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nikimiky

nikimiky
Mitglied

Beiträge:
2025
Themen:
3
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1749
Mitglied seit:
Hallo. Ich möchte das einfach mal niederschreiben und vielleicht findet sich wer der in einer ähnlichen Situation war/ist und das nachvollziehen kann.

Ich habe vor knapp über einer Woche eine heftige Panikattacke erlitten. Ausgelöst dadurch das meine Eltern in der Ukraine was wichtiges erledigen mussten und ich mir Sorgen um sie gemacht habe (Kriegsgebiet). Und plus noch die Verantwortung für deren Hund der solange halt bei uns war (Meinem Mann und mir).
Ich hab mir schon kurz bevor sie weg fahren wollten unterbewusst Sorgen gemacht, weil ich es nicht gut fand das sie 11 Tage da im Kriegsgebiet verbringen. Dazu kam dann noch die Verantwortung für deren Hund, der nicht kastriert ist und dazu auch noch gerade Frühlingsgefühle hat und viel hechelt und beim Gassi gehen bockig ist. Das wuchs mir alles übern Kopf und mündete in einer starken Panikattacke.

Gestern sind meine Eltern endlich wieder zurück gekommen, aber mir geht's immernoch schlecht. Die letzte Woche war echt die Hölle und ohne die Unterstützung von meinem Mann hätte ich es überhaupt nicht hinbekommen. Er hat hier den Laden komplett geschmissen. Ich bin seither in einem Ausnahmezustand. In einem Tunnel von Angst und Depri.

Ich habe von meiner Psychiaterin zum Bedarf Quetiapin bekommen und darf auf den Tag verteilt 150mg einnehmen. Da es mir besonders morgens und mittags schlecht geht nehme ich die höheren Dosierungen in der ersten Hälfte des Tages. Quetiapin in retard Form nehme ich bereits seit bald 6 Jahren. Genauso wie Fluoxetin. Und kam immer gut damit zurecht. Aber gegen diese belastende Situation konnten sie mich nicht schützen.

Ich hoffe ich bin ganz bald wieder die Alte . Das ist einfach nur mies momentan.

Danke für alle die sich Zeit nehmen das durchzulesen.

10.04.2026 #1


17 Antworten ↓

Greta__
Na ja, wir reden nicht von Urlaub sondern deine Eltern waren in einem Kriegsgebiet. Da kann es um Tod gehen und das dich das total belastet ist mehr als verständlich.

Der Hund: Nun, er war nicht zuhause, weiß nicht wann sein Rudel wieder zuhause ist. Auch er verunsichert. Dann hast du, bedingt durch die Situation, keine Souveränität ausgestrahlt: Ergo Hund noch mehr verunsichert.

In Summe: Es war zu viel für dich.

Jetzt atme durch und mach besonders gute Dinge für dich um deinem System zu signalisieren das alles wieder gut ist. 🫂

x 2 #2


A


Panikattacke wegen doppelt belastender Situation

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nikimiky
Zitat von Greta__:
Na ja, wir reden nicht von Urlaub sondern deine Eltern waren in einem Kriegsgebiet. Da kann es um Tod gehen und das dich das total belastet ist mehr als verständlich. Der Hund: Nun, er war nicht zuhause, weiß nicht wann sein Rudel wieder zuhause ist. Auch er verunsichert. Dann hast du, bedingt durch die Situation, ...

Lieben Dank für deine Nachricht.🫂 Ja so ist es. Meine Eltern waren schon oft im Urlaub also mehrfach auf Mallorca und so. Da hatten wir den Hund auch für so 6-7 Tage bei uns. Das hat immer alles gut geklappt. Aber diesmal ist mir das alles zu Kopf gestiegen und ich denke auch das es daran liegt das sie eben in der Hauptstadt von Ukraine waren und nicht am Strand auf Malle.
So richtig was gutes tun kann ich mir nicht. Habe zu nichts Lust und keine Kraft plus Ängste. Ich hoffe das sich das bald legt.

#3


Greta__
Zitat von nikimiky:
Lieben Dank für deine Nachricht.🫂 Ja so ist es. Meine Eltern waren schon oft im Urlaub also mehrfach auf Mallorca und so. Da hatten wir den ...

Ich kann das sehr nachfühlen, es muss ein schlimmes Gefühl gewesen sein.

Es muss nichts großes sein: Decke einkuscheln, Tee trinken, dabei an nichts denken. Eine heiße Dusche. Auf die Couch legen und einfach nur atmen. Hand auf den Bauch, dir selbst sagen "Ich bin sicher".

x 1 #4


nikimiky
Zitat von Greta__:
Ich kann das sehr nachfühlen, es muss ein schlimmes Gefühl gewesen sein. Es muss nichts großes sein: Decke einkuscheln, Tee trinken, dabei an nichts denken. Eine heiße Dusche. Auf die Couch legen und einfach nur atmen. Hand auf den Bauch, dir selbst sagen "Ich bin sicher".

Ja das probiere ich. Ist nur schwer....

#5


Greta__
Zitat von nikimiky:
Ja das probiere ich. Ist nur schwer....

Machen. Immer wieder 💪

x 1 #6


nikimiky
Ja ich kämpfe jeden Tag weiter.

#7


Greta__
Zitat von nikimiky:
Ja ich kämpfe jeden Tag weiter.

Nicht kämpfen. Liebevoll zu dir sein. 🫂

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Astrid63
Ich würde auch sagen: nicht kämpfen. Annehmen. Es geht dir im Moment schlecht und das ist super unangenehm. Aber dagegen zu kämpfen hilft nicht. Das bewirkt das Gegenteil. Sei gut zu Dir. Hab Verständnis für dich selbst. Gönne dir etwas Schönes und gestehe Dir zu, dass man nach so einer Woche einfach mal richtig im Eimer sein kann und Panik hat. Was oben schon geschrieben wurde: es war ja immerhin keine Urlaubsreise nach Mallorca. Ich wäre vor Angst vermutlich umgekommen. Wie schon geschrieben: nimm es an, dass es dir im Moment schlecht geht, tue dir etwas gutes und sei lieb zu dir. Es kommen wieder bessere Tage.

x 2 #9


nikimiky
Zitat von Astrid63:
Ich würde auch sagen: nicht kämpfen. Annehmen. Es geht dir im Moment schlecht und das ist super unangenehm. Aber dagegen zu kämpfen hilft nicht. Das bewirkt das Gegenteil. Sei gut zu Dir. Hab Verständnis für dich selbst. Gönne dir etwas Schönes und gestehe Dir zu, dass man nach so einer Woche einfach mal ...

Lieben Dank für deine Worte. Im Moment kann ich mir nicht wirklich was gutes tun. Aber ja ich kämpfe auch nicht dagegen sondern nehme es an und gebe mir Zeit um zu heilen. Ich habe wirklich eine extrem schwere Situation durchgestanden und mein Nervensystem ist gerade noch wie eine Wunde. Ich hoffe einfach das es bald wieder alles in Ordnung kommt.
Hast du sowas ähnliches mal erlebt und dann auch Zeit gebraucht bis du wieder die alte warst?

#10


Astrid63
Ich denke, das kann man nicht wirklich vergleichen, da wir hier in Frieden leben und uns Eure Situation nur bedingt vorstellen können. Du fühlst dich sicher oft auch sehr hilflos, vielleicht auch wütend. Was ich habe ist, dass meine Mutter vor vier Monaten gestorben ist. Ich habe sie 1 1/2 Jahre gepflegt und war bis zum Ende bei ihr. Das macht mir gerade schwer zu schaffen und ich habe wieder Ängste und Panikattacken. Ich bin noch nicht wieder die Alte und ich denke, es wird auch noch dauern. Ich versuche mir Zeit zu geben. Allerdings auch mit Hilfe meiner Psychologin. Ich bin meist nicht unbedingt nett zu mir und versuche das jetzt auch, indem ich versuche, mir etwas Gutes zu tun und zu akzeptieren, dass ich im Moment viel Angst habe. Insofern ist es vielleicht ähnlich, dass unser beider Nervensystem im Moment Zeit braucht um zu heilen. Ich wünsche Dir von Herzen, dass die Ukraine bald wieder in Frieden leben kann und Deine Eltern ohne Sorgen reisen können und auch Du dann weniger Ängste um sie auszustehen hast. Aber ich kann Dir zumindest schreiben, dass ich in der Vergangenheit auch schon solche Phasen hatte und das sie immer wieder vorbei gegangen sind. Es wird wieder besser werden. Bei Dir und bei mir. Ich sende dir ganz liebe Grüße

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nikimiky
Zitat von Astrid63:
Ich denke, das kann man nicht wirklich vergleichen, da wir hier in Frieden leben und uns Eure Situation nur bedingt vorstellen können. Du fühlst dich sicher oft auch sehr hilflos, vielleicht auch wütend. Was ich habe ist, dass meine Mutter vor vier Monaten gestorben ist. Ich habe sie 1 1/2 Jahre gepflegt und war ...

Lieben Dank für deine Antwort. Und mein Beileid wegen deine Mutter traurig 🫂 4 Monate ist noch sehr frisch. Das du noch trauerst ist ganz normal. Bei Angstpatienten wie uns ist es halt doppelt schlimm. Hast du denn Unterstützung in der schweren Zeit? Und was genau machst du bei deiner Psychologin? Einfach Gespräche oder richtig Trauerarbeit? (Oder ist das dasselbe? Kenne mich nicht so aus)
Ich wünschen uns auch beiden das es bald wieder besser geht.

#12


nikimiky
Meine Eltern sind seit 1 Woche wieder Zuhause, aber mir geht's immernoch bescheiden....
Warum kanns einem nicht einfach direkt wieder gut gehen sobald sich die Situation gebessert hat?

#13


Astrid63
Ach, entschuldige bitte. Ich habe Dir noch gar nicht geantwortet. Nein, ich mache mit meiner Psychologin keine Trauerarbeit. Wir reden viel. Zum Beispiel reden wir darüber, wie ich meine Hilflosigkeit und meinen Schmerz besser aushalten und zulassen kann. Das würde zu weit führen, dass hier zu erklären. Bei mir geht es viel um Trauma. Es ist relativ kompliziert.

Dass es Dir noch nicht besser geht ist ganz normal, denke ich. Dein Körper war von Adrenalin überflutet, das ist anstrengend. Du brauchst Zeit Dich zu erholen. Das wird dir ganz bestimmt bald gelingen.

x 2 #14


nikimiky
@Astrid63 das ist gut, das du mit deiner Psychologin reden kannst und skills bekommst wie man damit umgeht. Das ist schon sehr viel wert. Hoffentlich geht's dir bald besser.

Und ja genau das bei mir braucht Zeit... Ich stand vom 12.3.-21.3. unter dauer Strom...

#15


nikimiky
Ein kleines Update: ich schlafe überwiegend gut und die Ängste sind weniger , aber dafür ist die depri stärker. 😔 Es schwankt zwischen guten Momenten und depri. Ich hoffe das pendelt sich mal bald ein. Ich bin sehr ungeduldig.😕

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Feuerschale
Zitat von nikimiky:
Ein kleines Update: ich schlafe überwiegend gut und die Ängste sind weniger , aber dafür ist die depri stärker. 😔 Es schwankt zwischen guten Momenten und depri. Ich hoffe das pendelt sich mal bald ein. Ich bin sehr ungeduldig.😕

wahrscheinlich brauchts echt ne Zeit bis sich alles wieder einpendelt.
Guter Schlaf wieder ist aber glaub ich ne gute Ausgangslage. 🍀

x 1 #17

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nikimiky
Gestern Nachmittag überkam mich eine Welle und zog mich ins Loch. Schlafen ging gut, aber heute Morgen ging es weiter mit einem fetten Morgentief. Es fühlte sich an wie ein Rückschlag. Aufeinmal ging es mir wieder so schlecht wie mitte März. Es ist zermürbend das Heilung in so komischen Wellen geschieht. Ich hoffe aber das sie überhaupt geschieht... 😔

#18


A


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