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Schlaflose
Zitat von Greta__:
Was für mich persönlich das Beste war: Nicht 24/7 drüber nachdenken, nicht 24/7 in mich herein hören und analysieren. Anfangs dachte ich, ich muss jetzt 24/7 mich damit auseinandersetzen, das innere Kind 24/7 bemuttern usw.

Genau das würde der gesunde Erwachsene auch tun.

x 4 #21


blue1979
@Sonnenzauber Hallo,
zum Thema Ambivalenz hat Verena König auf Yt ein neues Video "kognitive Dissozanz" wo sie die innere Ambivalenz anhand Anteile erklärt. Ich schaffe es nie ihre 30 Min Beiträge an einem Stück zu hören ohne abzudriften daher muss ich öfters Pausen machen oder schreibe etwas mit. Ambivalente Gedanken ,Gefühle gleichzeitig kenne ich und da fühle ich mich schon sehr verrückt aber in den letzten Jahren erkenne ich das besser und beobachte diese Gedanken oder auch Emotionen und habe nun auch die Sicherheit und das Wissen , das diese besondere Art der Stressreaktion bei mir auch in paar Stunden vorbei geht. Für mich ist das ein Zeichen das mein Nervensystem extrem dysreguliert ist und da versuche ich mich mit Ablenken oder Skills.

Haben Dir die ambulanten Therapien gut geholfen? Ich habe mich seit 2021 von Gesprächstherapien verabschiedet, weil Reden über die Symptome auf kognitiver Ebene helfen mir nicht weiter. Es ist gut, um Zusammenhänge zu erkennen und diese einzuordnen aber das hat nicht geholfen das Symptome weniger wurden. Es kamen mit den Jahren sogar immer neue Probleme dazu 🙁

Meine stabilste Phase war ca 18-29 J da hatte ich nur Reizdarm und wenig Ängste. War zwar seit Kind chronisch depressiv aber ich hab Schule beendet , Ausbildung gemacht und Freunde gehabt . Mit der Schwangerschaft ging es los mit Wochenbettdepression über Jahre, wahnhafte Schübe über Jahre usw. Habe mich davon nicht erholt da immer wieder neue Einbrüche kamen. Erste richtige Panikattacke dann auch ab Mitte 30 J und bin dann immer mehr in Vermeidung gegangen (um meine wenigen Ressourcen zu schützen und den groben Alltag zu schaffen). Es heisst oft Konfrontation usw. aber auch dafür braucht man Ressourcen (ausreichend Schlaf..) , Kraft und gute Begleitung - all das hatte ich nicht- war nur im Überlebensmodus.

Ich habe deine Triggerbox gelesen und ich kenne das nur wenn ein ganz bestimmter Auslöser kommt und bisher kenne ich diesen Auslöser nicht. Diese Art von Rückblenden /flashbacks /andere Zustände sind für mich hochgefährlich weil mein Verstand komplett ausgeschaltet wird und bekomme seit Jahren für anbahnende Krisen Benzos. Es macht mir selber Angst, das mein Nervensystem so plötzlich umspringt...

Thema 24/7 nicht darüber nachdenken..
es hat bei mir nichts mehr mit mangelndem Willen zu tun, sondern das Grübeln ist schon eine Art jahrzehntelanger Zwangserkrankung wo ganz bestimmte Botenstoffe ausgeschüttet werden und meine Theorie- mich emotional komplett betäuben. Ich grübele aber nicht nur sondern habe noch dissoziative Symptome mit ganzen Trancezuständen und es hat nichts mehr mit Wollen, Versuchen , anders Denken zu tun - denke der Schlüssel für eine Verbesserung wird bei mir dauerhafte Nervensystemregulation oder körperorientierte Therapien plus Medis und Bewusstsein dafür sein.


Habt einen schönen Abend!

x 4 #22


A


Was würde der gesunde Erwachsene tun?

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Greta__
Zitat von blue1979:
@Sonnenzauber Hallo, zum Thema Ambivalenz hat Verena König auf Yt ein neues Video "kognitive Dissozanz" wo sie die innere Ambivalenz ...

Aus allem herausnehmen weil man keine Kraft, Energie hat, kenne ich auch. Ich war allein mit 2 Kindern, musste Vollzeit arbeiten und habe all meine Kraft dafür gebraucht.

Als die Kinder volljährig waren und ich dachte jetzt kann ich durchatmen, ist alles zusammen gebrochen und nichts ging mehr. Mit voller Wucht hat mich meine Kindheit etc. pp. eingeholt, so nach dem Motto "Jetzt wird dran gearbeitet".

Das war 2021 und es war ein furchtbarer, schmerzhafter Weg.

Meine Ressourcen sind immer noch klein, aber ich lebe wieder im erwachsenen Modus, kann arbeiten, mich um meine Hündin kümmern, ab und an Zeit (schöne Zeit) mit Freunden verbringen. Das ist, rückblickend, ein Quantensprung für mich.

x 3 #23


Feuerschale
Heute hab ich ziemlich vor mich hingedümpelt...einmal wegen Migräne seit gestern Abend wieder (morgens war ich eigentlich mal klarer, erholt), dann auch Erschöpfung. Und in so einem Zustand kann ich auch gar nicht wirklich interagieren.
Der Gedanke, dass meine Schwester mich anrufen könnte, überfordert mich.
Das ist so jetzt auch nicht gerade mein Lieblingsmodus....also wenn ich klarer bin, kreativer, irgendwie innerlich verspielter, mit mehr emotionaler Bandbreite, dann gefällt mir das auch besser.

Oft kann ich auch schlecht trennen, was ist körperlich, körperliches Tief und Symptome und was ist auch seelisch....
Bei der Migräne bin ich in die Knie gezwungen, Rückzug und Passivität, ohne dass ich es genieße oder will.
Als Kind hatte ich Kranksein und im Bett bleiben müssen gehasst.
Es wurde manchmal als Strafe eingesetzt - hatte z B am Mittagstisch geweint wegen irgendwas- musste direkt ins Bett/dunkle Zimmer. War sch....

Heute durch das ganze Vermeiden ist das ja oft wie so ne Zuflucht...oder manchmal eben nötig wegen Reizüberflutung 😕

x 1 #24


Feuerschale
Zitat von Greta__:
Was für mich persönlich das Beste war: Nicht 24/7 drüber nachdenken, nicht 24/7 in mich herein hören und analysieren. Anfangs dachte ich, ich muss jetzt 24/7 mich damit auseinandersetzen, das innere Kind 24/7 bemuttern usw.

Ich glaub auch, dass das immer 24/7 drauf achten dann zuviel ist. Einmal signalisiert das ja iwann auch
das eigene Nervensystem....andererseits kenn ich das auch von so Tips....dass man z B sich einen Rahmen setzen kann mit auseinandersetzen (z B halbe Stunde alle zwei Tage oder ähnliches)....

Und dass man manchmal auch auf Arbeit o ä ist und gar nicht ausführlich sich drum kümmern kann.
Bei sowas reicht z B auch nur kurz registrieren...ah da ist was getriggert, ich mache 5 Min. Notfallskill o ä und kümmere mich später, wenn ich Zeit und Ruhe hab.

Und dann denke ich auch noch, das letztendliche Ziel ist doch auch, möglichst unbeschwerte gute Zeiten zu haben....
also das Ziel der inneren Arbeit ist doch....irgendwann wieder "einfach vor sich hinzuleben"....nicht ständig zu arbeiten innerlich, registrieren ect ect...Sondern zu leben...eher in der Kompetenz, neugierig, kreativ, mit anderen....

x 2 #25


Feuerschale
Zitat von blue1979:
Ambivalente Gedanken ,Gefühle gleichzeitig kenne ich und da fühle ich mich schon sehr verrückt aber in den letzten Jahren erkenne ich das besser und beobachte diese Gedanken oder auch Emotionen

Was genau ist damit denn gemeint oder auch mit der kognitiven Dissonanz?
Sind Ambivalenzen (in sich) nicht teilweise auch normal? Oder geht es um Ambivalenzen Innen wahrnehmung und
Außenwahrnehmung? Innen und "Realität"?
Hättest du da ein Beispiel? (nur wenn du magst natürlich und wann es passt).

x 2 #26


Sonnenzauber
Also ich rede von der pathologischen Ambivalenz. Bei mir war es dann so, dass ich nicht mehr wusste ob ich in die Arbeit fahren soll oder nicht. Als ich in der Arbeit war wollte ich wieder heim. Als ich nicht in der Arbeit war wollte ich wieder heim. Und das kannst du auf tausend Entscheidungen runter brechen.

x 3 #27


sandracookie
Huhu, ich war bisher nur stille Mitleserin, kann aber auch vieles nachvollziehen, was hier so geschrieben ist.
Ende letztes Jahr hatte ich intensive Wochen in der Tagesklinik, die nochmal mehr hoch geholt haben und alte Wunden aufgerissen haben. Ich habe anschließend bis zu einem gewissen Punkt versucht da weiter zu arbeiten auch in Richtung Innere Kind Meditationen, aber schnell gemerkt, dass es zu viel ist und dann auch erstmal versucht, dieses über analysieren wieder sein zu lassen und stattdessen eher in Richtung "Beruhigung vom Nervensystem" und "wieder Vertrauen fassen" weiter zu arbeiten.
Ich kann jetzt aber auch seit kurzem endlich wieder zur Verhaltenstherapie und möchte das in dem Rahmen dann wieder angehen.
In meinem Alltag kollabierte im Prinzip alles seit ich selber vor fast fünf Jahren Mutter geworden bin -
ich war mir so vielem nicht bewusst, was vermeintlich gut gemeinte Erziehung mit mir als Kind gemacht hat. Vieles habe ich vorm selber Mutter sein nicht hinterfragt, weil auf den ersten Blick das Verhältnis zu meinen Eltern gut ist/war.
Es war sehr schmerzhaft, als das alles auf den Kopf gestellt wurde und es ist nach wie vor ein schwieriger Weg, weil keine Einsicht vom familiären Umfeld da ist und mein Schmerz darüber nicht ernst genommen wird (meiner Schwester geht es da übrigens ähnlich wie mir).
Ich mache schon vieles bewusst anders bei unserem Sohn, um ihn nicht diesen Situationen auszusetzen, die mich bis heute so nachhaltig verletzt haben. Das hat jedoch viel Kritik vom Umfeld zur Folge, weil da viele veraltete Ansichten haben und mir dann vorgeworfen wird gar nicht zu erziehen oder keine Konsequenzen/Grenzen zu setzen (was sie damit meinen, sind aber nur willkürliche Strafen um als Eltern Macht auszuüben und keine sinnvollen Regeln für den Alltag). Ich würde da gerne drüber stehen und meinen Weg einfach durchziehen, den ich für richtig halte, aber da pfuscht der eigene niedrige Selbstwert mit rein und gleichzeitig auch, dass es schwer ist sich selbst von dem zu lösen, was man Jahre lang vorgelebt bekommen hat und deswegen falle ich leider zeitweise doch in Verhaltensmuster, die ich so gar nicht will, zusammen mit Selbstzweifeln als Mensch insgesamt und insbesondere als Mutter zu versagen 😔
Keine Ahnung, was ein gesunden er Erwachsener in diesem Fall tun sollte...

x 4 #28


Greta__
Zitat von sandracookie:
Huhu, ich war bisher nur stille Mitleserin, kann aber auch vieles nachvollziehen, was hier so geschrieben ist. Ende letztes Jahr hatte ich intensive ...

Selbst Mutter zweier Kinder habe ich auch einige Fehler gemacht. 😪
Was ich aber gelernt habe: Mit den Kindern reden, reden, reden. Auch als sie klein waren. Meine Kinder sind jetzt 26 und 22 und ja, sie haben teilweise eine andere Wahrnehmung und darüber kann ich nur mit ihnen reden, versuchen zu erklären.

Was ich letztendlich gemacht habe: Den Kontakt zu meiner Ursprungsfamilie abzubrechen. Das ging nicht über Nacht, der Schritt dahin hat über 2 Jahre gedauert. Für mich war das aber der beste Weg und die beste Entscheidung. Diese Entscheidung hat mein erwachsener Anteil getroffen.

x 3 #29


sandracookie
@Greta__
Letztendlich ist es ja auch eine Illusion zu glauben, man könne als Eltern alles richtig machen, das schafft niemand (trotzdem habe ich diesen Anspruch 🤦🏼‍♀)
Den Ansatz mit dem Reden finde ich super und das ist auch etwas, was mein Mann und ich im Alltag versuchen. Also hinterher zumindest die Situationen nochmal besprechen/erklären, in denen was schlecht gelaufen ist und es in Streit eskaliert ist. Macht die Sache an sich nicht ungeschehen, aber das Gefühl hinterher ist bei den Beteiligten doch anders, als wenn es einfach so bestehen bleibt.
Mit meinen eigenen Eltern kann ich das nur leider nicht. Sie fühlen sich dann direkt angegriffen/beschuldigt/kritisiert, dabei geht es mir nicht darum "mit erhobenen Finger" auf sie zu zeigen und ihnen Schuld zuzuweisen (ich glaube auch, dass ihre Absichten an sich gut waren und ich verstehe auch, warum sie so sind, wie sie sind), aber das kommt null an, wenn ich versuche zu erklären, warum mich was als Kind getroffen hat und warum es auch ihre Enkel treffen wird, wenn sie da auch diese Verhaltensweisen an den Tag legen und warum ich letzteres nicht will. Stattdessen bin ich die "Glucke, die ihr Kind überbehütet und in Watte packt".
Letztendlich gibt es dann Streit oder ab einem gewissen Punkt wird man einfach ignoriert und das Thema übergangen - es wird abgelenkt, als wäre nie was gewesen, was das Ganze dann noch verletzender macht.
Ich würde mir halt umgekehrt auch einfach mal Verständnis wünschen, ich kann damit nicht umgehen, dass diese Konflikte so quasi nicht gelöst werden können.

Das ist für mich trotz allem zur Zeit undenkbar (ist auch eher der emotionale Anteil, dem es so geht und der überwiegt, wir wohnen auch tatsächlich noch nahe beieinander, aber zum Glück nicht im selben Haus) und ich glaube dir sofort, dass das kein einfacher Schritt war.

x 1 #30


Greta__
Zitat von sandracookie:
@Greta__ Letztendlich ist es ja auch eine Illusion zu glauben, man könne als Eltern alles richtig machen, das schafft niemand (trotzdem habe ich ...

Meine Ursprungsfamilie war sicher ganz anders als deine. Viel körperliche und seelische Gewalt. Ich hab immer gedacht ich muss besser werden, dann werde ich endlich gesehen und geliebt. Nö. Muss ich nicht, auch weil keiner bereit war zu reflektieren (Familie, nicht ich). Daher war der Kontaktabbruch der einzig richtige Weg für mich. Der trotz allem was ich erleben musste, sehr schmerzhaft war (das war mein inneres Kind).

x 3 #31


Feuerschale
Zitat von sandracookie:
Keine Ahnung, was ein gesunden er Erwachsener in diesem Fall tun sollte...

Hm, ich denke wenn die Stimmen von außen eher kritisch sind und "strafen wollen" o ä, würde ich die ignorieren.
Weil genau das ja nicht besonders weitergebenswert ist.
Du erkennst ja z B dass die Stimmen von außen noch so im Alten verhaftet sind, was dir nicht gut tat.
Gucken, dass du den Draht zu deinem Kind behältst...vor echten Gefahren schützen, Zuwendung geben...

x 3 #32


hereingeschneit
Zitat von sandracookie:
Ich würde da gerne drüber stehen und meinen Weg einfach durchziehen, den ich für richtig halte

Das würde meiner Meinung nach ein gesunder Erwachsener tun. Er überlegt sich, was er selbst für richtig findet und setzt das um und ist bereit die Konsequenzen zu tragen.

Das das nicht einfach ist, ist klar, aber wer sagt denn, dass es für gesunde Erwachsene einfach ist? Nur weil sie es machen, bedeutet das noch lange nicht, dass es immer einfach ist. Bei denen, wo es einfach ist, die hatten einfach nur einen leichten Weg bisher in ihrem Leben und mussten noch nicht erwachsen werden.

x 2 #33


sandracookie
Danke für eure Antworten und Reaktionen auf meinen Beitrag🙂

Zitat von hereingeschneit:
Er überlegt sich, was er selbst für richtig findet und setzt das um und ist bereit die Konsequenzen zu tragen.

Das das nicht einfach ist, ist klar, aber wer sagt denn, dass es für gesunde Erwachsene einfach ist?

Richtig das ist wirklich nicht einfach, vor allem vergesse ich in diesem Zusammenhang auch gerne, dass ich mittlerweile genügend Kompetenz habe solche Sachen zu beschließen und mir da zu vertrauen, dass ich es für mich richtig entscheiden kann. Stattdessen suche ich die Orientierung fast nur im Außen (Eltern, Geschwister, Freunde...)
Bis zu einem gewissen Punkt kann das mal hilfreich sein zu schauen "wie machen es andere", aber man darf nicht zu sehr vergleichen oder zu passiv werden, nach dem Motto andere wissen es besser und können das für einen entscheiden.
Meinem inneren Kind sage ich in letzter Zeit auch immer wieder, dass unser Überleben nicht mehr von den Eltern abhängig ist und daher so manche Situation für den Erwachsenenanteil auch nicht mehr so bedrohlich ist, wie fürs Kind, dass sich dann aber häufig noch meldet und das dann anders empfindet.
War aber auch ein längerer Schritt mit Hilfe von Therapeuten, dass mir solche Situationen ab und an zumindest bewusst werden.

x 4 #34


blue1979
Zitat von Feuerschale:
Was genau ist damit denn gemeint oder auch mit der kognitiven Dissonanz? Sind Ambivalenzen (in sich) nicht teilweise auch normal? Oder geht es um Ambivalenzen Innen wahrnehmung und Außenwahrnehmung? Innen und "Realität"? Hättest du da ein Beispiel? (nur wenn du magst natürlich und wann es passt).


Hallo Feueschale,
kognitive Dissonanz ist die Überschrift zum neuen Video von Verena König . Der Begriff bedeutet das widersprüchliche Gedanken, Verhalten innere Spannungen erzeugen und Verena König versucht dazu den Zusammenhang zur Kindheit herzustellen. Wenn man unsichere Bindungspersonen hatte ,die ambivalentes Verhalten zeigen und man als Kind damit aufwächst, dann zweifelt man unbewusst an der eigenen Wahrnehmung und hat nie gelernt auf seine eigene Wahrnehmung zu vertrauen (so habe ich ihren Beitrag aufgefasst) und das kann sich in innere Zerrissenheit usw. zeigen.
Bsp
Ich gehe einkaufen und sehe eine schöne Bluse nur nicht in meiner Grösse. Ein Gedanke sagt oh ist sie schön, allein wegen der Farbe sollte ich sie kaufen. Ein anderer Gedanke sagt, hm nein die Grösse stimmt nicht dann nächster Gedanke, die Verkäuferin mustert mich so komisch , vlt. denkt sie ich würde hier etwas klauen und besser ich kaufe diese Bluse usw.
Fazit ich kaufe diese Bluse die mir nicht passt und bin innerlich hinundher zwischen vielen Gedanken und bereue den Kauf schon vor dem Kauf. Trau mich hinterher auch nicht mal, die Bluse umzutauschen.
Keine innere Wahrnehmung , keine Reflexion möglich -mein Handeln ist quasi aus dem Affekt (hoher Arousel ) und hohem Spannungszustand heraus (bzw. der Gedanke der am Unangenehmsten ist, gewinnt). Innere Spannung nicht auflösbar da ich nun monatelang auf mich sauer bin wegen diesem Fehlkauf und hätte ich doch anders gehandelt Gedanke.
Oft passiert und hier kommen noch viele andere Sachen dazu (soziale Phobie, was denken andere über mich usw. ).
Hätte ich bessere Stresstoleranzgrenze würde ich wahrscheinlich in Ruhe im Laden pro und contra mit dem Verstand abwägen und für mich eine bessere Entscheidung treffen.

x 6 #35


blue1979
@Greta__ das hört sich sehr hoffnungsvoll an das es weiterhin besser wird💐

Ich dachte wenn die Kinder älter werden, dann fang ich an zu leben , mache dies und jenes usw. und jedes Mal wenn ich an meiner Unabhängigkeit arbeiten wollte, kam ein mentaler Crash. Wie so ein Muster im Leben, völlig verrückt als würde mein Gehirn mein Leben bewusst sabotieren. Selbstsabotage verfolgt mich schon seit Jahrzehnten und ich habe das Muster darin noch nicht erkannt warum weshalb ich dann lange Zeit krank werde, wenn ich endlich "leben" möchte.

x 3 #36


Greta__
Zitat von blue1979:
@Greta__ das hört sich sehr hoffnungsvoll an das es weiterhin besser wird💐 Ich dachte wenn die Kinder älter werden, dann fang ...

Selbstsabotage, da hast du die Antwort warum du krank wirst wenn du leben willst. Kenne ich 1:1. Ich ziehe mich auch noch zu oft raus wenn ich leben will. Ich bin dann komplett blockiert. 🫤

Fange aber langsam an. Anders als früher. Früher war ich Hans Dampf in allen Gassen. Vollzeit, Kinder, Nebenjob, Fußball mit Dauerkarte, großer Bekanntenkreis, Parties etc.

Mittlerweile akzeptiere ich, dass ich so nicht mehr bin. Ich gehe viel in die Natur. Gönne mir einen Mittagsschlaf. Erlaube mir auch schon mal 20.30 Uhr im Bett zu liegen. Fange jetzt einen "Social Walk" Kurs mit meinem Hund an.

Kino, Restaurant, Bar klappt noch nicht (Blockade). Aber ich setze mich nicht mehr unter Druck. Es wird wieder kommen, da bin ich sicher.

Schreibst du Tagebuch? Das Thema mal aufgeschrieben und alles was dir dazu einfällt zu Papier gebracht? Vielleicht bringt dich das näher an eine Antwort?

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blue1979
Hallo Greta,

ich habe ein Dankbarkeitstagebuch wo ich paar Kreuzchen setzen kann (Wetter ,Laune) mit 3 freien Zeilen. Ich habe jetzt ein neues Tagebuch , wo ich eher täglich kritzeln kann (Kreise zeichnen je nach Laune usw.) . Mir gefällt dieses Format weniger und ich werde wieder auf ein Tagebuch gehen mit freien Seiten. Es sollte eher die künstlerische Seite anregen mit Kreise zeichnen aber es war ein Fehlkauf (gekauft ist gekauft und ich werde das noch bis Juni zu Ende bekritzeln;))

Ich brauche doch oft neuen Input von anderen, um ein paar neue Erkenntnisse zu bekommen. Nur aus meinen eigenen Gedanken oder teils Fantasien drehe ich mich im Kreis herum und mit Selbstsabotage kam ich auch erst darauf nachdem ich einige yt Blogbeiträge dazu gehört habe und Parallelen gezogen habe.

Social Walk Kurs hört sich sehr interessant an und ich hoffe Du lernst evt. auch ein paar nette Hundebesitzer kennen.

Ich habe per Zufall Walk and Talk Coaching entdeckt, wo man sich in der Natur trifft und Gespräche auf Coachingniveau führt aber wenn man gute Freunde hat, dann kann man auch mit denen walk and talk machen.

Denke irgendwann sind bei jedem die Batterien leer...egal ob mentaler Ebene oder körperlicher Ebene und ich hab überlegt, langsam mit Körperentgiftung anzufangen (1-2 Suppentage, Zucker reduziere, Leber stärken etc.) und dann schauen ob es mir mental besser geht. Ich bin echt zuckersüchtig..schon zwanghaft.

Habt eine gute Woche 🌸

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Prof. Dr. med. Thomas Hillemacher
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