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mir geht grad durch den kopf, dass es doch von den psychologen heisst, durch konfrontation kommt die oanik, und wenn man sich dieser stellt lässt diese nach.....komisch....bei mir funktioniert das nich.....ich konfrontiere mich jeden verdammten tag, und trotzdem sehe ich nie eine besserung in allen situationen.....manchmal weiss ich echt nicht mehr was ich noch tuin soll, ich will dich einfach nur noch leben......!!!
hat sich jemand mal damit beschäftigt dass einem cortisol, oder serotonin wirkliich fehlt?? oder irgendwelche andere hormone verrückt spielen, sodass eine durch konfontation angegangene bekämpduing gar nicht funktionieren kann?
welche methoden habt ihr ausprobiert , damit es euch besser geht?
ich leide nun schon seit meinen 13 lebensjahr an diesem mist, wie lange soll denn das noch weitergehen? ohne aussicht auf besserung is das doch keine leben....jeden tag ein kampf, ständige depressionen da es keine besserung gibt.....
freu mich auf antworten.....

18.08.2012 15:28 • 19.08.2012 #1


12 Antworten ↓


Konfrontation ist nur ein Teil. Die suche nach den Ursachen im Rahmen einer Therapie ist ein anderer. Reine Konfrontation lässt einen die Panik durchstehen und besser durchleben, aber Heilung wird dadurch alleine nicht erreicht. Was für Therapie hast du denn bisher versucht?

18.08.2012 17:55 • #2



Jahrelange tägliche konfrontation und keine besserung?

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Hallo!
Ich möchte versuchen, dir die Angststörung ein bisschen zu erklären. Mir hat das geholfen, sie fast zu überwinden.
Ich nehme an, du konfrontierst dich mit ALLEM wahllos. Vielleicht weil dir alles Angst macht.
Das passiert, weil du unbewusst jahrelang Assoziationsketten aufgebaut hat, also vor Dingen Angst hast, weil sie dich an irgendwas erinnern.
Das heisst, du kommt im Alltag mit dem Kernauslöser deiner Angst nicht heran, sondern konfrontierst nur die "Nebenwirkungen". Das ist auch gut, wird aber auf lange Sicht das Problem nicht lösen.
Ich würde dir raten: Denk mal scharf nach. Es muss in deiner Biographie irgendwas geben, dass dir mal lebensbedrohliche Angst gemacht hat. Vielleicht ein Kindheitstrauma. Die Angst, die du im hier und jetzt erlebst, ist sozusagen ein Echo davon. Beseitigst du die "Kernangst" so verlierst du auch deine ganzen "AngstKetten". Habe ich das gut erklärt?
Ich habe eine Weile gebraucht bis ich kapiert habe, wovor ich wirklich Angst hatte. Es war sozusagen Detektivarbeit. Suche den gemeinsamen Nenner!
Bei mir hat die Angst mit der Angst vor der Dämmerung angefangen. Ich habe nachgedacht, was passiert bei Dämmerung? Dann kam ich dahinter: Zu dieser Zeit geht man nach Hause, trennt sich also von Schulfreunden und muss alleine sein.
Soweit so gut. Dann habe ich weiter überlegt: warum habe ich Angst davor, alleine zu sein?
- Weil ich Angst habe, keinen wiederzusehen und schutzlos zu sein.
So kam ich darauf: Ich hatte als Kleinkind einen längeren Krankenhausaufenthalt. Da war ich also von meiner Familie getrennt und hatte Schmerzen.
Dieses Trauma überwinde ich gerade mit meiner Therapeutin und viiiiiiiiieeeel Ausdauersport zum Abbau der Stresshormone, die sich all die Jahre in meinem Körper angestaut hatten.
Also denk nach, ich glaube im inneren weisst du ganz genau wovor du genau Angst hast! Und genau da musst du mit Konfrontation ansetzen.

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen, ich wünsch dir viel Glück!

Liv Lang

18.08.2012 22:42 • x 1 #3


* Edit:

Du musst nicht unbedingt ein Trauma haben, das war unüberlegt.
Aber es gibt auf jeden Fall einen Kern, irgendeine Emotion, mit der du dich partout nicht auseinandersetzen willst. Angst und Wut sind meistens Reaktion auf etwas anderes - vielleicht eine emotionale Verletzung, Kränkung, die du dich nicht traust zu fühlen?

18.08.2012 23:04 • #4


danke schonmal für die antworten.....
ja, du hast das richtig gut erkläret liv.lang.
das problem ist, dass ich keine "angstgedanken" mehr habe, das ist alles nur noch kein körperlich, und wie oft in therapien schon nach ursachen geforscht worden ist, es wurde keine ursache gefunden.....das is mein problem, ich hab mir nun überlegt mal zur hypnosetherapie zu gehen, vielleicht ist irgendwas ganz tief im unterbewusstsein verankert, was ich komplett verdrängt habe.....
ich kann mich ja kaum an mein leben erinnern......mir fehlen so viele sachen....das is schon komisch......
mal schauen ob es was bringt, wenn man dann die ursache kennt....ich hoffe es.....
und das thema hormone?sertralin cortisol?? kennt ihr euch aus damit?

19.08.2012 12:35 • #5


Hallo Neue,

Ja, das kenne ich auch, dass die Angst rein körperlich ist. Ich glaube du befindest dich im Moment in einem All-Umfassenden Alarmzustand.
Bei mir war das auch so, darüber reden half nicht mehr, weder mit Freunden/Familie/noch Therapeutin.
Es gibt ja diese biologischen Erklärungmodelle, ich kann das jetzt nicht mehr genau wiedergeben, aber dein Körper denkt, es herrscht Gefahr um dich herum, auch wenn da keine ist. Richtig?
Deshalb ist dein Sympathikus wahrscheinlich permanent aktiv. Im Normal-Fall ist er nur aktiv, wenn Gefahr herrscht, wenn diese vorbei ist aktiviert sich der Parasympathikus und dein Körper entspannt sich.
Das Problem ist, du kannst ein vegetatives Nervensystem nicht willentlich steuern. Daher hilft reden nicht. Dein Körper will flüchten, er will wegrennen vor der Gefahr.
.
Mein Tipp, so hab ichs gemacht: Denken aussschalten. Sorgen aussschalten. Und den Körper einfach wegrennen lassen. Sonst stauen sich die Stresshormone in deinem Körper. Lass den Körper machen, was er eigentlich machen will: rennen. Ich mache seit 2 Monaten jeden Tag 5 Stunden Sport. Am Anfang musste ich mich quälen, aber ich hab ziemlich schnell gemerkt dass mein Körper den Stress und die Angst beim joggen aubbaut und ab da hat mich der Ehrgeiz gepackt und mittlerweile habe ich diesen dauernden Angstzustand fast überwunden.

Egal wie du dich fühlst, trag es beim Rennen aus. Du wirst intiktiv irgendwann lernen dass du trotz Angst nicht gelähmt bist und dein Körper wird die Angst abbauen.

Es wird eine Weile dauern, aber du darfst nicht aufgeben sondern einfach durchpowern - das ist die beste Therapie gegen Angst. Es wird vielleicht 2 oder 3 Monaten brauchen - aber es wird sich lohnen! Und nicht entmutigt sein, vielleicht stellt sich der Erfolg bei dir erst nach Wochen ein - jenachdem, wie groß die Angst-Menge ist, die du abbauen musst. Bei mir zeigten sich erste Erfolge nach 4 Wochen, und ab da täglich. Zieh es durch!

Viel Erfolg

19.08.2012 13:31 • x 1 #6


wow......danke für den text......du hast es genau auf den punkt getroffen....dann werde ich es mal versuchen mit ausdauersport......muss ich es nur vorher schaffen mit rauchen aufzuhören

lg und nochmals danke

19.08.2012 13:44 • #7


Musst du gar nicht. Ich rauche auch. Schiebs nicht vor dir weg, mach dich jetzt (na gut vielleicht nicht in dieser brütenden Hitze) aber dann morgen auf.
Tipp fürs Joggen: Lass deine Gedanken einfach frei fliessen. Wenn dir ein Gedanke Angst macht dann renn schneller. Wenn dir eine Strasse Angst macht renn schneller. Das Ziel ist, dass du deine Angst bewusst abbaust während dein Körper in Bewegung ist. Das kannst du auch zuhause machen, zum Beispiel auf und ab hüpfen, 5 Minuten lang. Oder dich schütteln. Lass das Adrenalin einfach raus wo es geht sobald die Angst kommt. Lass dich auf keinen fall von ihr lähmen, dadurch wird sie nicht abgebaut.

19.08.2012 13:55 • x 1 #8


PS:

Ich habe ausserdem einen kleinen Trick entdeckt, der mir hilft die Angst vorübergehend zu besänftigen:

Über dem Magen, direkt in der Mitte unter den Brust-Bein-Platten, befindet sich eine kleine Kuhle wo der Knochen aufhört. Drück so fast du kannst ohne dir weh zu tun drauf und atme ganz tief und ruhig, vielleicht während einem Film oder so. Halte den Punkt einfach gedrückt 5 min., halbe Stunde, Stunde.

Bin gespannt ob dir das hilft, ich beruhige mich immer nach ca 5 Minuten wenn ich den Punkt drücke.

gruß

19.08.2012 14:11 • x 2 #9


ich habe mir diesen punkt schon zwei mal mit einem medikament(mir fällt der name grad nic hein) punktieren lassen, da es durch diese vielen jahre angst zu richtrigen verkrampfungen gekommen ist, danach ging es mir auc paar tage besser.....aber da ich immer wieder wahnsiinig unruhig bin, kommt diese verkrampfung natürlich immer wieder.....teufelskreis.....

19.08.2012 15:36 • #10


Ich möchte noch dazu anmerken:

"Konfrontieren" ist nicht dassselbe wie "Zähne zusammenbeißen und so tun, als ob du nix Besonderes fühlst, gar keine Angst hast".

Sondern: "Sich mit der Angst konftrontieren" bedeutet, das Gefühl der Angst voll zuzulassen, voll zu erfühlen, gezielt und interessiert wahrzunehmen, wo und wie du sie fühlst.

Also nicht sich "mit der Situation konfrontieren", sondern "sich mit dem Gefühl konfrontieren".

Vielleicht hast du es bisher nicht wirklich so gemacht?

19.08.2012 15:59 • #11


doch auch dass habe ich getan, gelernt in einer neuen therapiemöglichkeit der unikliniken vor 2 jahren.....
auch ohne erfolg.......ich mein gut, erfolg kann man so oder so sehen, natürlich kann ich wieder raus gehen, und auch mal partys oder shoppen oder ähnlilches, aber die grundsymptome sind immeroch nicht behoben

19.08.2012 16:03 • #12


Gewöhn dir an, so oft wie möglich Druck darauf auszuüben.
Hinter diesem Punkt befinden sich die Nebennieren, und diese schütten genau an diesem Punkt ständig Stresshormone aus. Indem du diesen Punkt drückst (also auf die Aorta, die drunter verläuft) reduzierst du die Menge an Stresshormonen, die in deinen Blutkreislauf gelangen. Wie als würde man einen Gartenschlauch abklemmen.
Probiers einfach mal!

19.08.2012 16:16 • x 1 #13



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