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201706.12




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Bodensee
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Mist...autokorrektur...
KHK sollte es heissen.. .
Wie kommt dein Arzt denn da drauf?
Probier es...wir haben es selbst in der Hand...

Auf das Thema antworten




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RLP
17
  07.12.2017 00:04  
Achso, kein Ding, hätte ja auch eine andere Abkürzung sein können... :-)

Mein Arzt saß direkt am Bildschirm und ihm fielen da ein paar Linien auf die ein Hinweis auf KHK sein können (so sein Wortlaut),
natürlich klingt das alles in meinen Ohren wie ein Todesurteil, gehe mir selbst schon auf die Nerven damit, permanent dieses Beobachten und bewerten von Symptomen..... seufz



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Hessen
45
  07.12.2017 00:31  
Klingt stark nach Hypochonder das kenne ich nur zu gut bei den kleinsten Symptomen denkt man sich wieder das man an einer ernsthaften Erkrankung leidet. Kaum gehen die Symptome weg und man hat Ruhe geht das mit dem Symptomen wieder los und man ist wieder am Anfang.

Also ich denke schon das man das Heilen oder verbessern man muss entspannter und lockerer werden und sich seinen Ängsten stellen und die Symptome akzeptieren den umfallen kannst du davon nicht es sind eben Panikattacken die dauern in der Regel 3-10 Min falls die Angst mit Symptomen mal wieder aufkommt einfach mal auf die Uhr schauen und das aushalten.



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Bodensee
433
  07.12.2017 21:27  
Ja ich würd es wie mein Vorschreiber machen...ich Les bei ner Panikattacke immer hier im Forum...das beruhigt mich immer sehr





74
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RLP
17
  12.12.2017 23:59  
Ja, ich bleibe tapfer. Heute war ein guter Tag, kaum Ängste und Symptome.
Wäre schön, wenns immer so wäre.....
Seltsamerweise geht es mir besser wenn ich, so wie vergangene Nacht, kaum geschlafen habe und eigentlich total
gerädert bin.
Die Nacht war schlimm, hatte schlimme Bilder im Kopf und Angst einzuschlafen.
Meine Grundstimmung momentan: Sterben musst du so oder so, ob jetzt oder in paar Jahren....
Wenn ich bis zum Termin schaffe (ich also bis dahin überlebe), bekomme ich Gewissheit. Vielleicht alles gar nicht so schlimm oder
doch. Dann wird eben behandelt oder gestorben!
Und danach?
Dann kommt das nächste..... wieder eine andere Angst, wieder ein Arztbesuch, wieder Gewissheit,...
Das geht immer so weiter, das kann doch nicht immer so weiter gehen.
Fühle mich total egoistisch und leer, lebe gar nicht mehr richtig sondern überlebe meine Ängste Tag für Tag.
Kann die Vorweihnachtszeit gar nicht genießen dadurch.
Schade :-(



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Bodensee
433
  13.12.2017 09:33  
Hey...
die Angst kann dir gar nichts. Die wird uns nicht töten.





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RLP
17
  08.01.2018 23:02  
Ich finde es immer klasse, wenn ihr hier berichtet, was die Untersuchungen ergaben.
Demzufolge berichte ich mal von meinem Herzultraschall.
War natürlich sehr angespannt aber der Kardiologe konnte nichts krankhaftes feststellen.
(@Kopfloseshuhn musst keinen Besen fressen :-) )
Wobei er nicht so gründlich geschallt hat wie ich es von vorherigen Untersuchungen kenne.
Habe ihm auch von meiner Herzneurose erzählt. Er meinte bloß, dass ich die gar nicht haben müsste.
Und irgendwie hat mir dieser Satz so richtig gut getan und ich habe mich seit langem mal wieder richtig erleichtert gefühlt.
Das einzige was mich ein wenig verunsichert hat, war die Tatsache, dass er einen Knoten in meiner Schilddrüse entdeckt hat (er hat die einfach mal mitgecheckt). Das kuriose daran: Bei einer Untersuchung nach einem Autounfall Anfang des Jahres wurde dieser Knoten zufällig entdeckt und ich bekam eine Überweisung zur Radiologie. Dort hieß es, ich hätte keine Knoten und auch meine Schilddrüsenwerte waren angeblich in Ordnung.
Der Kardiologe erklärte es damit, dass er ein hochauflösendes Ultraschallgerät hat, was die Radiologen nicht haben....aber ich ging immer davon auf, dass ein Szintigramm ebenso hochauflösende Ergebnisse liefert.
Das macht mich jetzt schon ein wenig böse bzw. fühle mich in meinem Misstrauen nur bestätigt (gegenüber den Göttern in weiß).
Und NEIN, ich habe nicht nach Knoten gegoggelt sondern werde in 2 Tagen diesen neuen Befund mit meinem Hausarzt besprechen.
Vielleicht hat hier ja jemand Erfahrung damit?

Ich Danke euch für die aufmunternden Zeilen.....



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Schlumpfhausen
664
  08.01.2018 23:47  
Spirina hat geschrieben:
Relativ schnell wurde eine Posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert die erfolgreich therapiert wurde.

Dann folgt ein beruflicher und privater Neustart und alles war gut.
Vor etwas mehr als einem Jahr fing es wieder an.
Eine kleine Erkältung mit leichtem Fieber und ich bekam plötzlich Panik und war wie gefangen in mir selbst und sofort an eine
erneute Blutvergiftung gedacht oder Herzmuskelentzündung (keine Ahnung wie ich darauf komme).
Mein Körper produziert, neben den tatsächlichen Erkrankungen, permanent neue Beschwerden die mich sofort aufhorchen lassen.

Gibt es Heilung bzw. geheilte hier?
Liebe Grüße von der verzweifelten Neuen

Hallo Spirina.

Ich antworte mal auf deinen Ursprungs-Post.
Eine PTBS (habe auch ich) ist ja nunmal die Folge eines seelischen Traumas. Was zu jederzeit durch eine Re-Traumatisierung reaktiviert werden kann. So bei dir geschehen. Deine körperlichen Beschwerden sind in der Summe bestimmt eine psychosomatische Begleiterscheinung.

Ich hatte eine Traumatherapie seinerzeit. Und in den Jahren danach bisher 3 schwere Re-Traumatisierungen. Und bin immer sofort zum Psychiater gegangen um mir Hilfe zu holen. Die Liste der körperlichen Symptome bei mir ist lang. Und es hörte solange nicht auf und wurde nur noch schlimmer, bis ich erneut das ursprüngliche Trauma und die Gefühle der Hilflosigkeit die damit einher gehen, thematisiert habe.

Das wurde bei mir in der Psychotherapie gemacht. Ich wurde sortiert, stabilisiert und mein Selbstvertrauen gestärkt. Es geht bei eigentlich jeden Trauma darum, sich selbst wieder zu vertrauen. Und immer einsortieren zu können, das die Angst und Hilflosigkeit ein Gefühl von "früher" ist.

Meine Therapeutin hat es mit mal so erklärt, das bei einer Re-Traumatisierung die Datei (das Trauma) wieder hochgeholt und geöffnet wird. Alle Gefühle die dann vorherrschen, sind zu 90 % das Trauma aus der Vergangenheit. Ausgelöst durch einen Moment der Angst, ein Gefühl, eine Erinnerung an das Trauma. Zack - ist es wieder da. Alles.

Dann wird in der Therapie die Datei neu angegangen. Sie wird sortiert, man spricht über das was früher so schrecklich war und was es aus einem gemacht hat. Mit der Zeit schließt sich die Datei wieder. Aber sie ist ja noch da. Passiv. Aber etwas kleiner. Etwas leerer.

Mit jeder Re-Traumatisierung wurden die Phasen der Neu-Verarbeitung kürzer. Denn ich hatte ja gelernt wie es geht. Ich wusste ja, das ich Ressourcen habe und konnte schneller darauf zurück greifen...

Die körperlichen Symptome wurden step by step weniger...

Mich graut natürlich auch vor der nächsten Re-Traumatisierung. Aber auch das werde ich schaffen. Und mir vor allem IMMER Hilfe holen.

Danke1xDanke




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RLP
17
  09.01.2018 01:15  
@Skade
Das hast du schön verständlich erklärt :-)
Da bedeutet, wir sind mehr oder weniger die Marionetten unseres Trauma, jederzeit in Gefahr durch eine Re-Traumatisierung
erneut ausgeliefert zu werden, mit sämtlichen Ängsten, Symptomen und was noch damit einhergeht ? Furchtbare Vorstellung aber so ist es bei mir.
Aktuell bin ich auch wieder in Therapie und bearbeite das ursprüngliche Trauma was gegliedert ist in 5 verschiedenen Erfahrungen zum Thema Krankenhaus, OP- Narkose, Ärzte (so viel Pech kann ein Mensch eigentlich gar nicht haben).
Ich bin immer in Alarmbereitschaft und gedanklich kurz vorm Exitus.
Es ist ja nicht nur das Trauma an sich, was mich belastet sondern auch das hadern mit dem eigenen Schicksal. Warum
passiert es immer wieder, warum immer mir? Was kommt als nächstes? Ein "noch dickerer Hammer"? Gibt´s nicht, das nächste Mal überlebe ich nicht.
Problematisch ist die Tatsache, dass ich bereits einige Erkrankungen habe die sich nicht mehr beheben lassen.
Ich wäre gerne wieder optimistisch und lebensfroh, dass ist auf der Strecke geblieben.....
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft bei der Bewältigung deines Trauma.
Wichtig ist ja schließlich immer am Ball zu bleiben und nicht aufzugeben.



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Schlumpfhausen
664
  09.01.2018 08:11  
Also ich empfinde mich nicht als Marionette meines Traumas. Und ich habe ein fast 2 Jahrzehnte anhaltendes gehabt. Inklusive frühkindlich, wo nachweislich meine Entwicklung gestört wurde. Irreparabel. Und körperlich schwer erkrankt bin zudem. Was aber nichts mit dem Trauma zu tun hat.

Das du dich ausgeliefert fühlst und Sinnfragen stellst, halte ich für einen natürlichen Prozess im zeitlichen Ablauf der Traumabewältigung. Du dachtest mal, du hättest gekämpft und es geschafft. Und nun hast die fest gestellt, das du wieder zurück geworfen bist. Wieder im Opfermodus, emotionell. Das du dich auf dich selbst anscheinend nicht verlassen kannst.

Das scheint "jetzt" so. Die Sicht wird sich verändern. Es geht ja auch um die "Annahme" des Schicksals und das Vertrauen in die eigenen Ressourcen.

Das Leben macht auch mit Trauma einen Sinn.
Das Leben macht auch mit körperlicher Erkrankung einen Sinn.

Nur wirst du über die Jahre lernen müssen, diesen Sinn neu zu definieren. In kleinerer Form als deine Träume einst waren. Die Wertschätzung für das eigene Leben kann durchaus zurück kommen. Aber das hadern mit dem eigenen Schicksal wird ein Begleiter...

Danke2xDanke
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