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M

marai60
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hallo

was sagt ihr zu dem neuen papst? ich finde ihn sympatisch!
ich finde, es war gestern spannend.
hätte nichts gegen einen "schwarzen" papst gehabt.
das er gegen die homo-ehe ist, ist okay.

ich wünsch ihm viel kraft.

lg

13.04.2013 #1


88 Antworten ↓
crazy030

crazy030
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Zitat von Chiaries:
gleichgeschlechtlich ist seit 1991 aus dem ICD-10 raus:

http://www.presseoase.de/index.php/2009 ... rkrankung/
Hast du dich damit eigentlich mal näher befasst oder schnappst du nur in Google Links aus, die du dann mehr oder weniger fehlinterpretierst?

Dir ist aber schon klar, der Text in obigem Link meint nicht gleichgeschlechtlich generell als Krankheit, sondern gleichgeschlechtlich im Bereich Psychiatrie, wenn in der Vergangenheit (Kindheit z.B.) vielleicht bestimmte Erlebnisse geschehen sind, wie etwa Missbrauch. Und nur dann!

Und auch nur, wenn der Patient über dieses traumatische Erlebnis in psychiatrische Hilfe kommt. Die gelebte sexuelle Orientierung spielt hier erstmal keine Rolle. Und an dem Punkt ist es doch auch kein Problem. Nur trifft das auch nicht auf mehr oder weniger Homos zu, als es bei Heteros der Fall ist. Letztlich sind Missbrauchsfälle oder andere traumatische Erlebnisse, so schlimm sie sind, ja nicht die große Masse der Bevölkerung.

Auf Seiten wie der obige Link wird es leider all zu oft falsch dargestellt, warum auch immer. Da werden Sachen völlig aus dem Zusammenhang gerissen. 90% der Seiten im Netz zu Thema X sind Mist und nicht jeder erkennt das oder ist fähig, die brauchbaren 10% rauszufiltern.

Die in obigem Link genannte Dr. Lieselotte Mahler vertritt nämlich definitiv nicht die Auffassung, gleichgeschlechtlich sei generell und immer erstmal eine Krankheit. Auch dieses "häufig" in der Überschrift in obigem Link ist Phantasie.

Referat aus obigem Link und Dr. Lieselotte Mahler:

http://www.dgppn.de/dgppn/struktur/refe ... erung.html

Von "gleichgeschlechtlich generell Krankheit" steht dort nichts. Und über die Seite gelangt man dann in dem Zusammenhang auch auf eine Erklärung vom Berufsverband deutscher Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie:

Zitat:
Der Berufsverband deutscher Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie nimmt deshalb zur öffentlichen Diskussion um „Konversionstherapien“ oder „reparative Therapien“ bei gleichgeschlechtlich wie folgt Stellung:

• gleichgeschlechtlich ist keine Krankheit, sondern eine häufige Form menschlichen Zusammenlebens und bedarf keiner Therapie
• Der Ausdruck „reparative Therapie“ suggeriert fälschlicherweise eine vorherige Fehlfunktion, die korrigiert werden soll
• Psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlungsansätze sind nicht die gleichgeschlechtlich als solche, sondern die Konflikte, die mit der gleichgeschlechtlich in Verbindung mit religiösen, gesellschaftlichen und internalisierten Normen entstehen
• Therapeutische Ziele sind in erster Linie die Prävention psychiatrischer Folgeerkrankungen wie Depressivität und Suizidalität sowie die Stabilisierung des Selbstbildes unter Berücksichtigung der individuellen Lebensumstände und der Bedürfnisse des Betroffenen und seiner Familie.
• Haben gleichgeschlechtlich lebende Menschen psychische Erkrankungen, so sind diese unabhängig von der gleichgeschlechtlich zu diagnostizieren und zu behandeln.

http://www.neurologen-und-psychiater-im ... xualit%E4t

Zitat von Chiaries:
Die Bezeichnung "Krankheit" gibt es schon lange nicht mehr, sie wurde duch den Begriff "Störung" ersetzt.

gleichgeschlechtlich ist auch keine Störung.
Zitat von Chiaries:
Auch geht es der Ursachenforschung nicht um eine Diskriminierung, sondern um eine mögliche Prävention, weil gleichgeschlechtlich mit hohem Leidensdruck verbunden ist, und das nicht nur während der Kindheit der Betroffenen.

Wie kommst du nur auf diesen Unsinn? Wie viele gleichgeschlechtlich und Lesben kennst du denn? Das ist wirklich totaler Käse, glaub mir.

Natürlich gibt es bei einigen bis zum Outing einen gewissen Leidensdruck. Aber den ändert man nicht, indem man sich quasi mit Gewalt "umerzieht", weil das bringt nichts. Wie ich schon in einem anderen Zitat schrieb:
Zitat:
So gibt es bisher keine wissenschaftlich validen Nachweise für die Wirksamkeit derartiger Therapien, während andererseits negative und schädliche Effekte der Behandlungen auf die therapierten Personen nachgewiesen wurden. Zu diesen zählen neben Ängsten u.a. soziale Isolation, Depressionen und erhöhte Suizidalität.


Soll ich dir sagen, wie man den Leidensdruck der z.T. jungen Menschen bessern kann, wenn die merken, sie sind "anders"? Indem Leute wie du mal aufhören, die Gesellschaft aufzuhetzen und so eine menschenverachtende Stimmung zu verbreiten. Das wäre ein Weg! Aber genau das begreifst du nicht.

Du bist doch nicht mal in der Lage, die einfachsten Fragen zu beantworten, die schon gestellt wurden. So z.B., was stört dich daran, was tun dir gleichgeschlechtlich oder Lesben, nehmen sie dir was weg, schränken sie dich in deiner Lebensführung ein oder was auch immer? Wo liegt dein eigentliches Problem?
Zitat von Chiaries:
Und hier ist etwa die ganze Geschichte des Verschwindens der päd. und gleichgeschlechtlich aus dem DSM-IV:
Auch wieder so eine Sache. Da wird mal einfach gleichgeschlechtlich mit päd. in einen Topf geworfen. Weisste, bei dir kann man wirklich nur noch mit dem Kopf schütteln. Ich bin mir noch nicht sicher, aber irgendwie kannst du mir fast leid tun.

Da kannst du noch so viele unseriöse Links posten oder Autoren (Bücher) zitieren, die keine Bedeutung haben in unserer Wissenschaftswelt, es macht es nicht besser.

Berlin hat 3.5 Mio. Einwohner, die Hälfte davon Singles (der Erwachsenen). Geschätzte 1-2% Homos. Also eine große Masse Hetero-Singles. Viele pop. sich durch die Gegend, die Puffs und Partnerwechsler Clubs sind überlaufen, veile wollen keine Kinder. Wie passt das denn in deine tolle, christliche Welt? Aber du machst lieber aus den paar Homos ein mega Problem, als wenn die dir nach dem Leben trachten. Lächerlich, wirklich!

Weisste, wie viele Gewalttaten und Übergriffe es auch bei uns noch gegen gleichgeschlechtlich und Lesben gibt, bis hin zu Morden? Die Jahresberichte für Berlin kann man sich hier laden. Es ist erschreckend!

http://www.maneo.de/infopool/dokumentationen.html

Leute, die so ticken wie du, genau das ist das Übel! In meinen Augen singst du genau in dem Lied mit. Ohne Leute wie dich würde es vielleicht ein paar weniger Selbstmorde unter Jugendlichen geben wenn die merken, sie sind homo.

Mehr kann ich dazu nicht mehr sagen. Reicht auch. Nur noch so viel. Mich regt das so auf, weil es mir genau so ging damals! Weil ich meinte, man MUSS so oder sein. Aus Angst hab ich mich quasi gezwungen, hab mit 19 die Erstbeste geheiratet und obwohl ich schon mit 15/16 sicher wusste, was los ist. Man merkte mir nichts an und irgendwie funktionierte auch alles. Ein Konstrukt von Lügen!

Nun gehöre ich nicht zu den Menschen, die sich ewig und gegen ihren inneren Willen zu was zwingen. Mit 19 war ich da noch naiv und dachte, es geht schon alles. Geht aber nicht! Oder man zerbricht daran. Es ist nichts anderes, als würde man einen Hetero zwingen oder er sich selbst, mit dem gleichen Geschlecht eine Beziehung zu haben, auch sexuell. Das kann NICHT gesund sein und DAS macht psychisch krank, nicht aber die eigentliche Orientierung.

Mit 24 hab ich einen Studenten kennengelernt und nicht, wie viele andere mir bekannte Leute, das dann erstmal Jahre "durchgezogen", heimlich, nein, nach 3 Wochen schon hab ich die Ehe beendet. Mitten im Hausbau (wurde später verkauft). Und es war gut so! Meine Frau erlitt zwar einen Zusammenbruch und musste ins Krankenhaus, sie hatte auch lange dran zu knabbern, aber letztlich war es besser so. Kinder hatten wir keine, aber sie ist schon lange wieder verheiratet, wieder Haus, 2 Kinder und sie ist glücklich! Weil das hat sie verdient, eine gute Ehe mit einem heterosexuellen Mann.

Aber das kann man sich alles sparen, wenn man gleich so lebt, wie es sein soll und wenn es bei ner Frau eine Frau sein soll, dann soll es so sein.

Ich hatte bis heute mit tausenden gleichgeschlechtlich und Lesben zu tun, allein schon wegen mehreren Jobs in der Berliner Homoszene (Barkeeper in Clubs und Discos, Geschäftsführung, Beratungsstellen etc.) und ich kann dir nur sagen, wenn du meinst, viele sind unglücklich, unzufrieden oder wäre lieber Heteros, dann liegst du voll daneben. Wirklich. Das ist kein Spruch, sondern totale Realität. Glaub mir, die Masse der Homos ist ein zufriedenes und glückliches Völkchen.

Ich hab etliche Heteros im Bekanntenkreis, viele alleinstehende Frauen, meine Nachbarin mit über 70, ihre Mutter wohnt gegenüber, die ist 92, wir haben viel Kontakt, ich helfe da oft. Jeden Tag bin ich auf dem Hundeplatz, nur Heteros, alle Altersklassen. Keiner hat mit mir ein Problem, alle wissen bescheid und das ist echt, denn sonst würde man mich kaum einladen oder besuchen, Kontakt halten. Vielleicht liegt es auch an der Stadt Berlin oder den jeweiligen Leuten, auch an mir, keine Ahnung.

Jedenfalls ist es weniger ein Problem, als viele denken und aus heutiger Sicht kann ich nur sagen, lebt, wie ihr leben wollt.

So zu tun, als müsse man den Homos helfen, sie heilen, weil sie fühlen sich alle so mies, also so kann man nur denken, wenn man mit der Materie nicht mal ansatzweise was zu tun hat.

Ende.

13.04.2013 02:28 • #85


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A


Neuer papst

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Z

zuiop
Gast

Ich hab ja lange überlegt, ob ich überhaupt antworte, aber vielleicht sollte ich doch mal meine Insider-Position einbringen.

Ich nehme mal Crazys letzen beiden Postings über meinem als Grundlage, die wahrscheinlich als Basis die zahlreichen TV-Diskussionen und reißerischen Presseartikel der letzten Wochen haben.

Zitat von crazy030:
Also mal so allgemein, weil mir da auch schon lange viel durch den Kopf geht. Vor 2 Wochen sagte Jürgen Domian in der TV Sendung "hart aber fair", es ist doch eigentlich ein Witz, wenn im Jahr 2013 überhaupt noch über z.B. Kond. geredet wird. Und so weiter.


Da hast du absolut recht Crazy. Allerdings haben diese TV-Sendungen ganz bewusst auf Extreme gesetzt, indem sie z.B. Gäste geladen haben, die die ultra-konservative, aber keineswegs die Mehrheits-Meinung in der Kirche vertreten haben, indem sie als Vertreter von "der Kirche" ausschließlich römisch-katholische Christen (die sind optisch nämlich so schön erkennbar, am besten in Ordenstracht) geladen haben oder in dem sie Extremst-Beispiele anführten, wie der Fall der bemittleidenswerten vergewaltigten Frau in Köln. Wo letztlich eine unerfahrene junge Ärztin in vorauseilendem Gehorsam eine längst legitimierte Behandlung ablehnte.

Ich würde mir von den ganzen Medien-Machern etwas mehr Seriosität wünschen. Scheinbar sind ARD und ZDF auch nur noch auf Quote aus und setzen längst nicht mehr auf gründliche Recherche und Ausgewogenheit.

Zitat:
Und so ist es auch. Was bitte ist das eigentlich alles für ein Mist? Wo leben wir?

Der Kirche wird teilweise eine Bedeutung angedichtet, die sie eigentlich nicht hat. In Deutschland hat die Kirche keine politische Macht, keine Staatsgewalt, Kirche und Staat sind getrennt. Trotzdem, ob bei Homo Ehe, Abtreibung, Adoptionsrecht, PID (Präimplantationsdiagnostik), Kond. und so weiter, ständig gibt es Diskussionen mit der Kirche. In jeder politischen Talkshow (Plasberg, Will, Jauch, Beckmann, Illner, Maischberger etc.) waren das gerade die letzten Monate mehrfach Themen, wo Politiker mit Kirchenvertretern u.a. diskutierten. In meinen Augen ist das der totale Humbug! Nun ist das zwar von Bundesland zu Bundesland sehr verschieden, aber die Religionszugehörigkeit (evang., kath. zusammen) liegt in Berlin bei gerade mal um die 25%! Berlin hat 3.5 Mio. Einwohner, davon sind 75% in keiner Kirche, also 3/4, was eine deutliche Mehrheit ist. Trotzdem wird man zugeduselt, als wenn die Kirche das totale Sagen hat. Blödsinn. Die Masse interessiert es nicht.


Crazy, auch wenn Berlin die Bundeshauptstadt ist, ist es nicht repräsentativ für die bundesdeutsche Gesellschaft. Noch gehören in dieser knapp 60 Mio. der Bundesbürger einer der großen Konfessionen an. Außerdem werden in den Berliner Statistiken die Muslime nicht mitgezählt, die einen nicht zu vernachlässigenden Anteil der Berliner Bevölkerung ausmachen. Und du bist auch nicht repräsentativ für die Masse.
Ich denke, die Medien würden bzgl. Papstwahl nicht so einen Aufwand fahren, wenn es die Masse nicht interessieren würde. Es interessiert die Masse allerdings nicht so, wie Kirche sich das wünschen würde. Mir wären ein paar stille Gottesdienstbesucher mehr und ein paar schreiende Schlagzeilen weniger lieber.

Darüberhinaus unterschätzt du die Bedeutung der Kirche. Die beiden Großkirchen in Deutschland sind z.B. der zweitgrößte Arbeitgeber und neben dem Staat der größte Grundbesitzer (auf den meisten Grundstücken stehen Kirchen oder andere Gemeindegebäude, ehe wieder alles schreit: Verkaufen und den Armen schenken). Die Kirchen beanspruchen aber sehr viel seltener ein Mitspracherecht, als es z.B. die Gewerkschaften tun, die sehr viel weniger Menschen repräsentieren.



Zitat:
Was ich mich immer häufiger frage, warum man nicht einfach mal die Möglichkeit der Volksabstimmung belebt. Jahre und Jahrzehnte wird hier über Sachen diskutiert, die doch ganz leicht klärbar wären. Würde man z.B. eine Volksabstimmung zum Thema Homo Ehe und Gleichstellung machen, Abtreibung (die Frau kann allein entscheiden), PID und so weiter, ich bin mir absolut sicher, die Masse wäre dafür und damit hätten sich diese ermüdenden Diskussionen endlich mal erledigt.


Das ist ein Problem der Politik, nicht der Kirchen. Meine Landeskirche ist z.B. Basisdemokratisch aufgebaut. Bei uns wurde die Homo-Segnung schon ins Kirchenrecht aufgenommen, als sich die Politik noch lange nicht damit beschäftigte und weder Wowereit noch Westerwelle sich geoutet hatten.
Allerdings sollte man nicht denken, dass unsere Gesellschaft durch Volksabstimmungen freier und liberaler im Denken würde. Am Beispiel Schweiz kann man sehen, dass dort eher die Konservativen bei solchen Abstimmungen davon ziehen. Denn man sollte eins nicht unterschätzen, beim derzeitigen System, das auch vom Image des jeweiligen Volksvertreters lebt, wird ein enormer Druck durch die Political Correctness ausgeübt. Man will ja schließlich modern und aufgeschlossen sein, selbst in der CSU. Wenn nun statt des gewählten Volksvertreters, der Bürger selbst abstimmen würde, ist der Druck der Political Correctness nicht mehr gegeben, da die Meinung und die Wahl ja geheim bleibt.

Zitat von crazy030:
Die Ungeheuerlichkeit liegt für mich auch noch woanders und das kam ja gerade in den etlichen Berichten (TV, Presse) mal so richtig ans Tageslicht.

Fast alle kirchlichen Krankenhäuser (u.ä.), Bildungseinrichtungen, Kindergärten und mehr, in allen Einrichtungen hat die Kirche 100% das Sagen und der unglaubliche Witz, die große Masse wird aber vom Staat bezahlt und nicht selten zu 90-100%. Oder stark bezuschusst. Reinreden lässt sich aber die Kirche nicht. Da wird z.B. eine Klinik 100% vom Staat finanziert (und damit auch von vielen Menschen, Steuerzahler, die keiner Religion angehören), aber die Regeln macht dort die Kirche, oberster Dienstherr ist der Bischof o.ä. Das ist eigentlich unglaublich.

Manchmal frage ich mich ernsthaft, ob die Politik hier nur noch *beep* der Wirtschaft und der Kirche ist. Das kann es alles nicht sein.


Das, was du hier so empört äußerst, ist zwar faktisch richtig, aber in seiner Deutung grundfalsch. Zum einen gilt das für jeden freien Träger. Auch das Rote Kreuz, die Arbeiterwohlfahrt und wer immer sonst noch Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen in Deutschland betreibt, wird dafür vom Staat bzw. von den Krankenkassen bezahlt, auch Privatfirmen. Während letztere eindeutig Profitorientiert sind, sind es die Träger der Wohlfahrt - und zu denen zählen auch die Kirchen - nicht. Es ist zumindest bei den Einrichtungen der evangelischen Kirche keine Gewinnmaximierung angepeilt, sondern man setzt auf ausgeglichene Zahlen. Anders als bei den freien Wohlfahrtsträgern bedeutet das aber bei Kirchens immer ein Minusgeschäft, denn Kirche steuert immer auch Geld bei. Im Falle des zu meiner Gemeinde gehörigen Kindergartens sind es z.B. 15% der Kosten, dazu eine Teilzeit Bürokraft, Fortbildungen der Mitarbeiterinnen und meine Wenigkeit, die auch ungefähr einen Arbeitstag pro Woche für die Leitung, religionspädagogische Fortbildung, Arbeit mit und Seelsorge an den Kindern und ihren Familien aufbringt.

Es ist in der Tat so, dass die Kirche in ihren Einrichtungen das Sagen hat, so wie das DRK in ihren oder die AWO in ihren. Statt in einer Art Reflex sofort auf die Kirche einzudreschen, wenn Kirche und Geld in einem Zusammenhang genannt sind, sollte man erst einmal überlegen. Der Staat kauft bei den Wohlfahrtsverbänden eine Dienstleistung ein, die er selbst nicht erbringen kann oder will. Mal angenommen deine Kommune kauft bei einem Reinigungsunternehmen die Dienstleistung ein, die Stadtverwaltung zu putzen. Hat dann die Kommune beim beauftragten Dienstleistungsunternehmen ein Mitspracherecht bei der Einstellung der Putz- und Verwaltungskräfte, kann vorchreiben nach welcher Methode und mit welchen Reinigungsmitteln geputzt wird, was die Mitarbeiter verdienen etc. Ich denke nicht. Das erstaunliche bei den bösen, bösen, bösen Kirchen ist aber, dass wir das - anders als die anderen Wohlfahrtsverbände - gewähren. Bzgl. unseres kirchlichen Kindergartens sitzen immer auch gewählte Volksvertreter mit am Tisch, außerdem auch noch Kindergartenleitung und Elternvertreter.

16.03.2013 16:02 • #32


Zum Beitrag im Thema ↓


R
Ja, spannend war´s. Auch die relative Ruhe nach der Verkündung des Namens. Als wenn alle Leute auf dem Petersplatz erst überlegen müssten-wer das ist. Natürlich bis auf die aus Südamerika.

#2


Schlaflose
Meinetwegen könnte man den Papst und und alles, was mit Kirche und Religion zu tun hat, abschaffen.

#3


Peppermint
Finde ich nicht ok das er gegen die homo ehe ist .....aber was will man erwarten ,die katholische Kirche hat eh veralterte Ansichten...

Finde ihn aber auch sympathisch ....ein netter alter Mann.... gähnen

Und neue Smilies ich Fass es nicht ....super kichern

#4


P
Ich habe mit der Kirche auch nicht viel am Hut. Finde den neuen Papst im Vergleich zu den letzten beiden aber auf den ersten Blick auch sehr sympathisch. Endlich mal einer, der noch nicht wie Espenlaub zittert und bei dem man denkt, dass er im nächsten Moment tot umfällt.

#5


E
Ich hab mit der Kirche auch nix am Hut, aber ich finds schad, dass wir keinen bayrischen Papst mehr haben. Sad
Ansonsten find ich sind das immer sooo alte Knacker wo man denkt... lohnt das eigentlich noch. Sorry ist nicht so bös gemeint wie es vielleicht klingt Wink

#6


Schlaflose
Zitat von Coonie:
Ansonsten find ich sind das immer sooo alte Knacker wo man denkt... lohnt das eigentlich noch


Das machen die extra, damit so viele wie möglich noch drankommen.

#7


P
Dieser hier sieht für 76 oder 77 noch sehr fit aus muss ich sagen. Den hätte ich jünger geschätzt.

#8


E
ich hab heute morgen im Radio gehört er sei 86

#9


P
Nein. Der soll 76 oder 77 sein. Habe ich gestern bei ntv gesehen.

#10


E
ah ok, naja dann isser ja noch verhältnismäßig "jung" Mr. Green

#11


P
Taufrisch sozusagen. Der, der den Namen verkündet hat, sah allerdings aus, als würde er im nächsten Moment das Zeitliche segnen.

#12


M
Zitat von pumuckl:
Taufrisch sozusagen. Der, der den Namen verkündet hat, sah allerdings aus, als würde er im nächsten Moment das Zeitliche segnen.


Jahaaaa,das hab ich mir auch gedacht.... breites grinsen

#13


R
Zitat von MitSouKo63:
Zitat von pumuckl:
Taufrisch sozusagen. Der, der den Namen verkündet hat, sah allerdings aus, als würde er im nächsten Moment das Zeitliche segnen.


Jahaaaa,das hab ich mir auch gedacht.... breites grinsen



Ja, dass sah echt übel aus. Den haben sie dann sofort nach hinten gebracht.

#14


R
Zitat von Peppermint:
Finde ich nicht ok das er gegen die homo ehe ist .....aber was will man erwarten ,die katholische Kirche hat eh veralterte Ansichten...

Finde ihn aber auch sympathisch ....ein netter alter Mann.... gähnen

Und neue Smilies ich Fass es nicht ....super kichern



Er ist nicht nur gegen die Homo- Ehe, auch gegen Abtreibung. Das sollte man schon jeder Frau selbst überlassen.
Wie du schon richtig schreibst: Was will man erwarten?

#15


crazy030
Zitat von marai60:

was sagt ihr zu dem neuen papst? ich finde ihn sympatisch!
Nun ja, ob sympathisch finden reicht? Bisher hatte er Ansichten, für die die Kirche immer mehr kritisiert wird. Ich befürchte, auch mit diesem Papst tendiert die Kirche eher zu Zeiten wie vor 300 Jahren.

#16


R
Im Netz steht heute, dass der Papst bei seinen ersten "Auftritten" von Scharfschützen bewacht wird. Einer schrieb in seinem Kommentar:
Hat er kein Vertrauen in seinen Herrn?

#17

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novemberrain
Zitat von pumuckl:
Endlich mal einer, der noch nicht wie Espenlaub zittert und bei dem man denkt, dass er im nächsten Moment tot umfällt.


kichern

#18


novemberrain
Zitat von pumuckl:
Der, der den Namen verkündet hat, sah allerdings aus, als würde er im nächsten Moment das Zeitliche segnen.


Mr. Green

#19


T
Ich finde die Aussagen in diesem Thread zum großen Teil sehr daneben und verletztend...

Mir geht die Art wie im Internet Menschen schreiben zunehmend sehr auf die Nerven. Menschen werden beleidigt, belächelt, beurteilt oder sarkastisch beurteilt. Menschen die zumeist so gut wie nichts über den Glauben wissen weil es sie null interessiert geben ihre Ansichten kund. Die belaufen sich dann auf Pille, Zöllibat, Homo Ehe und dergleichen.
Als nächstes kommen dann geschichtliche Vorwürfe, Hexenverbrennung und was es da sonst noch alles schlimmes gab.
Die Menschen fühlen sich Christen weit überlegen, klüger und packen sie gerne in Schubladen.
Niemand würde z.B. so über den Dalai Lama schreiben wie hier manche über den neuen Papst.

Jeder Mensch hat die Freiheit sich zu entscheiden "Gott ist da" oder sich zu entscheiden nicht zu glauben. Es kann ja auch jeder frei entscheiden welche Konfession ihm gefällt oder vielleicht keine.

Aber unter Menschen könnte man doch Achtung vor dem jeweils anderen haben, auch vor älteren Menschen und auch Achtung vor dem Glauben anderer Menschen. Ich finde es ein total enges Denken wenn Menschen die Kirche ab schaffen wollen, dass sind alles Menschen...

Ich schreibe hier sowieso nicht mehr in dem Forum, ich mag das ganze nicht mehr und wünsche euch alles Gute.

#20


A


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