@Queer Fellow:
Zitat:Offener Umgang ist auch gut um für verständnis bei manchen Mitmenschen zu finden. Gesellschaftlich wird es keine Akzeptanz für solche Erkrankungen geben können. Krankheiten überhaupt lassen sich ja nicht als was "Gutes" vermitteln.
"Kein Mensch kann was für seine Krankheit" - verstehe das richtig, was du damit meist, ist auch so, aber es darf dann nicht dazu führen, das man nun denkt es geht nichts mehr zu machen...und man muß sich seinem Schicksal ergeben, Tabletten einfach nehmen und sowas.
Ich glaube Du hast da etwas missverstanden oder ich habe mich ein bisschen unglücklich ausgedrückt.
Ich meinte mit der Aussage "Kein Mensch kann etwas für sein Krankheit" nicht, das man sich aufgeben sollte oder gar resignieren sollte. Ich meinte damit eigentlich eher das Umfeld, der Betroffenen. In gewisser Weise Verständnis für manche Sachen aufbringen, die man als Betroffener eben nicht einfach so machen kann, wie gesunde das können.
Oftmals wird man ja mit eher verständnislosen oder gar kränkenden Aussagen konfrontiert. Das Umfeld nimmt meistens nur das "Versagen" war, reagiert aber auf "Erfolge" der Kranken Personen vollkommen interessenlos, was einen ja geradezu demotiviert weil man das Gefühl hat, sich nur alleine über das erreichte zu freuen.
Da fehlt einfach vielen das Verständnis, weil es für gesunde eben normale alltagstätigkeiten sind, die sie unbewusst tun. Wie Bus fahren, einkaufen gehen usw.
Da muss sich ändern.
Natürlich können sich gesunde nie zu 100% in einen kranken Menschen hineinfühlen, wenn sie es selbst noch nie erlebt haben. Man kann es nur erahnen. Aber das Umfeld kann Betroffene positiv unterstützen in dem sie motivieren, sich über Erfolge mitfreuen, statt dauernd zu demotivieren und kränkende Bemerkungen zu machen.
Jemand der psychisch krank ist, wird garantiert mind. 1x mal mit der Aussage "Gibt schlimmeres" oder "Stell Dich doch nicht so an" konfrontiert. So etwas würde man z.B zu einem Krebskranken niemals sagen, weil man weiß das nur die richtige Therapie helfen kann.
Natürlich will ich mir jetzt nich anmaßen eine Krebserkrankung mit einer psychischen Krankheit gleichzustellen, aber dennoch gilt für beide erkrankungen, das eine Heilung ohne ärztliche bzw. therapeutische Hilfe zu 100% zum scheitern verurteilt ist.
Ich hoffe ich konnte jetzt einigermaßen verständlich erklären, was ich mit der Aussage von oben eigentlich meinte
LG
Deelight