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@miriiii
Erstverschlimmerungen sind bei einem AD völlig normal, hatte ich auch beim einschleichen von Sertralin das ging von Plötzlich auftauchenden Panikattacken bis hin zu suizidalen Gedanken die waren aber nach 3 weiteren tagen Einahme weg
und die Panikaattacken und die Unruhe wurde von Woche zu Woche weniger
das hat nichts mit dem Medikament Perse zu tun sondern damit dass das Gehirn sich erstmal an den neuen Serotonin/Noradrenalin Haushalt gewöhnen muss, das muss sich dann alles erstmal einpendeln es muss erstmal ein stabiler Serotonin/Noradrenalin Spiegel aufgebaut werden und das dauert eben
die Psyche reagiert dann bis dahin mit solchen "Nebenwirkungen"
ein einfacher Trick der mir geholfen hat um das besser verkraften zu können ist
nagative Gedanken in positive Gedanken umzuwandeln
z.B. bezogen auf die Erstverschlimmerung denkt man sich einfach:
"ah sehr gut ich habe zum Glück habe eine Erstverschlimmerung, wenn ich diese nicht hätte würde das heißen dass das Medikament nicht anschlagen würde, also wirkt es sehr gut!"
und soll ich dir mal was sagen es ist tatsächlich so dass eine Erstverschlimmerung das erste Anzeichen davon ist dass ein AD wirkt, es löst dann also etwas in deiner Psyche aus, das ist positiv
wäre dem nicht so, würde das heißen das AD wirkt bei dir nicht
das wäre viel schlimmer
wichtig ist auch dass du an die Wirkung des AD´s glaubst, wenn du das nicht tust dann wird keines wirken
denn ein AD wird nicht wirken wenn du Tag für tag die Wirkung des Medis anzweifelst
du musst etwas dafür tun damit es wirkt und zwar im Kopf wie auch körperlich du musst dabei aktiv werden und zwar selbstsändig die Wirkung fällt dir nicht einfach in den Schoß
ich gebe dir mal ein Beispiel wie so ein SSRI funktioniert
und zwar an einem antriebssteigerndem SSRI (Sertralin)
Sertralin ist, wie gesagt, antriebssteigernd
durch die Antriebssteigerung bekommt man Lust Dinge zu unternehmen, am Anfang ist dieses Gefühl noch sehr befremdlich und man kann es nicht richtig deuten aber sobald es sich eingependelt hat lernt man dieses Gefühl wieder korrekt zu interpretieren und man macht sich Pläne was man denn so unternehmen kann
auf diese Weise bringt der Drang etwas tun zu müssen der ja vom Sertralin ausgelöst wird einen auf andere Gedanken
deswegen hilft Sertralin ja so gut gegen Zwangsgedanken
so funktioniert das
es ist halt nur, gerade in der Einschleichphase, sehr sehr wichtig sich dinge zu suchen auf die man Lust hat zu machen selbst wenn es nur Kleinigkeiten sind, man muss etwas machen um von dieser Gedankenspirale weg zu kommen
ich z.b. habe mir 3 Monate lang eingebildet ich hätte einen Schmerz im Ohr der garnicht da ist
eine Psychosomatische Störung halt, jetzt ist das weg
du musst dran glauben und durchziehen und nicht gleich aufgeben
btw ich war auch bei der akuten Phase bei meiner mom und die ist was das angeht genauso wie deine Eltern
weißt du was ich mir dachte immer dann dacht als sie mir einreden wollte diese Psychofamaka sind alle Mist?
"ahja Mist also was? ich werde dir beweisen dass das kein Mist ist!" und jetzt, jetzt geht es mir wieder gut
dank Psychofamaka
btw würde ich deinen Psychiater nach einem Bedarfsmedi fragen wenn die Erstverschlimmerung mal wirklich 0 ertragbar sein sollte
ich persönlich habe das aus eigenem willen mit Lorazepam (Tavor) 0,5 mg gemacht
würde ich aber nur empfehlen wenn man nicht groß suchtaffin gegenüber Benzos ist und sich mit dessen Umgang zu 100% bewusst
mir hat das nicht geschadet ganz im gegenteil sie waren mein Rettungsschirm in der Not aber da jeder eine andere Meinung zu
09.05.2023 10:01 •
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