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In den vergangenen Tagen habe ich sehr viel nachgedacht und dabei immer wieder meine Gedanken verloren und konnte diese nur schlecht wieder sortieren. So dreht man sich schnell im Kreis und fängt wieder von Vorne an 🤔 . Wer kennt es nicht. 🙄🙏
Ich habe dann einen Zettel genommen und wärend ich nachgedacht habe immer mal etwas notiert. Und so bin ich auf die Idee gekommen, dass man das doch auch immer machen kann. Wie eine Art Tagebuch. Japp, gibt es schon. Aber, ich habe gesucht und gesucht und keines gefunden, was zu mir oder meinen Bedürfnissen passt - ob App, oder Buch oder Block. also habe ich angefangen und habe mir eine Seite zusammengestellt, die grafisch und besonders Inhaltlich zu mir maßgeschneidert passt. Nun habe ich zwei Tage damit verbracht und habe ernsthaft einen Planer für ein gesamtes Jahr erstellt. Damit das gesamte Jahr vollständig geführt werden kann, wird es als Ringuch in DIN A 4 gedruckt. DIN A 5 (was handlicher ist) wäre nur ein halbes Jahr, da es sonst zu viele Seiten sind. Es beinhaltet Terminplanung, ToDo-Listen, Tagesprotokolle mit Gefühlen und körperlichen Symptomen, Gewichtskontroll und Körpermessung, sportliche Aktivitäten aber auch Kleinigkeiten die für Menschen mit gewissen Schwierigkeiten einfach wichtige Schritte sind, zB Besuch bei der Freundin oder was im Haushalt gemacht wurde. Planungen was man sich vornimmt für die Zukunft und vieles mehr. Am Ende der Woche noch einen Wochenanschluss.
Da jede Woche auch eine Seite für freie Notizen beinhaltet kann man es zusätzlich auch prima als Tagebuch nutzen. Weiterhin wäre eine Nutzung auf dem Handy möglich finde ich aber unangebracht. Ich finde gerade in der heutigen Zeit ist es gerade gut, sich mit Zettel und Stift hinzusetzen und zu schreiben. Im oberen Zettelrand tauchen nicht plötzlich Nachrichten von whatsapp auf und so 😅
Ich denke, das ist eine sehr gute Idee um jeden Tag zu protokollieren ohne Stunden damit zu verbringen. Man kann nach langer Zeit mal reinschauen und kann sehen wie man sich entwickelt hat. Man kann durch abhaken und kurze Stichworte auf ein intensives langes Schreiben verzichten. In meinem Fall genau auf mich zugeschnitten, dass Themenpunkte welche nicht passen nicht unnötig aufgeführt werden und für mich wichtige Punkte vorhanden sind. Lässt sich super anpassen und kann für jeden personalisiert werden wenn man sich die Mühe machen will. Mega Sache 🙂
Und ich denke das kann super helfen für Gewichtskontrolle, Therapie, sich Organisieren und Selbstreflektion. Notieren von Arztterminen bzw Inhalt der Termine, Ziele und Dokumentation.
Ich bin gespannt ob ich darin einen täglichen Begleiter gefunden habe und es mir hilft.
• • 24.04.2026#1
4 Antworten ↓
Kruemel_68 Mitglied
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@Äni2026 Ich nutze das Tool „Therapietagebuch“ seit Jahren und kann Dir gern von meinen Erfahrungen berichten. Ich vermute mal, dass das, was Du Dir vorstellst, so nicht funktionieren wird, weil Du mindestens 10 Fliegen mit einer Klappe schlagen willst – aber belehr mich gern eines Besseren 😉
Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus glaube ich, dass Tagebuch schreiben in ein Buch mit vorformulierten Themen, Fragen und Aussagen eine nette Beschäftigung ist, die man natürlich machen kann, die aber nicht viel bringt. In der Regel verläuft sich das im Sande, weil es einen in seinem Entwicklungsprozess nicht substanziell weiterbringt.
Auch ein „Jammertagebuch“ zu schreiben, wie es einige hier in der Rubrik „Tagebücher“ tun, ist nicht besonders sinnvoll. Man bestätigt sich damit selbst in seinen negativen Schleifen. Vor allem ist es digital, was nicht dem entspricht, warum Tagebuch schreiben sinnvoll ist.
Was auf jeden Fall gut ist: Du schreibst mit der Hand. Wenn man mit der Hand schreibt, sind Motorik, Wahrnehmung, Sprache, Gedächtnis und Emotion gleichzeitig aktiv. Das ist beim Tippen auf einer Tastatur nicht der Fall. Man denkt beim Schreiben mit der Hand langsamer und bewusster und versteht damit besser, was in einem vorgeht. Allein das Benennen von Gefühlen reduziert die Aktivität der Amygdala. Dadurch nimmt das Grübeln ab und man bekommt mehr inneren Abstand. Und schlussendlich verankert die Bewegung des Schreibens das Geschriebene stärker durch mehr Körperbezug.
Als ich 2020 meine Körperpsychotherapie begann, war eine Vorgabe meines Therapeuten, ein Therapietagebuch zu schreiben. Und zwar wirklich mit Fokus auf die Therapie. Dazu gehört z.B., nach jeder Therapiestunde die essenziellen Punkte aufzuschreiben, die hängengeblieben sind (denn das, was nicht hängen bleibt, ist gerade auch nicht dran und wichtig). Und über diese Punkte habe ich dann schriftlich reflektiert. Über meine Gefühle. Über das, was die Stunde mit mir gemacht hat. Und welche Auswirkungen es auf mich hatte. Plus die Dinge, die während meiner Atem- und Meditationsübungen hochkommen. Oder in Träumen.
Und dann – ganz wichtig – ich schlechten Phasen immer mal wieder nachzulesen: hatte ich das schon mal so? Und wenn ja, wie bin ich letztes mal wieder rausgekommen? Was hat mir geholfen? Meist habe ich dann beim Nachlesen bemerkt, dass die schlechte Phase dieses Mal nicht ganz so schlecht ist wie beim letzten Mal und dass ich schneller wieder rausgekommen bin. Und dafür ist es halt ganz wichtig, möglichst genau auch seine Gefühle und Gedanken in bestimmten Situationen festzuhalten.
Aber ich finde es gut, dass Du Dich erst einmal dran begibst. Schreiben ist ein kreativer Prozess, der wachsen muss. Und wichtig ist, dass man überhaupt erst einmal anfängt. Es gibt übrigens von der Zeitschrift „Psychologie heute“ ein tolles Sonderheft zum Thema Schreiben.
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Gefühls- und Gesundheitsprotokoll - Tagebuch
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Äni2026 Mitglied
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@Kruemel_68
Hi und erstmal vielen Dank für deine Antwort.
Tatsächlich ist es so, dass ich solche Bücher in Mengen bereits zu Hause habe (für Führungskräfte, als eine Art Leitfaden für den Job u.s.w.) und du hast absolut recht, die wurden nicht einmal eine Woche geführt. Daher bin ich absolut bei dir, wenn du sagst, dass das schnell im Sande verläuft. Genau deswegen habe ich mir vorab Gedanken gemacht ob das Sinn macht und wenn ja, wie es aufgebaut sein sollte damit es Sinn macht und ich die Motivation nicht verliere.
Hintergrund ist hauptsächlich, dass man doch schnell etwas erlebt, was man dann zB beim Arzt ansprechen möchte und es ist irgendwie nicht mehr so in Erinnerung oder dann plötzlich etwas anders als es seinerzeit empfunden wurde. Das muss ja nicht immer etwas negatives sein, dass kann ja auch durchaus etwas schönes gewesen sein. Bei vorgefertigten Büchern findet man viel Spalten, die einen nicht ansprechen, sie bleiben dauerhaft leer. Die unverständlich sind und man weiß nicht was man da notieren soll. So wird es schnell zu einem langweiligen und aufhaltenden Akt. Auch das wollte ich vermeiden und habe daher nur Spalten, die auf mich zutreffen und tägliche Notizen ermöglichen ohne das man viel Zeitaufwand damit verbringen muss und irgendwann genervt ist. Weiterhin sind sie nicht datiert also man kann auch mal einen Tag auslassen. Da ich es genau auf mich zuschneiden konnte, habe ich also auch nur Themenbereiche eingebaut, die ich für mich wirklich als Wichtig erachte und die mir helfen für eine gewisse Organisation. Also das kann dann auch sein, dass ich da notiere, was ich im Haushalt noch erledigen möchte wie zB. Streichen oder so. Aber da wiederhole ich mich ja jetzt auch. Es ist natürlich auch ein Highlight, wenn man sowas selbst erstellt hat und ich habe es heute als gebundenes Ringbuch erhalten, dass ist denke ich auch noch mal eine mega Motivation.
Meine Umfrage basiert natürlich grundsätzlich auf die allgemein bezogene Frage ob Ihr sowas in der Art nutzt. Also in welcher Form auch immer.
Zustimmen kann ich dir zum Thema "handschriftlich". Das hatte ich ja auch schon angemerkt, dass ich beim Erstellen der PC oder Handyfunktion abgebrochen habe und entschieden habe, dass ich es lieber mit der Hand ausfüllen möchte. Es wird ohnehin schon sehr viel online bzw. digital gemacht und daher fand ich das besser. Es ist dann ein bisschen wie "me time".
Wie du schreibst, dass du nach der Therapie dann notiert hast, was du mitgenommen hast, wie der Stunde war, wie deine Gefühle sind/waren... auch hierfür habe ich einen extra Terminplaner eingebaut und eine Spalte, in der ich - wenn ich will - das erlebte aus einem Arztbesuch (in welcher Form auch immer) notieren kann. Gefühle durch ankreuzen und auch handschriftlich ist hierfür Platz. Weiterhin eine Notizseite in Verbindung mit diesem Aufbau für solche Texte. Es kann also ausführlich und schriftlich festgehalten und notiert werden, es kann aber auch durch ankreuzen sein oder beides. So das man es auch seiner Gefühlslage anpassen kann wenn man zB. nicht wirklich Bock hat.
Da ich früher schon immer sehr sehr gerne geschrieben habe, kann ich mir vorstellen, dass es mir hilft und ich wollte nicht immer stumpf die Blätter mit Text füllen. Ich dachte wenn es nett aussieht ist das schon mal was motivierendes und wenn es auch mal einfach ein Kreuzchen sein kann, dann ist es auch abwechslungsreich. Ich wollte es auf jeden Fall mal versuchen und hab mir vorstellen können, dass ich da nicht die Einzige bin, die sowas in der Art machet.😊
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#3
Schlaflose Mitglied
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Inder Umfrage fehlt eine Antwortoption: Niemals, ist mir zu blöd und Zeitverschwendung.