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20.11.2013 13:44 • 07.02.2021 #1


123 Antworten ↓


Wow. Was für ein Text. In dir steckt ein Schriftsteller, Geschichtenschreiber, Reporter oder ähnliches.

Dafür brauchst du nicht zwingend einen Schulabschluss, aber er würde dir wohl doch für dein Selbstbewusstsein und deine Reputation helfen. Falls du so etwas wie ein Redakteur werden möchtest, solltest du studieren.

Und hör bitte wirklich mit dem *beep**n auf. Du siehst ja schon selbst, was dabei herauskommt.

20.11.2013 13:53 • #2



Psychose durch Canna.

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kalina
Lieber Sekura,

Du bist noch sehr jung und hast leider schon in diesem jungen Alter den Selbstmord des Vaters erleben müssen.

Es ist in meinen Augen völlig normal, dass Deine Psyche deswegen ziemlich durch den Wind ist.

Dir und Deiner Seele geht es einfach nicht gut. Du brauchst einen guten Therapeuten, mit dem Du über alle Deine

Gefühle und Ängste sprechen kannst, und Stück für Stück wieder ins Leben zurückkannst. Geh bitte auf die Suche nach einer besseren Klinik, einem besseren Psychologen, zu dem Du Vertrauen aufbauen kannst. Vielleicht war die andere Klinik noch nicht das richtige für Dich.

Keinen Alk., keine Dro. und weniger Computer, stattdessen evtl. Sport, zumindest allmählich .....

Es kann ein bisschen dauern, um aus dem Gefühlschaos rauszukommen.
Trauer um Deinen Vater..... Fragen nach dem Warum..... Vielleicht fühlst Du Dich von ihm im Stich gelassen...

Du solltest über Deine Gefühle reden dürfen. Redest Du mit Deiner Mutter über den Schmerz? Oder ist sie selbst in der Trauer gefangen?
Dein Vater hat im Friedhof gearbeitet?

Fang vielleicht ein Tagebuch an in dem Du alle Gedanken und Gefühle aufschreibst, auch Träume.
Und jeden Tag ein bisschen rausgehen, nur bisschen Luft schnappen, bisschen laufen.
Ganz liebe Grüße von mir

20.11.2013 16:44 • #3


Hi,

danke für deine Antwort.
Am Dienstag habe ich einen Termin bei einem Psychiater, ich hoffe er wird der richtige sein.
Ich rede selten über Gefühle. Und wenn dann nur mit Freunden, nicht mit meiner Mutter. Ich sage mal so: Jeder trauert hier für sich selbst. Damals als das alles begann war das noch etwas anderes, aber mittlerweile macht sich da niemand Gedanken drum. Ich besuche das Grab von meinem Vater so gut wie nie, nicht weil ich es nicht kann, sondern weil ich halt diesen Reizdarm habe, der mich so gut wie nie aus dem Haus lässt.
Ich bin froh, dass ich nicht mehr dort wohne. Das sind wir alle. Hier haben wir unsere Familie, unsere Heimatstadt. Damals sind wir nur weggezogen, weil mein Vater sonst jeden Tag 70km zur Arbeit fahren musste. Ich habe überlegt, ein Tagebuch anzufangen. Und ich denke ich werde mir auch mal eins besorgen. Kann man sich wirklich ablenken indem man draußen ALLEINE rumläuft? Ich würde das sehr gerne ausprobieren. Nur nach einer PA fühlt man sich nicht so wohl. Aber zurzeit geht es mir sehr gut, seitdem ich dieses Thema heute erstellt habe. Heute Morgen gings mir noch schlecht. Solange ich nicht daran denke geht es mir blendend und das macht mir wieder Mut und vorallem habe ich ohne Beschwerden eine noch höhere Lust eine Therapie durchzuführen. Damit ich weiterhin Beschwerdefrei leben kann.

Liebe Grüße

20.11.2013 17:13 • #4


Schön dass du dich hier anvertrauen kannst ein guter Freund von mir hat ähnliches erlebt und ist in die Dro.welt abgetaucht und nie mehr raus gekommen, seit dem geht sein Leben bergab. Er wohnt wieder zu Hause, konsumiert und hat den Job verloren und ehrlich gesagt hab ich ihn seit mindestens 7 Jahren nicht mehr wirklich nüchtern gesehen. Gut dass du aufgehört hast mit dem *beep*, das bringt dich wirklich nur weiter nach unten. Bin auchcviel allein draußen ( mit dem Hund dabei) oder reite allein aus, und es hilft wirklich sich abzulenken. Daheim bekommt man auf Dauer eben einen Kagerkoller. Glaube du bist schon auf dem richtigen Weg. Was hält's du vom joggen? Wär das was für dich?

20.11.2013 17:35 • #5


Hi,

danke auch für deine Antwort.
Ich war nun ein paar Kilometer spazieren, habe meine Mutter auf der Arbeit besucht und bin nun wieder Zuhause. Man merkt das ich noch leicht "benommen" bin und auch nicht so weit sehen kann, denke das ist normal und legt sich mit der Zeit. Habe Morgen noch einen Arzttermin, da werde ich das auch nochmal ansprechen.


Liebe Grüße

20.11.2013 18:02 • #6


Schön! Mir ging es ähnlich vom *beep*. Monatelang war alles gut und irgendwann hatte ich mal nen horrortrip mit Angst und derealisation und das hing mir wochenlang nach. Habs dann gelassen und die Benommenheit kam dann nicht wieder. Da musst du jetz durch, Hauptsache ist dass du es nicht wieder machst

20.11.2013 18:26 • #7


Das werde ich nie wieder tun. Ich wollte damals einfach keine Therapie machen, also habe ich zum Canna. gegriffen. Dachte das wäre ein Medizin und habe auf alle Kommentare die sagten "das ist Gefährlich" gar nicht gehört. Ich war sogar für eine Legalisation. Das hat sich jetzt definitiv geändert. Ich bin schon froh, dass ich schon seit einem Jahr kein Alk. mehr trinke. Ich mag die Wirkung von Alk. einfach nicht - meistens Übergeben und Schwindel. Das ist mir zu dumm und sein Körper macht man damit auch kaputt. Ich bin zwar ein sehr schüchterner Typ und mit Alk. konnte ich das auch immer umgehen, aber nene - nie wieder Dro.. Sei es Canna. oder Alk.. Zur Zig. werde ich aber weiterhin greifen.

20.11.2013 18:31 • #8


Rauchen macht teilweise auch nervös und verursacht Schwindel (gerade wenn man die erste am Nachmittag erst raucht) kennst du das auch? Oft rauche ich nicht wenn ich mal ein zwei schlimme paniktage hab. Das hilft bei mir auch

20.11.2013 18:43 • #9


Ich konnte sowas bis jetzt noch nicht beobachten. Rauchen beruhigt mich auch ein wenig - es ist eine Sucht der ich nicht den Rücken kehren muss.

20.11.2013 18:44 • #10


Ne , musst du wirklich nicht.

20.11.2013 19:04 • #11


Also bis auf heute Morgen ging es mir den ganzen Tag über gut. Hatte etwas Angst, als meine Mutter arbeiten musste, da ich ab 14 Uhr bis um 20 Uhr alleine bin. Aber ich habe mich abgelenkt und es hat mir geholfen. Jetzt müssen nur noch die Sehstörung und die leichte Benommenheit weg, dann geht es mir wieder blendend. Was aber nicht heißt, dass ich das Thema dann verschiebe sondern dann hab ich noch mehr Adrenalin eine Therapie durchzuführen.

20.11.2013 19:06 • #12


Hallo Sekura

Ein Cousin hatte nach zahlreichen Psychosen Schizophrenie bekommen. Leider wussten wir damals nicht was mit ihm los ist, sodass unsere Hilfe vlt. zu spät kam..
Dein Schritt in dieses Forum und vor allen Dingen zum Arzt/Psychiater ist schon sehr weit, das freut mich für dich. Ich finde es gut, dass du das als Warnschuss nimmst, auf dich achtest und keine Dro. mehr nimmst!
Bitte behalte das bei, du hast dein ganzes Leben noch vor dir!
Alles Gute!

20.11.2013 22:29 • #13


Huhu

Canna. wird heute in einigen Ländern als Medikament
(auch bei Depressionen und psychischen Problemen) ein-
gesetzt.

20.11.2013 22:56 • #14


Hi,

danke für eure Antworten.
Ich weiß, dass es als Medikament eingesetzt wird. Auch bei Krebs.

hypo, das hört sich nicht gut an. Danke für deine Meinung. Ich denke es ist wirklich langsam an der Zeit. Nach einigen Jahren unbehandelt, bzw "fehlbehandelt".
Ein Therapheut alleine reicht wohl nicht, deswegen jetzt der Weg zum Psychiater.


Grüße

20.11.2013 23:00 • #15


Hi,

ich wollte mal berichten wie es mir geht und wie der Arzttermin verlief.
Mir geht es mittlerweile sehr gut, wenn nicht sogar so gut wie vor der Psychose. Keinerlei Panikattacken heute, keine Kopfschmerzen, keine Benommenheit und auch keine leichten Sehstörungen mehr. Ich freue mich!
Ich merke langsam auch, wie ich wieder das verlangen nach Canna. habe - aber das lass ich aufjedenfall. Ich will das ganze nicht nochmal durchmachen.

Der Arzt hat heute Ultraschall gemacht, am Bauch - alles OK. Freut mich auch sehr und gibt mir noch mehr Mut.
Ich wollte mich nochmal für die ganzen Beiträge bedanken, die haben mir echt sehr geholfen.


Liebe Grüße

21.11.2013 17:19 • #16


kalina
Hi,

auch wenn wieder psychische Probleme auftauchen können, ich würde Dir raten, so langsam wieder

ins Leben zurückzugehen, Schule, Ausbildung, weggehen mit Freunden. Ruhig auch mit guten Freunden über Deine Probleme

reden, das entlastet auch. Manchmal neigt man dazu, sich zuhause einzuigeln, aber raus gehen ist auch sehr wichtig.

Sport in einem Verein finde ich auch hilfreich. Verschiedenes ausprobieren, damit man merkt, was zu einem passt, was einem gut tut.

Liebe Grüße

21.11.2013 17:29 • #17


Ich habe mit meinen Freunden ausgemacht, dass wir nicht darüber reden. Das bringt mich nur wieder auf diese Gedanken und hilft mir nicht wirklich, eher im Gegenteil.
Mein Arzt meint heute, dass der Psychiater mich vielleicht wieder 6 Wochen in eine stationäre Klinik schicken möchte (wegen Reizmagen und Reizdarm) - bin eher nicht dafür. Ich hab zu schlechte Erinnerungen und das "Einsperren" geht gar nicht. Man hat keine Freiheiten, man darf nicht raus, man kann nichtmal eine Rauchen oder ein Handy haben. Das geht für mich viel zu weit. Vorallem weil es nur ein Reizdarm bzw Reizmagen ist. Aber er sagte das muss der Psychiater dann entscheiden.

Ich nehme zurzeit Opipramol 100mg jeden Abend eine halbe Tablette - letztens hat es das ganze etwas eingeschränkt, habe dann aber aus irgendeinem Grund aufgehört diese zu nehmen, dann kamen die Beschwerden wieder zurück.
Ich nehme sie seit Freitag und bald sollte eine Wirkung da sein. Ich werde dann aufjedenfall nochmal berichten.

Grüße

21.11.2013 17:39 • #18


Zitat von Sekura:
Ich konnte sowas bis jetzt noch nicht beobachten. Rauchen beruhigt mich auch ein wenig - es ist eine Sucht der ich nicht den Rücken kehren muss.

Dass es alles andere als gesund ist, weißt du aber hoffentlich?

22.11.2013 12:50 • #19


Ich finde es sehr schade, dass dir seinerzeit, als du in das Krankenhaus gebracht wurdest, auch danach nicht die Wahrheit über den Grund gesagt wurde. Denn so hat sich wohl deine Meinung, "ich will nicht in die Schule gehen" ohne wirklichen Grund verfestigt.

Oder hattest du schon vorher einen Widerwillen gegen die Schule? Falls ja, warum genau?
(Welche Schulart war es denn?)

Noch dazu scheint ja in Bezug auf deine echte oder vermeintliche Selbstmordabsicht also den seelischen Schock - gar nichts getan worden zu sein. Das finde ich unglaublich.

22.11.2013 12:53 • #20



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