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OrsimerCordia

OrsimerCordia
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Hallo ihr Lieben,

mir geht es aktuell wirklich nicht gut. Ich fühle mich massiv überfordert, hilflos und von meinem gesamten Netzwerk zunehmend alleingelassen. Ich weiß gerade einfach nicht mehr, an wen ich mich noch wenden soll, und vielleicht hat jemand von euch einen Rat oder ähnliche Erfahrungen gemacht.

Letztes Jahr bin ich aufgrund von Mobbing an meinem Arbeitsplatz psychisch zusammengebrochen und musste für acht Wochen in eine Klinik. Danach habe ich einen neuen Arbeitsplatz bekommen. Die Arbeit dort macht mich zwar nicht besonders glücklich, weil ich deutlich weniger Bewegung habe als vorher, aber damit kann ich mich arrangieren.

Was mich allerdings seit meinem Klinikaufenthalt zunehmend belastet, ist, dass mein eigentliches Unterstützungsnetzwerk nach und nach wegzubrechen scheint. Ich habe das Gefühl, dass vieles nur noch auf dem Papier existiert.

Während meines Klinikaufenthalts habe ich bereits mit einem Sozialarbeiter gesprochen und gesagt, dass ich nach der Entlassung Unterstützung brauche. Ich hatte eigentlich erwartet, dass ich beim Übergang zurück in den Alltag zumindest etwas begleitet werde. Stattdessen hatte ich häufig das Gefühl, dass mir vermittelt wurde: „Das musst du alleine schaffen. So ist das Leben.“

Genau das überfordert mich bis heute.

Ich habe beispielsweise eine Soziotherapie, die ich gerne wieder in Anspruch nehmen wollte. Eine Verordnung lag vor und alles wurde von der Krankenkasse genehmigt. Das Problem ist allerdings, dass ich meine Soziotherapeutin seit ungefähr sechs oder sieben Monaten kaum erreichen kann. Egal ob per WhatsApp, E-Mail oder Telefon – meistens bekomme ich keine Antwort. Wenn ich sie doch einmal erreiche, werde ich vertröstet. Gleichzeitig gibt es in meinem Umkreis kaum andere Soziotherapeuten. Sie ist praktisch die einzige Möglichkeit für mich.

Auch mit meiner Ergotherapie läuft es leider inzwischen schwierig. Mit meiner Ergotherapeutin war ich immer sehr zufrieden. Ich halte sie fachlich für sehr kompetent und habe mich dort eigentlich gut aufgehoben gefühlt.

Als ich in die Klinik musste, hatte ich ihr geschrieben und gefragt, ob wir die Ergotherapie vorübergehend pausieren könnten, weil ich nach der Klinik vieles neu organisieren müsste. Sie sagte mir damals, das sei kein Problem.

Als ich nach der Klinik wieder anfangen wollte, schrieb sie mir am 18. März, dass sie nach einem Termin für mich schauen würde. Es sei momentan etwas schwierig, aber sie würde sich auf jeden Fall bei mir melden.

Leider ist das nicht passiert.

Ich habe danach mehrfach nachgefragt, ob inzwischen ein Termin möglich wäre. Meine Nachrichten wurden gelesen, aber ich bekam keine Antwort. Irgendwann habe ich dann in der Praxis angerufen. Dort wurde mir von der Sekretärin sehr kühl gesagt, dass ich wieder auf eine Warteliste müsse und es möglicherweise viele Monate dauern könne.

Ich war darüber sehr enttäuscht, weil ich davon ausgegangen war, dass die Behandlung lediglich pausiert wurde. Auch nachdem ich darum gebeten hatte, dass meine Ergotherapeutin mich zurückruft, ist nichts passiert. Vor einigen Tagen habe ich ihr erneut geschrieben. Die Nachricht wurde gelesen, aber wieder bekomme ich keine Antwort.

Und als wäre das alles nicht genug, steht für mich nächste Woche ein großer Umzug bevor.

Ich ziehe aus meinem derzeitigen toxischen Umfeld in eine WG mit ambulanter Wohnbetreuung. Eigentlich sollte das eine Chance für mich sein, endlich aus meiner aktuellen Wohnsituation herauszukommen. Gleichzeitig habe ich aber unglaublich große Angst.

Ich habe Angst davor, dass es mir dort schlechter gehen könnte. Ich habe Angst vor einem Rückfall. Ich habe Angst, nicht zurechtzukommen. Natürlich weiß ich, dass die neue Wohnung auch eine positive Veränderung sein könnte, und ich wünsche mir sehr, dass es mir dort gut gehen wird. Aber diese Angst ist trotzdem da.

Als ich meiner Betreuerin meine Sorgen mitgeteilt habe, sagte sie mir unter anderem, dass es sein könne, dass es mir deutlich schlechter geht und dass ich dann abwägen müsse, was besser für mich sei.

In diesem Moment hatte ich ein ganz schreckliches Gefühl. Es fühlte sich für mich an, als müsste ich von einer Hölle in die nächste gehen.

Vielleicht wird es dort schön. Vielleicht geht es mir dort sogar besser. Das weiß ich nicht. Aber gerade jetzt, kurz vor dem Umzug, habe ich einfach große Angst und hätte mir mehr Unterstützung und Sicherheit gewünscht.

Ich erwarte von der ambulanten Wohnbetreuung keine Therapie. Das ist mir völlig klar. Aber ich dachte immer, dass sie auch dazu da ist, Menschen mit psychischen Erkrankungen im Alltag zu unterstützen und in schwierigen Situationen nicht völlig alleine zu lassen.

Genau dieses Gefühl habe ich momentan aber: dass ich alleine gelassen werde.

Zusätzlich gab es jetzt noch Probleme wegen meines Umzugs. Zunächst wurde mir gesagt, dass für die Unterstützung durch die Hausmeister ungefähr 70 Euro für drei Stunden anfallen würden. Das ist für mich zwar viel Geld, aber ich hätte es irgendwie geschafft.

Heute wurde mir dann plötzlich gesagt, dass ich für zwei Stunden mit ungefähr 150 Euro rechnen müsse.

Für mich ist das sehr viel Geld. Ich war völlig geschockt und habe gefragt, wie ich das bezahlen soll, nachdem mir vorher etwas ganz anderes gesagt worden war.

Daraufhin wurde der Ton plötzlich sehr scharf und mir wurde gesagt: „Wir sind Pädagogen und keine Hausmeister. Wir sind kein Umzugsunternehmen.“

Aber genau das habe ich doch gar nicht verlangt. Mir ging es lediglich darum, dass mir zunächst ein anderer Betrag genannt worden war und ich jetzt plötzlich mit deutlich höheren Kosten rechnen soll.

Ich verstehe, dass Hausmeister für ihre Arbeit bezahlt werden müssen. Das habe ich niemals infrage gestellt. Aber warum muss man dann so pampig reagieren, wenn ich einfach nur wissen möchte, was auf mich zukommt?

Gerade geht es mir ohnehin schon sehr schlecht.

Ich lebe aktuell noch bei meinem Vater und empfinde dieses Umfeld als sehr belastend. Ich fühle mich ständig kontrolliert, bedrängt und habe kaum Ruhe. Er fordert sehr viel Aufmerksamkeit, ruft mich häufig an und belastet mich zusätzlich mit Dingen, für die ich momentan einfach keine Kraft mehr habe.

Ich bin außerdem aktuell krank und habe einen Infekt.

In den letzten Wochen und Monaten ist einfach unglaublich viel passiert. Vor einigen Wochen wurde ich auf der Straße von einem Mann angegriffen. Die Anzeige wurde eingestellt mit einer Begründung, die mich sehr verletzt und enttäuscht hat. Ich habe das Gefühl, dass von mir erwartet wird, dass ich mir alles gefallen lassen muss, während ein anderer Mensch körperlich übergriffig werden kann.

Dazu kamen die Probleme mit meinem Auto. Für TÜV und Reparaturen musste ich ungefähr 1.300 Euro bezahlen. Das habe ich inzwischen zwar hinter mir, aber es hat mich massiv belastet.

Jetzt stehen der Umzug und jede Menge Bürokratie bevor. Außerdem muss mir noch ein entzündeter Zahn gezogen werden. Auch davor habe ich große Angst. Nicht nur vor dem Eingriff selbst, sondern auch davor, danach beim Lächeln eine sichtbare Zahnlücke zu haben.

Ich habe einfach das Gefühl, dass momentan alles gleichzeitig auf mich einprasselt.

Und das Schlimmste ist für mich: Ich habe das Gefühl, niemanden zu haben, der einfach mal sagt:

„Ich bin da. Du musst das nicht alles alleine schaffen. Wir gehen Schritt für Schritt und schaffen das gemeinsam.“

Ich habe mich auch an den Sozialpsychiatrischen Dienst gewandt und meine Situation geschildert. Die Antwort war im Grunde nur, dass mein Netzwerk mir sicherlich helfen werde und mir alles Gute gewünscht wurde.

Aber genau das ist doch mein Problem: Mein Netzwerk hilft mir gerade nicht.

Es existiert vielleicht auf dem Papier, aber ich fühle mich trotzdem völlig alleine.

Ich weiß wirklich nicht mehr, an wen ich mich wenden soll. Ich brauche keine Wunderlösung und ich erwarte auch nicht, dass jemand mein Leben für mich regelt. Ich wünsche mir einfach Unterstützung, jemanden, der mir zuhört und mir vielleicht hilft, die nächsten Schritte zu sortieren.

Gerade fühle ich mich einfach unglaublich hilflos, überfordert und alleine.

Vielleicht hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen mit ambulanter Wohnbetreuung, Soziotherapie, Ergotherapie oder dem Sozialpsychiatrischen Dienst gemacht. Oder vielleicht habt ihr einen Rat, an wen ich mich noch wenden könnte.

Ich wäre wirklich dankbar für eure Gedanken und Erfahrungen.

Danke an alle, die sich die Zeit genommen haben, meinen langen Text zu lesen.

• • 03.09.2026 x 12 #1


5 Antworten ↓

Moonlight_74
Ich habe Deinen Beitrag sehr aufmerksam gelesen. Es tut mir leid, was Dir widerfährt und jegliche Unterstützung wegzubrechen scheint.

Du kannst davon ausgehen, dass das System Deutschland total überlastet ist.

Diese Erfahrung teile ich mit Dir auf eine andere Art und Weise.

Ich kann Dir jetzt leider keinen Tipp geben wie es besser werden könnte.

Vielleicht findest Du hier jemanden, der Deinen ganz persönlichen Weg begleitet, Dir zuhört, Dir mentale Unterstützung bietet.

Ich selbst mache täglich die Erfahrung, dass man letztendlich oft alleine da steht.

Tut mir leid, dass ich z. Zt. nichts anderes vermitteln kann.

Deutschland ist total überlastet von der Bürokratie, wobei sich unser Land immer mehr verzettelt.

Letztendlich sind alle überfordert, so dass immer weniger funktioniert.

• x 6 #2


A


Mir wird gerade alles zu viel

x 3


Rogue
Hallo @OrsimerCordia,

mir tut es auch sehr leid, dass es dir so schlecht geht und du gerade soviel auf einmal verarbeiten musst!

Ich kann das Gefühl gut nachempfinden, dass manchmal irgendwie alles auf einmal auf einen einzuprasseln scheint und man damit irgendwie alleine dasteht.

Mein Endruck ist auch, dass die Hilfe-Systeme in Deutschland einfach überlastet sind.
Es gibt zu viele Leute, die Bedarf haben, und viel zu wenig Angebote, überall herrscht Personalmangel. Die Wartezeiten sind bei allen möglichen Angeboten schier endlos.

Aber das Gute für dich ist ja, dass du jetzt in eine betreute Wohnform ziehst, wodurch du dort ja Unterstützung erhältst, die vorher durch deine Betreuung und deine Sozio-Therapie abgedeckt worden sind, darüber brauchst du dir dann ja künftig erstmal keine Sorgen mehr zu machen.

Dir noch weitere Tipps zu geben, fällt mir schwer, da du ja schon so gut wie alles an Möglichkeiten , die es meiner Erfahrung nach so gibt, schon nutzt.

Mir würde noch ambulante psychiatrische Pflege einfallen (Rezept dafür gibt es beim Arzt), aber ich weiß nicht, ob man das nutzen kann, wenn man in schon durch die Wohnform eine Betreuung hat.
Außerdem ist auch diese Maßnahme zeitlich stark begrenzt.

Alle anderen Angebote, von denen ich schonmal gehört habe, kennst und nutzt du schon:

Du warst schon stationär in einer Klinik, zusätzlich hast du ambulant:
Zitat von OrsimerCordia:
Ich habe beispielsweise eine Soziotherapie


Zitat von OrsimerCordia:
Auch mit meiner Ergotherapie


Zitat von OrsimerCordia:
eine WG mit ambulanter Wohnbetreuung


Zitat von OrsimerCordia:
Als ich meiner Betreuerin



Ich könnte mir vorstellen, dass der sozialpsychiatrische Dienst auch deswegen so reagiert hat:
Zitat von OrsimerCordia:
Ich habe mich auch an den Sozialpsychiatrischen Dienst gewandt und meine Situation geschildert. Die Antwort war im Grunde nur, dass mein Netzwerk mir sicherlich helfen werde und mir alles Gute gewünscht wurde.

Die helfen ja vornehmlich den Leuten, die keinerlei Unterstützung haben, also keines der Angebote haben/ nutzen/ kennen, die du bereist nutzt oder genutzt hast.
Natürlich ist es sehr bedauerlich, dass deine Therapeuten aktuell wieder Wartezeiten haben und dich daher aktuell nicht so unterstützen können, wie du es dir wünschen würdest.
Auf dem Papier sieht es aber für Einrichtungen wie den sozialpsychiatrischen Dienst so aus, dass du schon sehr viele Angebote kennst und nutzt, und die eher den Leuten helfen, die all das noch nicht kennen/ nutzen.
Gerade durch deinen Platz im betreuten Wohnen, wo du nun bald einziehen kannst, giltst du damit vermutlich wohl als versorgt und hast somit bei anderen Anbietern erstmal keine Priorität mehr.

Zitat von OrsimerCordia:
Während meines Klinikaufenthalts habe ich bereits mit einem Sozialarbeiter gesprochen und gesagt, dass ich nach der Entlassung Unterstützung brauche. Ich hatte eigentlich erwartet, dass ich beim Übergang zurück in den Alltag zumindest etwas begleitet werde

Der Wunsch ist nachvollziehbar, aber das fällt meiner Erfahrung nach nicht ganz ins Aufgabenfeld der Klinik. Es wird zwar in zeitlicher Nähe zur Abreise gefragt, wie man ambulant versorgt ist, aber konkrete Angebote vermitteln die einem meiner Erfahrung nach oftmals nicht, die erzählen meistens nur, was es für Möglichkeiten gibt.
(Und sobald die hören, dass man schon irgendeine Art von Therapie oder Betreuung hat, ist das Thema für die Klinik eh durch.)
Manchmal überweisen vollstationäre Kliniken einen direkt in eine Tagesklinik weiter (aber auch das meist mit Wartezeit).
Anders sieht es vielleicht aus, wenn man in einer größeren Klinik war, die zusätzlich Tagesklinik, PIA oder ähnliches direkt im Haus haben, da habe ich schon von direkter Weiterversorgung gehört, aber bei den meisten Kliniken passiert das meiner Erfahrung nach eher nicht.

Zitat von OrsimerCordia:
Und das Schlimmste ist für mich: Ich habe das Gefühl, niemanden zu haben, der einfach mal sagt:

„Ich bin da. Du musst das nicht alles alleine schaffen. Wir gehen Schritt für Schritt und schaffen das gemeinsam.“

Das Gefühl können, glaube ich, sehr viele Menschen nachempfinden, diesen Wunsch haben, glaube ich, sehr viele Menschen.

Nur leider ist das heutzutage durch professionelle Dienstleister (Therapeuten, Betreuer) oft nicht mehr machbar,
dazu fehlt oftmals einfach die Zeit, es gibt einfach viel zu viele Leute, die Hilfe brauchen, und viel zu wenig Angebote dafür.

Das, was da vielleicht am dichtesten rankommt, ist betreutes Wohnen, und das hast du ja ab demnächst.

Ansonsten bleibt einem (gerade in der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Situation), sich auf das zu besinnen und umzusetzen, was man in der Therapie schon alles lernen konnte, sich der eigenen Selbstwirksamkeit immer wieder bewusst zu werden,
sich privat ein unterstützendes Netzwerk aufzubauen und weniger auf professionelle Netzwerke durch Dienstleister zu setzen.
Vielleicht findest du ja in deiner betreuten Wohnform Leute, mit denen du dich zusammentun kannst, sodass ihr euch gegenseitig unterstützen könnt, also zusätzlich zur professionellen Betreuung, die dort angeboten wird.

Auch wenn es vielleicht schwerfällt: Versuch', die positiven Aspekte und Möglichkeiten, die die betreute Wohnform dir vielleicht bald bietet, nicht aus den Augen zu verlieren. Wenn du dort Unterstützung bekommst, musst du deinen anderen Betreuern und Sozio-Therapeuten nicht mehr hinterhertelefonieren.
Ja, der Umzug muss noch organisiert werden, aber das ist zeitlich absehbar und danach bist du dann erstmal in einem betreuten Umfeld, in dem du dann hoffentlich wieder mehr Unterstützung bekommst.

• x 4 #3


Windy
Es liest sich so, als ob sie dich nun langsam loshaben wollen und du auf eigenen Beinen stehen sollst. Therapie ist nicht auf Dauer angelegt, sondern jemanden soweit fürs Leben fit zu machen, daß man es alleine bewältigen kann. Da nun wirklich alle medizinischen Bereiche total überlaufen und überlastet sind, merkt man das inzwischen nun auch im Psychbereich. Du wirkst aufgrund deines Textes, geistig recht klar und stabil, das macht vielleicht den Eindruck, daß du nun auch alleine zurecht kommen kannst, wo unendliche Schlangen warten, einen Platz zu bekommen.

Für mich liest es sich eindeutig, daß man dir so sagen will, daß es nun langsam reicht, die machen das ganz gerne, mit Vernachlässigung und innerer Kündigung, also keine klaren Ansagen, sondern verhungern lassen, am langen Arm, damit sie keinen Ärger bekommen. Paß auch auf, wenn sie anfangen dich zu provozieren, das hat auch dann das Ziel, daß man irgendwann austickt, was gemeines sagt, um dann mit Begründung rausgeschmissen zu werden. Du wirst dann als der Gemeingefährliche hingestellt, der Maßregelungen benötigt, bis zur dauerhaft Geschlossenen. Klare Ansagen machen die nicht, weil es ihren Job kosten kann und ihr Ruf so geschädigt wird, die ziehen einen, wenn sie einen loskriegen wollen, schön langsam und sanft über den Tisch.

Nach vielen Erfahrungen in meinem Leben, habe ich gelernt, daß die auch nur mit Wasser kochen und Menschen sind, auch wenn sie in unserer Gesellschaft, als die Superhelden für die Psyche und Allesheiler gehypt werden. Richtig gute Therapeuten gibt es in D, vielleicht eine Handvoll oder einige in den USA, aber hier in D, ist es lediglich überwiegend eine gute Geldmaschine oder Geldquelle, die nie versiegt, weil unendliches Klientel vorhanden ist. Im Grunde sind die auch gut, die nicht abhängig machen wollen, denn am Ende, muß man immer irgendwie allein zurecht kommen.

Große Vorsicht ist dann noch, wenn einem eine Vormundschaft oder ähnliches angetragen wird. Denn das kann sehr böse enden, bzw. in einer Geschlossenen, wo sich dann den Rest des Lebens keiner mehr um einen schert, während so manch "Vormund" einen Deal mit hiesigen Ärzten hat, um an das Vermögen eines Patienten zu kommen. Deshalb niemals, die finanziellen und Vermögensverhältnisse offenlegen, auch wenn noch soviel "Vertrauen" vorgespielt wird! Da sind etliche, schwarze Schafe, die das sehr gut im lange gewachsenen Netz für sich nutzen. Alles schon mitgekriegt und teilweise selbst erlebt ... es ist eine riesige Geld- und Jobmaschine, wo sie sich gegenseitig ihre Pöstchen zuschustern.

• x 4 #4


sandracookie
Ich kann die Wut und Enttäuschung darüber nachempfinden, wenn sich einfach nicht gemeldet wird und nicht mal auf Anfragen geantwortet wird. Man erhält keine Klarheit und wird völlig in der Luft hängen gelassen.
Bei einer Reaktion könnte man ja noch selbst drauf reagieren, aber so drehen die Gedanken hohl, warum, wieso, weshalb.
Hatten mein Mann und ich vor kurzem auch in Zusammenhang mit einer anderen Situation, die uns deswegen sehr beschäftigt hat, aber letztendlich geklärt werden konnte.
Auch wenn es gerade schwer fällt Zuversicht zu haben und die ganzen Situationen wahrscheinlich wieder andere Probleme befeuern, möchte ich dir mit geben der Sache mit dem betreuten Wohnen eine Chance zu geben und dass du dir selbst die Zeit gibst dort in Ruhe anzukommen. Insgesamt darfst du dir auch selbst mehr zutrauen, du hast ja auch schon einiges trotz der Hürden gemeistert und vielleicht kannst du versuchen dir selbst etwas Halt zu geben, in dem du dir sagst, dass du alles überlegt und in Ruhe angehst - Schritt für Schritt.
Jetzt bspw. erstmal auf den Umzug konzentrieren und nicht noch zusätzlich den Therapeuten hinterher telefonieren, auch wenn's natürlich Mist ist, dass da nichts zu erreichen ist, weil die Weiterarbeit an den Themen da auch wichtig wäre.

• x 2 #5


Abendschein
Es ist wirklich so, das sich von der Klinik aus, kaum jemand um einen kümmert.
Ich war zwar in der orthopädischen Klinik, hatte aber auch einen Psychologen,
als Gesprächstherapie. Als ich entlassen wurde, sah alles ganz anders aus.

Ich kann Dir nur raten, Dich selbst drum zu kümmern. Wenn Du aus der Klinik raus bist,
bist Du auf Dich alleine gestellt. So war das bei mir auch. Am liebsten haben sie alle gesund
entlassen. Ich sollte dann auch noch mit 61 Jahren wieder Vollzeit arbeiten gehen, als
Beispiel. Vielleicht solltest Du Dir bei Dir, gute Ärzte suchen. Die können dann auch vermitteln,
aber ich glaube, Du mußt Dich selbst drum kümmern. Es gibt ja auch so Organisationen.

Und zu was ich Dir auch noch lieb raten möchte, sag nicht immer Du hast Angst, damit förderst
Du die Angst. Sag zu Dir jeden Tag selber, das Du alles schaffen kannst. Mir hat das sehr geholfen.

Ich wünsche Dir alles gute und viel Glück 🍀

• x 2 #6






Mira Weyer
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