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Hallo,
wer daran zweifelt, dass bestimmte Gedanken nicht eigene Gedanken sind weil die sich falsch verboten oder fremd anfühlen.

Strenge Stimmen (das darfst du nicht) können vom Über Ich kommen (Eltern u andere Autoritäten) das ist normal

'verbotene Gedanken' mit denen man nix zu tun haben möchte können von
verdrängten Persönlichkeitsanteilen kommen das ist durchaus noch normal bzw leicht neurotisch
(rebellisches Inneres Kind, innerer Teenager)


Wenn man sich gedanklich fremdgesteuert fühlt,
das kommt von abgespaltenen Anteilen Schutz gegen traumatische Erinnerungen (traumatisiertes inneres Kind).

Buchtipps
Für Anfänger / als Einstieg mit vielen schönen Bildern
Reisen in die Innenwelt (Tom Holmes)

Fortgeschrittene:
Innere Kinder (Jochen Peichl)
Innere Kritiker (Jochen Peichl)
Innere Familie (Richard Schwartz)

Rückfragen beantworte ich gern. LG

20.01.2020 14:22 • x 1 #21


Abendschein
Zitat von Orangia:
Ich muss sagen, ich finde das sehr befremdlich was du da über Satan schreibst.Ich denke, du wirst Ayano damit Angst machen, dass seine Zwangsgedanken von Satan kommen...Da bin ich sehr empfindlich, denn meine Mutter (85) ist auch der Meinung , meine Erkrankung käme von Satan und ich wärevon Dämonen besessen.

Niemals lass Dir das nicht einreden. Viel mehr könntest oder bist Du mit Gott in Verbindung. Die Menschen die glauben, sind im Vorteil, es ist immer jemand da.

20.01.2020 15:18 • #22



Hallo Ayano,

Religiöse Zwangsgedanken

x 3#3


Da es insgesamt ein sehr komplexes Thema ist ,bin ich der Meinung, dass du dir auch professionelle Hilfe suchst. Ein Therapeut kann dir ein anderes Erklärungsmodell bringen. Es gibt nicht nur ein Erklärungsmodell, es gibt christliche /tiefenpsychologische/neurowissenschaftliche/ verhaltenstherapeutische Erklärungsmodelle und ich find es wichtig, sich nicht nur auf ein (für sich logisches ) Modell zu versteifen.
Ich habe auch überlegt, ob ich was dazu schreiben soll. Ich will gar nicht in das christliche Erklärungsmodell rein, weil es für Zwangsgedanken nicht der richtige Ansatz ist. Mich hat der Ausspruch einer Pastorenfrau, meine Angststörung sei vom Teufel so richtig in eine monatelange Paranoia (mehrfach )gestürzt. Niemand war in der Lage mir zu helfen und die Pastorenfrau am Wenigsten aber unvorsichtige Sprüche loslassen. Und bitte keine Pauschalaussagen wie "Du musst dann richtig beten etc".

Nein, erst als ich mein Leben selber gestaltet habe, ging es mir innerlich besser.
Einzig verhaltenstherapeutische Ansätze und Distanz zum Glauben haben mir diese religiösen Zangsgedanken genommen- ohne Medis. Es waren letztendlich abgespaltene Anteile aus der Kindheit /Trigger und erst als ich mich damit beschäftigt hatte, habe ich die Angst davor verloren. Also ich bin dann einen neuen WEg gegangen, weg vom Glauben (Symptombühne) und ran an die Kindheit (reale unverarbeitete Probleme) natürlich mit Therapien.

Schreib uns doch mal, wie es dir geht und ob dich unsere Beiträge antriggern? Geht es dir schlechter nach dem Lesen hier?

20.01.2020 15:51 • x 5 #23


Gestern ging es mir sehr schlecht.Weil ich so ein schlechtes Gewissen hatte.Eure Beiträge beruhigen mich eher als das sie mir Angst machen.Mich nervt halt total das ich das wirklich nicht denken will.Und immer kommt es einfach so.Wie geht so was den ?:-(

20.01.2020 17:10 • x 2 #24


Ina hat da oben schon gute Literaturtips gegeben. Jochen Peichl habe ich auch gelesen aber das würde ich auch nie wieder an einem Stück lesen sondern nur noch häppchenweise mit Pausen zum Verarbeiten.

Reine Spekulation ,da ich dich überhaupt nicht kenne:
es sind abgespaltene Anteile, die angetriggert werden und an die Bewusstseinsebene ungefiltert hochkommen. Versuche deine Zwangsgedanken als einen Anteil zu sehen, der kommt und geht und der einfach gesehen werden möchte (statt ignoriert).
vielleicht kannst du dann kurz inne gehen und dich von Kopf bis Beine selber abklopfen, damit du dich wieder spürst und Abstand zu diesen Gedanken findest. Diese Gedanken sind nicht Du, daher macht es Sinn, diese Gedanken als einen Anteil zu sehen, um dich selber davon abzugrenzen. Kannst Du diese Gedanken auch einfach zu lassen ohne diese als schlecht zu bewerten? Vielleicht einen kurzen Monolog führen: ach, jetzt nervt mich wieder dieser Zwangsgedanke XV (gib dem ruhig einen lustigen Namen) .Ja, dann spul deine Worte runter und dann mache ich wieder weiter mit meiner Arbeit. Akzeptieren, dass du diese Phase grad durchmachst.

20.01.2020 17:39 • x 2 #25


Hatte vor Jahren schon mal andere Zwangsgedanken .Das ich im Bus fremde Leute berühre oder anfange rumzuschreien.Hab damals auch gewusst das ich das nicht machen werde.Hat mich damals auch fertig gemacht .Ging dann zum glück von alleine weg .

20.01.2020 17:56 • #26


Dore
Ich will hier niemanden Angst machen @orangia. Weil Ayano gläubig ist, finde ich biblische Antworten besser. Nichtgläubige machen Therapien, und finden dort ihre Antworten, mit denen sie vermutlich gut leben können. Gläubige sollten sich zur Problemlösung an der Bibel orientieren.

Ich selbst wurde erst Mitte 40 gläubig, und durfte Heilung einer 40 Jahre andauernden chronischen Krankheit erfahren (ohne Hilfsmittel von außen - einfach so, von heute auf morgen).

20.01.2020 18:37 • x 3 #27


Ich bin mir durchaus bewusst dass es auch religiöse bzw
nicht-wissen-schaftliche Erklärungsmethoden gibt für Zwänge.
Solche Erklärungen sind mir zumindest teilweise bekannt und auch was dann zu tun wäre.
Um keine überflüssigen Ängste zu verbreiten möchte ich das hier nicht im Detail ausführen. Grund: Ich denke das passt hier schlicht nicht.
Ich habe selbst Zwänge und denke das hier ist alles ganz einfach erklärbar.

20.01.2020 20:19 • x 1 #28


polly75
Zitat von Ayano:
Danke für deine Antwort.Hab schon immer zu Jesus gebetet auch schon als Kind.Hat mir immer sehr geholfen.Hatte so angst vor einen Umzug im Sommer.Das ich wieder gebetet habe.Dann kam mir auf einmal plötzlich der Gedanke .Das es schlimm ist wen ich mich nicht an die 10 Gebote halte.Und dann kam noch der Gedanke was ist wen ich was schlimmes über Jesus denke.Das ist ja dann noch schlimmer.Und so ging es los das ich auch solche Angst vor solchen Gedanken hatte.Ich will sie auch nicht denken.Aber seit ich so Angst habe davor kommen sie mir ständig in den Sinn.Und ich hab so Angst davor das mir Gott das nicht vergibt.Das belastet mich so .

Es ist völlig egal was du denkst. Du darfst denken was du willst! JEDER denkt mal schlimme Sachen, das wird erst problematisch wenn man auch etwas schlimmes tut. Sei einfach ein guter Mensch, sei hilfsbereit, zugewandt und freundlich zu anderen Menschen, kümmere dich um dich selbst und quäl dich nicht. Ich bin Humanist und nicht gläubig und stelle es mir furchtbar vor, wenn man tatsächlich von einer Instanz wie Gott, Jesus oder gar Satan ausgeht, die einem quasi in den Kopf gucken kann.

20.01.2020 21:50 • x 3 #29


polly75
Zitat von Dore:
Ich will hier niemanden Angst machen @orangia. Weil Ayano gläubig ist, finde ich biblische Antworten besser. Nichtgläubige machen Therapien, und finden dort ihre Antworten, mit denen sie vermutlich gut leben können. Gläubige sollten sich zur Problemlösung an der Bibel orientieren.Ich selbst wurde erst Mitte 40 gläubig, und durfte Heilung einer 40 Jahre andauernden chronischen Krankheit erfahren (ohne Hilfsmittel von außen - einfach so, von heute auf morgen).

Leider bekommt man oft genug mit, dass Menschen in div. Gemeinden oder von religiösen Vertretern unter Druck gesetzt werden und das sehe ich äußerst kritisch, gerade wenn ein Mensch sich schon selbst Probleme in dieser Richtung macht. Und mal ehrlich, an so einen Quatsch wie Satan glauben ja wohl selbst die wenigsten überzeugten Christen.

20.01.2020 21:54 • x 2 #30


Dore
Zitat von polly75:
Leider bekommt man oft genug mit, dass Menschen in div. Gemeinden oder von religiösen Vertretern unter Druck gesetzt werden und das sehe ich äußerst kritisch, gerade wenn ein Mensch sich schon selbst Probleme in dieser Richtung macht. Und mal ehrlich, an so einen Quatsch wie Satan glauben ja wohl selbst die wenigsten überzeugten Christen.


Ziemlich viel Unsinn in 2 Sätzen. Christen werden nicht unter Druck gesetzt. Von wem denn? Gott/Jesus übt jedenfalls kein Druck aus. Ganz im Gegenteil. Gerade Christen (Christ = Jesus Christus folgen) lesen die Bibel und glauben auch daran, dass sie wahr ist. Es gibt nun mal gut und böse - das wissen selbst Nichtchristen.

21.01.2020 18:33 • #31


polly75
Zitat von Dore:
Ziemlich viel Unsinn in 2 Sätzen. Christen werden nicht unter Druck gesetzt. Von wem denn? Gott/Jesus übt jedenfalls kein Druck aus. Ganz im Gegenteil. Gerade Christen (Christ = Jesus Christus folgen) lesen die Bibel und glauben auch daran, dass sie wahr ist. Es gibt nun mal gut und böse - das wissen selbst Nichtchristen.

Bist du wirklich so naiv? Natürlich gibt es sehr viele Menschen die im Namen Gottes andere moralisch und auch anders umter Druck setzen. Denk doch nur mal an die Missbrauchfälle, Homophobie, Bigotterie was Sexualität angeht usw.
Ich bin hier raus, ich bin der absolut festen Überzeugung, dass Gott ein Hirngespinst von Menschen ist, die mit ihrer eigenen Bedeutungslosigkeit und Sterblichkeit nicht zurecht kommen. Daher möchte ich persönlich hier gar nicht weiter diskutieren. Wem Glauben hilft, bitteschön.

21.01.2020 18:40 • x 5 #32


boomerine
Es ist zwar ein intressantes Themen, aber es gehen die Meinungen zu weit in der jetzigen Zeit auseinander.
Das soll jeder für sich selber entscheiden.

21.01.2020 18:50 • #33


polly75
Zitat von boomerine:
Es ist zwar ein intressantes Themen, aber es gehen die Meinungen zu weit in der jetzigen Zeit auseinander.Das soll jeder für sich selber entscheiden.

Ja, deswegen bin ich da auch jetzt raus, ich finde es nur erschreckend, wenn ich mitbekomme, dass religiöse Menschen unter den Zwängen die ihnen auferlegt werden, oder die sie sich selbst auferlegen, leiden.

21.01.2020 19:04 • x 4 #34


thecult03
Zitat von Ayano:
Nein ich glaub ja an Gott und an Jesus.Hab Angst davor schlimme Sachen über die beiden zu denken .Und seit ich das nicht denken will kommen diese Gedanken .


"Gott" hat dir die Möglichkeit gegeben dich frei zu entscheiden.

Du musst kein guter Mensch sein um Gott zu gefallen.
Ganz im Gegenteil!

Wir sind seine Spielwiese auf der er sich austoben kann.

Unsere Leiden sind sein Amüsement.

21.01.2020 23:12 • #35


Abendschein
Zitat von thecult03:
"Gott" hat dir die Möglichkeit gegeben dich frei zu entscheiden.Du musst kein guter Mensch sein um Gott zu gefallen.Ganz im Gegenteil!Wir sind seine Spielwiese auf der er sich austoben kann.Unsere Leiden sind sein Amüsement.


Das was Du unter Gott und Jesus verstehst, das ist ein völlig falsches Sinnbild.
Lies mal die Bibel oder andere Dinge über Jesus. Er möchte das es uns gut geht und nichts
anderes. Kopfschüttel.

21.01.2020 23:19 • x 1 #36


Vor allem schäm ich mich so für meine Gedanken.Und muss dann ständig dran denken.Bin dann irgendwie auf die Idee gekommen.Das ich ein Opfer bringen muss das mir Gott verzeiht.War immer total stolz auf meine blonden harre .Das ich dachte immer wen ich die blöden Gedanken habe ein Stückchen von meinen Haaren abzuschneiden .Sonst verzeiht mir Gott nie.Doch ich kann einfach mit den Haare schneiden nach meine Zwangsgedanken nicht aufhören.Ich weiß das es total blöd ist.Aber kann nicht damit aufhören.

23.01.2020 16:38 • #37


Zitat von Ayano:
Vor allem schäm ich mich so für meine Gedanken.Und muss dann ständig dran denken.Bin dann irgendwie auf die Idee gekommen.Das ich ein Opfer bringen muss das mir Gott verzeiht.War immer total stolz auf meine blonden harre .Das ich dachte immer wen ich die blöden Gedanken habe ein Stückchen von meinen Haaren abzuschneiden .Sonst verzeiht mir Gott nie.Doch ich kann einfach mit den Haare schneiden nach meine Zwangsgedanken nicht aufhören.Ich weiß das es total blöd ist.Aber kann nicht damit aufhören.


Hallo Ayano,
ich hab diesen Zwang auch. Es beruhigt mich Haare abzuschneiden.

Gibt es einen oder mehrere konkrete Auslöser für diese Ängste u Schuldgefühle (das man dir nicht verzeiht wenn du dich bestimmer Sünden schuldig machst ?).

Vielleicht religiöse Erziehung durch Menschen ?

In der Bibel stehen solche Botschaften nur im alten Testament das betrifft eigentlich eher Juden. Allerdings gibt es sehr konservative Christen die Angst vor dem zornigen Gott haben aus der Zeit von Moses (AT)

Jesus hat das alte Testament neu ausgelegt und Vergebung gepredigt. Für Christen ist der zornige Gott damit zu einem Gott der Gnade und Vergebung geworden.

Mach dir klar: diese Angst ist sehr alt stammt aus alten Vorstellungen älterer Generationen die Angst vor dem Gott aus Moses Zeit hatten.
Die Vorstellung einem oder mehreren Göttern etwas opfern zu müssen ist eigentlich heidnisch gab es schon vor der Bibel.

Die heute im Zeitalter der von Jesus befreiten Christen sind befreit müssen
nur eins tun: Jesus und Gott um Vergebung bitten wenn ihnen etwas auf der Seele liegt. kurz beten oder beichten.
Wer Gott um Gnade bittet bekommt Gnade.
Wenn du magst kannst du zusätzlich noch etwas Gutes tun (Nächstenliebe).

Das Wichtigste ist jedoch
dir selber ! gut zu tun: die goldene Regel
Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Gott würde nicht wollen dass du jemand die Haare abschneidest also musst du dir das auch nicht tun. verstehst du das?

Tu dir das was du denkst was auch deinem Nächsten gut täte.

Buchtipps : Niemand muss vollkommen sein (Reinhard Deichgräber)

das Buch hab ich zuhause, enthält Bibelweisheiten die mir mal sehr geholfen haben bzgl meiner eigenen Schuldgefühle.

Lies auch mal das neue Testament komplett und rede mit Telefonseelsorge oder einem modernen Seelsorger darüber.

23.01.2020 18:05 • x 1 #38


Schlaflose
Oh Mann, bin ich froh, dass ich Atheist bin und mich mit solchen Gedanken nicht herumquälen muss.

23.01.2020 18:10 • x 2 #39


polly75
Zitat von Schlaflose:
Oh Mann, bin ich froh, dass ich Atheist bin und mich mit solchen Gedanken nicht herumquälen muss.

Aber echt.

23.01.2020 18:14 • #40




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