Zitat von Venusianer: Was wir gerade in besonderem Maße als Einsamkeit fühlen, das ist die Selbstfindungsphase, der die meisten bis jetzt aus dem Weg gegangen sind, nun aber dazu gezwungen werden, sich mit sich selbst im Spiegel dieser Welt (!) auseinanderzusetzen.
Einerseits denke ich, ja, andererseits denke ich das kann auch echt widersprüchlich werden, da die Welt eben vieles spiegelt an Werten, Dingen, Beziehungen, ob man da sich selbst findet oder eben doch alles mögliche, was in der Welt vertreten ist,
und das konfus macht? Man muss sich wohl irgendwann entscheiden, wofür man steht oder wie man das ganze strukturieren will. Gehört ja im Grunde auch zum erwachsen sein und war wohl immer eine Herausforderung für den Menschen.
Jetzt vielleicht komplizierter durch den Individualismus und die größeren Mittel an Technik und Ablenkungen.
Zitat von Venusianer: Heilung an anderen ist aber auch immer ein Stück Selbstheilung. Und wer andere krankmacht, der will seinen eigenen Selbsthass erhalten, den aber der andere ausleben soll.
Ja, das erste hab ich auch schon erlebt, wenn auch seltener...wenn man etwas vermittelt was andere positiv berührt oder verbindet - zu sich selbst- da geht auch in einem selbst etwas auf und man ist da verbunden.
Das andere, dass da eher destruktive Seiten die Oberhand haben, kenne ich allerdings auch.
Das kann auch eine intensive Dynamik sein, wenn man selbst oder das eigene Selbst im Grunde immer wieder "unter der Knute" ist aus einem mächtigen aber schiefen Urverständnis.
Zitat von Venusianer: Deshalb können auch nur Masochisten Sadisten sein. So wie die Sub auch auf unsichtbarer Ebene die Herrin über den vorgeblichen Dom ist. Das eine ist auch immer das andere. Jede Einseitigkeit ist Lebenslüge durch dualistisches (trennendes, satanisches) Bewusstsein, das durch polaristisches Bewusstsein (einendes) ersetzt werden sollte.
Hmm, wäre möglich...also dass da irgendwas als Überposition gelebt wird....als Ausgleich...und die andere Seite dann auch da ist. Hatte ja mal mich damit etwas beschäftigt, aber nicht soviel verstanden eigentlich.
Eigentlich dachte ich aber, dass es oft "verletzte" Menschen sind, die das ausleben....die ggf. auch anfällig für Süchte sind, die aus ihrer Mitte sind.Ich persönlich dachte, dass es nicht gut ist, es unreflektiert zu leben um sein Kranksein auszuleben.
Dass darum dann auch deutliche Vereinbarungen nötig sind um das Ganze zu begrenzen...aus gesundem Selbstschutz, erwachsen halt so.
Also ich traf dann auch (im CHat, nicht real) Menschen, die insgesamt integer wirkten, insgesamt auch mit sich sich zufrieden fühlten und das dann auch mehr so ne Art intensives Hobby war, ggf. auch ne Art Lebart mit Subkultur o ä, aber eben nicht doch die GANZE Persönlichkeit dann so "betroffen" ist. Fand ich irgendwie auch logischer, aber
k. A.
🤷♀ So sehr hats mich dann auch nicht interessiert. Besser find ich das Modell, dass man selber so sich entwickelt, seine Schatten findet und integriert und auch Leuten dann begegnet, die das auch tun. Andererseits....Ideal und Praxis. Wenn ich völlig müde, energielos, depri bin an solchen Tagen wird nicht viel integriert.
😴 Zitat von Venusianer: Wo ein freiwilliges Opfer ist, da taucht auch gerne ein Täter auf, der seine eigene Opferrolle noch nicht verarbeitet hat. Alles, was man anderen antut, das tut man auch immer sich selbst an, weil es unmittelbar auf den eigenen Seelenkörper zurückwirkt.
Im gewissen Rahmen können sich da Konstellationen finden, denk ich auch.
Immer würde ich das jedoch nicht anwenden. Eher so in unserer Zivilisation im Beziehungsbereich, wenns da um so Beziehungstanz geht. Manche Täterschaft ist auch eher zufällig, also dass man gerade Pech hat, wer da wo auf wen trifft.
Nicht zufällig im Sinne von Vorsehung. (sehe also nur in bestimmten Fällen ein "Victim Blaming" oder eine Opfer Ermächtigung, da wo noch ein gewisser Einfluss ist z B in der freien Partnerwahl- bestimmte Partnertypen wählen und dann nicht bei Alarmsignalen, Abwertungen ect sich abgrenzen).
Zitat von Venusianer: Es ist gesünder, lieber auf die falschen Möglichkeiten zu verzichten, damit die Liebesquelität erhalten bleibt. Ich habe gemerkt, je früher die Leute sich auf Sex einlassen, desto schädlicher ist das meist für das Liebesleben. Sie zerstören sich ein Heiligtum, nur damit das Ego umso schneller als erwachsen gelten kann. Daraus werden dann schnell unverantwortliche Verwachsene!
Gute Sätze. Das kann schon schief gehen, wenn man sich einlässt auf jemanden, intimer, nur um "mitzuhalten", bringt aber die Reife nicht mit, die echte Nähemöglichkeit. Da denke ich auch, dass vieles kaputt gehen kann oder sich gar nicht entwickeln kann als Basis.
Gibt aber auch einige Jugendliche die zusammenkommen und auf der Basis von Freundschaft, Sex und Liebe dann auch länger zusammenbleiben und -wachsen, Familie gründen. So Geschichten finde ich auch immer schön.
Manche bleiben Jahrzehnte oder immer zusammen, manche gehen dann nach vielen Jahren doch nochmal auseinander, wenn sie sich auseinanderleben...aber dennoch bindet da etwas ganz pragmatisches....und auch ein echtes Kennen.
Da finde ich die heutige Datingwelt viel zu oberflächlich, zu hohl, dass man gar keine Chance hat, sich auch im echten Leben gut zu kennen und Erfahrungen zu teilen, bevor man so nach und nach eben zusammenrückt (als Paar, im Leben) je nachdem.
Zitat von Venusianer: Je weiter ich mich geistig-seelisch und energetisch ent-wickelt habe, desto weniger wurden die Chancen beim anderen Geschlecht. Frauen sagten mir oft, dass sie Angst vor mir hätten, obwohl ich eine sehr anziehende Persönlichkeit hätte, aber sie fühlten sich mir gegenüber unterlegen.
Hm, man bekommt vielleicht mehr Profil, ist nicht mehr so "massenkompatibel".
Oder man hat so spezifische Ideale und ein spezielles Vorgehen, andere Anforderungen an Kommunikation, wo dann ein Gegenüber überfordert ist. Manche Vorstellungen sind eben auch übernommen, kosten nicht viel Energie und Personen sind ok damit, da kostet dann etwas anderes mehr Energie.
Bei mir ist das selber auch extrem tagesformabhängig, wann ich mich mit was auseinandersetzen kann, oder mal nen "aktiven proaktiven Schub" hab (in letzter Zeit sowieso selten bis nie)....wann eine komplexe Person interessant und herausfordernd ist und wann überfordernd und schon eher abschreckend. Heißt, ich sehe mich und bin für so ne "high end" Beziehung jetzt auch nicht wirklich geeignet...eigentlich von der Energie her für keine Beziehung. Aber ich hab ab und an das menschliche Bedürfnis nach Austausch.
☝ Zitat von Venusianer: Und es wäre schön, wenn es nicht immer nur negativer Natur (Machtkämpfe, oft aus Missgunst) wäre, auch wenn Steine im Weg Charakter schaffen, sondern zur Beruhigung auch mal Anklang in reinen, verständigen Herzen fände, damit diese Bereitschaft auch erhalten bleiben kann und nicht am Frust stirbt.
Das kann ich total gut verstehen. Das hatte ich früher, als ich noch auf der Suche nach einer engeren Beziehung war, auch.
Man denkt dann immer, das muss doch mal gut werden, es wird doch hoffentlich nicht wieder irgendein K.O. Faktor kommen wo man merkt, das läuft auf ne Todgeburt raus als Beziehung. Eigentlich ist es auch unverständlich, warum das immer wieder so schwierig ist...es sollte eigentlich was natürliches, einfaches sein.
Aber - es sind ja viele Menschen, gerade wenn man keine 20 mehr ist, schon gebunden "belegt"....Partnerschaft, Karriere,...
dann kommen oft unterschiedliche Erwartungen an Inhalte, Art der Kommunikation o ä....oder die Interessen sind unterschiedlich...die Vibes zu anders....und dann hab ich bei mir z B mit dem Alter das Gefühl, man wird energieloser, eigenbrödlerischer....hat eben auch so seine "Verwachsungen"....ist also auch nicht mehr so die beste Wurst beim Fleischer quasi....
🤷♀ Ich sehe das ganze auch viel kleinschrittiger....also ich mags, wenns überhaupt mal gute Gespräche, einen Austausch gibt.
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