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Zitat von Angstzustaende:@Saina91 Zu gehen und nie wieder zu kommen. Ich bin ja vom nichts ins Leben gegangen; da kam also was. Aber jetzt gehe ich vom Leben ins unendliche nichts...
Ich finde den Gedanken eigentlich auch tröstlich, dass es "vor dem Leben" ja auch ging. Die Geburt hatte man nicht in der Hand. Man war da, weil es im Leben Geburt gibt aber auch Vergehen. Auch das hat man nicht in der Hand, es ist in der Natur so eingerichtet.
Vielleicht hat das Leben es ja auch so gnädig eingerichtet, dass man am Ende wieder dahin zurücksinkt, wo man hergekommen ist, also auch bewusstseinsmäßig.
Das Ich Bewusstsein- das, was also jetzt auch darum ringt, nicht zu vergehen, war ja vermutlich nicht von Anfang an da, von Geburt, sondern ist dann auch über die Zeit geworden....hauptsächlich durch den Umgang mit Menschen/Eltern.
Dann durch das spätere Leben und sich sozial zurechtfinden, wo das Ich sich scheinbar allein fühlt und um sein Überleben auch kämpft....oder gestaltet....usw.
Wegen dem Gedanken vom Zurückziehen aus der Außenwelt: Wenn ich Sterbende beobachtet hatte, hatten sie sich immer mehr von dem Außen zurückgezogen, weil dafür wohl keine Kraft mehr war und vielleicht auch, weil es nicht mehr so zählte. Wie wenn man z B sehr krank ist, dann hat man auch keinen Kopf für alles drumrum. Für manche ist es vielleicht tröstlich zu wissen, dass Angehörige dabei sind- nur da sind. Oder auch nicht.
Was am Ende genau bleibt, von dem eigenen Leben oder auch von dem inneren Bewusstsein, man weiß es nicht genau.
Ich weiß es zumindest nicht. Manche trösten sich mit dem Gedanken an ein Leben nach dem Tod, und man kann ja auch glauben was man will, vor allem wenn es einen aufbaut und es einem Mut und Kraft gibt bzw die Ängste abhält.