✔ Empfohlene Antwort
@Abendschein ich schätze dich auch sehr, und ich hoffe auch, dass sich das gegenseitig nicht ändern wird, nur weil wir hier unterschiedlicher Meinung sind. Ich sehe ein Danke hier im Forum nicht so, dass ich damit für oder gegen eine Person stimme, sondern gucke jedes Mal aufs Neue, ob ich mit einem Beitrag was Gutes anfangen kann und ich dem Inhalt zustimme.
Ich denke, dass man halt zwischen gesundem und ungesunden Egoismus unterscheiden muss. Ich habe ja auch nie, wie es dargestellt wird von Angor, Personen als Egoist bezeichnet, sondern lediglich das Kinderkriegen ansich. Ich glaube, dass das Ganze sich deshalb so aufheizt, weil einige den Begriff als beleidigend auffassen, was er meines Erachtens nicht ist. JEDER Mensch handelt in großen Teilen egoistisch. Nur eine Mutter Theresa oder Geistliche, die selbst in völliger Enthaltsamkeit leben, tun das nicht.
Vielleicht kann ich mit dem Beispiel verdeutlichen, was ich meine:
Man geht ja auf den ersten Blick davon aus, dass Menschen die altruistisch handeln, absolut aus uneigennützigen Interesse agieren. Jemand, der zum Beispiel viel spendet. Aber wenn man genauer hin schaut, sieht man, dass auch er Motive verfolgt, die eigennützig sind: er selbst bekommt dadurch ein gutes Gefühl und auch das positive Feedback der Gesellschaft ist etwas, das er im Gegenzug erhält . Also steckt selbst im Altruismus Eigeninteresse. Macht das aber den Akt selbst und den Menschen deshalb schlechter? Nein! Es erklärt nur die Beweggründe.
Jemand, der in Deutschland ein Kind bekommt, tut das ja zuallererst um, wie Angor ja auch sagte, um SEINE Lebensziele zu verwirklichen. Das heißt ja nicht, dass es deshalb schlecht ist. Das heißt nur, und in dem Kontext kamen wir ja drauf, dass man sich dann der Verantwortung bewusst sein muss, weil man ja selbst dieses Kind wollte.
Ich denke, dass es daran liegt dass hier der Begriff falsch aufgefasst wird.
06.01.2025 09:36 •
x 5 #253
Zum Beitrag im Thema ↓