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Jim
Hallo zusamen!

Ich möchte hier mal ein paar kurze Fragen stellen, die mir in der Not vielleicht weiterhelfen können.
Ich leide sehr stark an dem Symptom der Derealisierung (Fremdheitsgefühl der Umwelt gegeüber) und zeitweise auch gegeüber der eigenen Person. Das Symptom tritt unterschiedlich stark in Erscheinung, wobei ich die Auslöser meistens nicht klar erkennen bzw. benennen kann.

Ich habe dabei sehr häufig das Gefühl, verrückt zu werden, in eine Klinik zu müssen, es nicht aushalten zu können, laufe in der Wohnung umher, suche Hilfe in Gesprächen, schreie und heule manchmal, schlage vor den Boxsack, renne durch den Wald, mache autogenes Training, nehme Pillen, trinke B....., alles ohne Erfolgsgarantie.
Manchmal ist es ein gutes Gespräch, manchmal ein emotionaler Augenblick, manchmal eine Umarmung oder ein Heulkrapf, manchmal ein Wutausbruch, manchmal ein Wort meiner Tochter, der mich zurückholt in "diese" Welt.

Ich weiß, dass dieses Gefühl "nur" ein Symptom ist, was mich im Grunde schützen will. Die dahinterliegenden Gefühle sind momentan in voller Klarheit für meinen Organismus nicht auszuhalten und somit spalte ich dann die zu starken Gefühle in Form einer DP ab.
Sobald ich diese Barriere Schritt für Schritt abbauen lerne und die traumatischen Erlebnisse nicht länger verdränge, verschwinden auch die Symptome. Soweit zumindest die Theorie meines Therapeuten und die Meinung der psychosomtischen Klinik.

Das ist der Knackpunkt. Wie stelle ich es an, in der Übergangsphase nicht durchzudrehen. Je mehr ich in der Psyche rumstocher, je klarer die Traumas der Kindheit in das Bewußtsein drängen, um so heftiger reagiert mein Schutzsymptom.
Momentan erlebe ich es als Teufelskreis, dem ich abends nur mit Benzos und Atosil begegnen kann.

Hat irgend jemand Erfahrungen damit, diesem Gefühl des
"Sichauflösens" so zu begenen, das es seinen Schrecken verliert?

Wer hat es geschafft, nach langer chronifizierter Zeit, da wieder vollkommen rauszukommen?

Wer hat aus eigenen Erfahrungen bessere Wege gefunden?

Ich freue mich über jeden ernstgemeinten Ratschlag !!

Liebe Grüße

Jim

30.12.2009 22:39 • 27.03.2010 #1


16 Antworten ↓


Hallo Jim,

ich kenne Deine Symptome z.T. aus eigener Erfahrung sehr gut. Bei mir liegt allerdings keine erkennbare Traumatisierung vor, sondern DP und DR kommen meist in Zusammenhang mit Angst und Depression. Ich kann Dir aber ein Forum empfehlen, dass sich nur mit der Problematik Derealisation, Depersonalisation und Dissoziation beschäftigt: www.dp.yourweb.de/depersonalisationforum
Dort gibt es viele Forumsmitglieder, die durch ein Trauma an die DP/DR gekommen sind. Der Zugang ist limitiert, d.h. Du musst Dich zunächst vorstellen, bevor Du für das Forum freigeschaltet wirst. Aber das ist ja kein Thema, so gut wie Du Deine Symptomatik beschreiben kannst.

Dem Gefühl des "Sichauflösens" begegne ich seit 20 Jahren meist erfolgreich mit Akzeptanz, d.h. ich nehme es hin, wie es ist und dann verschwindet es bei mir relativ schnell. Übersteigerte Selbstbeobachtung ist bei DP eines der Hauptprobleme. Aber zu den speziell mit dem Trauma verbundenen Sachen kann ich Dir nicht so kompetent antworten, ich wollte nur sagen, dass eine Besserung/Heilung möglich ist, die Symptome aber auch wiederkommen können.

Das was Du als Strategien beschreibst, die Dich in "diese Welt" zurückholen, hilft bei mir auch oft. Oder Ignoranz bzw. ein Nicht-so-ernst-nehmen der Symptome, weil ich ja weiss, dass sie dadurch schlimmer werden.

Du bist mit dem Problem absolut nicht alleine. Ich weiss nicht ob Du es schon kennst, aber es gibt ein Buch speziell über das Thema: "Das Gefühl, ein No-Body zu sein" von Berit Lukas. Und es gibt an der Uniklinik in Mainz eine Spezialsprechstunde für DP. Erfährst Du aber alles ganz genau im DP-Forum.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und alles Gute!

Liebe Grüße,
sphinx

30.12.2009 23:23 • #2



Entfremdungsgefühle, Dissoziative Störung

x 3


Jim
Vielen Dank für die schnelle Antwort und den Tipp!

Schau ich mir gerne mal an!

Thx Jim

30.12.2009 23:31 • #3


Hallo Jim,

auch ich kenne das nur zu gut, auch wenn bei mir wie bei sphinx kein Kindheitstrauma auszumachen ist. Bei mir kamen die Gefühle der DP erst, nachdem ich mich 2 Jahre mit ständiger Angst und Panikattacken rumschleppte und entsprechend viele Gedanken über mich und meine Zukunft machte, wo dann auch (in der Theorie) genau der Schutzmechanismus einsetzte, den du beschreibst. Auch ich konnte anfangs keinerlei Auslöser fest machen, mittlerweile merke ich aber, dass es zumindest in depressiven Phasen sowie Angst- und vor allem Grübelphasen am Stärksten ist. Auch ich habe dann, obwohl ich schon weiß, dass dies nicht passieren wird, totale Angst, verrückt zu werden und den Bezug zu mir selbst oder der Umwelt komplett zu verlieren. Was mich dann immer etwas beruhigt: Es ist bisher nie passiert und das Gefühl kommt und geht nun schon etwa ein Jahr. Das ist auch das, was mich am Positivsten stimmt: Es kommt und geht - meine Hauptsorge, gar nicht mehr aus diesem Gefühl rauszukommen, erscheint also unbegründet.

Wirkliche handfeste Tipps, wie man es bewusst beeinflussen kann habe ich kaum. Wenn es gerade erst anfängt und noch nicht zu stark ist, habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich mir mit voller Konzentration auf etwas anderes, wie ein Buch, ein Film, ein Kreuworträtsel, etc. weiterhelfen kann. Aber das klappt nicht immer und auch nur ganz am Anfang. Ich versuche dem immer mehr so zu begegnen wie sphinx, auch wenn es schwer ist: Es ist ein Symptom, wie Händezittern oder Herzrasen, das furchtbar unangenehm ist, aber nicht durchgehend anhalten wird.

Ich bin aber genau wie du wirklich interessiert daran, was noch helfen könnte und ob es hier außer sphinx, der (die?) das Symptom ja immer besser im Griff hat, auch wenn es noch immer da ist, noch Leute gibt, bei denen zumindest ein positver Trend erkennbar ist, dieses Gefühl loszuwerden.

31.12.2009 12:49 • #4


DIE Sphinx Lustig, ich dachte immer man könnte schon am Text erkennen ob's Männlein oder Weiblein ist ... aber das ist wohl nicht so.
Hier im Forum gibt's viele, die das gleiche Problem haben. Gib einfach unter Suche z.B. Depersonalisation oder Unwirklichkeitsgefühl ein.

Ich wünsche Euch einen schönen Silvesterabend und ein glückliches neues Jahr - ohne DP oder vielleicht mit weniger DP.

31.12.2009 16:54 • #5


Jim
@ Art Vandelay

Danke für die unterstützenden Worte. Heute geht es mir zum Glück super, so schnell kann das kippen.
Im Grunde genommen hast du ja vollkommen recht. Auch ich bin immer!! aus diesem Gefühl rausgekommen, obwohl ich es Jahre ohne Unterbrechung hatte. Und das auch Jahre.
Wenn ich drin hänge, zweifel ich aber immer wieder .

@sphinx

Zitat:
Gib einfach unter Suche z.B. Depersonalisation oder Unwirklichkeitsgefühl ein.


Das war natürlich das Erste, was ich gemacht habe .

Euch allen auch einen guten Rutsch und Danke für die Antworten!

Bis nächstes Jahr

Jim

31.12.2009 17:28 • #6


Jim
@sphinx

Noch mal eine kurze Frage zu deinem Tipp, wie komme ich denn in dieses Forum rein? Gibt es da einen Trick?
Habe mich schon zweimal angemeldet, aber keine Reaktion erhalten. Hast du eine Idee?

Danke und lieben Gruß

Jim

05.01.2010 22:50 • #7


Hallo Jim,

habe gerade mal nachgeschaut: Ich hab nach der Anmeldung erst eine Willkommens-Mail erhalten und einen Tag später die Nachricht, dass mein account freigeschaltet ist. Dann konnte ich erst im Vorstellungsforum schreiben und dann nach und nach in allen anderen Unterforen. Könnte mir höchstens vorstellen, dass die Haupt-Admin des Forums (anna) zur Zeit nicht online oder im Weihnachtsurlaub ist. Ich schreib ihr mal ne PN und mache sie drauf aufmerksam, dass da bei Dir was nicht funktioniert.

05.01.2010 22:58 • #8


Jim
Hallo Sphinx,

dass ich nett von dir!

Vielen Dank!

Jim

06.01.2010 12:45 • #9


Jim
Hallo Sphinx,

hast du in dem anderen Forum jemanden erreicht? ich kann mich immer noch nicht anmelden. Habe sogar nochmal mit einen anderen Nick versucht, aber es klappt einfach nicht.

Wäre nett, wenn du mir dabei helfen könntest.

Vielen Dank im Voraus und mit vielen Grüßen
Jim

09.01.2010 13:55 • #10


Mich nehmen die auch nicht an! Is das Forum schon tot?

27.01.2010 17:05 • #11


Hallo,

habe im Forum nachgefragt, eigentlich müssten die Neuanmeldungen funktionieren. Wenn nicht, einfach nochmal probieren. Sollte es nicht klappen, meldet Euch nochmal bei mir, am besten per PN, dann sehe ich es schneller.

Gruß, sphinx

27.01.2010 22:50 • #12


Jim
@sphinx

Danke für deine Hilfe, aber ich habe es aufgegeben, dort "aufgenommen" zu werden.
Wer weiß, wofür es gut ist. Ich glaube, die beste Hilfe hast du mir schon gegeben! Dem Gefühl nicht zu viel Beachtung schenken und vor allem nicht verrückt machen.

So werde ich mich auch (vorerst) aus diesem Forum zurückziehen und mich wieder dem Leben widmen.

Danke auch den Anderen für eure Hilfe!

Jim

28.01.2010 00:26 • #13


Hallo.

Stoße ja nun relativ spät dazu, doch fühle ich mich doch ein wenig erleichtert, endlich etwas zu lesen, das genau das beschreibt, was ich seit ca. 8 Jahren, mit Unterbrechung, empfinde. Nie konnte ich darüber reden, weil niemand verstand, was ich meinte, konnt es ja nichtmal beschreiben. Und der Gedanke, mal "Entfremdungsgefühl" zu googlen, ist ja im Prinzip so naheliegend. Allerdings hat mir meine daraus resultierende Angst verrückt zu werden, mich davor abgeschreckt noch irgendetwas zu unternehmen, was mich mit meiner Psyche beschäftigen lässt, aus Angst, dass es dadurch nur schlimmer wird und irgendwann tatsächlich eintritt.

Gestern Abend las ich zum ersten mal über die Symptome einer Derealisierung und ich konnte nicht fassen, dass dort genau und sehr detailiert das stand, was ich seit Jahren mitmache.
Allerdings habe ich nicht so wirklich eine Idee, warum ich sowas habe.
Schon immer habe ich Dinge begonnen und nicht beendet (Lehre, Studium, Abi gerade so geschafft), was mich zukünftig natürlich nicht gerade ermutigt z.B. eine Ausbildung zu beginnen, hab also große Versagensängste.

Ich muss vorausschicken, dass ich schon seit meiner Kindheit dazu neige, mich in Dinge (vor allem Krankheiten, etc.) hineinzusteigern und eigentlich schon immer Angst hatte, verrückt zu werden.

Ich habe mit 18 sehr intensiv, eigentlich schon extrem viel Canna. geraucht, sodass ich nach ca. 2 Monaten dieses Gefühl bekam, mein Körper würde nicht zu mir gehören und ich wäre irgendwie 2geteilt (Körper und Geist). Das hat mir sehr große Angst gemacht, weil mich außerdem niemand verstand. Dann bekam ich meine erste Panikattacke und ab da schwor ich mir dieses Zeug nie wieder anzufassen, ich hatte zwar noch 2 Dro. (jeweils 2 wieder extreme Monate), doch ich habe es geschafft, seitdem nichts mehr davon zu mir zu nehmen. Daraufhin waren auch meine Psycho-Sachen weg.

Ich bin nun 26 und habe vor 4 Jahren meine jetzige beste Freundin kennen gelernt, wir standen unter Dro. (diesmal Dro.) als sie mir sagte, dass man daruf hängen bleiben kann. In dem Moment habe ich furchtbare Panik bekommen und ein paar Stunden später hatte ich mein erstes richtig wahrgenommenes Entfremdungsgefühl.

Allen, die jetzt denken: Was heult sie hier rum, die braucht doch erstmal einen Entzug und eine Dro., sei gesagt, dass ich seit langer Zeit nichts mehr davon mache und dies auch nicht vorhabe, denn meine Angst verrückt zu werden übersteigt so ziemlich alles, hab sogar Angst, Alk. zu trinken (auch wenn das hin und wieder mal vorkommt), weil ich meinem Gehirn so wenig Giftstoffe, wie möglich zuführen möchte.

Jedenfalls hörte dieses Gefühl ein paar Monate nach dieser Erfahrung wieder auf. Ich lernte mit 24 meinen Freund kennen und ich war glücklicher dennje. Eines Tages hatten wir einen ziemlich heftigen Wildunfall auf der Autobahn, bei welchem ich mir zu 100 % sicher war, dass ich sterben würde, hatte schon wirklich abgeschlossen und überhaupt keine Angst mehr. Doch der Unfall ist glücklicherweise sehr glimpflich ausgegangen, keine Verletzte, bis auf den toten Hirsch. Ca. 1 Monat später hatte ich wieder dieses Entfremdungsgefühl, aber diemal nicht so recht auf mich, sondern auf meinen Freund bezogen. Ich sah ihn beispielsweise an und (fällt mir schwer das zu beschreiben) erkannte ihn nicht richtig, klar wusste ich, dass er es ist, aber von da an sah ich ständig an, um zu kontrollieren, ob er noch der Gleiche wäre. Das hat mir furchtbare Angst gemacht, denn ich wusste nicht mehr, ob ich ihn liebe, dabei ist er ehrlich meine große Liebe. Doch irgendwie ging auch das vorbei.

Nun ist es so, dass ich letztens irgendetwas über Schizophrenie im Netz las (Symptome usw.) und ich dachte, ich müsste mich übergeben, denn meine Panik war furchtbar groß. Plötzlich hatte ich nicht nur dieses Entfremdungsgefühl in meinem Gesicht (ich fühle zwar meine Haut, doch irgendwie auch nicht), sondern auch meine Stimme hörte sich seltsam an, sodass ich es gern vermieden hab zu sprechen. So gehts mir nun seit ca. 3 Wochen, mal besser, mal schlechter.

Hier nun zu lesen, dass es sich um eine Schutzfunktion handelt, ist sehr aufbauend einerseits, doch ändert es nunmal nichts an diesem widerlichen Gefühl, das ich nicht länger ertragen möchte. Ich hasse dieses Gefühl, mein Gesicht nicht zu spüren. Ich will endlich wieder frei sein. Kein Gegrüble mehr, alles ganz normal wahrnehmen. Das einzige, was manchmal hilft, ist weinen, doch so gehts auf jeden Fall nicht weiter.

Allen, die bis hierher gelesen haben, vielen Dank und über Zusprüche und Anregungen würde ich mich sehr freuen.

LG Choclit

17.03.2010 11:48 • #14


hallo Choclit!

ich kenne diese entfremdungsgefühle auch. inzwischen versuch ich mich da nicht mehr so reinzusteigern. lenke mich etwas ab z.b. gucke ich, was ich sonst noch so wiedererkenne oder was ich noch so wahrnehme. wenn man seine gesamte aufmerksamkeit auf nur dieses seltsame entfremdungsgefühl richtet, nimmt man logischerweise (fast) nichts anderes mehr wahr. das kannst du dir aber schenken... du wirst nicht verrückt dabei und du wirst durch sowas auch nicht schizophren. das einzige, was dir passieren kann, ist dass du panik bekommst und durch die panik dich noch unwohler fühlst. und dadurch dann vllt beim nächsten mal noch mehr angst hast dieses entfremdungsgefühl zu haben und somit noch mehr drauf achtest. also der typische teufelskreis der angst. versuch's einfach gelassener zu sehen... derealisation und depersonalisation sind häufige symptome bei einer angststörung. daher ist der beste weg sowas loszuwerden, die angststörung behandeln zu lassen. ne kognitive verhaltenstherapie oder ein aufenthalt in einer tagesklinik könnten dir dabei bestimmt helfen, aber das besprich erstmal mit deinem hausarzt, der muss dich ja auch erstmal körperlich untersuchen... falls du nicht eh schon lange auf der schiene bist.

nun denn, ich wünsch dir jedenfalls alles gute und hoffe, dass du dich vielleicht ein wenig entspannen (entspannungstechnik? z.b. pmr) kannst.

lg

samadhi

23.03.2010 22:29 • #15


hallo zusammen,

habe diese ganze symptomatik mittlerweile seit einem dreivierteljahr und bin seit dezember in in einer psychosomatischen klinik. ab nächster woche gehe ich in einen teilstationären aufenthalt über, weil es mir hier in der klinik immer nur noch schlechter geht.
die therapien hier sind ganz ok und helfen vielleicht zeitweise ein wenig, aber irgenwie fühle ich mich hier nicht richtig aufgehoben. die meisten der patienten sind hier wegen burn out oder depressionen, ich bin die einzige mit dieser symptomatik und fühle mich dementsprechend auch extrem einsam. aber nach hause wird auch nicht leicht, weil mir meine familie ja fremd vorkommt, verändert. bei mir liegt es wahrscheinlich auch an einer angstörung. bin in meinem bisherigen leben öfter schwer erkrankt gewesen und hatte dementsprechend auch viel mit panickattacken zu tun.
als ich das erstmal das gefühl der depersonalisierung hatte, bin ich zuerst ins internet um zu schauen, was ich den für eine schlimme erkrankung haben könnte. ich dachte schon, dass ich die neue form der creutzfeldt-jakob-erkrankung hätte. ein paar mrts später dann entwarnung, trotzdem ist man sich nie so ganz sicher.
das entfremdungsgefühl ist bei mir jetzt noch viel schlimmer geworden, jetzt habe ich auch noch panickattacken. habe jeden augenblick das gefühl, das die lichter ausgehen.
andererseits denke ich aber auch viel über selbstmord nach. ich kann mich kaum noch daran erinnern wer ich war, was mich ausgemacht hat und was ich wollte, die erinnerungen verblassen immer mehr. ich habe angst, dass ich bald nicht mehr weiss, wann mein zustand wieder normal ist. denn so weiterleben möchte ich auf keinen fall. ohne gefühle, ohne echte erinnerungen ohne freude, nur so vor sich hinvegetieren. ich glaube so fühlen sich autisten. mittlerweile finde ich auch keine möglichkeiten mehr mich irgendwie abzulenken. bin wirklich am limit momentan...

gruß nathalie

"ich denke, also bin"

25.03.2010 09:47 • #16


Mir geht es leider auch so, nicht immer, aber doch täglich über Stunden. Ich laufe z.B. mit dem Hund an einer stark befahrenen Straße und bekomme plötzlich das Gefühl, als laufe ich in einer Glocke, alles rausch an mir vorbei. Selbst der Hund kommt mir dann vor wie ein Plüschtier, welches ich hinter mir herziehe.

27.03.2010 17:25 • #17



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