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Alex_NRW
Dann scheine ich dich falsch verstanden zu haben.
Da dein Titel des Themas als Frage gestellt war, dachte ich, du suchst Ratschläge, wie du am besten weiter vorgehen sollst.

Scheinbar hast du bereits einen Plan, die Problemstellung erkannt und bist nicht an weiteren Ratschlägen angetan.
Stelle das Thema auf stumm und wünsche dir für dein weiteres Vorhaben alles Gute.
Man liest sich sicher noch in anderen Themen.

11.05.2022 17:27 • x 1 #21


Es gibt zwar einen Plan. Aber der beschränkt sich nur auf das Schulische. Und ob der gelingt, kann noch niemand beurteilen.
Ich nicht, die Schule nicht, der Sozial psychiatrische Dienst nicht. Das wird sich morgen zeigen, die kommenden Wochen bis zu den Sommerferien zeigen. Und diese Ungewissheit bereitet mir auch Sorgen.

Und dann ist es damit noch lange nicht vorbei. Denn dann gilt es, das Außerschulische anzugehen. Nämlich meiner Freizeit. Das wird auch nochmal ein Kapitel für sich, ich sag nur einkaufen... Öffentliche Verkehrsmittel... Innenstadt... Belebte Orte...

11.05.2022 17:32 • #22



Wie verliere ich das Bedürfnis, mich isolieren zu müssen?

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Grace_99
Na ja, wie @Alex_NRW schreibt, da hilft Therapie (ambulant, stationär, Tagesklinik), evtl. auch Medikamente. Du hast einige Baustellen, die schafft man nicht allein.

11.05.2022 17:35 • x 2 #23


Und wie bereite ich mich am ehesten auf Morgen vor? Mir macht Sorgen, dass ich dann vielleicht in den Mittelpunkt gerate, und unerwünschte Aufmerksamkeit auf mich ziehe. Ich meine, die Klasse kennt sich seit letztes Jahr September, und ich stoße da einfach so mittendrin dazu. Es sind so viele Monate vergangen.

11.05.2022 20:03 • #24


Salzarina
Zitat von Stony:
Und wie bereite ich mich am ehesten auf Morgen vor? Mir macht Sorgen, dass ich dann vielleicht in den Mittelpunkt gerate, und unerwünschte Aufmerksamkeit auf mich ziehe. Ich meine, die Klasse kennt sich seit letztes Jahr September, und ich stoße da einfach so mittendrin dazu. Es sind so viele Monate vergangen. ...

Gar nicht. Einfach ohne Gedanken da hingehen, der Rest ergibt sich von selbst

11.05.2022 20:07 • x 2 #25


Zitat von Salzarina:
Gar nicht. Einfach ohne Gedanken da hingehen, der Rest ergibt sich von selbst

Oh je dann hoffe ich mal, dass das gut gehen wird.

11.05.2022 20:55 • #26


Salzarina
Zitat von Stony:
Oh je dann hoffe ich mal, dass das gut gehen wird.

Weniger Gedanken machen würde ich dir grundsätzlich empfehlen. Denn wenn du dich verrückt machst, ist es dir auch nicht wohler. Und auf menschliche Reaktionen lässt sich eh schlecht vorbereiten. Je normaler du in die Schule gehst, desto normaler wirst du dich fühlen. Und du kannst ja auch in dem Moment sagen, was dir gefällt oder was dir zuviel ist.

11.05.2022 21:04 • x 1 #27


Vielleicht könnten ja folgende Gedanken helfen:
- Viele Leute sind so sehr mit ihren eigenen Problemen beschäftigt dass es Ihnen gar nicht in denn Sinn kommt dich andauernd zu bewerten und beobachten
- Du bist nicht deine Außenwirkung sondern ein wertvoller komplexer Mensch mit vielen Facetten die nur dir gehören. Wenn du den ersten Eindruck verbessern willst kannst du das trainieren wie Poliker es auch ständig tun.
- Die Vergangenheit kannst du nicht mehr ändern.
Aber du gibst dein Bestes dass sich deine Situation ändert, und mehr kannst du nicht tun. Dabei solltest du dir aber wie erwähnt wirklich ordentlich in den Allerwertesten treten
- Die Gedanken die andere Menschen über dich haben ist geprägt von ihren eigenen Vorurteilen, das kannst du teilweise schwer beeinflussen. Ihre Gedanken sind ihr eigenes Problem, du kannst auch ganz bei dir bleiben.

11.05.2022 21:08 • x 1 #28


Salzarina
Die Menschen sagen oder machen etwas. DU musst es NICHT bewerten!

Lass die Worte einfach an dir abprallen, als hättest du einen Schutzanzug an, oder visualisiere sie wie ein Ball, der neben dir sein Ziel verfehlt!

11.05.2022 21:11 • #29


Zitat von Stony:
Und wie bereite ich mich am ehesten auf Morgen vor? Mir macht Sorgen, dass ich dann vielleicht in den Mittelpunkt gerate, und unerwünschte Aufmerksamkeit auf mich ziehe. Ich meine, die Klasse kennt sich seit letztes Jahr September, und ich stoße da einfach so mittendrin dazu. Es sind so viele Monate vergangen. ...

Genau DAS würdest du in einer Verhaltenstherapie lernen.

12.05.2022 07:51 • #30


Ich denke, ich habe das heute ganz gut hinbekommen. Das ist das erste Mal nach Monaten, dass es für einen Schulbesuch keinen Rückzieher gegeben hat. Leider ließ es sich nicht ganz vermeiden, dass ich doch etwas in den Mittelpunkt gerückt bin. Es erregt halt Aufsehen, wenn einer viele Monate weg war, und aus dem Nichts wieder auftaucht. Ich bin da, wie ich finde, ganz gut weggekommen heute, auch wenn mir auf dem Hinweg etwas schlecht wurde. Ich hätte heute insgesamt vielleicht etwas offener sein können, gegenüber den anderen, aber naja. Immerhin ein Anfang, auf dem man aufbauen kann.

Montag habe ich ein Gespräch mit einem Psychologen... 9 Jahre kaputte Schullaufbahn haben auch beim Jobcenter einiges an Fragen hinterlassen, weshalb, die von ihrem eigenen Dienst mit mir eine Stunde sprechen wollen.

Die Abstände werden nun deutlich kürzer. Ich werde ab sofort jeden zweiten Tag die Schule besuchen.

12.05.2022 12:42 • x 2 #31


Zitat von Stony:
Ich denke, ich habe das heute ganz gut hinbekommen. Das ist das erste Mal nach Monaten, dass es für einen Schulbesuch keinen Rückzieher gegeben hat. Leider ließ es sich nicht ganz vermeiden, dass ich doch etwas in den Mittelpunkt gerückt bin. Es erregt halt Aufsehen, wenn einer viele Monate weg war, und aus dem ...

Das hört sich doch gut an - Du kannst stolz auf Dich sein! Ich drücke Dir fest die Daumen, dass es weiterhin so gut klappt. Wenn Du erst mal ein paar Freundschaften in der Klasse geschlossen hast, wird es dir bestimmt auch leichter fallen.

13.05.2022 16:10 • x 1 #32


Zitat von Kruemel_68:
Das hört sich doch gut an - Du kannst stolz auf Dich sein! Ich drücke Dir fest die Daumen, dass es weiterhin so gut klappt. Wenn Du erst mal ein paar Freundschaften in der Klasse geschlossen hast, wird es dir bestimmt auch leichter fallen.


Freundschaften müssen es nicht mal unbedingt auf Krampf sein. Ich wäre schon zu Frieden, wenn man in mir keine schwächer gestellte Person sieht, ich nicht abgewertet werde, man mich in Ruhe lässt, die ihr Ding machen, und ich meines. Ich bin wirklich froh, dass das Hinkommen an diesem Tag nach langer Zeit geklappt hat, aber ich fürchte, gerade unsicheres, geschwächtes Auftreten, kann durchaus schlafende Hunde wecken, wenn man nicht aufpasst. Und ich hatte mit meinem unsicheren Auftreten durchaus das Gefühl, dass ich diesen Eindruck über mich erweckt habe. Vielleicht interpretiere ich da zu viel hinein, vielleicht sind meine Bedenken aber auch nicht unbegründet. Man wird es sehen.

An meinem Entschluss ändert das natürlich nichts. Aber es bestärkt mich auch darin, dass ich weiter an mir arbeiten muss. Denn irgendwo sehe ich auch nicht mehr ein, dass ich für irgendwelche Menschen auch nur irgendwo nochmal zurückweiche.

14.05.2022 16:17 • #33


Die erste Hürde hast du schon einmal geschafft, am ersten Tag ist es normal dass du mehr Aufmerksamkeit auf dich ziehst, aber mit der Zeit wird deine Anwesenheit immer unspektakulärer werden...
Wie haben deine Mitschüler denn reagiert?

Zitat:
aber ich fürchte, gerade unsicheres, geschwächtes Auftreten, kann durchaus schlafende Hunde wecken, wenn man nicht aufpasst

Ich verstehe dass du durch deine Mobbing Erfahrung auf der Hut bist, aber die Welt besteht gottseidank nicht nur aus Menschen die permanent auf der Lauer liegen um jemanden fertig zu machen.

14.05.2022 22:01 • #34


Zitat von Rosa_pather:
Die erste Hürde hast du schon einmal geschafft, am ersten Tag ist es normal dass du mehr Aufmerksamkeit auf dich ziehst, aber mit der Zeit wird deine Anwesenheit immer unspektakulärer werden... Wie haben deine Mitschüler denn reagiert? Ich verstehe dass du durch deine Mobbing Erfahrung auf der Hut bist, aber die ...


Ich weiß keine genauen Details, und ich habe in den zwei Stunden nicht allzu viel in Erfahrung bringen können, oder an sich mit Leuten Zeit verbringen können, da ich auch im Anschluss wie abgesprochen dann nach den zwei Stunden nachhause bin, aber ich bin intern Gesprächsthema, so viel ist sicher. Ich habe zwar meine Probleme, aber ganz taub bin ich dann doch nicht.

Ich bekomme es ganz gut mit, wenn über mich gelabert wird. Es wird durchaus die Frage in den Raum geschmissen, wer ich überhaupt bin bzw. nochmal war. Und warum man mich nach 45-minütiger Anwesenheit im Raum inmitten der Stille lautstark provokativ grüßt, erschloss sich mir auch nicht und empfand ich vor versammelter Mannschaft schon etwas unangenehm.

Ihr versteht aber sicher, dass ich da zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts hineininterpretieren möchte. Aber ich werde ganz sicher wachsam bleiben.

14.05.2022 22:28 • #35


Zitat von Stony:
Ich weiß keine genauen Details, und ich habe in den zwei Stunden nicht allzu viel in Erfahrung bringen können, oder an sich mit Leuten Zeit ...


Verstehe. Für mich wäre das sicher auch eine sehr unangenehme Situation, obwohl ich nicht denke unter ausgeprägten sozialen Ängsten zu leiden. Umso toller dass du es geschafft hast. Kann schon sein dass du jetzt Gesprächsthema bist, aber mit der Zeit werden die anderen sich an dich gewöhnen. Nur weil sie tratschen heißt es ja nicht dass sie gleich lästern oder gar was Böses gegen dich im Schilde führen. Am ersten Tag war es sicher am Schlimmsten, und die Hürde hast du ja schon geschafft.

14.05.2022 23:10 • x 1 #36


Zitat von Rosa_pather:
Verstehe. Für mich wäre das sicher auch eine sehr unangenehme Situation, obwohl ich nicht denke unter ausgeprägten sozialen Ängsten zu leiden. Umso toller dass du es geschafft hast. Kann schon sein dass du jetzt Gesprächsthema bist, aber mit der Zeit werden die anderen sich an dich gewöhnen. Nur weil sie tratschen heißt es ja nicht dass sie gleich lästern oder gar was Böses gegen dich im Schilde führen. Am ersten Tag war es sicher am Schlimmsten, und die Hürde hast du ja schon geschafft


Ich fand es nicht nur unangenehm, sondern auch unangemessen. Aber mal sehen, wie die nächsten Tage werden.

Montag ist jetzt erst mal das lange psychologische Gespräch, indem vermutlich alles von damals offiziell gemacht wird und hochgeholt werden wird. Und von diesem Gespräch wird wohl auch abhängen, ob generell ein Schulbesuch behördlich weiterempfohlen und damit geduldet wird, oder auch nicht.

Dienstag ist Entfall, Mittwoch findet über den Vormittag eine weitere ärztliche Untersuchung statt, die ein anderes Thema behandelt, Donnerstag wäre dann der nächstmögliche Unterricht für mich, wo ich bereits entschieden habe, dass ich wieder hingehen werde.

Für heute habe ich beschlossen und entschieden, eine kleinere Wanderung mit meiner Schwester zu unternehmen. Das Wetter ist heute sehr schön und ich sehe aktuell keinen Grund, warum ich in meiner Bude versauern sollte. Die eine Stunde wird mir nicht weh tun.

Gestern 14:23 • x 1 #37

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Heute war ich das zweite Mal mit meiner Schwester außer Haus. Hier kann man wirklich schön wandern gehen. Keine Vorkommnisse, Ängste, spontane Bedenken oder Rückzieher. Ich beabsichtige das diese Woche noch öfters zu machen, damit ich nicht doch wieder dazu neige, in eine Isolation zurückzufallen. Ich finde auch, und merke, dass ich gesundheitlich davon profitiere.

Heute Morgen hatte ich die psychologische Begutachtung durch eine Psychologin, im Auftrag des Jobcenters, der Agentur für Arbeit. Man sollte auf Wunsch des Jobcenters feststellen, ob ein Schulbesuch überhaupt noch durch all die Umstände Sinn ergibt. Diese kam zu dem Schluss, dass es keinen Sinn ergibt, mich von der Schule zu nehmen, denn egal wohin man mich vermittelt, die Erkrankung bleibt trotzdem bestehen. Wenn sich der Schulbesuch dann noch positiv auf meine Genesung auswirkt, ist das nur zu unterstützen.

Man sieht allerdings trotz all der Fortschritte, die mir gelungen sind, die man mir auch anerkennt und in meinem Fall nicht selbstverständlich sind, auch die Notwendigkeit, bzw. wünscht sich, dass ich das, was mir widerfahren ist, dennoch nicht länger alleine mit der Schule bewältige. Man teilte mir mit, dass meine Strategie durchaus gut ist und auch funktioniert, und in vielen Bereichen identisch ist, nur man wünscht sich, dass da jemand fachliches noch mit draufguckt.

Ich habe daher nun eine therapeutische Unterstützung zugestimmt, unter der Voraussetzung, dass die mir mit nichts Stationäres daherkommen, und es rein ambulant verläuft. Sprich regelmäßige Sitzungen bei einem Facharzt, aber dann auch wieder ab nachhause, und der Schulbesuch bleibt weiterhin bestehen! Damit war man einverstanden.

Vor 40 Minuten • #38



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Mira Weyer