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N

Neu1988
Mitglied

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Themen:
1
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Hi zusammen,

Ich habe das schon 3 Jahre. Den Auslöser weiß ich nicht. Das vorletzte Mal war auf Arbeit, wo ich nach der Sicherheitsunterweisung meinen Namen usw. aufschreiben musste, da sagte ich dann das mein Kreislauf spinnt und jeder war da in Panik, dass es mir ja gut geht. Seitdem Mal im Urlaub an der Kasse, aber das habe ich nicht mehr so.

Ich war gerade im Autohaus und am Empfang. Meine Freundin war dabei. Ich war schon auf der Hinfahrt nervös weil ich bestimmt etwas ausfüllen musste und unterschreiben. Dann hat die Dame natürlich gesagt das sie noch eine Handynummer braucht. Ich wurde dann nervös und habe gezittert. Habe dann gesagt mit geht's nicht gut sie fragte ob ich mich setzen will. Habe mich dann hingesetzt und habe dann da meine Handynummer und Unterschrift hingemacht. Das wirft mich zurück und ich Frage mich warum das so ist. Und mir graut es vor morgen wenn ich das Auto abholen muss.

Hausarzt war ich vor paar Jahren. Dort gab es Antidepressiva und Betablocker. Aber da war es viel schlimmer. Ich möchte noch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, deswegen fällt Arzt flach.

Grüße:)

12.05.2026 #1


15 Antworten ↓

P
Du zitterst ja nur deshalb, weil du dich selbst unter Druck setzt. Du hast Angst, du könntest zittern, denn das wäre dir peinlich und das führt zu Anspannung und Zittern. Also alles selbst gemacht. Deshalb kannst du das auch selbst wieder "wegmachen".
In dem du es "einfach" nicht mehr schlimm findest.

Das ist natürlich nicht einfach, dieses Gefühl von Scham und Peinlichkeit abzustellen, aber da liegt die Heilung

Akzeptanz kann helfen ("dann zittere ich halt, na und?"), anfangs musst du dir das selber sagen, wie einreden, und irgendwann glaubst du das mehr und mehr. In dem Zuge wird deine Angst, dein Druck und damit das Zittern nachlassen.

Du kannst dir auch einen offenen Umgang damit antrainieren; wenn du siehst, jemand sieht dein Zittern, sagen : "Boah, kennen Sie das? Man denkt, hoffentlich zittere ich nicht und dann passiert genau das? Seltsam diese Psyche..." Dir wird dabei Verständnis begegnen und auch das senkt den Druck.

Tabletten sind da nicht nötig, evtl auch keine Therapie. Du hast dir hier lediglich ein falsches Verhalten antrainiert, nämlich eine völlig normale Tätigkeit mit massivem Druck zu versehen, die zu unerwünschter Körperreaktion führt.

x 2 #2


A


Zittern beim unterschreiben/allgemein beim Schreiben

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D
Man denkt auch tatsächlich, dass jeder das Zittern sieht und wahrnimmt. Ich konnte 6 Monate vor Kollegen keine Kaffeetasse anheben, da kam direkt die Angst vor dem Zittern. Wenn ich es mal geschafft habe und die Tasse gerade hatte, während Leute da waren, war das Zittern direkt weg.
Irgendwann hab ich gedacht, dann zittere ich halt und wenn einer fragt, sagte ich einfach "du, momentan einen Tremor wegen Nervenreizung im Ellbogen", dann fragt keiner mehr😄
Durch die gelogene Ausrede war dann aber auch die Angst weg und das Zittern ließ nach.

x 3 #3


Cathy79
Hast du eventuell Soziale Phobie? Also generell Angst vor Bewertung durch andere? Da ist zittern nämlich auch typisch.

x 2 #4


Logo
Deine Geschichte ist der Beginn meiner Geschichte.
Wenn es dich interessiert lies mein TB.
tagebuecher-f97/logos-geschichte-t137383.html

x 1 #5


N
Zitat von Daniel0306:
Man denkt auch tatsächlich, dass jeder das Zittern sieht und wahrnimmt. Ich konnte 6 Monate vor Kollegen keine Kaffeetasse anheben, da kam direkt ...

Vielen Dank:) ich meine ich bin 37 Jahre alt, da ist mir das erst Recht peinlich vor allem weil ich ein Mann bin. Weiß gar nicht ob ich mich heute rein traue das Auto abzuholen. Muss ja glaube ich nur bezahlen. Aber auf so einen Anfall habe ich keine Lust mehr wie gestern. Die werden sich ja dann auch sonst was denken. Ich weiß das ich an mir arbeiten muss, aber kein Ahnung...

#6


N
Zitat von Cathy79:
Hast du eventuell Soziale Phobie? Also generell Angst vor Bewertung durch andere? Da ist zittern nämlich auch typisch.

Also ich kann in einem Moment auf der Arbeit spontan in der Gruppe was sprechen> meine Meinung kundtun, in der anderen wenn ich beispielsweise weiß das ich irgendwo was unterschreiben muss, mir tagelang einen Kopf machen. Sobald ich weiß das kommt jetzt, ist es vorbei.

#7


Zerdenker
Hast du früher Erniedrigung in Verbindung mit dem Schreiben erlebt? Vielleicht in der Schule? Wenn ich mir durchlesen, was du schreibst, wirkt es auf mich so, als würde dein Unterbewusstsein etwas erinnern, das in dir diese Panik in der Gegenwart auslöst.
Hast du grundsätzlich Probleme, etwas zu schreiben? Fühlst du nur bei bestimmten Personen (Fremde, Dienstleistungen) diese Panik und bei anderen (Freundin) nicht?
Falls dir meine Nachfragen zu persönlich sind, musst du selbstverständlich nicht antworten. Ich bin selbst bloß eine Laie und habe von nichts eine Ahnung, auf mich persönlich jedoch wirkt es, als wäre das Schreiben mit Angst (vielleicht vor dem Versagen) in deinem Kopf verbunden.

x 2 #8


N
Zitat von Zerdenker:
Hast du früher Erniedrigung in Verbindung mit dem Schreiben erlebt? Vielleicht in der Schule? Wenn ich mir durchlesen, was du schreibst, wirkt es ...

Nur bei fremden/ oder Vorgesetzten. Weiß nicht wie ich das heute bei der Auto Abholung machen soll. Also grundsätzlich nicht per se zu schreiben. Nur bei Vorgesetzten und fremden. Das klingt so dämlich, aber soll ich meine Freundin vorschieben und ich bleibe daheim? Das gestern hat mir gereicht 😅

#9


P
Zitat von Neu1988:
Nur bei fremden/ oder Vorgesetzten. Weiß nicht wie ich das heute bei der Auto Abholung machen soll. Also grundsätzlich nicht per se zu schreiben. ...

Du solltest auf gar keinen Fall vermeiden. Mit sowas reduzierst du Schritt für Schritt deinen Radius.
Geh hin, du nussr bestimmt nichts unterschreiben, nur bezahlen.

#10


Zerdenker
Es wäre nur verständlich, deine Freundin zu bitten, die Aufgabe zu übernehmen. Jedoch wäre es auch eine Gelegenheit, sich zu überwinden. Das ist jedoch nicht immer möglich, denn es braucht Kraft. Tue das, mit dem du dich wohler fühlst. Ich denke, dass deine Freundin Verständnis hätte, auch weil du erst gestern wieder mit Panik zu kämpfen hattest und diese Erfahrung somit noch sehr nahe ist.

Wenn das Zittern nur bei Fremden und Vorgesetzen auftritt und nicht bei Menschen, mit denen du vertraut bist, frage ich mich, ob du vielleicht Angst vor der Außenwirkung auf diese anderen Personen hast.
Was geht dir durch den Kopf, wenn du schreibst und zitterst? Hast du Sorge, was jemand von dir denken könnte oder dass eine Entscheidung getroffen wird? Eine Unterschrift unter einem Dokument ist eine Endgültigkeit, mit der manche auch Probleme haben.
Was vermutest du selbst?

x 1 #11


YellowFerrum
Zitat von Cathy79:
Hast du eventuell Soziale Phobie? Also generell Angst vor Bewertung durch andere? Da ist zittern nämlich auch typisch.

Darauf tippe ich auch. Das kann nur ganz spezifisch auftreten, z.B. Essen in der Öffentlichkeit oder eben Schreiben unter Beobachtung (Bewertung) von Autoritätspersonen.
Deine BU-Versicherung ist sehr wichtig, aber die haben im Fall des Falles Zugriff auf alle deine Krankendaten, denn du entbindest sie von der ärztlichen Schweigepflicht. Also wenn du AD`s genommen hast, wirst du wohl die Beschwerden angeben müssen, die auch bei deinem Arzt notiert sind.

x 2 #12


N
Zitat von Zerdenker:
Es wäre nur verständlich, deine Freundin zu bitten, die Aufgabe zu übernehmen. Jedoch wäre es auch eine Gelegenheit, sich zu überwinden. Das ist ...

Also ich war da, die eine Frau von gestern war beschäftigt an der Anmeldung mit einer Kundin. Da war ich dann ziemlich selbstbewusst wo ich rein marschiert bin, aber als sie mich dann anschaute, würde ich innerlich mega nervös. Dachte sie schaut ob ich wieder fast umkippe wie gestern. Dann wollte ich fast abbrechen und gehen. Sagte dann Schatz> aber dann kam plötzlich eine ältere lustig Frau. Die war lustig drauf und gab mir den Schlüssel und ich fragte noch ob ich nicht gleich bezahlen soll. Ne mit Rechnung das passt. Ja. Jetzt weiß ich auch nicht ob ich das als gut bewerten soll. Ich kann wirklich nicht sagen was mir durch den Kopf geht, ich werde einfach nervös. Und denke alle Augen schauen auf mich. Das krasse Gegenteil ist, dass wir danach einkaufen waren und ich Seelenruhig an der Kasse meine waren Einpacke und dann zu der Kassiererin sage> oh das ist nicht umsonst ( Netto App) dann möchte ich es nicht. Also 0 Nervosität. Das war dann schon meiner Freundin peinlich, warum ich nicht das Teil für 1 Euro einfach bezahlt habe und weil eine riesen Schlange hinter uns war.

#13


Minime
Zitat von Neu1988:
Jetzt weiß ich auch nicht ob ich das als gut bewerten soll.

Du bist hingegangen, hast es nicht vermieden, also würde ich doch sagen Punkt für dich 👍 hast du gut gemacht!

Kannst du dich daran erinnern, wann genau du das mit dem zittern beim schreiben das erste mal hattest?

#14


Zerdenker
@Neu1988 Ich finde großartig, dass du dich trotz deiner Zweifel und Angst getraut hast, hinzugehen. Und danach hattest du sogar eine Situation erlebt, in der von deiner Angst nichts mehr übrig war. Das freut mich sehr für dich!

#15


MilanRuhe
@Neu1988 @Neu1988
Dieses Zittern oder „unter Beobachtung stehen“-Gefühl beim Schreiben oder Unterschreiben kennen tatsächlich mehr Menschen mit Angst oder starker innerer Anspannung als man denkt. Vor allem wenn man sich vorher schon darauf fokussiert und Angst hat, dass es wieder passiert, baut der Körper automatisch Stress auf und man beobachtet jede kleine Bewegung extrem genau.
Dass es an der Kasse im Urlaub plötzlich kaum noch da war, spricht eigentlich eher dafür, dass dein Nervensystem situationsabhängig reagiert und nicht dafür, dass körperlich etwas kaputt ist. Häufig wird es stärker sobald man denkt „hoffentlich passiert es jetzt nicht wieder“.
Mir hat damals geholfen:
bewusst langsamer zu werden statt gegen die Nervosität anzukämpfen
beim Schreiben nicht permanent auf die Hand zu achten
vorher ruhig auszuatmen statt mich innerlich „bereit zu machen“
solche Situationen nicht komplett zu vermeiden, weil das die Angst oft weiter festigt
Und dass die Dame am Empfang dir sogar einen Stuhl angeboten hat zeigt eigentlich auch, dass Außenstehende vieles oft viel entspannter wahrnehmen als man selbst in dem Moment denkt.

#16


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Dr. Christina Wiesemann
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