PapaPsychic
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da gibt es doch tatsächlich noch mal ein Update von mir - oder eher sogar einen zweiten Neuanfang:
Mein damaliges Thema der Depressionen konnte ich erfolgreich erledigen. Eine Gesprächstherapie und die Arbeit an mir selbst haben dazu geführt, dass ich viele Dinge positiver sehe und auch viel selbstbewusster zu mir stehe.
Dies habe ich auch ohne Medikamente geschafft.
Nun bin ich an meiner letzten Mentalen Baustelle - meine Angst- und Panikattacken sowie meine Herz- und Belastungsangst. Ein Thema, dass ich nun schon seit über 20 Jahren mit mir herumschleppe, ausgelöst durch Dinge in meiner Kindheit.
Aktuell bin ich auch da in einer entsprechenden Therapie, nennt sich Schema-Therapie und wird sowohl in Einzelgesprächen als auch Gruppenstunden behandelt. Ergänzend hierzu soll ich es auch wieder mit Sertralin versuchen, damit erstmal die generelle Angst nicht mehr so sehr im Fokus steht und ich dann langsam wieder anfangen kann, mein Leben so zu leben, ich ich es möchte.
Denn über die Jahre habe ich einiges an Vermeidungsstrategien entwickelt, um mich möglichst wenig zu belasten. Darunter fällt auch der Sport - wie oft hatte ich mir versucht einen Ruck zu geben, nur um dann nach 30 Minuten im Sportstudio enttäuscht aufzugeben. Immer wenn der Puls steigt und ich aufgrund der mangelnden Kondition etwas außer Atem komme, spielt mein Kopf verrückt und macht zu. Ein leidiger Teufelskreis.
Auch Unruhe und Panik in der Öffentlichkeit haben sich dadurch wieder vermehrt. Zwar arbeite ich zu 90% im Home Office, aber die letzten Male im Büro knallte die Angst bzw. Panik auch wieder mächtig rein. Ich könnte Gesprächen kaum noch folgen, hatte weiche Knie und das Gefühl jeden Moment umzufallen. Ich denke, viele von Euch kennen das.
Und natürlich ist auch der Fokus auf meinen Körper sehr stark, auch was etwaige Medikamente und deren Nebenwirkungen betrifft. Also habe ich mir nun zusammen mit meinem Psychiater und meinem Hausarzt einen Plan zurechtgelegt.
Ein EKG wurde frisch gemacht, es sieht alles gut aus, der Rechtschenkelblock ist natürlich noch da und auch die minimal verlängerte QTC-Zeit ist zu sehen, wobei diese sogar etwas weniger geworden ist (damals 485ms, heute 445ms). Aber das sind ja auch dynamische Werte und kann immer mal schwanken.
Als ich in der Praxis des Psychiaters war und kein aktuelles EKG dabei hatte, hat er mir das Sertralin zwar verschrieben, ich solle ihm aber erst ein aktuelles EKG zusenden damit er drüber schauen kann. Gemacht, getan - Psychiater sagt "EKG sieht gut aus, ich kann mit der Einnahme von Sertralin beginnen". Finde ich an der Stelle verantwortungsvoll.
Also bin ich wie folgt gestartet:
- Für die ersten 3 Wochen werde ich mit 12,5mg einschleichen.
- Anschließend für die weiteren 4-6 Wochen mit 25mg weitermachen.
- Sollte bis dahin alles passen werde ich dann auf 50mg hochgehen und schauen wie ich das vertrage bzw. welche Besserung dann auch eintritt.
Die geringe Startdosis haben wir gewählt um einfach den Körper daran zu gewöhnen.
Währenddessen hat mir mein Hausarzt angeboten, gerne engmaschige EKGs im zweiwöchigen Abstand zu erstellen, einfach damit wir auf der sicheren Seite sind und das meine Herzangst auch noch mal entkräftet.
Meine Chefin weiß Bescheid und ich bin bis auf weiteres komplett im Home Office und kann mich an schlechten Tagen auch rausnehmen.
Also starte ich dieses Mal mit einer sauberen Basis und ehrlich gesagt würde es mich nicht wundern, wenn ich auch den ersten Versuch nicht deutlich besser verkraftet hätte, wäre da nicht das Melatonin aus der Türkei mit dem 5-HTP Zusatz gewesen. Das habe ich damals danach übrigens direkt in die Tonne geworfen.
Von daher - ich bin gespannt wie sich die Reise dieses Mal entwickelt und ich nehme Euch sehr gerne ein weiteres Mal mit.
Die ersten 12,5mg habe ich am Montag, den 15.06.2026 eingenommen.
Mit dem Tablettenteiler "Exakt" aus der Apotheke gelingt das auch ebenso.
An Tag 1 hatte ich Anfangs eine leichte Übelkeit sowie anschließend etwas Unruhe.
Am zweiten Tag war eher eine Unruhe vor der Einnahme da, dafür danach kaum Übelkeit und auch kaum Unruhe.
Heute morgen hatte ich nach der Einnahme ein klein wenig Übelkeit, dafür gar keine Unruhe. Jetzt am Abend ist mir vom Kreislauf etwas schwummerig und ich bin müde. Mein Ruhepuls war vorhin auf der Couch auch mal zwischen 50-60 Schlägen pro Minute, also sehr entspannt - was mich paradoxerweise auch etwas beunruhigt hat, denn diese innerliche Ruhe, die ich aktuell habe, kenne ich sonst nicht so wirklich. Zudem wird es gerade die nächsten 2-3 Tage auch ordentlich warm. Das kann mir auch zu schaffen machen. Ich habe hier Zuhause zwar eine fest verbaute Klimaanlage seit letztem Herbst, aber gut - ich muss ja auch mal vor die Tür 😅
Ich kann es auch noch nicht wirklich einordnen, denn die 12,5mg sind ja sehr gering dosiert und ich bin gerade mal beim dritten Tag. Aber ich habe das Gefühl, dass dieses Grundrauschen im Kopf etwas leiser wird.
• • 20.06.2026 x 1 #1