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Danke für deine Offenheit und die Darstellung, wie es dir ergangen ist.
Therapieresistenz kann ja verschieden Ursachen haben.
Meist wird man so eingeschätzt, wenn man alle Varianten durch hat und sich nichts bessert.
Es gibt aber auch andere Ursachen.
Ich kann mich z.B. nicht auf therapeutische Dinge einlassen, weil ich sofort durchschaue, was beabsichtigt ist und ich eine starke innere Abwehr, gegen jegliche Manipulationsversuche entwickelt habe.
Hat was mit der sozialistischen Erziehung in der DDR zu tun, was aber eine andere Geschichte ist.
Letztlich habe ich Psychopharmaka genommen, um meine Ängste in den Griff zu bekommen und dann in einem sehr langwierigen Prozess selbst therapiert und mein Leben Schritt für Schritt zurückerobert.
Gelernt, dass man sich nicht alles konfrontativ zurückholen muss, sondern nur das, was einem wirklich wichtig ist und man auf sich achtet, was es mit einem macht.
Es gab viele Irrwege und Strohhalme an die ich mich geklammert habe, die aber nicht zum erwünschten Erfolg führten.
Ernährung, pflanzliche Mittel, Nahrungsergänzungsmittel wie Fischölkapseln, Entspannungstechniken wie autogenes Training, gut zum Runterfahren bei Arztbesuchen und ähnlichen Situationen, aber nicht ausreichend für eine langfristige Besserung.
Foren haben mir überhaupt erst gezeigt, dass man nicht alleine ist, mit diesen Problemen und man von anderen was an deren Erfahrungen mitnehmen kann, wobei jeder anders tickt und es viele Varianten an psychischen Erkrankungen und Störungen gibt, und man selbst bei gleichen Diagnosen, bei mir letztlich eine generelle Angststörung, unterschiedliche Auswirkungen und Symptome hat.
Nach 30 Jahren habe ich es dann doch noch geschafft, vor allem durch Stressabbau, gnadenlose Selbstreflexion, auch Akzeptanz psychisch krank zu sein und so Zurückfinden in sein inneres Gleichgewicht, Vorruhestand und gefestigte familiäre Beziehung.
Wäre vielleicht auch schneller gegangen und deshalb kann ich nur jedem raten, keine Therapieform abzulehnen, denn am erfolgversprechendsten ist immer noch die Kombination von Psychotherapie und Psychopharmaka.
Man muss wohl alle Wege verfolgen, bis man für sich den Richtigen findet und dafür wünsche ich dir alles Gute.
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