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Azure
Mitglied
Zitat von Azure:Das Psychic-Team begründet die Änderungen ja allgemein auch damit, dass Themen allgemeiner formuliert werden, um zu helfen, die Themen besser [ z.B. per Suchmaschine] zu finden und einen Themenbezug zu erstellen. ( ) ]
• #401
Feuerschale
Mitglied
Zitat von Cbrastreifen:Geduldige Erklärbären sind immer so lange lieb, wie man artig Fragen stellt und ihre Kompetenz nicht anzweifelt. Geschieht das nicht, kommen anderen Seiten an ihnen zum Vorschein. Wenn Papa narzisstisch ist und böse wird ... manche kennen das.
Zitat von Cbrastreifen:Du meinst von anderen, außerhalb der Selbsthilfe Szene?
Zitat von Cbrastreifen:dass Rechte, aber auch Rekrutierer von Islamisten gute Sozialarbeiter sind. Kümmerer eben. Die wissen, wie es geht und jemanden aufwertet. Da man das weiß (dass die es wissen), frage ich mich, warum man sich nicht selbst um die gefährdeten Menschen kümmert.
Zitat von Cbrastreifen:Der andere Punkt ist halt, dass man jemandem der hungert schlecht sagen kann, er solle mal besser für sich sorgen, er würde vielleicht gerne, aber es fehlt an allen Ecken.
Und freiwilliger Verzicht ist etwas anderes, als erzwungener.
Zitat von Cbrastreifen:Und für die wiederum gilt auch nicht nur, dass man sie mit Geld zuschütten muss, sondern Bildung ist ein wichtiger Punkt. Auch hier nichts, was einfach schwarz oder weiß wäre.
Zitat von Cbrastreifen:Bis dahn bestellt man halt beim Universum.
Zitat von Cbrastreifen:Das Verhältnis von sogenannter innerer und äußerer Welt und die Gewichtung und Einstellung dazu.
Das fängt bereits dann an schwierig zu werden, wenn man der Frage, was denn nun eigentlich genau - und aus welchen Gründen - innen und außen ist, nachgeht.
Wenn man die 'ist doch ganz einfach: Baum draußen, Gedanken drinnen' Phase mal hinter sich hat
Zitat von Cbrastreifen:Auch Philosophen trauen sich das heute wieder zu formulieren, sehr schön machte das Wolfram Eilenberger, der sich mit seiner Heldin Simone Weil jemanden rausgesucht hat, die linke Revolutionärin und Mysterikerin in einem war.
Zitat von Cbrastreifen:dass die Frage, ob die Dinge, die Weil erlebte, angesichts ihrer Biographie (chronische Schmerzen und mehr) nicht irgendwie verständlich wären, so inadäquat, angesichts der subjektiven Wucht ihrer Erlebnisse wären, dass sie sich im Grunde verbieten.
Das gilt nicht nur für die Erlebnisse von Weil und zu dieser Schlussfolgerung - der immens Inadäquatheit - kommt nicht nur Eilenberger.
• x 2 #402
x 3
Cbrastreifen
Mitglied
Zitat von Feuerschale:Und mein Charakter entspricht auch nicht dem Hochjubeln.
Zitat von Feuerschale:Nee die interne Organisation und die Wortführer waren aus der linken Ecke.
Und da war mehr Rechthaberei und Härte statt Selbsthilfe und subjektives erzählen.
Zitat von Feuerschale:Ja, wäre ein Ansatz, wird aber eher ehrenamtlich verfolgt.
Und ich denke, die Gesellschaft driftet auseinander.
Zitat von Feuerschale:Ebenso ist mir aufgefallen, dass ein Ich Gestörter wegen Trauma o ä nicht unbedingt noch mehr Ich aufgeben sollte.
Zitat von Feuerschale:Jepp. Vielleicht auch soziales und Erfahrung, sowas wie im Wald oder auf einem Schiff klar kommen.
Zitat von Feuerschale:Das ist echt beliebt. Auch der "liebe Gott".
Das hatte schon Hiob gezeigt, dass Gott kein Wunscherfüller ist.
Zitat von Feuerschale:Geht es da auch um Konstruktivismus als eingefärbte Wahrnehmung und Folgerung?
• x 2 #403
Feuerschale
Mitglied
Zitat von Cbrastreifen:sein Hobby zum Beruf zu machen
Zitat von Cbrastreifen:Der Körper wäre eine Illusion, wie das Ich und die ganze Idee von Welt, die es erzeugt.
Das ist erst mal harter Tobak, weil ja alles so offensichtlich da ist.
Das größere Ganze wäre Bewusstsein, das nach dieser Idee das einzige ist, was existiert.
Zitat von Cbrastreifen:Eine Einheit, die getrennt ist, ist keine.
Zitat von Cbrastreifen:Wir wissen nicht, was die dabei empfinden. Diese Vorsicht kann auch einfach ein Bio-Programm sein, frei von Empfindungen, wie wir sie haben.
Zitat von Cbrastreifen:denn im Grunde haben wir nicht mal den, sondern müssen den Zugang zu uns selbst - sehr kontraintuitiv - durch äußere Hilfe (Sprache und Deutungen oder Erklärungen lernen)
Zitat von Cbrastreifen:Mindestens einigen fruchtlosen Grübelzwängen kann man so das Wasser abgaben.
• x 1 #404
Cbrastreifen
Mitglied
Zitat von Feuerschale:Hmm ich hab leider keine produktiven Hobbies, je nutzloser umso besser
Aber zumindest kann ich das Wie der Arbeit etwas steuern und manchmal so ne Art Flow haben.
Was aber mich nervt sind feste Anwesenheitszeiten und das ist irgendwie wie beklaut werden.
Zitat von Feuerschale:Naja, ich denke ich gehöre mir nicht, ich veranlasse mein Leben auch nicht, eigentlich jeden Tag überraschend dass man noch da ist.Aber das ist was anderes.
Zitat von Feuerschale:
Ohne ich wäre es egal ob man stirbt oder nicht, da alles alles ist. Aber wenn einem Leid zufâhrt und sich da was verdichtet, dann kommt halt sowas festeres oder etwas, was man nicht will.
Zitat von Feuerschale:
Nicht Ich wäre im Paradies ohne Krankheit, Raub, Mord deutlich einfacher bzw normal vermutlich...
Zitat von Feuerschale:Ich meinte auch eine Unit, nicht die Unity.
Ein System in sich, Herz Kreislauf, Verdauung usw.
Zitat von Feuerschale:Ja das stimmt,es macht aber den Eindruck als wäre da Lebenserhaltung da.
Spatzen sind da auch sehr organisiert, einer guckt dass niemand kommt oder mehrere an unübersichtlichen Ecken, die Gruppe frisst.
Zitat von Feuerschale:Ja das stimmt, am Anfang sind da keine Namen, keine Sprache, kein Verständnis.
Darum wirken manche Babies auch so strahlend, sie sind.
Aber sie haben auch ihre Störungen, schreien, müssen mit Umständen, Erfordernissen, Bedürfnissen klar kommen.
Seltsam eigentlich dass sie bei guter Versorgung aber ohne Ansprache sterben, gab ja diesen grenzwertigen Versuch.
Warum eigentlich ist Ansprache so lebensnotwendig für das menschliche System?
• x 2 #405
Feuerschale
Mitglied
Zitat von Cbrastreifen:weil Routine mich in der Regel killt. Oft mehrere Jobs parallel, quer durch den Garten.
Zitat von Cbrastreifen:Interessant. Das sind so die beiden Perspektiven, dass man als eine Art Dienstleister für irgendwelche Systeme fungiert (von Genen über Sprache über Wirtschaft oder was man will) oder doch seine eigene Herrin ist und die Systeme für sich arbeiten lässt, damit es einem gut geht.
Zitat von Cbrastreifen:Im Zustand entspannter Zufriedenheit diffundiert das Ich so ein wenig in die Welt hinein, merkt die Grenzen weniger, dann zieht es sicher wieder zusaammen, ein steter Wechsel.
Zitat von Cbrastreifen:Mit dem Ich ist auch die Welt futsch, sagen manche.
Zitat von Cbrastreifen:Offenbar sind wir Beziehungswesen, durch und durch.
Umso seltsamer diese narzisstische Phase, in der viele betonen, niemanden zu brauchen.
Zitat von Cbrastreifen:Das Ich kann eine geballte Faust, aber auch eine geöffnete Hand sein und im besten Fall verschwindet es in gelungenen Interaktionen soweit, dass man selbstvergessen wird.
• x 1 #406
Cbrastreifen
Mitglied
Zitat von Feuerschale:mich höhlt Routine aus, aber Veränderung macht mich zu quirlig, mit zu hohem Stresspegel, gar nicht so leicht, die Balance zu finden
Zitat von Feuerschale:Mehrere Jobs und verschiedenes klingt auch nach ner guten Option, man macht sich auch nicht von einem zu abhängig und bleibt flexibel.
War dann aber schon in D oder? Weil es da mit flexibel nicht immer so weit her ist. (Aber das wurde ja in den letzten Jahren etwas besser).
Zitat von Feuerschale:Ich meinte, ich hab mich nicht per Geburt in die Existenz gebracht, ich kann auch mein Leben weder erklären wirklich - warum es so organisiert ist wie es ist und sich aufrecht erhält (biologisch, physisch, energietechnisch usw) - ich kann es nur verwalten eigentlich, indem ich halt esse, schlafe und so, lebenserhaltendes.
Zitat von Feuerschale:Also ich seh mich nicht so als gottähnlicher Gestalter, das sehen manche anderen (religiösen) Richtungen etwas anders.
Zitat von Feuerschale:Ahso. Könnte man ne Art Ich Gymnastik machen.
Also das weit- entspannt üben kann bestimmt nicht schaden.
Zitat von Feuerschale:Vielleicht komme ich zu sehr aus dem christlichen Bereich und dieser Bilderwelt.
Da gings ja darum, ja es gab ein einheitliches Bewusstsein, kein großes Ich-Bewusstsein, sondern "ungetrübte Schöpfung", und mit der Ich Erkenntnis fing die Trennung und der Schlamassel an.
Zitat von Feuerschale:Ich wüsste jetzt aber nicht, wie man da als Mensch wieder ein Einheitsbewusstsein macht und so wirksam macht, dass es für alle gilt. Was auch heißen würde, kein Tod mehr. Nicht nur "ich drehe es in meinem Kopf um, Tod geschieht, aber es ist mir egal, weil alles alles ist" sondern - Tod geschieht auch nicht mehr.
Vielleicht - kann man es für sich alleine auch mal wiederherstellen, sich an einer Art Einheitsbewusstsein anzuschließen -aber für andere nicht, und in der Welt gut existieren kann man dann auch nicht.
Zitat von Feuerschale:Für mich ist das irgendwie frustrierend, wirkt auf mich wirkt eher wie Kunstgriffe. Weil man die Welt und das Bewusstsein damit nicht "repariert" bekommt. Oder ich bin da zu ungeduldig.
Zitat von Feuerschale:Ja sind wir wohl. Und das Gehirn braucht das vielleicht als Anregung und zum lernen.
Würde sonst vielleicht verkümmern?
Zitat von Feuerschale:Ich denke, gerade Narzissten sind besonders abhängig vom Außen. Der ganze Wert hängt von außen ab,
auch in der Abgrenzung überheben sie sich von einem Außen.
Zitat von Feuerschale:Das ist ein schöner Satz. Und gelungene Interaktionen und darin verschwinden kann wirklich gut sein.
Hatte auch mal eine gute Schulfreundin, und wenn wir abends mal zusammensaßen und über Bücher redeten und wie die uns berührten und dem anderen zuhörten und auch in seiner Erfahrung aufgingen, verging die Zeit wie im Flug und es wirkte alles sehr beschwingt.
• x 2 #407
Feuerschale
Mitglied
Zitat von Cbrastreifen:Und so ist es mit vielen anderen Prozessen ja auch. Man findet sich inmitten von Umständen wieder, die man nicht geschaffen hat. Sprache, Zeitgeist, geographische Umgebung und damit muss man dann klar kommen. Da macht man dann erst mal das, was alle machen ... mit.
Zitat von Cbrastreifen:Muss gar nicht so hoch gehängt sein. Aber wenn man weiß, wie die Pferdchen in bestimmten Bereichen laufen, kann man sie auch für sich laufen lassen. Das können kleine Bewegungen sein, die man macht, die Pferde ziehen dann schon zuverlässig.
Ich denke, wir erleben beides im Leben und können Leben auch aus beiden Perspektiven erzählen, mal dominiert die eine, mal die andere.
Zitat von Cbrastreifen:Macht man ja eigentlich auch.
Man ist schlecht drauf, dann kommt jemand, mit dem man Kaffee trinken geht und alles wird weicher und weiter. Man ist in guter Stimmung, da kommt der falsche Anruf und man ist ein Stress- oder Wutknubbel.
Das kann sich am Tag ja mehrfach ändern.
Zitat von Cbrastreifen:Eigentlich ist Schöpfung ja schon Teilung, das Ich wird sich dieser Teilung dann wieder bewusst (in der Erkenntnis dieser Zweiheit, Trennung, Spaltung) und kann sie einsammeln und wieder zur Einheit zurück streben. Also, nach dem es sich ausgetobt hat.
Zitat von Cbrastreifen:Das ist im Grunde die Kritik des Mahayana Buddhismus an früheren Formen des Buddhismus. Was nützt dir die Einheit in deinem Bewusstsein, wenn andere ihrer nicht teilhaftig sind oder sie nicht haben?
Daraus wurde dann, dass man so lange auf Erleuchtung verzichtet, bis das letzte fühlende Wesen erleuchtet ist.
Zitat von Cbrastreifen:Du könntest Dich fragen, wo das Urteil, dass die Welt kaputt ist, überhaupt herkommt.
Letztlich ist es das eigene Ich, also man selbst, der/die das meint. Dann kann man sich fragen, wie sie denn sein sollte, die Welt.
Das kann man durchspielen.
Zitat von Cbrastreifen:Es gibt in dem Buch, in dem Manfrad Lütz Otto Kernberg interviewt eine Passage in der sich Kernberg genau darüber wundert, wie zielgenau das Hirn auf Beziehungen ausgerichtet ist. Er, ein Mann der Wissenschaft, sagt an der Stelle, dass wir teleologisch (darauf, dass etwas auf ein Ziel hin ausgerichtet ist) denken müssen (was in der Wissenschaft ein no go ist). Und es ist nicht so, dass der Mann die übliche Biologie nicht kennt.
• #408
Feuerschale
Mitglied
Zitat von illum:Es geht darum, dass Kinder die Widersprüche der Welt noch kritisch hinterfragen.
Zitat von illum:Erwachsene haben sich durch die Vielzahl an gelebten Widersprüchen daran gewöhnt, dass die Welt des Menschen zu paradox ist, um alle Widersprüche auflösen zu können, und sie hören auf, die Dinge kritisch zu hinterfragen - weil sie wahnsinnig würden, wenn sie jeden Morgen darüber nachdenken würden wie widersprüchlich die Welt ist. Das ist ein Schutzmechanismus.
Zitat von illum:Er löst keine Widersprüche, sondern sorgt dafür die Scheuklappen abzusenken und seine eigene Überzeugung als "wahr" zu deklarieren - obwohl sie aus Widersprüchen besteht, die nicht mehr als solche erkannt werden. Das betrifft jeden Menschen. Auch mich. Und das ist einer der Gründe für psychische Krankheiten. Ungelöste Konflikte, die nicht integriert werden können
Zitat von illum:Und deshalb kommt es zu Streit in solchen Themen. Weil die gelernten Konflikte miteinander kämpfen, nicht die Menschen.
• x 1 #409
Cbrastreifen
Mitglied
Zitat von Feuerschale:Hm, ja, man kann vielleicht feststellen dann, was dabei fest ist und was beweglich. Womit man ggf. spielen kann, kombinieren, dazulernen,....
Ich glaube, da gibts aber auch unterschiedliche Ansätze davon, wie gestalterisch und handelnd ein Mensch eigentlich sein kann. Oder ob man den puren Fatalismus leben müsste und alles andere ist Einbildung.
Zitat von Feuerschale:Denke ich eigentlich auch. Prozesse lernen, Prozesse verbessern.
Geht ja auch im Grunde im Spiel, wenn man da Wettbewerb mit sich selber spielt und die besseren, effektiveren, schnelleren Wege dann lernt.
Zitat von Feuerschale:Ja richtig, das ist ständig im Wandel und in neuer Kombination.
Wäre vielleicht die Frage, wie klein man die Maßeinheit setzen sollte, um zu sagen "es gehts mir....".
Wenns einem schon an einem Tag nicht kontinuierlich gleich geht.
Man kann vielleicht ne Kurve zeigen, wobei dann noch die Frage ist, welche Koordinaten eigentlich dabei wichtig sind.
Zitat von Feuerschale:Bei den Christen ist das sowas wie "der verlorene Sohn".
Ein gewisser Reiz, alles auszuprobieren, auch wenn die Grundversorgung und eine gewisse Basis gefährdet ist.
Ohne das gäbe es vielleicht auch keine Evolution? Spannung? Wechsel?
Zitat von Feuerschale:Ich würde gar nicht so sehr den Verzicht sehen, sondern dass man dann auf Dinge stößt, die nicht erleuchtet sind und das irgendwie ernüchternd sein könnte und "dämpfend".
Zitat von Feuerschale:Aber ich glaube, es gibt wohl unterschiedliche Ansätze, was Erleuchtung überhaupt ist.
Z B den Aspekt, ob der Tod nicht mehr da ist. Nicht "er ist noch da, aber spielt keine Rolle, egal", sondern ist nicht mehr da.
Zitat von Feuerschale:Du meinst, das wäre aus einer bestimmten Ich Perspektive und auch aus einer Soll Perspektive statt einer Akzeptanz?
Ich denke, zusätzlich gibt es auch eine Art kollektivere Wahrnehmung, z B dass Leid, Verlust als nicht sehr positiv gilt.
Wobei das manche ja auch moralisch wandeln "durch Leiden wird man stark" usw.
Zitat von Feuerschale:Bedeutet das, dass Beziehungen einem Ziel dienen? Oder dass das Hirn sich in Beziehungen auf ein Ziel hin
ausrichtet, oder wie ist das gemeint?
Zitat von Feuerschale:Vielleicht sowas wie "in Beziehung kann etwas größeres als Ich passieren, auch etwas unerwartetes und etwas größeres als Ich und Du (Synergie). Ein "Wir" könnte irgendwie effektiver sein, auch für ein mögliches Ziel.
• x 1 #410
Cbrastreifen
Mitglied
• #411
hereingeschneit
Erfahrenes Mitglied
Zitat von Cbrastreifen:Die Glückskurve beschreibt ein U, am Anfang des Lebens ist man zufrieden, der Tiefpunkt ist mit 43 (statistisch), dann geht es wieder aufwärts, am Ende höher, als in der Jugend. Oft trotz Krankheit (inklusive Demenzen) und Einschränkungen.
Wie könnte ein Leben aussehen, wenn man die Lehren ernst nimmt und in den Alltag integriert?
• #412
Phönix
Gast
• #413
Cbrastreifen
Mitglied
Zitat von hereingeschneit:Für den, der am Anfang der Kurve steht, stellt sich die Frage vermutlich nicht und für den, den es abwärts geht, der kann sich neu orientieren und zwar an den älteren, die den Tiefpunkt schon durchschritten haben.
Aber im Grunde genommen, läuft es ja schon so, denn sonst würde das U ja nicht entstehen, oder?
Zitat von hereingeschneit:Andere Sichtweise:
Zuerst ist man voller Tatendrang und neugierig. Man will etwas erschaffen, leisten. Irgendwann wird einem das alles zu viel und es wandelt sich von ich will, in ich muss. Das macht unzufrieden, daher sucht man sich wieder andere Wege und merkt, dass man mit wenig auch zufrieden sein kann.
• x 1 #414
Cbrastreifen
Mitglied
• #415
Azure
Mitglied
Zitat von laluna74:Ich bin ja selbst von mir oftmals ganz überrascht..
• x 1 #416
Feuerschale
Mitglied
Zitat von Cbrastreifen:Religionen gehen in der Bedeutung bei uns zurück oder zersplittern.
Zitat von Cbrastreifen:Ich dachte lange Zeit, dass das Projekt Rettung der Umwelt/Gaia dieses Potential hätte, weil es im Prinzip viele Einzelinteressen, Gruppen und Ansätze vereint, aber irgendwie zündet die Idee nicht.
Zitat von Cbrastreifen:Aber so scheint es oft zu sein, was für alle sein könnte, wird oft zu einem elitären Projekt. In Teilen kann die Vernunft das überbrücken, wenn man wirklich Synergieeffekte kreieren kann, aber so eine Veranstaltung die regelmäßige Wir-Gefühle erzeugt, die fehlt, Zersplitterung ist das Merkmal der Zeit.
Zitat von Cbrastreifen:Im Moment besteht auch wenig Anlass zum Optimismus. Bzw. es steht Spitz auf Knopf, aber Leute, die sich da besser auskennen als ich, sagen, dass in einigen Fragen der Zug schon weg ist. Bei uns dislkutieren manche, ob es den Zug überhaupt gibt.
Zitat von Cbrastreifen:gerade auch, wenn man sieht, worum es verbindend geht, man will glücklich sein, etwas Sinnvolles tun, dafür ist viel Raum, gerade auch, wenn man selbst gewertschätzt wird und lernt, dass das was die anderen tun ebenfalls wichtig ist. Dann hat man das Gefühl an einem großen, guten Projekt beteiligt zu sein.
Zitat von Cbrastreifen:Aber Sinn und Moral haben einen schweren Stand, ersteren hat man gerade wiederentdeckt, auch weil Depressionen die Menschen dysfunktional machen, die fallen dann oft recht nachhaltig aus. Moral (oder dann Ethik) heißt einfach über ein verlässliches inneres Wertefundament zu verfügen, was mich auch okay sein lässt, wenn keine Überwachungskamera oder Nachbrablick auf mich gerichtet ist. Zudem ein Kernbestandteil eines funktionierenden Ich und Formen der Ich-Schwäche ist die Krankheit unserer Zeit.
Zitat von Cbrastreifen:Jedem das ernst gemeinte Gefühl zu geben seinen Teil zum Gelingen des Ganzen beitragen zu können, im Rahmen dessen, was man stemmen kann und was einen interessiert, das wäre etwas, was ganz spielerisch klappen könnte und viele Probleme zusammen abräumt. Braucht noch, könnte aber kommen.
• #417
Feuerschale
Mitglied
Zitat von illum:Während der Punk also Wert auf persönliche Freiheit, Selbstverwirklichung und eine ablehnende Haltung gegenüber Autoritäten legt, definiert sich der Skinhead stark über Zusammenhalt, Tradition und eine klare Gruppenidentität.
Zitat von illum:Ich hab damals mehrere Menschen mit diagnostizierter APS kennengelernt (Litauer, Russen, Deutsche, Langstrafer, sprich 5 Jahre aufwärts aus der OK wg. Auftragsmord, Zuhälterei, Autoschieberei, BTM Großgewerbe usw) und wie du schon schreibst, merkt man, dass es sich um eine Eskalationsstufe davon handeln muss.
Es war mitunter schwierig diesen ganzen Manipulationen aus dem Weg zu gehen (und sie überhaupt zu erkennen) auch wenn man damit umgehen konnte, wenn man sich abgrenzen konnte. Zusammen Fußball zu zocken, Kraftsport zu machen, Tischtennis zocken usw war möglich, genauso wie in der Freistunde auch mal ein paar Runden zusammen zu spazieren und zu quatschen, aber so richtig "dick" werden, war eine Sache, von der man instinktiv gemerkt hat, dass es nicht gut endet, weil sie halt extrem bösartig und auch emotional gleichgültig waren.
Zitat von illum:aber das waren Kaliber, bei denen es absehbar war, dass man in irgendwas hineingequatscht wird, was mit langen Haftstrafen endet, weil sie keine Grenzen kannten.
Mir wurden zB Angebote gemacht, als "Loverboy" Frauen von draußen anzulocken (hätte sogar die Telefone mit verschiedenen Nummern gestellt bekommen, Geld, BTM usw) um sie ins Rotlicht oder zur Geldwäsche zu drängen. Selbst nachher ging es darum Beamte, die drinnen nicht gespurt haben, draußen zu besuchen usw. aber so krank war ich dann auch nicht und hab dankend abgelehnt, mich lieber um meine Dinge zu kümmern.
Zitat von illum:Respekt durch Gewalt. Was anderes akzeptiert der Soziopath nicht als Währung.
• #418
Cbrastreifen
Mitglied
Zitat von Feuerschale:So ganz hat die Synthese dann nicht hingehauen in meinem Fall. Dieses Einheitsgefühl gegenüber manchem, was "puren Glauben" benötigt, kann ich nicht so gut. Wenn es unlogisch ist. Nicht so glaubwürdig. Oder da doch sowas teilendes dahintersteckt wie Homophobie und Urteile darüber und eine merkwürdige Art von "wir reparieren dich schon" Mitgefühl.
Eine Überzeugung mit Überheblichkeit gepaart und Übergriffigkeit, die ich dann so nicht ertragen konnte, auch wenn es mich nur als Zuschauerin betraf.
Zitat von Feuerschale:Kann ja schon sein, ich denke vor allem eher bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen wie auch bei Friday for Future.
Zitat von Feuerschale:Ich hatte z B das Hochwasser erlebt mit den in meiner Region fast 200 Toten und 1000en zerstörten Existenzen, da gab es ein riesiges Wir Gefühl. Ist aber ein trauriger Anlass. Krieg auch.
Zitat von Feuerschale:Bzgl der Romantik als Fluchtweg meinst du?
Zitat von Feuerschale:Also das ist glaub ich vielen echt unbekannt. Also das realste war da wirklich die Katastrophenhilfe, die ich da erlebt hab.
Zitat von Feuerschale:Mir fiel noch ein, dass ein Bekannter meinte, ihm wäre aufgefallen, dass die neueren Kinderserien (so ab Ende 90er und später), gar nicht mehr soviel Moral hätten, da gäb es weniger klare Geschichten, wenig gut und böse, weniger Helden sondern meist nur eine Anneinanderreihung von sinnlosen Effekten und Futter fürs Gehirn, dass es ständig fühlt als würden Sylvesteraketen abgefeuert. Da kann ja so ein Hirn auch schonmal zufrieden sein, aber moralisch formt es dann nicht soviel.
Zitat von Feuerschale:Das ist schon eine gute Sache.
Ich würde sogar eher sagen - das war schon. Vielleicht kommt es wieder zurück.
Ich hab den Eindruck die Leute aus der Nachkriegszeit, die Leute vor der Wende, die Leute in der Hippiezeit hatten das noch, so richtig live und in Farbe.
Zitat von Feuerschale:Und mit einem gewissen Wohlstand und einer gewissen Routine wird auch das Bedürfnis wohl kleiner, das zu leben.
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Feuerschale
Mitglied
Zitat von Cbrastreifen:Ich freue mich, wenn jemand daraus Kraft schöpft, weiß, dass dies geht, aber ich bin selbst 'religiös unmusikalisch', ohne das groß zu feiern oder als überlegen zu empfinden.
Zitat von Cbrastreifen:Aber viele gehen auch in Richtung FDP.
Zitat von Cbrastreifen:Nee, in dem Fall reale Probleme. Klima. Kenne einige, die sich da lange und tiefer mit beschäftigen, die winken schon ab.
Zitat von Cbrastreifen:Ich meine es näher am normalen Leben. Sehr einfach runter gebrochen würde ich die Leute fragen: 1. Woran hast du Freude? 2.. Wieviel zu übernehmen, traust du dir zu? Und dann los. Ob einer Müll sammelt, Bäume gießt, alten Menschen hilft, Musik macht, Fassande sprayed oder sich um Tiere kümmert.
Zitat von Cbrastreifen:Vermutlich geht es uns materiell noch zu gut, nur psychisch kriechen viele heute auf dem Zahnfleisch und erkennen den Zusammenhnag noch nicht.
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