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dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

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D

desertsession
Mitglied

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Hallo,

Ich bin seit vielen, vielen Jahren stiller Mitleser in diesem Forum. Es beruhigte mich immer wenn ich beispielsweise abends im Bett gelegen habe und nur schwer atmen konnte, Beiträge von anderen zu lesen denen es ähnlich geht.

Jetzt muss ich mir aber mal was von der Seele schreiben:

ich leide seit vielen, vielen Jahren an einer Agoraphobie, die mich viele Freundschaften und sogar meine letzte Partnerschaft gekostet hat. Angefangen hat das mit der Phobie als ich ca. 16 gewesen bin. Ich bin jetzt 39. Ich existiere seit Jahren nur noch. Ich gehe arbeiten und habe eine Wohnung und verdiene einigermaßen gutes Geld, das war es aber im großen und ganzen.

Gleichzeitig katastrophisiere ich mittlerweile alles. Ich bin ständig angespannt, habe den Eindruck das meine Ängste ständig wechseln. Wenn ich gerade mal keine Probleme mit der Luft habe ist mir dauerhaft schwindelig oder sonst irgendetwas und mein Kopf malt sich einfach die schlimmsten Dinge aus. Gerade ist es die Hitze die mir so zu schaffen macht. Ich wohne im Rhein-Main-Gebiet und die Luft hier ist mittlerweile ziemlich schlecht. In meiner Wohnung wird es nicht mehr kühler als 27 Grad und die heissen Tage kommen erst. Ich habe mehrere Therapien hinter mir. Es geht mit zwar besser als noch am Anfang aber ich empfinde es immer noch nicht als Lebenswert. Mein Freundeskreis ist auf 1 Personen zusammengeschrumpft und die versetze ich mitterweile immer öfter. Wir hatten letztens das Gespräch, das es so wirkt als hätte ich keine Lust aber dem ist einfach nicht so. Ich weiss nicht was ich machen soll wenn sich dieser Mensch auch noch von mir entfernt.
Selbst wenn ich mich zu Aktivitäten hinreissen lasse ist die körperliche Anspannung so groß das ich mich nur noch auf mich konzentriere und mit mir einfach nichts mehr anzufangen ist. Ich bin körperlich da, aber geistig überhaupt nicht. Man kann mit mir in den Momenten nicht sprechen. Ich gebe ganz kurze antworten und stelle keine Nachfragen. Es ist absolut zum kotzen. Ich hasse diese beschissene Erkrankung. Ich meme jemanden seit Jahrzenten der ich nicht sein möchte.

Es gibt glücklicherweise auch immer mal wieder Lichtblicke. Ich war diese Jahr mit meinem besten Kumpel eine Woche in Österreich (natürlich mit meinem Auto, anders wäre es nicht möglich gewesen). Es war wunderschön. Aber das hält leider nicht lange an. Ich komme zurück und es geht gerade wieder von vorne los.

Geht es euch ähnlich und wie kommt ihr damit zurecht?

27.06.2026 x 1 #1


6 Antworten ↓

Greta__
Guten Morgen.

Nimmst du Medikamente? Evtl. Tagesklinik oder stationäre Therapie möglich? Man muss ja an die Ursachen ran, damit sich was verändert.

x 2 #2


A


Permanente Anspannung/Angst und Agoraphobie

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D
@Greta__
Bis auf die normale Therapie mache ich nichts. Medikamente nehme ich auch keine, die hätte ich früher besser mal nehmen sollen. Da hatte aber meine damalige Partnerin was dagegen und ich habe es ihr zu liebe dann auch gelassen. Ich stehe Medikamenten heute echt skeptisch gegenüber. Das liegt nicht daran das ich die Wirkung bezweifeln sondern ich nehme seit 2 jahren 5 verschiedene Medikamente täglich aufgrund einer Herzoperation. Ich kann keine Tabletten mehr sehen.

So eine stationäre Therapie wäre vielleicht angebracht.

x 1 #3


L
@desertsession
Mir geht’s ähnlich. Mit meinen engen Freunden hab ich dahingehend Glück, da die sowieso alle mindestens 2 Stunden Autofahrt weg wohnen und die Kommunikation zumeist über WhatsApp und Social Media stattfindet. Zudem können 2 davon alles extrem gut nachvollziehen, das heißt hier herrscht gegenseitiges Verständnis und Akzeptanz, das hilft natürlich.

Ich kann den Part mit dem Gefühl, dass die Ängste ständig wechseln, sehr gut nachvollziehen. Ich habe selten 2x wegen ein und der selben Sache Angst, jedoch kommt ständig etwas Neues. Gerade jetzt bei dieser Hitze.. die macht mir auch richtig zu schaffen und im Sommer ist es immer schlimmer mit dieser Angst und den negativen Gedanken.

Nun fliege ich Freitag in einer Woche alleine in den Urlaub.. das habe ich im Winter gebucht, da ging’s mir auch gut, aber aktuell bin ich wieder voll drin und ich würde den Urlaub am liebsten abblasen, was natürlich Quatsch ist.. wenn jemand mitfahren würde, wäre es wahrscheinlich anders. Mein Sohn wird dieses Jahr 15, er hat „keinen Bock auf den heißen Strand“ und fährt mit seinem Vater weg.
Ich werde nächsten Monat ebenfalls 39.. habe das Gefühl je älter ich werde, desto schlimmer wirds

x 1 #4


D
@Lou1988 Danke für deine Antwort. Respekt das du trotzdem alleine in den Urlaub fliegst. Das ist für mich ein Ding der Unmöglichkeit.

Ja da gebe ich dir recht es wird schwieriger. Ich finde die Hoffnung schwindet irgendwie das es noch besser wird. Jedenfalls geht es mir damit so


Ich wünsche dir einen tollen und erholsamen Urlaub!

x 1 #5


U
Hallo, das kenne ich nur zu gut. Ich habe Ängste, die sind permanent da, andere habe ich nur kurz und sie wechseln dann ständig. Immer wieder was anderes. Habe auch das Gefühl, das es immer schlimmer wird.
Ganz schlimm ist jetzt die Hitze. Nicht nur, das sie mich total fertig macht. Ich habe dazu auch noch die ständige Angst, das meiner Mutter oder meinem Mann, den wichtigsten Menschen in meinem Leben, etwas durch die Hitze passiert. Besonders bei meinem Mann, der viel draußen arbeiten muß.

#6


D
@Uhu Ja die Hitze ist wirklich schlimm. Also die Dauer und die nicht abkühlenden Nächte sind ganz schlimm. Bald ist Abkühlung in Sicht!

#7






Mira Weyer
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