Hallo zusammen, ich bin 57 Jahre alt und männlich und leide leider ziemlich stark unter Krankheitsangst/Hypochondrie, insbesondere bei dem Gedanken an Krebs. Seit einiger Zeit muss ich nachts häufiger Wasser lassen, meistens 2–3 Mal, manchmal auch 3–4 Mal. Die einzelnen Mengen sind teilweise eher klein (ca. 100–150 ml), obwohl der Harndrang deutlich sein kann. Tagsüber kann ich dagegen auch größere Mengen urinieren. Meine Nieren wurden per Ultraschall untersucht und waren unauffällig. Auch die Blase wurde per Ultraschall angeschaut. Nach dem Wasserlassen waren nur etwa 20 ml Restharn vorhanden. Meine Prostata wurde ebenfalls untersucht und es gab keinen auffälligen Befund. Ich bin Nichtraucher. Vor kurzem wurde bei meinem Hausarzt ein Urintest mit einem Teststreifen gemacht. Dabei wurde offenbar eine geringe Menge Blut angezeigt. Das macht mir momentan große Angst vor Blasenkrebs. Allerdings war es kein Mittelstrahlurin, sondern ich habe direkt in den Becher uriniert. Mein Arzt möchte deshalb eine neue Probe als Mittelstrahlurin haben, um zu überprüfen, ob tatsächlich Blut im Urin vorhanden ist. Sichtbares Blut hatte ich nie. Zusätzlich nehme ich seit einigen Tagen Tamsulosin 0,4 mg wegen meiner Beschwerden beim Wasserlassen. Eine Nebenwirkung habe ich bereits bemerkt: Beim Orga. kommt deutlich weniger bzw. fast kein sichtbares Ejakulat mehr. Laut Beipackzettel kann das durch Tamsulosin verursacht werden. Medizinisch ist also bisher eigentlich vieles unauffällig. Trotzdem kreist mein Kopf ständig um die Frage: „Was, wenn es doch Blasenkrebs ist?“ Ich recherchiere immer wieder im Internet und versuche, Wahrscheinlichkeiten zu berechnen, was meine Angst leider eher verstärkt. Mich würde interessieren, ob andere hier ähnliche Erfahrungen mit Krankheitsangst und insbesondere der Angst vor Blasenkrebs gemacht haben. Wie geht ihr mit dieser Ungewissheit zwischen zwei Untersuchungen um?