Zitat von Mupfi123:...Dann hatte ich privat viel zu tun und im Nachhinein ist mit aufgefallen das es weg war,von jetzt auf gleich. Und vor allem hab ich nachts komplett ruhe, da tut nix weh. Was mich zu dem Ergebnis kommen lässt, das auch dies ein streich meines Körpers war. Keine Beschwerden, keine Attacken, alles super. Im Juni diesen Jahres fing der Spaß wieder an.... Bis jetzt... und jedesmal fang ich wieder an zu zweifeln ob es wirklich nur mein Kopf ist... Die Apotheke ist mein bester Freund. Ich hab keinen Ahnung mehr...
Hallo Mupfi123,
'nur Kopf' oder 'nur Körperlich' ist es bei - nicht unfallbedingten - 'Erkrankungen' eher selten. Aber selbst bei Unfallbedingtem spielt der Kopf bei der Heilung eine große Rolle.
Die Medizin - und folgend wir - teilen gerne zwischen Psyche und Physis (Körper) auf. Tatsächlich hängt beides aber sehr eng zusammen.
Dies kannst du selber recht einfach feststellen: Erinnere dich mal intensiv an eine für dich negative Begebenheit. Horche danach mal in deinen Körper hinein....
Erinnere dich jetzt mal an eine absolut positive Begebenheit. Begib dich gedanklich ruhig tief hinein. Und horche hernach wieder auf deinen Körper...
Ich denke, du wirst bei beiden Vorstellungen feststellen, wie die Gefühle, die du zur jeweiligen Begebenheit hattest wieder in dir hoch stiegen. Sich dein Körper wie auch dein 'Gemüt' sehr ähnlich wie in der Situation fühlten.
Das hängt damit zusammen, dass unser Bewusstsein nicht zwischen Fantasie und Realität unterscheiden kann. In beiden Situationen werden die jeweils entsprechenden Botenstoffe ausgeschüttet und der entsprechende Zustand erstellt.
Deine Beschreibung klingt, als wärst du Stress und / oder Angst (dazu gleich mehr) unterworfen und zudem einer Art Multitasking (Mütter sehr häufig). Multitasking als Solches führt jedoch bereits zu einer eigenen 'Art' Stress.
Du schreibst:
Zitat von Mupfi123:...Dann hatte ich privat viel zu tun und im Nachhinein ist mit aufgefallen das es weg war,von jetzt auf gleich...
Dies bestätigt meine Annahme. Als du privat viel zu tun hattest, wurde deine Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Bereich geleitet, für Anderes blieb kaum Zeit oder

(Kopf)Rechnerkapazität.
Stress und Angst sind eigentlich Siamesische Zwillinge. In beiden Fällen werden sehr ähnliche Botenstoffe ausgeschüttet. Für unsere Urahnen bedeutete Angst zumeist Gefahr für Leib und Leben. Also sorgte die Evolution dafür, dass im Falle einer Angst dein Körper aber auch mit lebensrettenden Funktionen ausgestattet ist. So sorgen die Botenstoffe bei Angst dafür, dass dein Herzschlag sich erhöht, damit der Körper mit der notwendigen Energie für Kampf oder Flucht versorgt wird. Sie sorgen für beschleunigte Reflexe sowie eine höhere Kraftausbeute. Aber sie sorgen auch dafür, das andere Funktionen des Körpers derweil in den Stand By Modus versetzt werden. So wirst du für Flucht oder Kampf weniger deine höheren Hirnfunktionen noch deinen Magen Darm Trakt benötigen.
Nun sind wir aber nicht digital, sondern analog. Das heißt, dass System wird auf die Stressoren angepasst hochgefahren. Kleiner Stress(Angst) - ich komme zu spät.. - geringe Ausschüttung. Größerer ....
Das die höheren Hirnfunktionen (Auch als Kognitive Fähigkeiten bezeichnet) herunter gefahren sind, bemerkt man nur zu oft zu spät. Ob man mit 110 % Hirnkapazität arbeitet oder nur mit 70 % fällt einem selber kaum auf, und die Umgebung schweigt aus Unkenntnis.
Während unsere Urahnen in einer Stunde jedoch mehr Aktivität hatten, wie wir heute am ganzen Tag, verstoffwechselten sie diese Stoffe sehr schnell. Bei uns - mangels dessen - kommt es gerne zu latenten Dauerstresszuständen. D. h. z. B. ein mehr oder weniger dauerhaft im Stand By befindlicher Magen-Darm-Trakt. Was dortige Probleme zur Folge hat.
Mein Tipp; Recherchiere mal nach Aufmerksamkeitslenkung (nach anderen Punkten, welche ich hier ansprach) und versuche deinen Tag zu entschleunigen, vielleicht bewusster zu strukturieren. Ich denke, du wirst dann schnell feststellen, dass du genauso viel und mehr schaffst und es dir (und nicht zuletzt deinem Kleinen) deutlich besser geht. (Unruhe und Nervosität übertragen sich auf die Umgebung)
Wenn du Fragen zu meinen Ausführungen hast, stelle sie ruhig. Ich kann vielleicht nicht sofort antworten, verspreche dir aber eine Solche.