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201712.12




Hallo,
so weit bin ich noch nie gekommen. Spätestens bei der Kategorieauswahl meines Beitrages bin ich immer gescheitert.
Seit über 30 Minuten tippe ich Wörter aneinander und korrigiere mich sofort. Alles klingt gewollt, deshalb werde ich keinen Satz mehr löschen. Mir fällt das hier wirklich unglaublich schwer.
Ich habe ernste Verlustängste, das ist mir bewusst und ich weiß woher der Ursprung kommt. Ich hatte die letzten Jahre nur Stress, Existenzängste und habe viel geweint, allerdings kam ich jedesmal erneut aus mir heraus und war schon immer das Leben in Person und habe meine Mitmenschen über alles geliebt.
Seit fast 2 Jahren ist es anders. Sobald ich alleine bin weine ich viel, eher sind es Heulkrämpfe. Ich fühle mich sehr allein und habe unfassbare Schuldgefühle, ich weiß nur oft nicht weswegen ich Schuld empfinde. Ich versuche mich auf die Schule zu konzentrieren, das klappt 20 Minuten und dann möchte ich nur schlafen, schlafen, schlafen und nicht mehr mitbekommen. Ich kann aber nicht schlafen! Ich bleibe bis spät in die Nacht wach und kann schwer einschlafen. Ich wache schweißgebadet in der Nacht auf und fange an Nachzudenken.
Was mich allerdings immer wieder in Forenbeiträge und Psychologenwebsiten führt ist, dass ich seit 2 Jahren schreckliche Panik empfinde, Herzrasen und meine Kehle ist wie zugeschnürt. Ich liege auf meinem Bett und weiß nicht wie ich weiter machen soll, wie es dazu kommen konnte. Ich kann nicht mit mir alleine sein, mich nicht im Spiegel anschauen und ich kann nicht über mich reden, ich möchte das nicht. Das klingt absurd, gerade weil ich diesen Beitrag schreibe. Ich höre lieber zu als selbst zu reden, nur sitze ich mal wieder 5 Stunden still da anstatt für meine morgige Klausur zu lernen. Ich fühle mich unausgefüllt und komplett leer, schlapp und verbraucht. Ich ranze mich selber ab und meine Wohnung auch und trotz dieser inneren Leere, die ich sobald ich nicht im Gespräch bin habe, geht diese ständige Unruhe und das kribbeln in der Brust und der Kloß im Hals nicht weg. Am liebsten möchte ich garnicht denken und mir ist klar, dass ich noch so einiges von früher verarbeiten muss, aber wie kann ich weitermachen und mich wenigstens wieder etwas hoch bekommen, sodass ich meinen Alltag wieder auf die Reihe bekomme.

Ich bin mir nicht sicher was ich hier erhoffe zu finden oder zu bekommen, ich möchte nur diesen unfassbar hässlichen, schmerzenden und verabscheuenden Teufel aus meiner Brust und meinem Kopf bekommen. Hätte ich meine Schwester nicht, hätte ich schon längst nachgegeben.

Ich habe doch so einige Wörter gelöscht und diese Zeilen haben mich 1 1/2 Stunden gekostet, deshalb bitte und hoffe ich sehr, dass jemand mich verstehen kann aber hoffentlich schon überwunden hat. Was ist das in mir?

Ich danke euch!



  14.12.2017 03:28  
Hallo..

Einiges kommt mir sehr bekannt vor, ich fühle mich auch oft allein.. bekomme Heulanfälle, kann nicht richtig schlafen und wache nachts auf und denke so intensiv über eine Sache nach.
In meinem Kopf sind soviele Gedanken... in einigen Dinge kann ich verstehn was du empfindest.. ich schreibe auch ewig an jeder einzelnen Zeile, lösche es dann wieder, schreibe es neu.. Panikattacken habe ich allerdings nicht, naja.. manchmal.. letztens wurde ich mit der Angst konfrontiert jemanden zu verliern der mir wichtig ist. Bin komplett durchgedreht, bekam nen Heulanfall und konnt nicht mehr klar denken..

Leer fühl ich mich auch oft genug.. es gibt Tage da lieg ich nur im Bett, will schlafen.. will meine Ruhe, aber ich kann nicht schlafen.. ich nehm mir oft vor wieder mehr zu tun, stellenweise klappt das.. nur oft hab ich dann wieder diese Tage..

Ich weiß nicht was ich noch schreiben soll.. ich hoffe es hilft dir etwas, dass es anderen ähnlich geht..

Liebe Grüße

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