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cats49
Ähm realo. Einfach einen neuen Hausarzt suchen wenn es nicht passt das ist reines Wunschdenken.
Heute muss derjenige froh und glücklich sein der überhaupt noch einen Hausarzt hat.
Mag sein das das in Großstädten vielleicht anders ist aber hier bei mir Kleinstadt,ländliche Region
ist überall Aufnahmestopp für Neupatienten.
Zu meinem Hausarzt habe ich null Vertrauen,von dessen beruflichen Qualitäten halte ich nichts
aber ich muss halt zähneknirschend da bleiben.
Zuhören wird nicht bezahlt also soll der Patient möglichst nach 2-3 Minuten,so zügig wie
es geht aus dem Sprechzimmer wieder raus sein ohne Fragen zu stellen oder Ansprüche
zu haben.
Hilfe ist von der Ärztezunft dank unserem kaputten Gesundheitssystem keine zu erwarten.
Habe gesehen das der TE sich gelöscht hat sonst wäre ich nicht mit meinem OT hier rein
gegrätscht.
Da konnte ich einfach nicht still sein.

x 2 #21


Kruemel_68
Zitat von realo:
Für das Erste schreibt der Facharzt ein Rezept aus und für das Zweite gibt es eine Empfehlung an einen Psychotherapeuten. Oft haben sie ihre Praxen dicht beieinander, der Psychiater und die Therapeuten. Da kann man sich dann direkt mit der Empfehlung vom Arzt beim Therapeuten vorstellen. So ergibt sich die Chance zeitnah einen Termin zu bekommen. So greifen die Zahnräder vom Hausarzt über den Psychiater bis zum Therapeuten ineinander, wenn es darum geht die psychische Störung zu behandeln.

Ich weiß nicht, in welchem Paralleluniversum du lebst. In meinem Puppenteller habe ich sowas noch nie gesehen, geschweige denn erlebt. Keiner der drei Pychiater, mit denen ich zu tun hatte, hat weiterüberwiesen geschweige denn geholfen, einen Therapeuten zu finden. Von räumlicher Nähe mal ganz zu schweigen.

x 4 #22


A


Burnout - Therapeutensuche

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R
Mein Paralleluniversum ist die Kleinstadt in Bayern. Aus Berlin kommend habe ich mich hier im Allgäu vor einigen Jahrzehnten eingemeindet. Genauso lange besuche ich in großen Abständen den Psychiater. Er hat in der Fußgängerzone im Altbau seine Praxis. Inzwischen haben sich drei Psychotherapeuten im Haus angesiedelt, eindeutig um die Psychiaterpraxis herum, denn von dort kommen die Klienten. Ich selber ging 25 Jahre lang, auch in großen Abständen an einem anderen Ort zu einer Psychotherapeutin. In einer Gemeinschaftspraxis mit ihrem Sohn, sie ging in Rente und der Sohn hat mich übernommen. Habe viele Therapien gemacht in meinem Leben, auch in Berlin und noch nie gab es Probleme sie zu beginnen. Ja, die Therapeuten sind ausgebucht, sie warten nicht auf Kundschaft, aber wenn man es richtig anstellt, bekommt man einen Fuß in die Tür und die Chance zur Therapie aufgenommen zu werden steigt. Es nutzt ja nichts, wenn ich meine eine Therapie zu brauchen, dann muss ich mich kümmern, auf dem silbernen Tablett serviert wird sie nicht.

#23


Burn
Es ging ja auch nicht darum , dass man sich nicht bemühen würde die Frage ist manchmal ja eher „ wenn man es richtig anstellt „

x 1 #24


R
Wie man es richtig anstellt, um einen Therapieplatz bei einem Psychotherapeuten zu bekommen ist hier im Thread immer wieder benannt worden, man muss es nur lesen und verstehen.

#25


R
Hatte am Dienstag eine Sitzung beim Psychotherapeuten und habe das Thema Therapeutensuche angesprochen. Seine Reaktion war, auch Therapeuten sind Menschen und dementsprechend findet die Auswahl beim Klienten statt. Das heißt, wenn man als Klient für den Therapeuten interessant ist und das kann von Therapeut zu Therapeut unterschiedlich sein, dann hat man gute Chancen eine Therapie zu bekommen. Ich hatte noch nie Probleme, meine Geschichte war für Therapeuten stets interessant und so bekam ich die Therapie. Ich bin dankbar für jede Therapie, bei der ich etwas für mich lernen kann.

#26


Rogue
Der Thread ist zwar schon etwas älter (und der TE bereits abgemeldet), aber das Thema hat ja durchaus für viele hier eine gewisse Relevanz, darum wollte ich noch etwas ergänzen.

Meine Erfahrungen sind eine Mischung aus verschiedenen Beiträgen hier.
Wie man es richtig macht, ist mMn sehr von der individuellen therapeutischen Praxis abhängig.

Ich kenne zwar auch Praxen, die im selben Gebäude sind, teilweise zusammenarbeiten oder sogar im Rahmen eines MVZs zentral organisiert sind, aber der Großteil der Praxen, die ich kenne, arbeiten alleine.
Oft sind das kleine Gemeinschaftspraxen von 2-5 Therapeuten (oder sogar Einzelpraxen), die sich einen oder mehrere Kassensitze teilen. Es gibt meistens keine Rezeption o.ä., jeder Therapeut organisiert seine Patienten für sich selber.
Das bedeutet, dass man da oft nicht (wie bei einer Arztpraxis) einfach so hingehen kann, weil einem oftmals nicht einmal die Tür geöffnet wird, wenn man keinen Termin hat bzw. man zur "falschen" Zeit klingelt. Die Therapeuten sitzen für 50 min in ihren Terminen und verlassen die Therapie auch meistens nicht, wenn es klingelt (sondern sind davon oftmals nur genervt), dann haben sie meistens ca. 10 min zwischen den Terminen, 5 min für Dokumentation, 5 min für eine Pause/ um die nächste Akte zu holen und sind in diesem Zeitfenster auch nicht wirklich dazu bereit, mit Patienten zu reden, die zufällig in diesem Zeitfenster vor der Tür stehen, da sie nur dieses kurze Pausen-Zeitfenster haben, bis der nächste Patient an der Reihe ist. Ich habe da schon mehrfach sehr unschöne Momente miterlebt, wo solche Klingel-Patienten sehr unfreundlich darauf hingewiesen wurden, dass sie telefonisch einen Termin vereinbaren müssen und nicht einfach so vorbeikommen können. Nachdem ich das mehrfach miterlebt habe, würde ich persönlich nicht einfach so irgendwo hingehen, wenn ich nicht sicher wäre, dass es eine Rezeption gibt (dann ist das etwas anderes).

Aber @nikimiky hatte damit ja Erfolg, darum schrieb ich ja auch bereits, dass es von der individuellen Praxis abhängt und man bei Psychotherapie-Praxen nicht verallgemeinern kann, was das beste Vorgehen betrifft. Nur ich persönlich würde mich nach meinen Erfahrungen nicht trauen, einfach vorbeizukommen, weil die Erfahrung für die Patienten, die ich bei solchen Tür-Interaktionen mit Therapeuten erlebt habe, bestimmt sehr niederschmetternd war.

Ich habe es auch so erlebt, dass man am besten fährt, wenn man seine Symptome schriftlich oder telefonisch schildert und der Therapeut Interesse an dem Krankheitsbild hat. Darum würde ich auf der Homepage vorher immer gucken, auf welche Krankheitsbilder sich der Therapeut spezialisiert hat, und dann genau darauf verweisen. Und persönliche Empfehlungen sind meiner Erfahrung nach immer der beste Weg (nur ist das natürlich nicht immer möglich).
Jede Praxis muss ja eine telefonische Sprechstunde anbieten und die würde ich (wiederholt) nutzen, ergänzend zu E-Mails. Denn dann hat der Therapeut auch die Zeit, zuzuhören bzw. sich mit dem individuellen Krankheitsbild zu beschäftigen. Meiner Erfahrung nach ist das besser als vorbeizugehen, denn dann ist eigentlich sehr selten Zeit, wenn man nicht gerade zufällig Glück hat, und die Therapeuten reagieren darauf nicht selten gereizt/ genervt,
was dann kein guter Anfang für eine mögliche therapeutische Arbeitsbeziehung ist.

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Prof. Dr. med. Thomas Hillemacher
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