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39522

Anischkali0815
@Lou1988 ja genau das ist das was ich meine

• #53301


J
Zitat von Anischkali0815:
leichte mitralklappeninsuffizienz

Das ist ein unbedeutender Zufalls Befund ich glaube das hat jeder zweite. Ist medizinisch irrelevant

• x 1 #53302


A


Herzneurose oder Anzeichen auf Herzinfarkt?

x 3


Anischkali0815
@Justin3456 wirklich?

• #53303


J
Zitat von Anischkali0815:
@Justin3456 wirklich?

Ja. Das hat wie gesagt fast jeder zweite Patient. Teilweise erwähnen die Ärzte das garnicht weil es uninteressant ist. Oftmals steht es dann zwar im Bericht aber gegenüber dem Patienten ist es keine Erwähnung wert.

• x 1 #53304


Anischkali0815
@Justin3456 ja zu mir wurde auch nichts gesagt… aber naja

Beeinflusst das exstrasystolen?

• #53305


J
Zitat von Anischkali0815:
@Justin3456 ja zu mir wurde auch nichts gesagt… aber naja Beeinflusst das exstrasystolen?

Wie gesagt es ist medizinisch irrelevant.

• #53306


J
Zitat von Anischkali0815:
@Justin3456 ja zu mir wurde auch nichts gesagt… aber naja Beeinflusst das exstrasystolen?

Ich kann dir nur folgenden Tipp geben. Lass dir die Auswertung des 24 Stunden EKGs mitgeben. Schau wie viel ES du in 24 Stunden hast. Falls die Anzahl mehr als 500 Stück sind, kannst du einen Termin beim Rhytmologen vereinbaren.

• #53307


Anischkali0815
@Justin3456
Hier steht dieser Text- da steht das dass Echo unauffällig war oder?

die haben irgendwo mal erwähnt dass ich eine leichte mitralklappeninsufiziens habe- aber mehr nicht..

• #53308


Anischkali0815
@Justin3456

• #53309


J
Zitat von Anischkali0815:
@Justin3456

Falls Du wissen möchtest was die Dinge genau bedeuten, kannst Du einfach die KI fragen. Der Bericht ist ja uninteressant da du herzgesund bist. Wichtig wäre die Auswertung des LZ EKGs

• #53310


J
@Anischkali0815 Ich hoffe du folgst dem Rat den die Ärzte dir gegeben haben.

„Wir empfehlen dringend eine ambulante psychosomatische Anbindung aufgrund der vorbekannten Panikstörung“

Du hast nichts am Herzen. Im Bericht steht ja auch wie ich gestern bereits vermutet habe, das auch dein hoher Puls eine normale Sinustachykardie war.

• x 1 #53311


H
@Anischkali0815

Hey, hab hier die letzten Seiten mitgelesen. War auch in der Phase, in der du steckst. Hatte vor Jahren 20 bis 30 Panikattacken am Tag, ständig Extrasystolen, erhöhten Blutdruck, ständig irgendwelche Symptome die sich nicht normal anfühlten, Schwindel, Sehstörungen, war in der Notaufnahme, bei Kardiologenterminen, MRTs, beim Gefäßchirurgen, beim Neurologen usw. und wurde überall als gesund entlassen.
Bin schon länger raus aus der Angststörung und schaue hier nur alle paar Monate rein, wollte nur kurz was einwerfen, weil ich das auf den letzten Seiten hier nicht so lesen konnte und vermutlich können viele das schon gar nicht mehr hören:

Beruhigung suchen hilft kurzfristig. Man trainiert sein Gehirn damit nur genau darauf, dass es erst runterfahren darf, wenn die Entwarnung da ist. Man wird quasi abhängig davon, da bei jeder Beruhigung das Belohnungssystem aktiviert wird. Deshalb hält das nicht lange. So ähnlich wie bei anderen Abhängigkeiten. Es ist darum so schwer, aber auch wichtig, mal längere Zeit nicht seinen Puls zu checken, nicht über die Watch oder andere Messwerkzeuge zu schauen.

Ich hatte selbst bis zu hundert SVES am Tag und auch mal eine Situation, in der ich 30 Sekunden am Stück alle Formen durchgehend hatte und sicher war: kaputtes Herz. Besser gesagt dachte ich zunächst, ich würde jetzt sterben zwinkern. Ich war lange überzeugt, dass da was nicht stimmen konnte, obwohl der Kardiologe (und eben alle anderen Ärzte) mich als völlig normal eingestuft hatten.

Solche Panikphasen sensibilisieren langfristig leider das ganze Nervensystem, was funktionell aber eben auch für einen gesunden Körper spricht. Je länger man in der Angst und Panik verweilt, desto besser und besser reagiert der Körper auf Katecholamine und das nicht nur kurz-, sondern langfristig. Das kann alle möglichen Symptome auslösen, also nicht nur Extrasystolen, Herzrasen, Herzklopfen, flache Atmung usw. sondern eben auch die Wahrnehmung von Schmerzen und "Symptomen". Also alles, was dich überlebensfähiger macht, wenn der Säbelzahntiger hinter dir her ist. Dein Körper macht da eigentlich alles richtig.

Jedes Befundelesen, jedes Googeln, jeder Arztbesuch hält das System im Spiel, praktisch in dem Modus, in dem eine falsche Information schnell eine Kette in Bewegung setzen kann. Es ist ok, mal zum Arzt zu gehen und sich durchchecken zu lassen. Aber es ist auch ok, darauf zu vertrauen, dass - wenn man in die freie Wildbahn entlassen wird - man nicht mehr jeden Bericht auseinander nehmen muss. Und Extrasystolen, Herzrasen und all diese ganzen Sensationen können auch wieder verschwinden, wenn man die Angst und Panik langristig in den Griff bekommt. Und so wie ich das lese, scheinst du bereits gut untersucht worden zu sein. Auch in deinem Entlassungsbericht steht ja klar, dass die ausgeprägte Panikstörung hier das Problem ist.

Bei mir sind die Extrasystolen mittlerweile - so ohne Angststörung - die meisten Tage weg, solange ich nicht zu viel Kaffee oder Alk. trinke, mich nicht dem Stress hin geben oder mich nicht bis zum Anschlag satt esse (Magendruck kann auch Extrasystolen fördern). Und die paar, die ab und zu noch kommen, tangieren mich nicht mehr.

Ich kann also nur dringend jedem Raten, das Thema Angst- und Panikstörung ernst zu nehmen und behandeln zu lassen, eher als den dritten und vierten Kardiologen-Besuch. Diese Jahre, in denen ich nicht richtig leben konnte, weil mich die Agnst beherrschte, bekomme ich nicht wieder.

Hoffe, das hilft dir ein bisschen weiter.

• x 4 #53312


Mila40
@herrAngsthase

Sehr gut geschrieben.👍🏼 Nicht immer so leicht, aber auf jeden Fall der richtige Weg.
Es ist verdammt hart, aber wenn eine Welle kommt (oder die Extrasystolen wieder stolpern), versuche ich mir mittlerweile genau das zu sagen. "Ja komm schon, dann mach halt. Wenn du mich jetzt umhauen willst, dann tu es."

Dieses Herausfordern der Angst nimmt ihr irgendwie die Macht, weil man aufhört, wegzulaufen oder panisch den Puls zu checken. Aber es ist sooo schwer. Dein Beitrag bestätigt mir aber total, dass das der richtige (wenn auch schmerzhafte) Weg da raus ist. Schön zu hören, dass du es dauerhaft geschafft hast, das macht Mut!

• x 2 #53313


J
Zitat von herrAngsthase:
@Anischkali0815 Hey, hab hier die letzten Seiten mitgelesen. War auch in der Phase, in der du steckst. Hatte vor Jahren 20 bis 30 Panikattacken am ...

Hey, danke für diesen wertvollen Beitrag und dafür, dass du deine Geschichte mit uns teilst!

Alles, was du sagst, ist absolut wichtig und richtig. Dennoch muss man meiner Meinung nach ganz klar festhalten, dass niemand ausgeprägte Extrasystolen einfach „aushalten“ muss.

Nur weil man diese deutlich wahrnimmt und darunter leidet, ist man noch lange nicht psychisch labil. Extrasystolen entstehen durch zusätzliche elektrische Impulse im Herzen und sind nicht automatisch psychisch bedingt.

Deshalb sage ich auch immer: Ja, liebe Leute, ihr könnt so oft zum Kardiologen gehen, wie ihr möchtet. Häufig wird man euch bestätigen, dass eure Extrasystolen kein Ausdruck einer strukturellen Herzerkrankung sind. Das bedeutet aber nicht, dass man den damit verbundenen Leidensdruck einfach hinnehmen muss.

Mir ist es wichtig, hier für Aufklärung zu sorgen und zu sagen: Hey, natürlich gibt es Trigger, die wir beeinflussen können. Die eigentliche Entstehung der Extrasystolen ist jedoch elektrophysiologischer Natur. Häufig lassen sich entsprechende Ursprungsorte im Herzen identifizieren und durch einen Rhythmologen bzw. Elektrophysiologen genauer abklären.

In der heutigen Medizin sollte man nicht nur die Extrasystolen als solche betrachten, nach dem Motto: „Nicht lebensbedrohlich, der Nächste bitte!“
Vielmehr sollte man den Patienten als Ganzes sehen und insbesondere den damit verbundenen Leidensdruck ernst nehmen.

Denn nur weil etwas medizinisch als harmlos eingestuft wird, bedeutet das noch lange nicht, dass es für den Betroffenen harmlos ist.

• x 2 #53314


H
Zitat von Justin3456:
Hey, danke für diesen wertvollen Beitrag und dafür, dass du deine Geschichte mit uns teilst! Alles, was du sagst, ist absolut wichtig und richtig. Dennoch muss man meiner Meinung nach ganz klar festhalten, dass niemand ausgeprägte Extrasystolen einfach „aushalten“ muss. Nur weil man diese deutlich wahrnimmt und ...


Bin da bei dir, aushalten muss das keiner und wer darunter sehr leidet, sollte das ggf. beim Rhythmologen anschauen lassen. Hab ich auch nicht anders gemeint. Mir geht es nur darum, dass Stress dabei eine Rolle spielt. Adrenalin und Noradrenalin docken an den β1-Rezeptoren am Herzen an, es strömt mehr Kalzium in die Zellen und Zellen außerhalb des Sinusknotens erreichen eher ihre Schwelle und feuern selbst. Das passiert auch bei einem gesunden Herzen. Im EP-Labor gibt man Isoprenalin oder sogar Adrenalin selbst, um gezielt Extraschläge und Rhythmusstörungen auszulösen, damit man die Herde findet.

Standardtherapie bei Extrasystolen, die Beschwerden machen, sind Betablocker. Die besetzen die β1-Rezeptoren, sodass die Stresshormone dort nicht mehr richtig andocken können.

Wenn die Angst also ständig Adrenalin raushaut, sind die Extrasystolen elektrisch und trotzdem ist die Angst die Ursache. Das ist kein Widerspruch. Wenn bei jemandem ein Antiarrhythmikum gut hilft, ist das super. Das heißt aber nicht, dass das der Weg für jeden ist, zumal es auch durchaus Gegenanzeigen für solche Medikation geben kann und die Chancen, seine Beschwerden zu verbessern durch psychotherapeutische Ansätze praktisch Nebenwirkungsfrei sind.

• x 1 #53315


CosmicPancake
Ich habe mir heute Propranolol aufschreiben lassen, weil ich damit hoffentlich die körperlichen Symptome durchs Adrenalin etwas dämpfen kann und dadurch im Idealfall auch besser aus der Angstspirale raus komme. Meine Mutter nimmt das seit Jahren aus ähnlichen Gründen und bei ihr hat's funktioniert. Ich weiß, dass das ggf. nur eine Krücke ist, aber ich hoffe, das ich auf diesem Wege zu einem grundsätzlich niedrigeren Adrenalinspiegel komme.

• #53316


J
Zitat von CosmicPancake:
Ich habe mir heute Propranolol aufschreiben lassen, weil ich damit hoffentlich die körperlichen Symptome durchs Adrenalin etwas dämpfen kann und ...

Hast du mal über Opipramol nachgedacht ? Hat mir in meiner akuten Angstzeit sehr geholfen. Beachte bitte das gegebenenfalls der BB die ES verstärken kann.

• #53317

Mitglied werden - kostenlos & anonym

T
Gibt es hier Leute, die nach ES Panik/Angstattacken bekommen?

Man spürt zum Beispiel einen Extraschlag und kriegt dann Herzrasen, Druck auf der Brust etc.?

• #53318


Mila40

CosmicPancake
Zitat von Justin3456:
Hast du mal über Opipramol nachgedacht ? Hat mir in meiner akuten Angstzeit sehr geholfen. Beachte bitte das gegebenenfalls der BB die ES ...

Ich habe ja keine Extrasystolen, bzw. nur sehr vereinzelt welche, die ich wahrnehme und die stören mich nicht. Mein Nervensystem ist so übersensibel und ich reagiere im Moment schnell mit Adrenalinschüben und dadurch das ich immer meinen Herzschlag wahrnehme, verstärkt es sich dann durch Gedankenspiralen. Ich muss den ganzen Tag quasi immer Verhaltenstherapie machen zwinkern Meine Hoffnung ist, dass ich mit dem BB diesen Kreislauf besser durchbrechen kann und mal zur Ruhe komme. In englischsprachigen Foren ist das viel diskutiert und die Leute berichten über gute Ergebnisse.
Die ganzen ADs haben QT Verlängerung als Nebenwirkung. Das in Verbindung mit meiner Herzneurose ist schlecht für die Compliance.

@Mila40
Mein BB ist normal, aber eher am oberen Ende.

• x 1 #53320


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Dr. Reinhard Pichler
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