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INSURANCER
Mitglied

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Hallo zusammen,
ich habe das Problem, dass wenn ich ein Datum höre oder lese, dass ich in ungefähr abschätze, ob es in einer Zeit war, als ich glücklich war oder wie sonst mein psychischer Zustand so war.
Wenn ich zum Beispiel ein Datum lese, was in der Zeit war, als ich noch glücklich war, vermisse ich fürchterlich die Zeit und habe ein starkes Brustengegefühl.

Darüber zu schreiben und die passenden Worte zu finden finde ich unheimlich schwer.

Wie kann ich damit umgehen ?

17.08.2023 x 1 #1


1 Antwort ↓

M
Zitat von INSURANCER:
Wie kann ich damit umgehen?

Indem Du Dir mal anschaust, was Zeit eigentlich im absoluten (= subjektiven) Sinne denn bedeutet: nämlich nix. Dasselbe gilt für Raum (Verortung).
Das Ego (Ich-Erleben) definiert sich neben den Sinneskontakten v. a. über Raum und Zeit.

Ohne "hier und dort" kein "Ich", ohne "früher, jetzt und später" kein "Ich".

Und ohne "Ich" keine Erlebens-Bewertung:

Zitat von INSURANCER:
...ob es in einer Zeit war, als ich glücklich war oder wie sonst mein psychischer Zustand so war.

Das Ego mischt sich immer ein, wirkt bewertend und erzeugt somit oft Leid, wenn man diese Zusammenhänge nicht auf dem Schirm hat.

Die Verwendung von Zeit und Raum nutzt der menschliche Geist im Alltag und beides ist dafür auch sinnvoll und angemessen (sic!). Doch vom absoluten Standpunkt aus gesehen ist beides pure Fiktion. Sein geistiges Befinden jedoch auf einer Fiktion aufzubauen, kann zwar funktionieren, aber ergo bleibt auch dann das, was wir als "Ich" erleben (und bewerten) reine Fiktion. Es bleibt eine Fiktion in einer fiktiven Welt.

Sogar die therapeutisch oft empfohlene Strategie "im Hier und Jetzt" zu verweilen ist eigentlich Humbug - denn wo wäre denn "Hier", wann wäre denn "Jetzt"?

Lass derlei Begriffe mal einfach fallen und erlebe einfach...Du wirst sehen, wie "erleichternd" Bewertungsfreiheit sein kann zwinkern.

x 3 #2





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