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Feuerschale

Feuerschale
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Angelehnt an die Schematherapie, wie sie auch @Dunkelbunte kurz darstellte siehe

tagebuecher-f97/feuerschale-tb-t120865-260.html#p4027669
https://schematherapie-rhein-ruhr.de/mo. h-j-young/

würde ich gerne mal ein paar konkrete Alltagsbeispiele durchsprechen, wie das "Kind" da reagiert oder wie
die Emotionen da sind.

wie man das normal (aber meistens eher gestresst, eher regressiv) bewältigt bzw wie da sonst die Pferde mit einem durchgehen

und dann würde ich gerne mal rausfinden, dies dann auch gerne in der Gruppe mit anderen, wie da der gesunde Erwachsene reagieren würde (also da erstmal so ein Modell finden, Bewusstsein finden für) oder auch, wie kommt man in den Zustand überhaupt erst.

Hier bin ich drauf gekommen, weil @Tänzerin82 den Link eingestellt hat, wie man ein aufgeregtes Nervensystem beruhigt und wie man ins Hier und Jetzt kommt, ins Bewusstsein für den Erwachsenen
stammkneipe-zum-lichtblick-f119/wie-geht-es-dir-aktuell-t135055-22230.html#p4030021


Vielleicht gibts ja ein paar, die Lust haben, sich zu beteiligen, eigene Beispiele reinzubringen oder auch Ideen für die anderen?
Ich adde hier mal ein paar Leute, wo ich schonmal solche Ideen auch gelesen hab, soll aber keiner gezwungen sich fühlen zu antworten. und keiner ausgeschlossen, der da auch Lust drauf hätte
@Tuffie1
@blue1979
@nikimiky
@Tänzerin82
@hereingeschneit
@Dunkelbunte
(. .ok, bis jetzt Frauenrunde. können aber auch gerne Männer und sonstiges. 😅 )

Es muss auch nicht perfekt sein nach Schema. es geht nur darum. rausfinden, wie ist es normal. und wie könnte ich noch anders reagieren. also ganz zwanglos Ideen sammeln oder sich bewusst werden.
Und wenn man selbst kein Beispiel hat oder geben will, vielleicht hat man ja Ideen für die anderen. 🍀

25.03.2026 x 5 #1


37 Antworten ↓
blue1979

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Zitat von Feuerschale:
Was genau ist damit denn gemeint oder auch mit der kognitiven Dissonanz? Sind Ambivalenzen (in sich) nicht teilweise auch normal? Oder geht es um Ambivalenzen Innen wahrnehmung und Außenwahrnehmung? Innen und "Realität"? Hättest du da ein Beispiel? (nur wenn du magst natürlich und wann es passt).


Hallo Feueschale,
kognitive Dissonanz ist die Überschrift zum neuen Video von Verena König . Der Begriff bedeutet das widersprüchliche Gedanken, Verhalten innere Spannungen erzeugen und Verena König versucht dazu den Zusammenhang zur Kindheit herzustellen. Wenn man unsichere Bindungspersonen hatte ,die ambivalentes Verhalten zeigen und man als Kind damit aufwächst, dann zweifelt man unbewusst an der eigenen Wahrnehmung und hat nie gelernt auf seine eigene Wahrnehmung zu vertrauen (so habe ich ihren Beitrag aufgefasst) und das kann sich in innere Zerrissenheit usw. zeigen.
Bsp
Ich gehe einkaufen und sehe eine schöne Bluse nur nicht in meiner Grösse. Ein Gedanke sagt oh ist sie schön, allein wegen der Farbe sollte ich sie kaufen. Ein anderer Gedanke sagt, hm nein die Grösse stimmt nicht dann nächster Gedanke, die Verkäuferin mustert mich so komisch , vlt. denkt sie ich würde hier etwas klauen und besser ich kaufe diese Bluse usw.
Fazit ich kaufe diese Bluse die mir nicht passt und bin innerlich hinundher zwischen vielen Gedanken und bereue den Kauf schon vor dem Kauf. Trau mich hinterher auch nicht mal, die Bluse umzutauschen.
Keine innere Wahrnehmung , keine Reflexion möglich -mein Handeln ist quasi aus dem Affekt (hoher Arousel ) und hohem Spannungszustand heraus (bzw. der Gedanke der am Unangenehmsten ist, gewinnt). Innere Spannung nicht auflösbar da ich nun monatelang auf mich sauer bin wegen diesem Fehlkauf und hätte ich doch anders gehandelt Gedanke.
Oft passiert und hier kommen noch viele andere Sachen dazu (soziale Phobie, was denken andere über mich usw. ).
Hätte ich bessere Stresstoleranzgrenze würde ich wahrscheinlich in Ruhe im Laden pro und contra mit dem Verstand abwägen und für mich eine bessere Entscheidung treffen.

23.03.2026 21:47 • x 6 #35


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Was würde der gesunde Erwachsene tun?

x 3


blue1979

blue1979
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Hallo Greta,

ich habe ein Dankbarkeitstagebuch wo ich paar Kreuzchen setzen kann (Wetter ,Laune) mit 3 freien Zeilen. Ich habe jetzt ein neues Tagebuch , wo ich eher täglich kritzeln kann (Kreise zeichnen je nach Laune usw.) . Mir gefällt dieses Format weniger und ich werde wieder auf ein Tagebuch gehen mit freien Seiten. Es sollte eher die künstlerische Seite anregen mit Kreise zeichnen aber es war ein Fehlkauf (gekauft ist gekauft und ich werde das noch bis Juni zu Ende bekritzeln;))

Ich brauche doch oft neuen Input von anderen, um ein paar neue Erkenntnisse zu bekommen. Nur aus meinen eigenen Gedanken oder teils Fantasien drehe ich mich im Kreis herum und mit Selbstsabotage kam ich auch erst darauf nachdem ich einige yt Blogbeiträge dazu gehört habe und Parallelen gezogen habe.

Social Walk Kurs hört sich sehr interessant an und ich hoffe Du lernst evt. auch ein paar nette Hundebesitzer kennen.

Ich habe per Zufall Walk and Talk Coaching entdeckt, wo man sich in der Natur trifft und Gespräche auf Coachingniveau führt aber wenn man gute Freunde hat, dann kann man auch mit denen walk and talk machen.

Denke irgendwann sind bei jedem die Batterien leer...egal ob mentaler Ebene oder körperlicher Ebene und ich hab überlegt, langsam mit Körperentgiftung anzufangen (1-2 Suppentage, Zucker reduziere, Leber stärken etc.) und dann schauen ob es mir mental besser geht. Ich bin echt zuckersüchtig..schon zwanghaft.

Habt eine gute Woche 🌸

25.03.2026 19:14 • x 4 #38


Zum Beitrag im Thema ↓


Feuerschale
Ich fang mal mit einem Beispiel von mir an.

An dem Bild hier:
https://www.konturen.de/wp-content/uplo...modell.jpg

merke ich oft im unteren Bereich (also eigenes schlecht angepasstes Verhalten), dass ich auf der Vermeider-Ebene bin.
Entweder dissoziativ, nicht mehr mich fühlend. Oder mich auf mich selbst zurückziehend. Es fällt mir schwer in Beziehung zu gehen, weil Beziehung mich überreizt und die negativen Botschaften für mich überwiegen.

Irgendwie ist das wie eine Spurensuche. Ich stehe vor dem "Ende"- also dem Ergebnisverhalten....was schon über Jahre oder Jahrzehnte sich eingespielt hat. Und mir ist nicht ganz bewusst, was hat dahin geführt.
Welche Situationen, welches Verständnis, welche Verletzungen. 🤔
Etwas Detektivarbeit.

Festhalten kann ich dann schonmal: ich bin nicht im glücklichen Kind Modus. Und ich bin nicht im bewussten Erwachsenen Modus....ich bin in einem angepassten Verhalten, was enger ist.

Wenn ich einen Schritt zurückgehe- ich weiß dass negative Elternmodi bei mir eine große Rolle spielen.
Mich bewertet fühlen, mich nicht genügend fühlen, abgelehnt werden, kritisiert werden, nicht gesehen werden.

Ich reagiere dann darauf mit Verletztheit und Betäubung und starker Unruhe. Oft auch Perfektionismus.

Das ist so stark in mir drin, dass ich oft das eigene Selbst, das "ursprüngliche Kind" kaum fühle und somit auch wenig klar hinspüren, hinsehen, einordnen, analysieren kann.

Ich suche eigentlich einen Weg, wie das Kind sich wieder raustraut und dieser negative kritische Elternteil dann nicht die ganze Macht hat, sodass das Kind dann wieder sofort verschwindet oder in Angst überkompensiert und ich von mir abgeschnitten mich dann fühle.

Wie kann der gesunde Teil da sein, auch deutlich machen dem verängstigten Kind "ich bin da" und wie kann das Kind Vertrauen lernen, dass der gesunde Erwachsenanteil auch beschützt und auch glaubwürdig ist.
Dieser strafende abwertende vereinnahmende Elternanteil ist extrem stark und schon "ewig" wahr.

Da der gesunde Erwachsenanteil kaum wahrnehmbar für mich ist, geht auch oft nicht das Einordnen, nicht das kooperieren mit dem Kind, nicht das neubewerten (ist dann nicht glaubwürdig bei jemandem der sofort wieder verschwindet, also auch nicht glaubhaft entmachtet wenn was destruktiv wird).
Somit geht es auch wenig ins gestalterische was der gesunde Erwachsene tun würde, sondern oft Opfer/Überforderungs-Überschwemmtgefühle.

Meine Idee zur Zeit ist, dass ich die Übung aus dem Video oben....wo auch der Erwachsene erwähnt wird, die Achtsamkeit gestärkt wird, der Fokus wieder weiter wird, öfters am Tag wiederhole. Und auch achtsam dafür werde, ob ich gerade in einem gestressten Zustand bin oder sonstwie geknickt, ängstlich, lethargisch ect, was das angepasste Kind ist.
Um dann aktiv auch den gesunden Teil zu erinnern oder zu wecken mit Wahrnehmungsübungen, Körperübungen und den Leitsätzen wie "das ist gerade nicht die ganze Wahrheit sondern ein Trigger" usw.

Gibt es vielleicht noch Ideen? Perspektiven?

sonst auch gerne eigene Beispiele die einen gerade bewegen. 🍀

x 2 #2


blue1979
Hi Feuerschale ,
das Bild kann ich auf dem Handy nicht öffnen und schaue mir das morgen vom Computer an. Ich finde dein Thema spannend und hoffe das hier ein guter Austausch stattfindet 🙂.

Bewusstsein für sein Innenleben ist der wichtigster Schritt, um seine Gedanken und Verhalten näher anzuschauen und etwas zu ändern.
Ich ärgere mich sehr wenn ich in kindlichen Modus bin und erkenne das meist hinterher aber bei mir spielen u.a Hormonschwankungen eine wichtige Rolle wie oft ich in kindlichen Anteilen bin teils sogar dysfunktional oder destruktiv 😟.

Jeder Mensch hat Anteile mit jeweiliger Funktion und meist sind diese schon integriert oder bei wenigen auch unbekannt oder noch nicht integriert (ego state Aspekt ).

Ich schaffe es selber nicht kindliche Anteile oder Muster nachzubeeltern und möchte am besten nur im stabilen Alltags ich bleiben und Kontrolle über mein Ich/Nervensystem haben .. theoretisch 😌.

Ich lese morgen deine Beiträge genauer, lets dance ruft

x 3 #3


Minime
Am Rechner kriege ich das Bild leider auch nicht auf. Ich lese hier vorerst mal interessiert mit. Klingt spannend, ich sehe Prof. Riehm immer gern, der hat viele sehr informative Videos auf seinem Kanal.

x 2 #4


Sonnenzauber
Sehr interessantes Thema, in der DBT gibt es auch den „Held des Alltags“. Ist etwas wie der gesunde Erwachsene, da stellt man sich vor wie z.B. eine Freundin oder fiktive Person die positiv durchs Leben schreitet, handeln würde.

Wie nutze ich meinen Held:
– Denke in schwierigen Situationen an ihn und überlege dir, was er wohl machen würde.
– Wie würde er in dieser Situation empfinden?
– Was würde er tun oder sagen?
– Wie würde er wohl handeln?
– Wie würde er mit der Situation umgehen?
– Welchen Rat würde er dir in dieser Situation geben?

x 4 #5


Greta__
Ich habe die Erfahrung gemacht, das innere Kibd "mitzunehmen". Ganz bewusst Eis essen gehen, mal wieder einen Disney-Film zu schauen, solche Dinge.

Manchmal auch die Hand auf den Bauch legen und sich selbst sagen "Wir sind sicher, ich pass auf uns auf".

Mein Beschützer ist eine Person von den (ursprünglichen) Avengers. Steht vor, neben, hinter mir wenn ich Schutz brauche. Allerdings denke ich da nicht immer dran das ich den Beschützer habe. 😅

Was mir gar nichts bringt ist darüber zu analysieren warum ich in einer Situation reagiere wie ich reagiere. Für mich ist es wichtiger zu merken das gerade das innere Kind die Regie übernommen hat. Das konnte ich viele Jahre nicht und hab mich immer gefragt was mit mir los ist. Seitdem ich es merke, ist es viel erleichternder für mich.

x 4 #6


Islandfan
Für mich ist das alles sehr schwierig, das war auch immer in den Therapien schwer. Ich weiß genau, was meine heutigen psychischen Probleme in der Kindheit ausgelöst hat, es gab einige Dinge, die passiert sind und ich erinnere mich daran, als wäre es gerade erst geschehen. Aber ich kann das nur auf der Sachebene analysieren, ich komme da emotional nicht durch. Ich habe auch diese Innere-Kind-Übung probiert, aber ich schaffe es nicht, da Emotionen aufzubauen.
Ich war in allen Therapien immer sachlich, konnte gut darüber reden, aber es ist gefühlt, als wären meine Emotionen diesbezüglich einbetoniert.
Mir ist gestern noch eine interessante Schlüsselszene eingefallen, ja, sie erklärt auch zb meine enorme Verlustangst, aber ich kann nichts mehr rückgängig machen, was vor über 40 Jahren passiert ist.
Ich kann die Szene zwar in Gedanken hoch holen, mich auch bedingt in das Gefühl hineinversetzen, aber da dann es irgendwie zu schaffen, dass man heute frei davon ist, weil man den Hintergrund kennt, das schaffe ich einfach nicht.

x 6 #7


blue1979
@Greta__ das ist mein Hauptproblem: zwanghaft zu analysieren warum weshalb warum natürlich- ohne ein Ergebnis weil ich nicht konstruktiv nachdenke. Wenn ein kindlicher Anteil gerade dominiert dann aktiviert das glsub ich bei mir auch hinterher zwanghaftes grübeln : wahrscheinlich ist es vlt. besser das zu akzeptieren und dann sanfte skills/Übungen zu nutzen, um wieder klarer denken zu können- mit der Hoffnung das diese Phase kürzer wird. Ich werde das bei mir beobachten und danke für diesen Aspekt.

Samstag hör ich gern morgens Verena könig Podcast und sie hat viele Videos zum Thema innere Kinder, Umgang mit selbstsabotage und wie man mit seinen Anteilen Kontakt knüpfen kann. Ich schlafe leider oft dabei ein wegen der ruhigen Stimme aber hoffe das mein Unterbewusstsein den Inhalt aufgenommen hat 😌.

x 2 #8


Feuerschale
Zitat von blue1979:
das Bild kann ich auf dem Handy nicht öffnen und schaue mir das morgen vom Computer an. Ich finde dein Thema spannend und hoffe das hier ein guter Austausch stattfindet .

Huhu 👋
ja bei mir gehts auf dem Handy auch nicht...aufm PC gings mal....sonst kann man ggf. googeln, Eltern Kind Schema Schematherapie oder den ersten Link vom TB - Dunkelbuntes Bilder dort sich anschaun.
Zitat von blue1979:
Ich ärgere mich sehr wenn ich in kindlichen Modus bin und erkenne das meist hinterher aber bei mir spielen u.a Hormonschwankungen eine wichtige Rolle wie oft ich in kindlichen Anteilen bin teils sogar dysfunktional oder destruktiv .

mir wird auch vieles eher hinterher klar....manches haut einen dann doch um oder man ist voll drin.

Wäre für mich ein Traum, rechtzeitig was zu erkennen und was entgegen setzen zu können.

Aber da gibts vermutlich verschiedene Bereiche....wo gibts Skills, wo gilt "durchhalten" und danach neu starten. 🤔
Zitat von blue1979:
Ich schaffe es selber nicht kindliche Anteile oder Muster nachzubeeltern und möchte am besten nur im stabilen Alltags ich bleiben und Kontrolle über mein Ich/Nervensystem haben .. theoretisch .

Den Ansatz versteh ich. Im Grunde möchte ich auch "alltagsstabil" bleiben, das ist erstmal das A und O für mich.

Ob das mit dem Nachbeeeltern geht, weiß ich auch noch nicht genau. Vielleicht brauchts da wirklich viel Raum (Therapie z B und eher im Urlaub als im Alltag eingebunden)

Gut find ich aber rauszufinden- aha mein Nervensystem ist hochgefahren, da ist ein Trigger...und da dann wenn möglichst etwas beruhigendes einlegen...sich dem bewusst sein.

x 2 #9


Feuerschale
Zitat von Minime:
Ich lese hier vorerst mal interessiert mit. Klingt spannend, ich sehe Prof. Riehm immer gern, der hat viele sehr informative Videos auf seinem Kanal.

Freut mich 🍀 Ich kannte Prof Riehm noch gar nicht, aber ich finde das Video gerade und gut auf den Punkt.

x 1 #10


Feuerschale
Zitat von Sonnenzauber:
Sehr interessantes Thema, in der DBT gibt es auch den „Held des Alltags“. Ist etwas wie der gesunde Erwachsene, da stellt man sich vor wie z.B. eine Freundin oder fiktive Person die positiv durchs Leben schreitet, handeln würde.

Coole Idee....das könnte einem dann ja schon Ideen liefern, wie kann man damit umgehen, wenn man in einem stärkeren Teil ist....oder Distanz hätte...

Bei den Christen kannte ich dieses "What would Jesus do"?
Gut da gehts noch um was anderes, nicht unbedingt Ich Stärkung sondern bestimmten Werten nacheifern, die mit einem psychologisch gesunden Ich nicht unbedingt was zu tun haben müssen.

x 1 #11


Feuerschale
Zitat von Greta__:
Manchmal auch die Hand auf den Bauch legen und sich selbst sagen "Wir sind sicher, ich pass auf uns auf".

Gute Ideen.

Ich finde, das passt auch zu dem Video von Prof Riehm, dass man sich körperlich ne Grenze gibt (Hand auf Bauch, Herz o ä)
und dass man sich auch gut zuspricht.
Zitat von Greta__:
Mein Beschützer ist eine Person von den (ursprünglichen) Avengers.

schön, wenn man da was findet.

Bei mir könnte es ein Tier sein....ich werd da nochmal nachsinnen/-spüren.
Zitat von Greta__:
Für mich ist es wichtiger zu merken das gerade das innere Kind die Regie übernommen hat. Das konnte ich viele Jahre nicht und hab mich immer gefragt was mit mir los ist.

Jepp, das kann einem schon die Augen öffnen.

Ich merk das oft auch bei einem Wechsel von einem ruhigeren weiteren Gefühl zu einem engeren aufgeregten Gefühl....oder wie da ein negativer Dialog (entwertend) innerlich auf das Kind eindrischt ect...Und da allein zu merken, achso "DAS" ist gerade da los, hilft mir persönlich auch schon für ein erstes Aha und Mini Abstand zu dem ganzen.

x 1 #12


Feuerschale
Zitat von Islandfan:
Ich weiß genau, was meine heutigen psychischen Probleme in der Kindheit ausgelöst hat, es gab einige Dinge, die passiert sind und ich erinnere mich daran, als wäre es gerade erst geschehen. Aber ich kann das nur auf der Sachebene analysieren, ich komme da emotional nicht durch. Ich habe auch diese Innere-Kind-Übung probiert, aber ich schaffe es nicht, da Emotionen aufzubauen.

Ich denke, es kann ja auch ein Bewältigungsmodus sein, nicht zu fühlen....mehr zu denken....
also eine Art, mit überwältigenden Erlebnissen umzugehen.
Ich denke nicht, dass da immer dann Emotion sein muss.

Bei mir in der Therapie wurde das dann eher so gewürdigt, dass da ein Beschützer z B reagiert hat mit innere Kind verstecken/abschneiden/ in Sicherheit bringen.

Das fühlen kann man vermutlich nicht erzwingen....(wäre vielleicht auch nicht sinnvoll, wenn retraumatisierend).
Mit diesem würdigen war das eher so ein "Danke, das hatte damals seinen Sinn, dass ich das nicht alles fühlen musste".
Zitat von Islandfan:
Mir ist gestern noch eine interessante Schlüsselszene eingefallen, ja, sie erklärt auch zb meine enorme Verlustangst, aber ich kann nichts mehr rückgängig machen, was vor über 40 Jahren passiert ist.
Ich kann die Szene zwar in Gedanken hoch holen, mich auch bedingt in das Gefühl hineinversetzen, aber da dann es irgendwie zu schaffen, dass man heute frei davon ist, weil man den Hintergrund kennt, das schaffe ich einfach nicht.

Ich finde, das Bewusstwerden ist da schon ziemlich viel....

Ob man da dann "den Dreh", die Lösung findet, das sehe ich bei mir auch oft nicht.

Manches geschieht über die Zeit, manches in Begleitung, manches ist plötzlich weniger Thema, und manches taucht doch immer wieder auf.....also ich glaub ganz selten gibts da so einen Mechanismus, hier Problem, da Lösung....also bei mir zumindest nicht.

x 1 #13


Feuerschale
Freut mich, dass sich einige beteiligen 🙂

Keine Sorge, ich werde auch nicht jetzt immer und überall und bei jedem meinen Senf dazugeben... 🤓

Vielleicht fallen ja einem immer mal wieder laufend Aspekte ein oder Gedanken.

Für mich hoffe, ich dass ich das ganze bisschen mehr im Bewusstsein halte, z B allein die Wahrnehmung, wo bin ich
gerade, bin ich "frei" oder bin ich gerade in einem Kind Modus und irgendwie getriggert.
Bin ich eher entspannt oder gestresst...z B.

x 1 #14


Sonnenzauber
Ich befinde mich die meiste Zeit im kindlichen/hilflosen Anteil. Die Gedanken drehen sich oft um andere Menschen, wer hat Zeit, ich halte es alleine nicht mehr aus. Gestern habe ich Freunde getroffen, da ging es mir besser. Die Gedanken und Gefühle drehen sich oft, um die emotionale Abhängigkeit zu meiner Mutter. So als wäre ich wieder das Kind, dass im Kindergarten weinend zurück gelassen wurde. Und dann will ich dass sie kommt, gleichzeitig sind ihre Anteile schädlich, weil sie mich abwertet und mir das Gefühl gibt alles falsch zu machen im Leben. Sich über meine Symptome und Schmerzen lustig macht. Ja ich weiß ich drehe mich im Kreis. Ich hoffe es ist ok, wenn ich das hier schreibe.

x 3 #15


blue1979
@Sonnenzauber ich erkenne mich darin wieder nur ist mir das nicht bewusst das viele innere Glaubenssätze ,Dialoge bei mir vom Verhalten der Bezugspersonen quasi ungefiltert übernommen wurde und nie hinterfragt wurden.
Einige nennen es innere Kritiker wobei ich wohl verschiedene davon habe und definitiv kommt meine unbewusste Selbstabwertung gespiegelt von meiner Mutter btw. Es sind ihre Anteile vermischt mit meinen .

Ich hab fast 1 Jahr in einer neuen Kita geweint ( es gab keinen Grund für den Wechsel - die vorherige kita wo ich gerne hingegangen bin, hatte nur ca. 100m kürzeren Gehweg 😒) und durfte mit Klorolle allein in einem Nebenzimmer ausheulen . Das hat mich sehr geprägt und die Erzieher waren damals sehr sehr mies gewesen. Ohne Worte was ich da erlebt habe.
Naja als Kind hat man halt keine Option was Eltern angeht. Ich war natürlich abhängig von Mutter und musste zu oft allein sein auch nachts und diese Verlassensheitsängste kommen nun seit Jahren ähnlich wie Panikattacken hoch 😟. Da hab ich bisher keinen Zugang zu meinem inneren Ich gefunden und bin froh um meine Notfallmedis in diesem Stadium. Hm denke das ist auch mein Ursprungsthema was mich zeitlebens unbewusst gesteuert hat mit Vermeidung (Keine Bindung eingehen können , alles vermeiden was meine Ängste hochholt usw.).

Hm dieser Zusammenhang war mir nie bewusst weil ich zu sehr mit grübeln oder analysieren über Symptome beschäftigt war was auch eine notwendige schutzreaktion im Leben war. Wer möchte schon täglich darüber nachdenken wollen das man quasi nicht gewollt oder geliebt von den Eltern war🤔?

Danke sonnenzauber für deinen beitrag das hat mir ein kleines Aha Erlebnis gegeben und genau an diesem Thema sollte ich in Zukunft arbeiten.

x 3 #16


Sonnenzauber
@blue1979 danke für deinen Beitrag. Ich habe mich darin sehr wiedergefunden. Auch die Erzieher haben mich in der Ecke weinen lassen. Als Kind war ich viel allein. Gefühlt immer, aber das stimmt natürlich nicht ich hatte ja Sport, Freunde und meine Oma. Aber die Mutter war halt nicht da, und eigentlich dachte ich, ich hätte das alles schon aufgearbeitet. Wobei ich auch merke dass, darüber reden wenig bringt. Weil ich sehr symptomatisch bin, dissoziativ. Vergleichen mit anderen und Abwertung, emotionale Vernachlässigung, Verunsicherung das waren so die Themen bei mir daheim.
Und vor 3 Jahren fing alles an, und jetzt 3 Jahre später sitze ich gefühlt noch tiefer drin als vorher. Das Grübeln ist eine Schutz Reaktion des Körpers. Zumindest noch über etwas Kontrolle zu haben.
Hattest du auch mal stabile Phasen?
Warst du auch in Kliniken? Ich war sehr oft stationär. Und ambulant auch viel Therapie gemacht.
Aber dieses Grübeln ist reine Zeitverschwendung finde ich 🙈
Ist ja immer das gleiche 🙈🙈🙈
Und sehr starke Ambivalenz, da ist dann alles falsch egal was man macht.
Ja ich würde sagen die Ambivalenz ist das quälendste, aller Symptome.
Ich habe neulich mit einer SozPäd gesprochen, die kenne ich seit 2012 und irgendwie hat mir das gar nicht geholfen.
Weil ich da so weinen musste, ich frage mich oft wie ich aus dem ganzen aussteigen kann. Mit mehr selbstwirksamkeit.

Ich habe leider durch die Erkrankung diese:

Trigger

Chronische Suizidalität.

x 1 #17

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Greta__
Was für mich persönlich das Beste war: Nicht 24/7 drüber nachdenken, nicht 24/7 in mich herein hören und analysieren. Anfangs dachte ich, ich muss jetzt 24/7 mich damit auseinandersetzen, das innere Kind 24/7 bemuttern usw.

Letztlich hat es das viel schlimmer gemacht. Ich habe Angst und Panikattacken bekommen und habe gedacht "Oh, daran musst du mehr arbeiten etc.". Nee. Mein System, Körper, Seele wollten mir damit zeigen das es zu viel ist. Das es genug hat vom ewigen "rumwühlen". Dann hab ich angefangen in mich rein zu hören und mein inneres Kind hat mir durch die Panikattacken sagen wollen "Hör auf. Nicht 24/7".

Das ist alles natürlich nicht über Nacht passiert, das hat seine Zeit gedauert.

Anders kann ich es nicht erklären, ist schwer schriftlich rüber zu bringen was ich meine.

x 4 #18


Sonnenzauber
@Greta__ ich denke was da ist will gesehen werden. Aber es kommt immer drauf an was man auch erlebt hat, auch als Erwachsener dann noch mit seinen Bezugspersonen. Das hinterlässt halt alles Spuren. Wenn man seinen eigenen Weg geht, ist es anders. Ich hatte sehr engen Kontakt zu meiner Mutter die letzten drei Jahre. Ich stände jetzt an einem anderen Punkt ohne sie, damit hadere ich.

x 2 #19


Greta__
Zitat von Sonnenzauber:
@Greta__ ich denke was da ist will gesehen werden. Aber es kommt immer drauf an was man auch erlebt hat, auch als Erwachsener dann noch mit seinen ...

Ich hab nichts anderes gesagt. 🤷‍♀ Nur halt nicht 24/7. Jeder geht seinen eigenen Weg, der für sie/ihn der beste ist.

x 2 #20


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Prof. Dr. med. Thomas Hillemacher
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