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Ich bekam große Angst vor dem Tod, während ich mit Zeugen Jehovas Kontakt hatte (ca. 1 Jahr lang vor der Wende). Sie haben es prächtig verstanden, eine Panik in mir zu schüren, die schlimmer ist als alles, was ich je kennengelernt hatte: bist du nicht gut, kommst du in die Hölle. Na toll. Ich konnte nicht mehr schlafen, hatte Angst vorm Diesseits und vor meinen Träumen. Ich weiß nicht, wie ich es geschafft habe, da herauszukommen.
Als mir meine große Liebe dann vor 11 Jahren sagte, er hätte einen Hirntumor und die Ärzte gaben ihm nur noch Wochen (und er lebt heute noch, ist aber nicht mehr meine Liebe), da habe ich mich eingehender mit dem Thema Tod befaßt.
Als erstes habe ich die Bücher von Raymond Moody gelesen, einem Nahtodesfoscher. Danach welche von Elisabeth Kübler-Ross und viele andere, das Tibetanische Totenbuch, Seminare besucht usf. Es gibt ein 2teiliges Buch, welches mein absolutes Lieblingsbuch ist, darin beschreibt jemand, was ihn auf der anderen Seite erwartet. (hab grad den Titel nicht bei der Hand).
Es kann einfach keine Spinnerei sein, ich fühle es und sie können auch nicht alle voneinander abgeschrieben haben. Mein jetziger Stand nach intensivem Befassen mit der Materie ist folgender:
- es GIBT definitiv ein Leben danach. Die Reinkarnation war sogar in der Bibel ein Thema, wurde dann aber vor langer Zeit aus ihr heraus gestrichen, da sie mit den Interessen der Kirche nicht konform ging. Sogar die Wissenschaft kommt mittlerweile nicht mehr drumherum, zuzugeben, daß da noch etwas sein KÖNNTE. Die astrale Zone besteht aus mehreren Ebenen, die aufeinander aufbauen und in denen man sich je nach eigenem Entwicklungsstand zwischen den Inkarnationen aufhält; man kann auch aufsteigen in eine höhere. Inkarnationen sieht man nur hier als Strafe, aus der klaren Sicht drüben sieht man es dagegen als Entwicklungschance, um aufzusteigen und sich zu vervollkommnen sowie Erfahrungen zu sammeln. Suizid ist absolut nicht zu empfehlen, denn dann muß man nochmal ran und ab der gleichen Stelle, wo man aufgehört hat, weitermachen und landet außerdem in einer der unteren Astralebenen. Wäre das Leben nur einmalig, wäre ich schon lange nicht mehr hier.
- der Tag ist vorbestimmt. Man hat ihn sich vor der Inkarnation selbst ausgesucht so wie auch die Art des Übergangs. Wenn man es schafft, in eine Palmblattbibliothek nach Indien zu gehen, wird man ihn auch erfahren. Angst vor dem Tod habe ich nicht und auch keine Angst vor Schmerzen. Denn sie führen mich in jedem Schritt ein Stück weiter nach Hause. Als mein Vater starb, sah er ein schönes Zimmer mit schönen Bildern (er lag auf der Intensivstation). Er war schon halb drüben. Meine Mutter dachte, er sei wirr. Nein, er hatte einfach klarer gesehen als sie.
- es gibt Schutzengel, aber diese treten meistens nicht in Erscheinung, da sie den freien Willen des Menschen respektieren. Man merkt es nur manchmal an rein "zufälligen" Ereignissen (es gibt im Universum keinen Zufall).
Und so oft habe ich in den Büchern gelesen: es sind hier auf Erden nur 2 Dinge wichtig: Nächstenliebe und Wissen. Wenn man dann rübergeht und die Frage kommt: was hast du aus deinem Leben und den dir mitgegebenen Talenten gemacht? bin ich bis jetzt noch der volle Versager (denke ich) und diese Frage ist das einzige, wovor ich wirklich Angst habe, weil es mir einfach nicht gelingen will, etwas aus meinem Leben zu machen. Aber man soll ja die Hoffnung bekanntlich nicht aufgeben. In diesem Sinne - frohe Weihnachten.