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Lifeisart
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Ich habe ein sehr stressiges Leben, kleine Kinder (3 um genau zu sein) und keine familiäre Unterstützung. Meine Mum hat MS und ist komplett bettlägerig und der Rest ist tot oder nicht zu gebrauchen, da selbst Probleme.
Seit mein Onkel sich vor zwei Jahren das Leben genommen hat, habe ich Panikattacken entwickelt und starke Angstzustände.
Mit Mirtazapin seit letzten August konnte ich ein halbwegs normales Leben führen. Wir haben es bis 30 mg hochgesteigert und die Panik war nur noch ganz unten irgendwo. unterschwellig.
Jetzt hatte ich eine sehr stressig berufliche Zeit (habe viel Verantwortung) und wir sind in den Urlaub gefahren vor einer Woche 1400 km und zwei Tage habe ich schon latente Panik geschoben. mir wurde alles zu viel, dazu noch gearbeitet, Überstunden, dieses bedrückende Gefühl im Magen / Bauch und dann im Urlaub (mit Wohnwagen) ging es richtig los. wieder extreme Panikattacken, alles fühlt sich sch. an, alles fühlt sich komisch an, jedes kleinste körperliche Wehwehchen schaukelt sich hoch - keine Atmung, keine skills, nichts können gerade helfen. Nach einer Woche Leid habe ich heute 0,5 mg Tavor genommen. Ich konnte einfach nicht mehr, diese Angst und Panik in mir drin. Diese Angst immer funktionieren zu müssen, dass ich meinen Job verliere, wenn ich nicht mehr leistungsfähig bin und diese ständigen komischen Symptome… und dann diese Angst, dass man noch mehr bekommt und es einfach nicht mehr aushält. hat hier jemand Tipps / Anregungen, was wirklich langfristig geholfen hat? Dankeschön

17.06.2026 x 1 #1


14 Antworten ↓

Kimsy
@Lifeisart ich glaube langsfristig wirds erst dann besser, wenn du weniger Aufgaben übernimmst. Du hast echt viel durchzustehen, ich bekomme schon Luftnot, bei dem was du schreibst. Ich lese totale Überforderung. Mirtazapin hab ich mal 3 Jahre genommen, half etwas runter zu kommen.
Das mit deinem Onkel tut mir Leid, sowas steckt man natürlich auch nicht so leicht weg traurig
Ich kann dir nur sagen, trete etwas zurück, wenn du im Turbo Modus unterwegs bist, werden Panikattacken deine ständigen Begleiter sein. Liebe Grüße

x 4 #2


A


Wieder akute Angst und dauerhafte Panik

x 3


M
@Lifeisart
Hast du einen Partner oder Partnerin? Bist du alleinerziehend?
es klingt so als müsstest du alle Verantwortung um dich rum alleine schultern.
gehst du denn zur Gesprächstherapie? hast du mal Tiefenpsychologie versucht?
Letzteres hat mir enorm und nachhaltig geholfen.

#3


S
@Lifeisart
Nimmst du Mirtazapin in der Dosis noch? Vielleicht brauchst du eine andere Medikation?
Langfristig wäre Stressabbau und Entlastung wirklich wichtig. Ist mit drei kleinen Kind plus Job natürlich nicht so einfach. Aber Pillen alleine lösen die Probleme ja nicht, machen sie vielleicht erträglicher. Kannst du den Urlaub denn zumindest auch ein bisschen genießen?

#4


Burn
Wer ist denn dieses „ wir“ ? Du schreibst du hast keine Familie die unterstützen könnte aber du schreibst von einem „
Wir“ bezüglich Urlaub

In Behandlung therapeutischer Natur bist du wohl nicht?

#5


L
@silberauge leider arbeite ich im Urlaub weiter Remote.
Mirtazapin 30 mg nehme ich noch. Hatte heute einen Telefontermin mit meiner Psychiaterin, sie hat mir jetzt Perazin und noch Venlafaxin verschrieben…
Ich mache eine Gesprächstherapie seit 8 Monaten… ist aber eher wie ein Gespräch mit einer Freundin

x 1 #6


L
I’m@Burn doch, ich habe einen Partner, der unterstützt, aber ansonsten halt keine Großeltern - Eltern oder sowas. Keine Angehörige sonst. Therapie mache ich seit 8 Monaten

x 1 #7


kadisha
Zitat von Lifeisart:
@silberauge leider arbeite ich im Urlaub weiter Remote. Mirtazapin 30 mg nehme ich noch. Hatte heute einen Telefontermin mit meiner Psychiaterin, sie ...

Du sollst ein anti Psychotikum nehmen ? Und noch ein ad zu deinem ?

#8


L
@kadisha ja, das hat sie so gesagt.

#9


kadisha
Zitat von Lifeisart:
@kadisha ja, das hat sie so gesagt.

Wirst du das denn nehmen?

#10


L
@kadisha ich weiß es nicht. Würde eigentlich lieber auf 45 mg Mirtazapin hochgehen. Ich habe totale Angst vor Nebenwirkungen, das alles noch schlimmer wird - würde evtl lieber noch mal Paroxetin zu Mirta testen…

#11


S
Hat das denn schonmal funktioniert, Mirtazapin mit Paroxetin?

#12


L
@silberauge ne das habe ich mal 10 Tage genommen. Also nur Paroxetin. Hatte da aber ganz schlimme Nebenwirkungen, habe es nicht durchgehalten. Mirtazapin hingegen habe ich erst ein halbes Jahr später getestet und hat echt gut funktioniert. Zumindest ohne viel Panik.

#13


S
Bei Angst- und Panikstörungen braucht man die erste Zeit oft neben dem SSRI was zum runterfahren sonst geht man leicht mal die Wände hoch. Mirtazapin wird ja oft dazu verordnet oder auch Opipramol oder sowas wie Quetiapin. Das Perazin scheint mir doch ein ziemlicher Hammer zu sein...🤔
Aber deine Psychiaterin kennt dich sicher besser als wir hier und sie hat auch die Expertise.

#14


P
Zitat von Lifeisart:
hat hier jemand Tipps / Anregungen, was wirklich langfristig geholfen hat?

Wie @Kimsy schon ähnlich schrieb: Das, was langfristig hilft, ist, das Leben gesund zu gestalten.
Stress reduzieren und zusätzlich ausgleichen (ich empfehle einen Stressmanagementkurs für tiefes Verständnis über diese wichtige Säule, wird oft von KK gesponsert).
Zusätzlich: gesund essen, Schlaf optimieren, viel bewegen, gerne in der Natur, Hobbies oder Aktivitäten zum Auftanken finden, Medienkonsum reduzieren.

Vielen Menschen mit Depressionen und Ängsten geht es deshalb so schlecht, weil sie ein nicht förderliches Leben führen.
Den eigenen Lebenswandel würde man keinem Tier antun, dabei sind wir selber welche.
Stattdessen nimmt man immer mehr Psychopharmaka, was den Körperzustand weiter verschlechtert.

Bitte krempel dein Leben um und zeige deinen Kindern wie man ein gutes, gesundes, zufriedenes Leben führt.

x 3 #15


A


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Dr. Christina Wiesemann
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