lapatricia
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danke für die Aufnahme hier.
Eigentlich bin ich inzwischen recht stabil. Die großen Dramen bleiben aus, und ich habe in den letzten Jahren viel über mich verstanden. Vor einiger Zeit wurde bei mir außerdem Autismussspektrumsstörung diagnostiziert, was rückblickend vieles erklärt und mir geholfen hat, mich besser zu verstehen.
Trotzdem gibt es ein Thema, mit dem ich einfach nicht weiterkomme.
Ich habe in meiner Kindheit viel Misshandlung und Traumatisierung erlebt. Mein Nervensystem ist dadurch dauerhaft in Alarmbereitschaft. Hypervigilanz begleitet mich eigentlich ständig.
Wenn dann einmal Ruhe einkehrt und gerade nichts Schlimmes passiert, fühlt sich das für mich fast ungewohnt oder sogar falsch an. Manchmal habe ich den Eindruck, dass mein Gehirn dann unbewusst anfängt, nach neuen Gefahren oder Problemen zu suchen. Ich frage mich dann zum Beispiel, ob in meiner Partnerschaft etwas nicht stimmt, suche nach Fehlern oder zweifle Dinge an, obwohl objektiv eigentlich alles ruhig ist.
Gleichzeitig habe ich mehrere chronische Erkrankungen, unter anderem Autoimmunerkrankungen und Fibromyalgie mit chronischen Schmerzen. Es ist also tatsächlich oft irgendetwas los. Trotzdem frage ich mich immer häufiger, ob ich echte Ruhe vielleicht gar nicht mehr aushalten kann, weil mein Nervensystem so sehr an den Alarmzustand gewöhnt ist.
Ich bin alle zwei Wochen in Traumatherapie und habe außerdem Somatic Experiencing gemacht. Das hat mir vieles gebracht, aber bei diesem Thema komme ich irgendwie nicht weiter.
Kennt das jemand von euch? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Und was hat euch geholfen, diesen Kreislauf zu durchbrechen und Ruhe nicht mehr als etwas Fremdes oder Bedrohliches zu erleben?
Ich freue mich über eure Erfahrungen. Vielen Dank.
• • 06.08.2026 x 2 #1