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Hey, ich hatte schon immer Angst vor dem Frauenarzt und das hat auch schon in der 6. Klasse begonnen. Damals kam nämlich eine Frauenärztin und hat und alles über das Jungfernhäutchen usw. erzählt. Damals war das so schlimm für mich, dass ich ohnmächtig geworden bin. Ich bin jetzt 18 und vor ein paar Monaten war ich beim Frauenarzt, allerdings konnte aufgrund meiner panischen Angst nichts gemacht werden.

Ich habe normalerweise keine Probleme damit, irgendwo angefasst zu werden. Ich bin es tatsächlich sogar gewohnt, von Ärzten angefasst zu werden, aber als mich meine Frauenärztin unten angefasst hat, bin ich direkt in Tränen ausgebrochen und "ausgewichen". Das Gefühl, dort angefasst zu werden war einfach unerträglich. Da es allerdings wichtig ist, sich untersuchen zu lassen und mich diese Angst auch in anderen Lebensbereichen sehr bedrückt, möchte ich nun in Therapie gehen.

Deshalb ist meine Frage eigentlich hauptsächlich, an was für einen Therapeuten ich mich wenden soll. Soll ich zu einem Kinder- und Jugendtherapeuten gehen? (Die behandeln Leute bis 21) Oder soll es ein Sexualtherapeut sein? (Vielleicht sind die auf solche Themen spezialisiert. ) oder ein normaler Erwachsenentherapeut?
Vielen Dank im Voraus!

17.09.2022 21:20 • 18.09.2022 #1


1 Antworten ↓

Hallo, ich hatte auch ganz schlimm Angst davor. Das kam daher dass ich in jungen Jahren die erste Untersuchung bei einem sehr groben Gynäkologen hatte als ich mit Bauchschmerzen ins Krankenhaus musste.

Bis ich zum ersten Mal schwanger war, war die Untersuchung ein Graus, teils gar nicht möglich wie bei dir.

Ich habe mir dann eine nette Frauenärztin (wichtig, weiblich!) gesucht und musste ja in der Schwangerschaft jeden Monat, manchmal öfter, hin. Da hab ich dann die Angst verloren und konnte ab da auch zu anderen Ärzten und Ärztinnen gehen.

Es gehört heute immernoch nicht zu meiner liebsten Untersuchung, aber ich kann es gut ertragen. Die eigentliche Untersuchung tut nicht weh, fühlt sich aber ungewohnt an. Ich lenke mich währenddessen ab, buchstabiere Kopf Wörter rückwärts oder ähnliches.

Mein Rat an dich lautet: such dir eine Ärztin, sprich mit ihr darüber. Es ist auch möglich, dass sie die kleinsten Instrumente benutzt, frage danach.

Du wirst sehen, irgendwann klappt es. Alles Gute!

18.09.2022 06:21 • x 2 #2




Prof. Dr. Borwin Bandelow