewissheit zwischen zwei Untersuchungen um?

• • 26.08.2026 #1


9 Antworten ↓

M
Du hast ja schon geschrieben, dass vieles unauffällig ist. Und dein Arzt scheint sehr gründlich zu sein und das sind ja alles gute Voraussetzungen.
Aber das war ja nicht deine Frage.
Der Klassiker ist nicht googeln. Ich versuche alle meine Fragen dem Arzt zu stellen und versuche mich da auch zu trauen, meine Ängste auszusprechen und zu fragen wie wahrscheinlich das ist. Egal was man googelt, wir wissen alle, was dabei raus kommt. Das seltenste vom seltenste wird das rausgekramt. Und in der Regel sind es eben die wahrscheinlichen Sachen.
Ansonsten versuche ich mittlerweile nicht weiter über die Untersuchungen und möglichen Ergebnisse nachzudenken. Das klappt halt besser, wenn ich meine Fragen beim Arzt losgeworden bin.

• x 1 #2


A


Angst vor Blasenkrebs wegen häufigem Wasserlassen

x 3


Moelli80
Was trinkst du den?
Manche Getränke verursachen, dass man häufiger auf Klo muss, auch nachts.

Hast du viel Stress, dadurch kann es auch kommen.

Bin ich sehr gestresst über den tag gewesen, ist meine nacht auch nicht besonders.
Werde alle 2 std ca. Wach ubd geh meist auch auf Klo.

Man kann auch vom Kopf her öfters auf Klo.
Bin ich unter größeren Menschen Mengen oder mit vielen menschen in ein Raum, hab ich immer das gefühl, ich muss mal.
Auch wenn ich gerade erst 5 mit vorher war.

• x 1 #3


Cornelie
Hört sich nach Stressblase an .
Da kann dir dein Urologe oder HA weiterhelfen

• x 1 #4


iquique
Zitat von amarok:
Auch die Blase wurde per Ultraschall angeschaut.

Ehrlich gesagt, wenn es da keinen Befund gab, dann würde ich mir keine Sorgen machen. Mir jedenfalls geht es so, dass ich noch solchen Untersuchungen meistens beruhigt bin.

Im übrigen ist meines Wissens häufiges Wasserlassen in der Nacht kein typisches Symptom für Blasenkrebs, sondern kommt bei "älteren Männern" (ich bin auch so einer) häufiger vor. Unter anderem kann es wohl daran liegen, dass sich Flüssigkeit tagsüber in den Beinvenen sammelt, die nachts im Liegen wieder ausgeschieden wird.

• x 3 #5


Lokalrunde
Ich habe Tamsulosin 0,4 für meine vergrößerte und etwas verkalkte Prostata bekommen, hatte aber damit Probleme mit der Libido und bekam Alfuzosin 10. Das ist viel besser und die Probleme wurden weniger. Ich hatte dadurch eine retrograde Ejakulation, die ging zurück in die Blase. Das ist nicht schlimm, aber man hat kaum Spaß.
Blut im Urin habe ich dauerhaft seit 35 Jahren. Ich war schon überall, auch beim Nephrologen, CT und Röntgen und genausten Urinuntersuchungen. Beim Urologen bin ich zweimal im Jahr, Ultraschall der Blase und Prostata, dreimal Blasenspiegelung, PSA-Test jedes Jahr u. v. m.

Mein Hausarzt meinte einmal, es könne vom Fahrradfahren her stammen. Herausbekommen hat es kein einziger Arzt. Man will jedes Mal einen neuen Stapel an Untersuchungen, was ich irgendwann abgelehnt habe. Es wurde ja so viele Male gemacht und keiner konnte mir sagen, woher das Blut im Urin stammt. Es ist für Männer ab 50 ganz wichtig, zum Urologen zu gehen. Die Blasenkrebsursache Nummer 1 war bei mir das Rauchen. Aber auch andere Einflüsse müssen wir Männer mindestens einmal pro Jahr checken lassen! Die meisten Männer machen es leider nicht. Mach dir nicht zu viele Gedanken, lass dich regelmäßig checken und gut ist.

• x 3 #6


Andrilg
@amarok Hey, es gibt in der Apotheke auch so Teststreifen zu kaufen womit man den Urin selbst untersuchen kann. Da werden auch die üblichen Parameter angezeigt.

• x 2 #7


-juli
Häufiges Wasserlassen kann so unfassbar viele Ursachen haben. Vielleicht verstärkt der Stress durch deine Angststörung das Thema ungewollt noch weiter.

• x 4 #8


A
@Andrilg Als Hypochonder verbiete ich mir Tests zuhause zu machen ^^ stell dir mal vor das Ding zeigt wieder positiv an, ohne Arzt vor mir, den ich Dinge fragen kann, mein Kopfkino würde mich wahrscheinlich in die Notaufnahme diktieren.

• #9


Burn
Zitat von amarok:
@Andrilg Als Hypochonder verbiete ich mir Tests zuhause zu machen ^^ stell dir mal vor das Ding zeigt wieder positiv an, ohne Arzt vor mir, den ich ...

Naja kann ich zwar verstehen aber die Gedanken bleiben ja die gleichen. Ungewissheit herrscht solange du dich jetzt nicht noch mal rückversichert hast.

• x 1 #10


A


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