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Hallo ihr Lieben,
ich habe das ein bischen jetzt mal verfolgt und möchte mich dazu auch gerne mal äussern...
Ich möchte dazu eine Geschichte erzählen aus eine Medizinforum in dem ich auch hin und wieder rumkurve..
Da ist ein Herr, ich nenne ihn jetzt einfach im folgenden Text mal X!
X schrieb "Wieso weiß niemand ausser mir, dass ich MS habe??"
So erzählte er dann seine Geschichte von diversen nervlichen Störungen, Sehstörungen, Taubheiten etc.
Wie wir Paniker nunmal sind, hielt er nicht viel von dem was die geschulten Ärzte ihm sagten sondern befragte lieber Dr. Google.
So nun hatte er sämtliche Untersuchungen die es dort gibt machen lassen, viele sogar mehrfach, jedesmal ohne Befund!
X war aber weiterhin darauf beharrt, MS zu haben, wollte das was man ihm riet garnicht hören, fand immer wieder ein aber, ABER!
Dass er einfach an einer Angststörung bzw psychosomatischen Beschwerden leidet, wollte er garnicht hören!
Er hatte auch garnicht den typischen Krankheitsverlauf, sondern war felsenfest davon überzeugt, dass er dann so eine Ausnahme-MS hat wo das eben nicht so ist!
Gestern meldete er sich ab mit dem "Morgen kriege ich neue MRT blablabla Befunde hier und da.. wenn ich dann keine Befunde habe, werde ich wohl einsehen dass ich ein Hypochonder bin!"
Naja ich war mir ziemlich sicher, dass diese ohne Befund seien werden und so war es dann auch!
Aber anstatt sich endlich mal einzugestehen, dass er selbst wenn er nun noch zu 50 Ärzten geht, immer wieder "nichts" rauskommen wird, beharrte er dann plötzlich darauf, dass das MRT ja ohne Kontrastmittel gemacht worden is und man das so garnicht sehen kann... War natürlich Schwachsinn!
So.. warum ich euch diese Geschichte nun erzähle..
Sie erinnert mich an etwas, was ich hier jeden Tag wieder lese und an das was ich selber am eigenen Leibe schon mitgemacht habe.
Und wisst ihr, ich finde es traurig.. Nicht im negativen Sinne, ich finde es einfach traurig dass manche Menschen nicht dazu bereit sind, Hilfe anzunehmen; Sich immer auf ihren Standpunkt beharren...
Ich kenne es von meinem eigenen Leib, man bekommt mal dies, man bekommt mal das.. Bei mir war es so, dass es immer was anderes war. Erst Migräneattacken, dann Magen, Erst Übelkeitsattacken dann waren es Krämpfe.. Diese Krämpfe waren so stark dass ich fest davon überzeugt war, dass KANN doch nicht nur psychisch sein.. Wollte es nicht einsehen.. Wollte keine Kritik hören.. Habe soviele unangenehme Untersuchungen über mich ergehen lassen - jedoch jedesmal ohne Befund ausgenommen einer chronischen Gastritis und einer Refluxösophagitis..
Dann hatte ichs mit dem Knie, dann bekam ich Herzstolpern, dann ein Stechen im ganzen Brustkorb dass es mir den Atem raubte..
Hatte Schmerzen und Symptome, die sich garnicht in Worte fassen ließen..
Meine Tante sagte mal zu mir:
"Sandra, Deine Seele boxt Dich weil Du ihr kein Gehör schenkst.. Und wenn Du es weiter ignorierst, wied sie immer wieder boxen, immer wieder woanders, bis Du dem auf den Grund gehst".. Und genau das war es, was mich soviele Jahrelang quälte und immernoch quälte..
Ich war so oft beim Arzt, und noch während er mir sagte was ich habe oder was ich nicht habe, fing ich schon an, seine Diagnose anzuzweifeln...
Es ist ein harter Weg, da wieder hinaus zu kommen..
Ich kann es ein Stück weit nachvollziehen.. Diese Angst davor und das Leiden an den Symptomen direkt..
Doch im Grunde muss ich die Meinung von TheSaint hier teilen..
Wenn man 20 mal beim Arzt war, der Arzt einem sagte da ist nix und mann dann
immernoch das anzweifelt und "alle Welt" damit heiß macht, nimmt das irgendwann ein Ausmaß an, welches einfach nichtmehr schön anzusehen ist! Für das Umfeld, für die behandelnden Ärzte etc.. Und ich denke ganu da liegt das "Problem" hier im Forum...
Wenn ich sowas lese, möchte ich helfen.. meine Hilfe wird dann aber durch das "nein aber aber aber" des Beitragserstellers aber mit Füßen getreten, nicht beabsichtigt das ist eben ein Teil der Krankheit aber ich fühle mich dann dadurch gekränkt.
Dann fangen noch andere ein sich da einzumischen (so wie hier auch) und dann artet das aus und schaukelt sich auf ohne Ende..
Ich bin ganz sicher, dass Saint hier nix böses wollte, aber wenn ihr darüber mal nachdenkt über seine Worte, er hat eben einfach Recht mit der Reaktion des Doctors die er beschrieb. Das mit dem Betablocker hat die Doris übrigens auch meinem Beitrag über Psychopharmaka hinzugefügt, dass sie auch zur Beruhigung sind!
Natürlich, der Ton macht die Musik aber mir scheint es oft, dass manche garnicht lesen was da wirklich hinter steckt und nur direkt anfangen die Krallen auszufahren anstatt mal zu sagen "Du der Ton war aber nicht grad angemessen" sondern dann direkt zurückschlagen ohne einen Gedanken an den Hintergrund zu verschwenden.. So scheint es mir zumindest..
Ich gehöre nun auch zu der Sorte, die der Überzeugung sind dass eben eine etwas "härtere" Tonart eher zum Fortschritt führt als das hier beschriebene Bauchstreicheln, weil ich das eben aus eigener Erfahrung so kenne. Doch bin ich auch gerne dazu bereit, wenn man mir sagt Du den Ton das vertragen meine Nerven nicht lass das bitte, dann auch zu sagen es tut mir leid ich habe über die Strenge geschlagen. Aber wenn man dann direkt zurückhaut und nur sagt dass man Sch*** gemacht hat, dann stellt sich auch bei mir eine gewisse Verteidigungs und Abwehrreaktion ein...
Wir alle hier haben sehr sensible Nerven und es fehlt bei allen nicht viel zur "Explosion" sag ich mal...
So nun noch zu Dir, liebe Namensvetterin Sandra:
Es tut mir von Herzen leid, dass es Dir so schlecht geht.. Ich hoffe natürlich dass die Betablocker Dir Hilfe leisten können so wie Du Dir das wünschst.. Ich wünsche mir, dass Du dabei aber nicht vergisst was Dein Arzt Dir sagte: Nämlich dass Dein herz pathologisch gesund ist!
Als Tipp würde ich Dir mitgeben: Gehe auf die Suche nach Deinem eigentlichen Problem. Das ist schwer und das hat bei mir 20 Jahre gedauert. Aber gib Dich nicht auf!
Wir alle sind so stark, alleine dass wir hier uns gegenseitig soviel Halt geben und noch stehen können.. Das beweist dass wir die Stärke in uns haben!
Der innere Schweinehund gilt es, zu besiegen..
Es ist natürlich einfach, erstmal die Symptome zu unterbinden. Es sollte dabei jedoch nicht in Vergessenheit geraten, dass man, wenn man die Ursache nicht beseitigt, die Symptome nicht verlieren wird..
In diesem Sinne, alles Gute!