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Zu allererst fände ich es mal erstrebenswert nicht alles was deinem Mann die letzten Jahre widerfahren ist auf die Antidepressiva zu schieben
denn es vieles was diese Antidepressiva in einem bewirken liegt zum großen Teil am Umgang mit diesen Antidepressiva
Dazu zählt z.b. die Ernährung, sportliche Aktivität und vorallem die mentale Denkweise
Alles was ich bisher ais deinen Nachrichten herauslese ist stumpfes suchen nach Schuldigen für eure Unwissenheit
Gerade bei sowas sollte man nicht einfach naiv das tun was einem ein Artzt sagt sondern man sollte bevor man sich dazu entscheidet ein solches Medikament zu nehmen selbstrecherche über alle möglichen Informationen zu betreiben und man braucht kein Mediziner sein um z.b. die logischen Wirkungsweise eines Antidepressivum zu verstehen
Kannst du mir zum Beispiel die Wirkungsweise eines Antidepressivum auf das Zentrale Nervensystems im Gehirn erläutern?
Nein? Dachte ich mir .....
Wenn du das nämlich wüsstest dann wüsstest du dass dein achso tolles Johanniskraut exakt das Selbe im Gehirn bewirkt mit dem einzigen Unterschied das es pflanzlich ist dennoch ist es ein MAO-Hemmer genauso wie jedes andere chemische Antidepressiva
So was macht ein Antidepressiva überhaupt?
So ein Antidepressiva soll laut Theorie einfach gesagt bewirken, dass der Botenstoff Serotonin und teilweise auch Noradrenalin effektiver vom zentralen Nevensytem genutzt wird in dem dieser gehemmt wird indem dieser Botenstoff wiederum länger an der Andockstelle im zentralen Nervensystem verweilt
Und genau das Selbe bewirkt die Einnahme von Johanniskraut auch d.h. ob dein Mann nun chemisches Antidepressiva oder pflanzliches Johanniskraut einimmt macht tatsächlich auf die Wirkweise keinen Unterschied und genau aus diesem Grund sollten diese auch niemals zusammen eingenommen werden dadurch besteht nämlich das Risiko eines Serotonin-Syndroms
Dies bedeutet das zu viel Serotonin gehemmt wird bzw. Das Serotonin zu lange an der Andockstelle verweilt selbiges würde bei einer Überdosis eines Antidepressivum passieren was das bedeutet kannst du ja googlen
Sorry dass ich hier so auf schlau mache aber es gibt einfach Dinge die sollte man als Konsument eines Antidepressivum einfach wissen und mir kommt es nicht so vor als ob du oder dein Mann darüber bescheid wissen aber diese Dinge muss man selbst recherchieren die bekommt man nicht vom Arzt mitgeteilt
Aber dieses Wissen z.b. über die Wirkweise dieses Medikaments ist enorm Wichtig für den Umgang mit diesem Medikament
Da wird einem auch klar warum das ausschleichen wie auch das einschleichen eines solchen Medikaments Wochen oder teilweise Monate dauert
Euch scheint einfach nicht bewusst zu sein das ein Antidepressiva einen massiven Eingriff in das zentrale Nervensystem vornimmt da könnt ihr die Dosierung nicht einfach mir nichts dir nichts hin und her wechseln wie eure Unterhosen ist doch logisch dass das zentrale Nervensystem deines Mannes auf einmal nicht mehr damit klar kommt und heftige Nebenwirkungen zu tage kommen wenn ihr plötzlich die Dosierung von heute auf morgen halbiert das muss in ganz kleinen Schritten abdosiert werden und das über Monate damit das zentrale Nervensystem sich apö apö daran gewöhnt das jetzt das Serotonin weniger lange an der Andockstelle verweilt und erst recht bei so einer langen Einnahmedauer da dauert das ausschleichen noch länger als normalerweise weil das Zentrale Nervensystem deines Mannes sich komplett an diesen Rhytmus dieses andockens und abdockens des Botenstoffs Serotonin gewöhnt hat durch dieses viel zu schnelle absetzen des Antidepressivum und wieder Einschleichen eines anderen gerät dieser Rhythmus einfach komplett durcheinander
Jetzt geht erst einmal darum dass das dein Mann jetzt erstmal kontinuierlich kontrolliert mit einem Antidepressiva einen ausreichenden Serotonin-Spiegel aufbaut damit der Serotonin-Haushalt wieder einen gleichbleibenden Rhytmus hat und wenn dies dann gegeben ist dann kann man noch mal über das ausschleichen nachdenken aber dann in sehr sehr kleinen Schritten über Monate hinweg geplant und nicht wie der Bauer mit der Axt im Wald
und genau das ist das was ich meine wenn man über das nötige Wissen verfügt dann kann man an den Umgang mit einem solchen Antidepressiva viel strukturierter und bedachter rangehen
LG hoffe dieser Exkurs in die Welt der Antidepressiva hat euch ein wenig weitergeholfen