Hi,
ich selbst habe zwar keine Sozialphobie, doch meine beste Freundin leidet darunter, und zwar schon seit dem Kindergarten. Vor kurzem ist sie 18 geworden und ihre Depressionen sind so schlimm geworden, daß sie sich endlich entschlossen hat zu einem Neurologen/Psychologen zu gehen. Doch mitlerweile bezweifle ich die Behandlungsmethode dieses Arztes, da die Sitzungen nur max. 5 Minuten gehen und sie auch nur alle 4 Wochen stattfinden. Medikamentöse Behandlung ist das einzige was zur Zeit wirklich an Behandlung da ist. Ich brauche so viel Informationen wie möglich und wäre über einem Austausch mit einem Fachmann sehr dankbar.

03.07.2000 18:29 • 06.07.2000 #1


1 Antworten ↓

Hallo Frank.

Ich bin zwar wohl kein Fachmann, aber eine Sitzung über 5 Minuten alle 4 Wochen kann nur ein Witz sein.
Das sind typisch Psychiater, die sich keine Zeit nehmen, nur Medikamente verschreiben und zur Kontrolle die Patienten alle paar Wochen einmal vorbeikommen lassen.

Ich kann deiner Freundin nur empfehlen, einen 'richtigen' Psychologen aufzusuchen. In der Regel findet einmal in der Woche eine 45 minütige Sitzung statt.

Vom dem Neurologen sind sicher keine Empfehlungen zu erwarten, sonst hätte er sie bestimmt schon an einen Fachmann überwiesen.

Die Suche nach dem richtigen Psychologen ist eines der schwersten Dinge im Laufe der Therapie, nach meinen Erfahrungen. Die Chemie muss einfach stimmen. Glückerlicherweise kann man heutzutage direkt zu einem Diplom-Psychologen gehen. Die ersten 5 'Test'-Sitzungen können immer direkt mit der Kasse abgerechnet werden, wenn ich richtig informiert bin.

Ich wünsche Deiner Freundin alles Gute!

Grüße,

psychic

PS: Ich finde es übrigens klasse, dass Du ihr hilfst und Dich informierst über die Thematik. Damit, dass Du Verständnis für ihre Probleme zeigst und sie mit Dir darüber reden kann, hilfst Du Ihr ungemein!

06.07.2000 20:28 • #2





Dr. Reinhard Pichler