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NickyLove
Ich kann dich gut verstehen, mir geht es ähnlich. Ja Durchfall habe ich auch und meine Gedanken sind schon wieder darauf ausgerichtet, mir zu überlegen, wie ich den Tag morgen vermeiden kann...
Naja, ich denke es ist aber wichtig was zu unternehmen. Du solltest es auch tun!
Wenn du magst kannst du ja auch mal mehr von dir erzählen, vielleicht tut dir das auch gut.
Phoibe
Alles mal von der Seele zu schreiben tut wirklich gut. Mir hilft das auch sehr. Besonders toll an diesem Forum finde ich, dass man zu jedem Thema super liebe Antworten bekommt.
Dass du eine beste Freundin hast, freut mich sehr. So was ist wirklich wichtig! Ein bisschen schade ist es natürlich, dass du ihr nicht von deinen Problemen erzählen magst.
Aber da kann ich dich gut verstehen. Von mir aus hätte ich das auch nie getan und ich glaube ich habe mich nur überwunden, weil ich dachte das bin ich meinen beiden Freundinnen schuldig. Schließlich scheine ich wirklich schlecht auszusehen und wie stehen sie denn da, wenn sie ständig auf mich angesprochen werden, und wissen einfach selber nicht was los ist. Vor allem aber auch weil sie so viel Zeit für mich opfern.
Aber mittlerweile geht es dir ja zum Glück besser und du scheinst die Situation ganz gut meistern zu können. Also halte ich es auch nicht für zwingend notwendig mit ihr darüber zu reden.
Versuche aber trotzdem zu lernen über dich und deine Probleme zu reden. Das ist sehr wichtig. Ansonsten frisst du alles in dich hinein, es staut sich dann einiges an, was früher oder später dann unerwartet heraus bricht. Glaub mir, ich habe die Erfahrung ja jetzt auch gemacht.
Dein Verhältnis zu deiner Mutter erinnert mich teilweise an mein Verhältnis zu meiner Mutter.
Dass ihr euch generell gut versteht ist schon mal sehr schön und natürlich auch sehr wichtig. Ich kann aber auch gut verstehen, dass du enttäuscht bist wenn sie scheinbar immer keine Zeit hast, wenn du was erzählen magst. Dann macht man irgendwie automatisch zu und blockt aber. Aber versuche dann ihre Annäherungsversuche nicht abzublocken. Kommt sie dann zu dir, erzähle ihr das was du vorher erzählen wolltest. Ich weiß wie sehr man sich dann ärgert. Ich kenne das ja selber und eigentlich sollte ich wohl auch diesbezüglich keine Ratschläge geben, weil ich meine Mutter schon längst kein bisschen mehr an mich heran lassen kann. Aber ich möchte nicht, dass du den gleichen Fehler machst. Also versuche mal über deinen Schatten zu springen und dann trotzdem mit ihr zu reden. Wahrscheinlich wird es auch von Mal zu Mal einfacher.
Vielleicht schaffst du es ja auch mal mit ihr zu reden was dich stört. Sie hat so die Chance auch etwas an ihrem Verhalten zu ändern. Vielleicht achtet sie dann etwas darauf wenn du von der Schule kommst für dich da zu sein. Aber woher soll sie wissen was dich stört, riechen kann sie es nicht.
Dass sie dir vorwirft du würdest zu wenig unternehmen finde ich ehrlich gesagt schrecklich. Ich kenne das auch. Meiner Meinung nach ist das eine Form von Druck, die sehr schädlich ist und irgendwo auch ein bisschen abwertend rüber kommt, auch wenn es nicht so gemeint ist. Das du am Freitag dann weg gegangen bist, freut mich zwar für dich, weil du was unternommen hast, aber sowas sollte nicht erzwungen werden. Tue nur das was dir Spaß macht. Alles andere ist nicht gut für dich. Und deiner Mutter musst du wirklich nichts beweisen.
Ich finde es auch sehr schade, dass sie so wenig darauf reagiert obwohl du bereits versucht hast ihr von deinen Problemen zu erzählen. Gerade was dieses Unwirklichkeitsgefühl betrifft. Ich hoffe, dass gibt sich und sie schafft es dir zuzuhören.
Schön, dass du deine Tiere um dich herum hast.
Tiere können wirklich sehr hilfreich sein und einem viel geben.
Wir haben eine Katze. Sie ist unheimlich sensibel. Naja zur Zeit kann ich mich irgendwie nicht mit ihr beschäftigen... ich weiß auch nicht meine Probleme stehen mir da irgendwie im Weg.
Aber ich reite seit kurzem wieder. Ich habe einen tollen Hof direkt bei mir in der Nähe gefunden. Irgendwie ist das meine ganz persönliche Therapie. Auf dem Hof fühle ich mich sogar wohl. Zwar sind meine sozialen Ängste noch da, aber ich schaffe es sogar unbefangen mit anderen zu reden. Zwar sind es meisten nur Themen über die Pferde, aber immerhin... Und wenn ich dann erstmal das Pferd das ich immer reite vor mir habe, geht es mir gut. Pferde sind wunderbare Wesen. Dann kann ich meine ganzen Ängste und Probleme vergessen. Das Reiten ist auch so ziemlich die einzige Tätigkeit bei der ich mich nicht unter Leistungsdruck setze. Klar ist man ehrgeizig und ärgert sich auch mal wenn man nicht gut ist, aber das ist ja normal.
Dass du dein Leben änderst, sodass du weniger Stress hast, finde ich auch sehr positiv. Wenig Stress zu haben, ist förderlich, um seine Probleme zu bekämpfen. Denn Stress ist der absolute Krankheitserreger. Vor allem auch bei dem Unwirklichkeitsgefühlen spielt Stress eine große Rolle.
Ich glaube du bist auf einem sehr guten Weg
mach weiter so, dann schaffst du es sicher
schnell daraus zu kommen
Liebe Grüße