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Adler83

Adler83
Mitglied

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356
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19
Mitglied seit:
Hi,

wer gönnt sich von euch eigentlich Belohnungen für das Erreichen von Zielen, die Bewältigung schwieriger Tage? Was gönnt ihr euch da so? Wie macht ihr euch vorher bewusst, was das Ziel ist? Wie macht ihr euch bewusst, ob das ein gutes Ziel für euch ist? Für was belohnt ihr euch alles, falls ihr das tut?

Ich frage, weil ich heute im Job, der für mich schwierig ist und mir überhaupt keinen Spaß macht, ein Ziel erreichen will und muss und am Montag eine Deadline habe. Das ist stressig und ätzend, aber ich will da durch und mir dafür auch etwas Gutes tun. Ich bin's nicht gewohnt, zu genießen und mir fehlen leider im Moment Ideen, was mir wirklich gut tun könnte. Kennt ihr das vielleicht auch, so getresst zu sein und euch belastet zu fühlen, dass es dauert oder teilweise gar nicht möglich ist, wieder so zu entspannen, dass ihr spürt, was euch gut täte, sobald ihr Zeit dafür hättet?

Und die Frage ("Wie macht ihr euch bewusst, ob das ein gutes Ziel für euch ist?") habe ich gestellt, weil ich vor allem entspannter werden möchte und mich am liebsten (auch) für das Erreichen von Entspannung belohnen will. Vielleicht kann man sich auch Ziele setzen, die nicht zu einem selbst passen. Was tut ihr, um wahrzunehmen, welche Ziele wirklich gut für euch sind?

30.01.2011 #1


79 Antworten ↓
G

GastB
Gast

Zitat von Beobachter:
Es wäre natürlich sehr schön, wenn einjeder nur tun müsse, was er intrinsisch motiviert auch tun will.

Es ist genau umgekehrt (und dieser Gedanke ist keineswegs neu): Es geht nicht darum, nur das zu tun, was man tun will.

Sondern es geht darum, dass zu WOLLEN, was man MUSS.
Anders gesagt: Sich diese Aufgabe zu eigen machen.
= Akzeptieren, dass das jetzt das ist, was in deinem Leben getan werden muss - und die Verantwortung dafür übernehmen, dass es getan wird.
Sich nicht als Opfer ansehen, sondern als selbstständigen Auftragnehmer dieser Aufgabe, wenn sie einem von einer anderen Person oder Institution "gegeben" wird.

"Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit." Friedrich Engels (angeblich nach Hebel)
(Es gibt dafür weitere klassische Quellen und Zitate, ich finde sie nur gerade nicht.)

Etwas im selben Sinn, nämlich die Verantworlung für den eigenen Willen, nur statt "muss" geht es um "kann" , von Leonardo da Vinci:
http://www.dictionary-quotes.com/wer-ni ... -da-vinci/ : "Wer nicht kann, was er will, muss wollen, was er kann."

Es gibt eigentlich nichts, das man tun "muss". Man kann immer verweigern, was man wirklich nicht tun will. Allerdings hat jede Entscheidung ihre eigenen Konsequenzen. Diese muss man dann natürlich auch tragen. Statt zu denken "ich muss jetzt diese Arbeit machen" und Widerstand dagegen zu leisten, was zudem unnötig viel Kraft verbraucht, kann man auch sagen: "Ich will jetzt diese Arbeit machen, weil ich andernfalls.... (kein Gehalt bekomme, Ärger mit meiner Frau bekomme, verhungere, usw. usw.. oder, noch besser positiv: "weil ich momentan auf diese Weise mein Geld verdienen will, weil ich meine Frau zufrieden sehen will, weil ich morgen frei haben will ... usw. )" Wenn man bei den Dingen, die man nicht machen will, die Konsequenzen mit betrachtet und bewertet, dann kann man immer sagen: "Ich will das tun" oder auch "ich will das nicht tun" - es dann aber auch wirklich nicht tun. Wenn man sagt, man wolle es nicht tun, es dann aber doch tut, wird man nicht nur sich selber untreu, sondern belügt sich dabei auch noch selbst.

Zitat:
letztendlich sind Spiele auch eine Form von (B)Lohnung.

Nur dann, wenn man in der Einstellung verharrt, dass man nicht selber für seine Handlungen verantwortlich ist, sondern jemand anderer. Ein "Lohn" ist immer eine GEGEN-Leistung. "Spiele" sind aber keine Gegen-Leistung, sondern in sich erfreulich und belebend, ohne Verbindung zu einer Leistung.

Wenn eine Familie z.B. am Sonntagnachmittag zusammen MauMau oder Canasta spielt, dann tun die Eltern das - hoffentlich - nicht als Belohnung dafür, dass die Kinder die Woche über so brav oder fleißig waren, sondern unabhängig davon, einfach weil es zum funktionierenden, befriedigenden oder besser noch: glücklich machenden Familienleben dazugehört, dass man auch zusammen spielt.

Zitat:
@tautröpfchen:

Einer Belohnung (kommt ja auch von Lohn) sollte immer auch eine Leistung
vorangegangen sein.
Natürlich schliesst dies ein sich zwischendurch etwas Gutes tun nicht aus.

Genau. Deswegen ist "Belohnung" etwas anderes als "sich etwas Gutes tun".
Zitat:
Aber eine Katze die Männchen machen soll, völlig gegen ihren Willen und ihre
Natur, wird dafür eine Belohnung erwarten dürfen.

Haha!
Und deswegen gibt es für Katzen auch keine "Belohnungen".
Eine gesunde Katze tut sich selber ständig etwas Gutes, sowohl beim Mauserwerb als auch beim Schlafen, Schmusen, Klettern oder was auch immer.

Zitat:
Für meine privaten und intrinsisch motivierten Anstrengungen brauche ich auch
keine zusätzliche Belohnung. Aber für angstbesetzte Einkäufe oder Gänge auf
Ämter erlaube auch ich mir IMMER eine kleine Belohnung. So soll es sein.

Und FÜR WEN machst du denn diese angstbesetzen Einkäufe und Gänge auf Ämter?
Denk mal genau darüber nach.
Wenn du begreifst, dass du das ebenfalls für dich und nur für dich tust, wird die Welt vielleicht doch mal demnächst anders aussehen.

23.01.2011 19:14 • #66


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Belohnungen

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G

GastB
Gast

Zitat von Beobachter:
Sie würde auch bei einer hohen Belohnung kein Männchen machen.

Eben! Warum also sich nicht die Katze zum Vorbild nehmen?

Eine Katze macht alles aus eigener Entscheidung. Das eine, weil es notwendig ist, das andere, weil es ihr einfach nur Freude macht. Und das, was notwendig ist, macht sie so, dass es ihr ebenfalls Freude macht. Wenn man eine Katze z.B. beim Anschleichen an ein Mauseloch beobachtet, kann man deutlich sehen, dass sie mit allen Sinnen und voll überzeugt dabei ist. Wenn kein Mauseloch da ist, tut sie trotzdem so, als sei eins da. Bei Katzen kann man Arbeit von Spiel gar nicht unterscheiden.

Zitat:
Angenehm empfundenes Tun bedarf keiner Zusatzbelohnung.
Unangenehm empfundenes Tun erlaubt mir eine Zusatzbelohnung.
(Also zusätzlich zum vollen Kühlschrank und zum erfolgreichen Amtsgang)

Du hängst offenbar sehr an dem Leid -- Belohnungssystem, Beobachter.

Du darfst und sollst dir selbstverständlich so viel Gutes tun, wie du willst! Nur, wenn du es "Belohnung" nennst statt einfach "etwas Gutes", dann hältst du dich selber in der Rolle des Untertanen oder des Kindes fest, das von einem Eltern-Ich belohnt wird.

Das Modell des "inneren Kindes", das man unterstützen und belohnen soll, ist eine Hilfskonstruktion zu Therapiezwecken (Eigentherapie). Aber es ist keine erwachsene Haltung. Letztlich sollte man eine erwachsene Haltung einnehmen können, sonst versteht man sich eben immer weiter als Opfer einer fremden Macht.

Was hindert dich daran, nach einer anstrengenden erfolgreichen Handlung zu sagen: "So, und jetzt tue ich mir etwas Gutes! Das ist jetzt fällig. Ist wichtig für meinen Energiehaushalt. "
Denn wir müssen alle zwischendurch auftanken, und erst recht nach einer besonderen Anstrengung. Manchmal ist Schlafen ein passendes Auftanken, manchmal muss es etwas Geistiges oder Sportliches oder Soziales sein. Was gerade passt, sagt einem der Instinkt oder der "Bauch".

Zitat:
Ja, und Adler hat natürlich recht, eine Katze tut sich immer nur Gutes.

Das war von mir.

Zitat:
Sie darf das, aber bei einem Menschen würde Selbiges als verwerflich bewertet, denn es heisst: "Im Schweisse deines Angesichts sollst du dir dein Brot verdienen".

Oooh, da tun sich ja Abgründe auf, Beobachter (falls du das ernst meinst). Kein normaler Mensch findet es verwerflich, wenn einem die Arbeit Spaß macht!
Im Gegenteil, das ist das Ziel. Auch von dem, was ich hier oben versucht habe zu erklären, dass man das tun WOLLEN soll, was man tun "muss". Wenn man dahin kommt, es zu seinem EIGENEN Anliegen zu machen und es tun zu wollen, dann macht es schließlich Spaß.

25.01.2011 00:13 • #71


Zum Beitrag im Thema ↓


B
Hallo Adler83

Ob etwas ein "gutes" oder "schlechtes" Ziel ist, merkt man meistens
am eigenen Empfinden dazu.
Dieses ist abhängig vom inneren Wertesystem (erlernt oder selbst
erarbeitet).

Der reine Erfolg (erreichen eines Ziels) sagt nichts über die Qualität
dieses Ziels (gut/schlecht) aus.

Ja, und (Selbst)Belohnung ist sehr wichtig, aber auch sehr individuell.

Ängstliche Grüsse, Der Beobachter

#2


P
Zitat:
Kennt ihr das vielleicht auch, so getresst zu sein und euch belastet zu fühlen, dass es dauert oder teilweise gar nicht möglich ist, wieder so zu entspannen, dass ihr spürt, was euch gut täte, sobald ihr Zeit dafür hättet?

Ja, das kenne ich auch.
Nun, bei mir dauert es, bis ich wieder runter fahre und in Ruhe komme. Ich hab halt keinen Schalter dafür.
Meine Belohnungen können sein: Ein Wellnesstag, Sauna, ein Buch, eine schöne Musikveranstaltung etc.
Zitat:
("Wie macht ihr euch bewusst, ob das ein gutes Ziel für euch ist?")

Das ist dann hauptsächlich mein Bauchgefühl.

#3


Adler83
Interessanter Punkt mit dem Wertesystem, Beobachter. Was sind Beispiele für "gute" Ziele in deinem Wertesystem? Ich überlege, was das für mich konkret bedeuten würde. Das Ziel, was ich heute erreichen wollte, ist, eine schwierige, weil belastende, Situation zu meistern ohne zu kneifen. Äußerlich betrachtet passt das Ziel - das konkrete Projekt - dagegen überhaupt nicht in mein Wertesystem. Eher schon, dass ich so anständig und fair wie möglich mit meinem Arbeitgeber umgehen möchte. Früher habe ich in ähnlichen Situationen mit Krankschreibung (= Flucht) reagiert. Hat das mit "Wertesystems" zu tun, so wie du das meintest? Was aber wirklich "gute" Ziele für mich sind, das hoffe ich, einmal wieder deutlicher sehen zu können. Belohnen konnte ich mich heute nicht, obwohl ich's heute gepackt habe, wie gedacht. Der Tag war trotzdem so besch***** und ich fühle mich trotzdem so schlecht, dass ich gar nicht weiß, wie und womit dafür belohnen. Ich schreibe im anderen Thread voraussichtlich noch etwas dazu.

Wie sehr wünsche ich mir diesen Schalter, pax. Hab ich auch nicht. Bauchgefühl, schön, dass du das hast.

#4


Adler83
hab gerade den thread "ich bin angstfrei wenn" entdeckt bzw. teilweise gelesen. sind ja auch jede menge anregungen drin

Wertesystem? Andere positiv beeinflussen, wenn man gelernt und verinnerlicht hat, sich selbst etwas gutes zu tun.

#5


P
Zitat:
sich selbst etwas gutes zu tun.

Das- denke ich- ist auch mal wichtig.

#6


B
Hallo Adler83

Arbeitgeber, Krankschreibung und Flucht ... ist auch ein Teil meines Lebens.

Ich selber hatte zwei wichtige "Zielwerte":

Beruflich (ausgelöst durch den Zivildienst) eine für Menschen sinnvolle Tätigkeit
auszuüben.
Privat niemals so zu werden wie meine Eltern (Ehe als einziger "Kriegszustand"
und die eigenen Kinder an die Wand werfen etc.).

Beruflich habe ich zwar die passende Ausbildung gemacht, aber wegen meiner
Ängste niemals wirklich einen dauerhaften Arbeitsplatz gefunden.
Privat habe ich durch Vermeidung/Flucht jeden möglichen Schritt zum Ziel erst
überhaupt nicht versucht.

Je länger ich heute darüber nachdenke, um so mehr glaube ich nun, dass ich
mich hauptsächlich für meine erfolgreiche "Flucht vor dem Leben" belohne.

Der nachdenkliche Beobachter

#7


T
Ich belohne mich dafür, wenn ich mich Situationen, die mit Angst verbunden sind, gestellt habe, trotz der großen Versuchung kurzfristig noch mit einer Ausrede abzusagen.

Z.B. für Arztbesuche (Riesenangst vor Ärzten wegen befürchteter schlimmer Diagnosen)

oder

für die Teilnahme an manchen Festen, Feiern, Treffen etc. (leichte Sozialphobie)


Hinterher bin ich dann mit Stolz erfüllt.
Dies sind zwar keine großen Lebensziele, für mich ist es aber sehr wichtig, diese Dinge zu bewältigen.


Die Belohnung sieht allerdings immmer gleich aus:

im Cafe sitzen - Torte essen - gutes Buch lesen

#8


Adler83
Zitat von Beobachter:
Je länger ich heute darüber nachdenke, um so mehr glaube ich nun, dass ich
mich hauptsächlich für meine erfolgreiche "Flucht vor dem Leben" belohne.

Der nachdenkliche Beobachter


Lass dich nicht anstecken, Beobachter. Es gibt schon genug Leute, die zu viel nachdenken ... über Angst, Flucht ...

#9


Adler83
Zitat von tautröpfchen:
Ich belohne mich dafür, wenn ich mich Situationen, die mit Angst verbunden sind, gestellt habe, trotz der großen Versuchung kurzfristig noch mit einer Ausrede abzusagen.

Prima Ansatz.

Zitat von tautröpfchen:
Z.B. für Arztbesuche (Riesenangst vor Ärzten wegen befürchteter schlimmer Diagnosen)
(..)
für die Teilnahme an manchen Festen, Feiern, Treffen etc. (leichte Sozialphobie)

Hinterher bin ich dann mit Stolz erfüllt.
Dies sind zwar keine großen Lebensziele, für mich ist es aber sehr wichtig, diese Dinge zu bewältigen.


Ziele sind eine Sache, die darf man natürlich gerne haben. Aber ob mit oder ohne große/normale/kleine Lebensziele ... das sind ja alles Alltagsdinge, die du da nennst. Lass doch mal versuchsweise das weg, was du in Klammern geschrieben hast. Und wer geht schon gerne zum Arzt

#10


Adler83
hallo beobachter. deine nachdenklichkeit sei dir natürlich unbenommen

#11


Adler83
meine eigene wü/erde ich gerne gegen mehr spontaneität eintauschen.

#12


Adler83
haben euch eure eltern wirklich an die wand geworfen?

#13


P
Zitat:
haben euch eure eltern wirklich an die wand geworfen?

Wie meinst Du das Adler?
Also mich hat niemand an die Wand geworfen.

#14


C
Mich haben se in den Keller gesperrt....

#15


Adler83
Zitat von pax:
Zitat:
haben euch eure eltern wirklich an die wand geworfen?

Wie meinst Du das Adler?
Also mich hat niemand an die Wand geworfen.




Beobachter hatte das geschrieben. Grausam


Zitat von Beobachter:
Privat niemals so zu werden wie meine Eltern (Ehe als einziger "Kriegszustand"
und die eigenen Kinder an die Wand werfen etc.).

#16


B
Hallo Adler83

Heute geht es bei mir mit dem Denken, aber ich hatte vor wenigen Jahren
eine lange Phase, wo ich mich förmlich um den Verstand und in tiefste
Depressionen gedacht habe.

Und ja, zumindest meine Schwester wurde von unserer Mami als Kleinkind
vielfach "geschüttelt", geschlagen und an die "Wand geworfen".
Das ist etwas 25 Jahre her und damals von Lehrern und Ärzten erkannt
worden, also Aktenkundig.
Ich selber vermute, aus guten Gründen, dass es mir in meiner Kleinkindzeit
auch nicht anders ergangen ist, es fehlt allerdings die Erinnerung.

@Chaosfee:
Ich wurde immer in einem kleinen Zimmer eingesperrt, wenn ich meinen Teller
nicht leeressen wollte. Der dunkle Keller ist mir aber erspart geblieben.

So, und nun zurück zu Adler, Der Beobachter

#17

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Adler83
sonst nichts anzumerken im moment. Ich gebe gleich weiter ...

#18


Adler83
Wie kommst du so plötzlich darauf, dass du dich einmal in tiefste Depressionen gedacht hast? Ich sehe gar nicht den Zusammenhang mit der Frage oder den Beiträgen davor.

Zitat von Beobachter:
Ich selber vermute, aus guten Gründen, dass es mir in meiner Kleinkindzeit
auch nicht anders ergangen ist, es fehlt allerdings die Erinnerung.

Hast du eine Narbe oder etwas Ähnliches, weswegen du so spekulierst?

#19


T
Hallo Adler83,

Zu einer Deiner Fragen im Eingangsbeitrag ist mir noch folgendes eingefallen:

Ich kenne es sehr gut, so gestresst und belastet zu sein, daß es mir gar nicht mehr möglich ist, zu entspannen. Das ist bei mir u.a. der Fall, wenn ich viel Wut runtergeschluckt habe (was oft vorkommt, da ich so gut wie nie wütend werden kann).
Ich bin dann total nervös und unfähig, mich auf irgendetwas zu konzentrieren. Ich überleg mir dann ständig, was ich der betreffenden Person das nächste Mal sagen werde und bin dann sicher, daß ich das auch tun werde.
Ist die Person dann aber da, ist die Wut weg, ich sage wieder nichts, bin anschließend noch wütender. Irgendwann richtet sich dann diese Wut gegen mich, ich fühle mich immer depressiver und schwächer.
Werde ich aber doch mal wütend, fühle ich mich anschließend meist irgendwie schuldig und suche Rechtfertigungsgründe für das Verhalten der Person oder denke, ich bin vielleicht überempfindlich.

Lasse mir manchmal sogar von meiner besten Freundin bestätigen, daß meine Wut gerechtfertigt ist und sie an meiner Stelle auf die betreffende Person auch wütend wäre!!

Ein häufigerer Grund dafür, nicht entspannen zu können sind jedoch bestimmte oder unbestimmte Ängste in Bezug auf die Zukunft.

#20


A


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