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Es ist erstaunlich,wie weit die Wissenschaft bei der Erklärung der Welt gekommen ist.Erschreckend weit.
Der Erkenntnisgewinn des Homo sapiens in ein paar zehntausend oder hunderttausend Jahren ist gigantisch.In erdgeschichtlich winzigen Zeiträumen hat es der Mensch vom Faustkeil zur Atomphysik gebracht.
Hielten unsere fernen Vorfahren den Sternenhimmel noch für die nächtlichen Lagerfeuer anderer Clans,kennen wir heute "Schwarze Löcher","Pulsare" und "Supernova"-Explosionen.
Und auch in den Gebieten der Medizin,der Technik,der Genetik und der Biochemie wachsen die Erkenntnisse mit exponentialer Geschwindigkeit und ein Ende ist nicht in Sicht.
Wir sind in der Lage ausgestorbene Tierarten zu rekonstruieren und virtuell wieder zum Leben zu erwecken.Und auch dabei wird es nicht bleiben.Ich gehe jede Wette ein,dass bald ausgestorbene Tiere ,wie das Mammut oder der Beutelwolf wieder auf der Bildfläche erscheinen werden.
Das alles hat der "*beep* Affe"Mensch in vergleichbar kurzer Zeit erreicht.Gegen massive Widerstände,gegen empfindliche Kränkungen der menschlichen Eigenliebe..................die Erde ist nicht das Zentrum,um das sich die Sonne dreht(Galilei),wir sind nicht die Krone der Schöpfung(Darwin) und wir sind nicht einmal "Herr im eigenen Haus"(Freud).
Sehr respektable Ergebnisse,immerhin!
Aber wesentliche Fragen bleiben weiter unbeantwortet:
Warum gibt es mich?Was hat es mit meiner Existenz auf sich?Wie kann ich mir selber treu bleiben angesichts all der Verneinungen,die mir begegnen?
Wo finde ich die Perspektive über den Tod hinaus,die ich brauche,um die paar Jahrzehnte auf der Erde richtig zu leben ?
Ist mein ganzes Handeln sowieso nur wertlos und unwichtig?
Darauf sollte Religion antworten.
15.07.2017 20:34 •
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