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Lizzy_Lizz

Lizzy_Lizz
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Guten Morgen zusammen,

ich habe seit meiner Jugend Zwangsgedanken. Die typischen Zwangsthemen beschäftigen mich nicht mehr, dafür hat sich aber ein anderer Zwang eingeschlichen. Ich merke, wie ich mich auf Zwangsgedanken, Anwesenheit von schlechten Gefühlen, körperliche Empfindungen scanne. Wenn sich auch nur ein Hauch negativer Symptome zeigen (derzeit Verspannung, grübeln, Angespanntheit) verfalle ich in Angst und denke „jetzt wird’s wieder schlimmer, es wird nie besser“ oder „Du bist so chronisch psychisch krank, dass es dir immer schlechter gehen wird“. Und natürlich geht es mir dann schlechter. Ich wollte mal fragen, ob das einer von euch kennt? Diese Meta Ängste und dieses checken? Wie geht ihr damit um? Im Forum habe ich leider nichts dazu gefunden…
LG L.

10.06.2026 #1


3 Antworten ↓

sandracookie
Huhu, also bei mir ist es kein Zwang in dem eigentlichen Sinne, aber was ich bei mir beobachtet habe, ist ähnlich.
Seit ca. einem Jahr ist meine Depression/Angststörung wieder ziemlich aktiv und die Behandlung/Therapie in der Tagesklinik hat sich natürlich auch darum gedreht, wo die Wurzeln der Symptome liegen.
Und genau hier habe ich das Problem ab einem gewissen Punkt überempfindlich zu werden und mich zu intensiv damit zu beschäftigen. Wen ich zu viel auf einmal aufwühle, ist das kontraproduktiv, aber die Themen gar nicht anzugehen ist auch der falsche Weg.
Ich merke dann, wie ich irgendwann anfange jede noch so kleine Gefühlsregung und Stimmung direkt zu bewerten und ich hab das Gefühl ich müsse sofort gegensteuern aus Angst sonst wieder total instabil zu werden und abzurutschen. Aber genau diese Bewertung, dass man nicht nur mal so schlechte Laune haben kann, sondern dem direkt Krankheitswert zuschreibt, ist das Problem, warum man noch weiter rein rutscht.
Mein Ansatz ist es einerseits Pausen einzulegen und therapeutische Ursachenforschung kurzzeitig auf Eis zu legen, wenn's zu heftig wird und andererseits den Ansatz zu üben, der oft bei Achtsamkeitsmeditationen der Kernpunkt ist. Also üben die Gefühle "nur" wahrzunehmen und sie sein zu lassen, ohne sie zu bewerten oder einzuordnen und auch zu akzeptieren, wenn man merkt, dass dieser Ansatz während einer Entspannungsübung auch mal nicht funktioniert. Wirklich nicht einfach, aber immer wieder üben kann da helfen.

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A


Meta Zwänge/ Mental Health OCD?

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Kruemel_68
@Lizzy_Lizz Man muss nicht an alles ein Diagnose-Schild hängen. Eine psychische Krankheit verändert die Art zu denken. Je länger sie andauert, desto weniger können wir positiv denken oder Dinge positiv sehen. Das Stichwort dazu ist Neuroplastizität. Die kann man lebenslang verändern und anpassen - sowohl ins Positive als auch ins Negative. Man muss also quasi das Positiv-Denken wieder einüben.

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Peekay
Ich ordne das nicht unter Zwänge ein. Es kam automatisch, je mehr Symtome ich entwickelte, umso mehr scanne ich fortwährend meinen Körper.
Selbst bei Ablenkung kommt das immer wieder durch.

#4





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