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Skeletor

Skeletor
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Hiesige Forumsmitglieder hatten mich gefragt, was es denn mit dem Blog von P. K. Gillman auf sich hätte, welchen ich in meiner Signatur verlinkt habe.

P. K. Gillman ist ein pensionierter klinischer Psychiater & Neuro-Pharmakologe, und ist eine nicht gänzlich unbekannte Instanz im Bereich der irreversiblen non-selektiven "Monoamine Oxidase Inhibitoren" (MAOI), sowie ein Spezialist auf dem Gebiet der Serotonin-Toxizität. Er hat im Laufe seiner Karriere einige wichtige Papers zu oben genannten Themen veröffentlicht und ist früher des Öfteren zusammen mit Stephen M. Stahl und anderen Größen des Fachgebiets in "Interviews" und Talkrunden aufgetreten. Wie bereits erwähnt, ist er mittlerweile in Pension.

Auf seinem Blog nimmt er sich einiger fachbezogener Themen kritisch an und beleuchtet viele Aspekte der Psychopharmaka-Therapie, insbesondere aber: MAOI, Serotonintoxizität, Pharmakokinetik & Pharmakodynamik, Effektivität von Antidepressiva, neue vs alte Antidepressiva, Einfluss der Pharmaindustrie auf Studien & Ärzte... und vieles mehr! Auch wenn man ihm möglicherweise nicht in jedem Punkt zustimmt, so trifft er trotzdem (imho) sehr oft ins Schwarze und seine Artikel sind definitiv lesenswert.

Das schöne ist, dass er auch Fragen per eMail beantwortet und Skype-Konferenzen durchführt. Völlig kostenfrei, wobei ihr natürlich gerne auf freiwilliger Basis etwas spenden könnt, um den Betrieb seines Blogs zu unterstützen. Solltet ihr mit eurer jetzigen psycho-pharmakologischen Behandlung in einer Sackgasse angelangt sein und nicht mehr weiterwissen, dann könnte es sicherlich nicht schaden unverbindlich um "Rat" zu fragen... (Englischkenntnisse vorausgesetzt )

sein Blog:

Google Scholar Hauptseite: ... AAAJ&hl=en

13.12.2018 x 2 #1


7 Antworten ↓


Skeletor
Hier übrigens seine "Publications": https://psychotropical.info/publications/

Einige sogar als PDF downloadbar Wink

Recht interessant fand ich ja sein Trizyklika-Review:
https://psychotropical.info/wp-content/ ... pdated.pdf
https://bpspubs.onlinelibrary.wiley.com ... jp.0707253

#2


A


Peter Kenneth Gillman psychotropical info

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Acanthurus
Bin etwas neben der Spur die englischen Texte zu lesen bzw. zu übersetzten. Was sind denn die wesentlichen Unterschiede laut P. K. Gillman bei der Behandlung mit alten TZA`s und den neueren AD`s?

x 1 #3


Schlaflose
Zitat von Acanthurus:
Bin etwas neben der Spur die englischen Texte zu lesen bzw. zu übersetzten. Was sind denn die wesentlichen Unterschiede laut P. K. Gillman bei der Behandlung mit alten TZA`s und den neueren AD`s?


Also ich habe Englisch studiert und bin nicht neben der Spur, aber ich verstehe kein Wort, weil ich fachlich vom Thema keine Ahnung habe Laughing

x 1 #4


Skeletor
Zitat von Acanthurus:
Nach


Naja, in erster Linie haben TZAs Eigenschaften, welche den therapeutischen Effekt abrunden: sie sind nicht rein serotoninerg, sondern i.d.R. auch noradrenerg, weisen 5HT- und H1-Antagonismus auf, sowie anticholinerge Eigenschaften. Anticholinerge Eigenschaften mögen zwar einen Hauptteil der Nebenwirkungen verursachen, aber sie können auch zum therapeutischen Effekt beitragen... (abhängig von der Art der Depression)

#5


Schlaflose
Das verstehe ich selbst auf deutsch nicht Mr. Green

x 1 #6


Skeletor
Er hat unter einem seiner Artikel ein interessantes Unterkapitel:

When to consider avoiding SRIs as first choice
https://psychotropical.info/tca-intro/

#7


Skeletor
Zitat von Skeletor:

Naja, in erster Linie haben TZAs Eigenschaften, welche den therapeutischen Effekt abrunden: sie sind nicht rein serotoninerg, sondern i.d.R. auch noradrenerg, weisen 5HT- und H1-Antagonismus auf, sowie anticholinerge Eigenschaften. Anticholinerge Eigenschaften mögen zwar einen Hauptteil der Nebenwirkungen verursachen, aber sie können auch zum therapeutischen Effekt beitragen... (abhängig von der Art der Depression)

Sogesehen sind die meisten TZAs mehr NRI als SRI...

#8






Dr. med. Andreas Schöpf
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