toller Beitrag, danke, Petrus!
ich bin ja sehr lange mit allerlei Tabletten behandelt worden. Und irgendwann fragt man sich dann bei Mitpatienten und gut gefüllten Wartezimmern und nicht zuletzt auch bei anderen Mitgliedern im Forum hier: wenn die Medikamente sooo gut und überhaupt wirken, warum quälen sich dann so viele Menschen über Jahrzehnte mit ihren Ängsten, Depressionen, Zwagsstörungen? Theoretisch müßte das doch mit den Unmengen von Präparaten und Tonnen von Pillen, die geschluckt werden dann erledigt sein.

ist es aber nicht, im Gegenteil, was ich mit bekommen habe, wie viele Leute hochdosierte Medikamente bekommen.... und wie geht es denen real ? nicht nur, dass die Nebenwirkungen noch dazu kommen, was noch zu verschmerzen wäre... oft ist es doch nicht mehr als ein Placebo für den Patienten UND den Arzt. Ich wünschte es wäre so einfach, wie es uns Mediziner und die Pharmaindustrie Jahrzehnte weiß machen wollten... "Pille rein... und gut is..." aber nichts ist gut

man quält sich Jahre rum und eine wirkliche medizinische Hoffnung, geschweige denn Heilung, ist nicht in Sicht, im Gegenteil, die Forschung hat uns auch so gut wie aufgegeben, die paar neu zugelassenen Medikamente beruhen immer noch auf den Wirkprinzipien (Neurodramsmitter, Noradrenalin, Dopamin, Serotonin und wie das alles so schön heißt) der 50er Jahre. die Nebenwirkungen sind nur geringer. Wenn nicht schon an der eigenen Erkrankung, könnte man schon allein daran verzweifeln
