Zitat von Obscuria: Das Wort egoistisch dudentechnisch erklärt wurde hier schon ein Dutzend Mal.
Wir können den Duden, als stark vereinfachtes Nachschlagewerk von landläufigen Bedeutungen auch weglassen. Immerhin waren wir ja alle mal auf einer Schule und wissen, dass der Begriff Temperatur den Grad der Bewegung von Teilchen angibt, und nicht den Wärmegrad eines Stoffes.
Ego-istisch heißt übersetzt Ich-Ausrichtung.
Sofern nicht mehr als ein Ich im Kopf existiert (obwohl man mittlerweile davon ausgeht, dass das Ich nur eine Illusion der Einheit von parallelen Prozessen im Gehirn ist, so wie ein Gemälde eigtl. nur viele zusammengesetzte Pinselstriche sind) ist dieses Ich, immer auch auf sich selbst ausgerichtet bzw. fokussiert.
Das nennt man psychologischen Egoismus.
Von daher besitzt jede Handlung, auch wenn sie altruistisch ist, immer auch eine Selbstfunktion für das Ich.
Das ist eine systemische Ureigenschaft des Lebens, die sich konsequenterweise auch im Bewusstsein spiegelt. Spiegeln muss.
Die Moleküle müssen zum gegenseitigen Eigennutz zusammenarbeiten, denn täten sie es nicht, gäbe es gar kein Leben.
Ob man sich das im Nachhinein romantisch zurechtbiegt, ändert nichts an den physikalischen Prinzipien der Selbsterhaltung und der Eigennutz-basierten Kooperation dahinter.
Selbst die edelsten oder selbstlosesten Handlungen lassen sich auf diese Mechanismen zurückführen, auch wenn wir sie emotional oder moralisch anders interpretieren.
06.01.2025 12:27 •
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