App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

66

Yasmin-96

Yasmin-96
Mitglied

Beiträge:
98
Themen:
35
Danke erhalten:
19
Mitglied seit:
Hallo zusammen, hat jemand von euch Kunsttherapie mal gemacht bei traumatischen Kindheitserfahrungen. Wie sind eure Erfahrungen. Und was denkt ihr, was das heilsame an Kunst und kreativer Arbeit ist.

04.05.2021 x 2 #1


55 Antworten ↓
silverleaf

silverleaf
Mitglied

Beiträge:
1467
Danke erhalten:
7947
Mitglied seit:
Ich habe auch diverse Erfahrungen mit Kunst-/Gestalt-Therapie gemacht, in meinen diversen stationären Aufenthalten, und kann sagen: meine Haltung dazu hat sich im Laufe der Zeit verändert.

Zuerst stand ich dem Ganzen völlig ablehnend gegenüber, wollte zuerst auch gar nicht teilnehmen, musste ich dann aber, saß die ersten Wochen nur da, ganz konkret gebockt wie ein kleines Kind und wollte, dass man mich dort wieder herausnimmt. Aber ich musste bleiben, und nach ein paar Wochen habe ich dann doch angefangen, etwas zu tun, und irgendwann wurde es besser, ich konnte mich Stück für Stück auf den Prozess einlassen, fand es gut, dass ich einfach machen konnte, wonach mir war, und eben nicht wie früher im Kunstunterricht etwas Künstlerisches dabei herauskommen musste (wir durften die Sachen auch nach der Stunde entsorgen, wenn wir wollten, es ging wirklich nur um den gestalterischen Prozess). Zu einigen Materialien habe ich nach wie vor überhaupt gar keinen Zugang, aber hier und da habe ich doch das eine oder andere Material entdeckt, mit dem ich arbeiten mochte und fand es z.T. faszinierend, dass sich hier und da ein "erleichternder" Effekt eingestellt hat (mir fällt gerade kein bessere Wort ein), den ich mir bis heute nicht vollständig erklären kann.

Ich fand es gut, dass die (guten) Therapeuten einen zu nichts gedrängt haben, dass sie einen in Ruhe gelassen haben, wenn man das wollte, dass sie unterstützt haben, wenn man das gerne wollte, dass die anderen Mitpatienten nicht kommentieren durften, was man gemacht hat (besprochen wurden die Sachen nur mit den Therapeuten), das waren gute Stunden. Anstrengend fand ich die Therapeuten, die einen ständig bedrängt haben, einem Sachen aufzwingen wollten und tatsächlich krampfhaft in wirklich alles etwas hineininterpretieren mussten, egal, ob man das wollte oder nicht (solche habe ich auch kennengelernt).

Insofern kenne ich beide Seiten und habe auch für beide Seiten vollstes Verständnis. Hätte ich an dem kritischen Punkt in meiner Kunsttherapie den "falschen" Therapeuten gehabt, hätte ich vermutlich nie den Zugang dazu gefunden. Und ich habe auch Mitpatienten kennengelernt, die auch nach 10 Wochen noch immer nichts mit der Kunsttherapie anfangen konnten, da fand ich es grenzwertig, diese weiterhin dahinzu"zwingen" (hartes Wort vielleicht, trifft aber den Kern der Sache), auch wenn das natürlich therapeutisch begründet wurde... Sicher ist es nicht verkehrt, Patienten auch mal aus ihrer Komfort-Zone herauszubringen, zu fordern und auch mal gegen innere Widerstände anzugehen, aber bitte immer mit Verstand und Augenmaß.

Quintessenz: Ich habe Kunsttherapie lieben gelernt, verstehe aber auch jeden, der damit nichts anfangen kann.

LG Silver

03.05.2021 22:30 • x 9 #44


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Kunsttherapie bei traumatischen Kindheitserfahrungen

x 3


F

Fauda
Mitglied

Beiträge:
2771
Danke erhalten:
3770
Mitglied seit:
Widerstand gegen Therapien ist kein Ausdruck besonderer Kompetenz sondern Symptom von Erstarrung, auch Teil des Problems, von dem man sich (angeblich) befreien möchte. Ich war vor vielen Jahren nach einer schweren Erkrankung in einer Reha-Klinik, die anthroposophisch arbeitete. Ich war nie und werde nie Anthroposoph sein. Ich finde die Lehre R. Steiners gelinde gesagt krude. Trotzdem waren die Kur und alle Anwendungen ganz wunderbar, denn ich habe mich ihnen geöffnet und auch Therapieformen mitgemacht, die ich total schräg fand, zum Beispiel Eurythmie. Das war die größte Herausforderung (ich musste innerlich lachen und sagte mir: "auf keinen Fall darf mich jemals einer meiner Freunde hier sehen, so peinlich ist das". Und? Gar nichts ist peinlich. Ich machte die Therapie gelockert, interessiert und so gut ich konnte mit, es war eine sehr gute Erfahrung und ich erinnere mich total gerne daran zurück.
Ich kann nur jedem Menschen raten, nicht immer alles gleich zu beurteilen, vor allem zu verurteilen und abzulehnen. Das ist nur ein Ausdruck von Erstarrung und Verkrampfung. Im Bereich kreativer Tätigkeiten bzw. Therapieformen sind ablehnende (natürlich wortreich begründete) Aussagen schlecht für andere, denn sie können deren Unsicherheit verstärken ("lächerlich", "ich kann nicht zeichnen", "ist nur peinlich"). Falscher Ansatz, Leute!

04.05.2021 08:23 • x 4 #51


Zum Beitrag im Thema ↓


Lottaluft
Ich hatte Kunst Therapie in der Klinik und konnte damit leider so garnichts anfangen
Meiner Mutter hingegen hat es aus einer schweren Depression geholfen und um auch ein prominentes Beispiel zu nennen
Frida Kahlo
Sie hat ihre schweren Zeiten und Schicksalsschläge in ihren Bildern Ausdruck verliehen

x 1 #2


fourofour
Zitat von Yasmin-96:
Wie sind eure Erfahrungen. Und was denkt ihr, was das heilsame an Kunst und kreativer Arbeit ist.


Das so als grobe Beschreibung:

Gestaltungs- Musik und Bewegungstherapie sind Bestandteil von der DBT bei der Behandlung von Traumafolgestörungen und komorbiden Persönlichkeitsstörungen.

Ich kenne viele die durch die diese Module in einem stationärem Setting ihre Emotionen so zum Ausdruck bringen.
Gerade in der Gestaltung und dem Malen.
Aktivierung der Kreativität ist die (re-)aktiveriung der Emotionen. Über Sandboxtechniken können die Betroffenen lernen, dass sie Kontrolle über das was sie erschaffen haben.
So kann man sehr nierderschwellig und dosiert sich verdrängten oder überwältigenden Emotionen stellen.

Zugriff auf seine Emotionen zu haben, bedeutet auch mehr Nähe und Kontakt zu seinem inneren.

x 4 #3


Feuerschale
Hallo, in der Klinik hatten wir das ein paar Mal gemacht, hauptsächlich Malen und im Anschluss Austausch darüber. Was ich ganz gut finde, man kommt mal in eine Art Handeln / nicht nur denken, und hinterher durch das Gespräch mit anderen konnte man auch andere Aspekte schonmal entdecken.
Die Bildsprache ist auch irgendwie anders als nur Worte.
Ganz deutlich was gebracht kann ich nicht sagen aber es ist eine Art Kanal und Ausdrucksmöglichkeit
und bringt dann doch den Prozess vielleicht weiter.

x 1 #4


E
Ich finde an Kunst nichts heilsam. Allerdings bin ich als "Künstlerin" auch gänzlich untalentiert. Wir sollten mal etwas malen - einfach was wir wollen. Ich habe den blühenden Baum vor dem Fenster gemalt - und fand den Versuch des Gruppenleiters dies zu deuten absurd.

Wenn ich etwas kreatives machen müsste, wäre es mir wichtig, dass etwas Produktives dabei herauskommt. Socken oder so.

x 1 #5


Calima
Ich könnte damit auch nichts anfangen, weil ich in Sachen Malen ebenfalls völlig talentfrei bin. Mein Medium wäre eher Musik oder Schreiben.

Ich kenne aber einige Leute, die über eine Therapie Zugang zu dieser Form des Ausdrucks bekommen haben. Lästig finde ich allerdings, dass sie in der Folge den gesamten Bekanntenkreis genötigt haben, ihre "Kunstwerke" zu bestaunen und natürlich auch zu loben, was angesichts fehlender Kunstfertigkeit ziemlich mühsam war.

Leider ist nicht jeder Frida Kahlo, und in einem Fall hat das zu einem abrupten Ende bis dato freundschaftlicher Beziehungen geführt, weil die Selbstüberschätzung der "Künstlerin" sie dazu verleitete, eine Ausstellung machen zu wollen und zu diesem Zweck recht penetrant meine Unterstützung einforderte (mein Schwager ist Galerist und Kunsthändler).

Als ich das verweigerte und ihr ständiges Insistieren mangels anderer Ausstellungsmöglichkeiten immer heftiger wurde, veranlasste mich das schließlich zu der Aussage, dass Kunst etwas mit Können zu tun habe und das in ihrem Fall leider komplett fehle. Das hat sie mir übel genommen, aber seither glücklicherweise mit ihren Klecksereien verschont.

x 1 #6


F
Jede Form von eigenem Ausdruck, ist gut. Ob Tagebuchschreiben, Zeichnen, Malen, Plastinieren, Schnitzen, Tanzen, Musizieren, Singen, einfach alles. Insofern ist jede kreativ-Therapie gut. Man sollte sich darauf einlassen und auf keinen Fall denken, man müsste etwas nützliches oder schönes erschaffen (das ist dann Teil des Problems, Socken kann man bei Amazon bestellen). Das Machen ist das Gute, man kommt zu sich und drückt etwas aus, ohne jeden Anspruch. Wenn man sich mit der einen Technik nicht wohl fühlt, macht man etwas anderes.

x 2 #7


Schlaflose
Ich denke, dass es nur etwas bringt, wenn man ein gewisses Talent zu irgendetwas Künstlerischem hat und es einem Spaß macht, sich künstlerisch zu betätigen. Für mich wäre das nichts, weil mir beides fehlt. In der Reha musste ich zweimal die Woche zur sog. Arbeitstherapie, die daraus bestand, etwas zu basteln, zu malen, oder Dinge herzustellen wie Tücher mit Seidenmalerei, Gegenstände aus Ton usw. Einige aus meiner Gruppe haben sehr schöne Sachen hinbekommen, aber meine Sachen habe ich immer weggeworfen Laughing

x 1 #8


Calima
Zitat von Schlaflose:
Ich denke, dass es nur etwas bringt, wenn man ein gewisses Talent zu irgendetwas Künstlerischem hat und es einem Spaß macht, sich künstlerisch zu betätigen.

Das glaube ich auch. Gerade in Bezug auf Kunst kommt vermutlich hinzu, dass wir alle bereits erfolgreich die schulische Bewertungsmaschinerie durchlaufen haben.

Wenn man oft genug hört, dass das, was man tut, nicht "gut" ist, verliert man irgendwann auch die Lust, das weiter zu betreiben.

#9


Schlaflose
Zitat von Calima:
Wenn man oft genug hört, dass das, was man tut, nicht "gut" ist, verliert man irgendwann auch die Lust, das weiter zu betreiben.

Dafür brauchte ich keine Bewertungsmaschinerie, ich habe das selbst gesehen, wenn ich meine Arbeiten mit denen von anderen verglichen habe Laughing Dafür waren meine Englisch- Latein und -Französischarbeiten besser als die der anderen. Man muss sich selbst eingestehen, dass man nicht in allem gut sein kann und sich auf seine Stärken konzentrieren.

#10


Feuerschale
hm seltsam, ich hab als Kind auch gerne Dinge mal ausprobiert- wie geht das-
z B wie kommt ein Hirsch in einen Topflappen- aber mir war das Produkt immer egal,
ich hab die Sachen lieber weggeschmissen oder verschenkt.
Einmal hab ich mit einem Riesenknäuelwolle so 20 verschiedene Muster ausprobiert und einen Riesen sinnlosen Lappen daraus gemacht. Später auch mal in Richtung Pulli, aber das war eher so ein Krampf.
Es wurde was, technisch, aber das Machen selbst mit Produkt im Hinterkopf war Krampf.

Kunst als kreativer Ausdruck kenne ich leider nicht. Ich kann ganz fürchterlich- monoton ect- Gitarre spielen und weiß nicht, wie man da Emotion mit ausdrückt. Technisches Können einerseits wäre wohl schonmal ganz gut, aber das alleine ist es auch nicht.

#11


E
Zitat von Fauda:
Insofern ist jede kreativ-Therapie gut. Man sollte sich darauf einlassen und auf keinen Fall denken, man müsste etwas nützliches oder schönes erschaffen (das ist dann Teil des Problems, Socken kann man bei Amazon bestellen). 


Das sehe ich tatsächlich anders. Ich würde es für mich als Zeitverschwendung betrachten, wenn man mich mit Seidemalerei, Batiken, Kettchen auffädeln oder Holzschnitzerei "therapieren" wollte. Oder für mich das Schlimmste: Tanzen. Da wäre das einzig Positive für mich, dass man kein Resultat zum Wegwerfen mitnehmen muss. Wobei ich mit dem Holz wenigstens den Kaminofen beheizen könnte. Allerdings sehe ich es nicht als problematisch an, keine künstlerische Ader zu haben.

Mein Kunstlehrer war mit meiner Interpretation eines Bildes sehr unzufrieden. In einem berühmten Bild sah ich nur Gekleckse. Er fand es hochspannend, dass der Künstler keine rote Farbe verwendet hat. Mein Vermutung, ihm war vielleicht die Farbe ausgegangen, war ihm nicht spektakulär genug...

#12


Yasmin-96
Zitat von Natascha40:
Ich finde an Kunst nichts heilsam. Allerdings bin ich als "Künstlerin" auch gänzlich untalentiert. Wir sollten mal etwas malen - einfach ...


Ooh schade, dann habt ihr die Wirkung der Kunsttherapie gar nicht kennengelernt. Bei mir ist es tatsächlich anders. Ich habe aus Ton eine Höhle gebaut/ einen sicheren Ort. Meine Kunsttherapeutin hat auch die pitt Traumatherapie Ausbildung abgeschlossen. Es hat eine ganz besondere Wirkung auf mich. Man kann durch Kunst sich dem Unsagbaren annähern und mitteilen, ohne Worte dafür haben zu müssen.

x 2 #13


E
Zitat von Yasmin-96:
Man kann durch Kunst sich dem Unsagbaren annähern und mitteilen, ohne Worte dafür haben zu müssen.


Schön, dass dir das guttat, Yasmin.

Aber ich drücke mich lieber mit Worten aus. Und ich bin auch froh, eine Therapeutin gefunden zu haben, die nicht mit imaginären Dingen arbeitet. Beziehungsweise mit "Anteilen" von mir sprechen möchte. Oder mit einem "inneren Kind". Das ist einfach für mich ungeeignet.

#14


superstes
Oohhjee...! Kunsttherapie hat mit Kunst oder Kunstgewerbe (Seidenmalerei etc.)überhaupt nichts zu tun. Es sollen aus euch auch keine "Künstler"werden...
Für mich ist "Kunsttherapie" ein unglücklich gewählter Begriff. Besser wäre z.b. Gestalttherapie. Es geht auch nicht darum ein schönes Bild zu malen. Weil in der Regel, die meisten Menschen seit ihrer Schulzeit nicht mehr gemalt haben. Das heißt, ihr malt so wie ihr nach der Schulzeit aufgehört habt. Es sei denn, ihr habt weiterhin Interesse daran gefunden, als Hobby oder mehr, dann entwickelt man sich weiter.
In der "Kunsttherapie" geht es, wie verschiedene Farben und Formen (Pinselstriche) auf euch wirken.(Oder es wird mit Ton und Formgestaltung gearbeitet. z.B. Tonfeld ). Es ist ein Gestaltungsprozess wie ihr euer Innerstes zum Ausdruck bringen könnt. Der "Therapeut" begleitet und ermuntert und bespricht dann was euch dazu bewogen hat, die oder jene Farbe, Formen zu wählen. Anschließend macht er sich Notizen für die Teambesprechung mit den Ärzten...das ist auch nicht zum ausstellen etc. gedacht. Dasjenige was hier erwähnt wurde, wie "Seidenmalerei"etc. gehört zur "Ergotherapie".
Arbeitstherapie ist wieder was anderes, die Rentenanstalt will in der Regel wissen, ob der "Patient" nach der Reha wieder, oder nicht mehr Arbeitsfähig ist. "Reha vor Rente"

x 2 #15


superstes
Zitat:
Aber ich drücke mich lieber mit Worten aus. Und ich bin auch froh, eine Therapeutin gefunden zu haben, die nicht mit imaginären Dingen arbeitet. Beziehungsweise mit "Anteilen" von mir sprechen möchte. Oder mit einem "inneren Kind". Das ist einfach für mich ungeeignet.

Danke, Yasmin 96, Das ist das was ich meine. Dazu gehört vor allem die Bereitschaft sich darauf einzulassen ! Wenn ich da mit vorauseilender Abwehr den Therapieraum betrete, ist ein gelingen nicht möglich.

x 2 #16


superstes
Zitat:
Ooh schade, dann habt ihr die Wirkung der Kunsttherapie gar nicht kennengelernt. Bei mir ist es tatsächlich anders. Ich habe aus Ton eine Höhle gebaut/ einen sicheren Ort. Meine Kunsttherapeutin hat auch die pitt Traumatherapie Ausbildung abgeschlossen. Es hat eine ganz besondere Wirkung auf mich. Man kann durch Kunst sich dem Unsagbaren annähern und mitteilen, ohne Worte dafür haben zu müssen.

Entschuldigung, ich habe das falsche Zitat für Yasmin96 gewählt.
das ist z.B. arbeiten am "Tonfeld"

x 1 #17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

Schlaflose
Zitat von superstes:
In der "Kunsttherapie" geht es, wie verschiedene Farben und Formen (Pinselstriche) auf euch wirken.(Oder es wird mit Ton und Formgestaltung gearbeitet. z.B. Tonfeld ). Es ist ein Gestaltungsprozess wie ihr euer Innerstes zum Ausdruck bringen könnt. Der "Therapeut" begleitet und ermuntert und bespricht dann was euch dazu bewogen hat, die oder jene Farbe, Formen zu wählen.

Das fände ich noch viel schlimmer als das, was ich in der Arbeitstherapie machen musste Mr. Green Aus mir würde man da nichts rausbekommen, weil ich absolut keinen Bezug zu Formen, Farben, Gestaltungen usw. habe. Ich kann nur sagen, ob mir gefällt oder nicht, aber wenn ich erklären müsste, warum und was ich dabei empfinde, könnte ich nichts zu sagen. Ich denke, dass das miteinander zusammenhängt, ob man das kann und man selbst eine künstlerische Ader hat. Künstler bringen durch ihre Arbeiten ja auch ihr Innerstes zum Ausdruck.

x 2 #18


superstes
Zitat:
Ich denke, dass das miteinander zusammenhängt, ob man das kann und man selbst eine künstletische Ader hat

Nein, nein! wenn du zwei gesunde Hände hast, (es reicht auch einer) kannst du mit Ton etwas formen..oder etwas malen...je weniger du dies mit dem Kopf machst, sondern mit deinen Gefühlen,
kann ein Entwicklungsprozess entstehen. Auf youtube gibt es ein beispiel von der Heilung eines völlig verhaltensgestörtem Jungen. Die ersten Tonarbeiten waren nur von Aggressionen geprägt, die mit dem weiteren Therapiverlauf (ich weiß nicht mehr wie lange) zu einer Heilung geführt hat.

x 2 #19


E
Zitat von Schlaflose:
Ich denke, dass das miteinander zusammenhängt, ob man das kann und man selbst eine künstlerische Ader hat. Künstler bringen durch ihre Arbeiten ja auch ihr Innerstes zum Ausdruck.


Genau das denke ich auch. Als ich mir mal eine Tagesklinik ansah, führte man mich auch durch einen Flur, der quasi gleichzeitig als Galerie diente. Dort waren, anonym, Bilder von Patienten ausgestellt. Definitiv ging es da um das Können - und nicht um die Gestaltung. Ist auch okay - es mag einigen helfen und Spaß machen. Ich fände die Teilnahme an derartigen Therapien deprimierend.

x 2 #20


A


x 4


Pfeil rechts




Prof. Dr. med. Thomas Hillemacher
App im Playstore