hi simi,

ich habe Deine Erfahrungen mit seroxat gelesen und sie machen mir mut. Obwhl ich noch ganz am Anfang stehe un dabei völlig neben mir, will ich es wagen meine Angsattaken loszuwerden und die Lebensfreude zurückzugewinnen. Eigentlich hat alles ganz harmlos angefangen - ich stehe voll im Leben und hatte mir eingebildet alles sei ok. Doch nach einem,
nach meinen Bedürfnissen ausgerichteten und harmonischen Urlaub mit meiner Familie und der Familie meiner Schwester, wie jedes Jahr - stürzte ich mich wieder in die Arbeit voller Elan und Tatendrang, wie man so schön sagt. Doch zunehmens schwand mein Selbstvertrauen, getroffene Entscheidungen stellte ich in Frage und zog mich als unverstanden und oft beleidigt immer mehr von anderen zurück. Ein enormer Kraftaufwand zwischen dem nichtsanmerken zu lassen und ein wahrer Selbstbetrug.
Ich füllte mein Leben mit Action, vermehr Sport und nie ruhende Tage aus,
um abzuschalten und das Jahr irgenwie schnell zu beenden, denn im neuen gehe ich alles ruhiger an. Aber sowweit kam ich garnicht - ich glitt immer mehr in tiefes schwarze Loch und fand einfach keinen Halt, die Abstände zwischen himmelhochjauchzen und zu tiefst betrübt wurden immer geringer und die Angstzustände immer größer. Plötzlich hatte ich nach all den Jahren das Gefühl ich könne nichts mehr entscheiden, ich kontrollierte mich ständig und öfter selbst, was mich weder vorwärts brachte noch beruhigte.
Meine Familie lebte nur noch neben mir her und war mir immer öfter läßtig und dies quälte mich erneut und brachte neue Ängste hervor. Nach der hoffnungsvollen Einnahme von Johannespräperaten über 4 Wochen, die mich weder stabilisierten noch mir die Ängste nahmen, entschloß ich mich nach zunehmend stärker werdenden Weinkrämpfen mit Versagensängsten
der Empfehlung meines Hausarzt zur Einnahme von seroxat zu folgen. Die Nebenwirkungen schreckten mich ab und konnten trotz gespräch nicht ausgeräumt werden. Aber so kann es nicht weitergehen. ich hoffe mit seroxat und einer begleitenden Therapie beim Psychologen meine Ängste zu verlieren und zum sogenannten normalen Leben un vor allem zu meiner Familie zurückzukehren.

03.02.2004 13:39 • 03.02.2004 #1




Dr. Reinhard Pichler