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Zitat von wokoschan: und teile zu wenig aus ...
Da muss ich jetzt mal nachfragen, habt ihr sonst eher einen rauen Umgangston miteinander? Du sagst du teilst zu wenig aus, bist derzeit empfindlich. Teilst du sonst genau so aus, und hast das warum auch immer geändert? Ich finde es schwierig da ein Bild von der Freundschaft zu bekommen.
Ich hab jetzt zwei Szenarien im Kopf, einmal zwei Menschen, die grundsätzlich in eine Art freundschaftliche Käbbelei verstrickt sind und sich verbal gegenseitig nichts schenken, aber ohne dass es wirklich darum geht den anderen zu verletzten. Im Grunde ist das ein sehr vertrauter Umgang miteinander, den Außenstehende oft nicht nachvollziehen können. Wenn einer der beiden dann aber keine Lust mehr auf diese Art des Umgangs hat, wird es schwierig.
Oder das zweite Szenario, das liest sich nicht (mehr) wie eine Freundschaft, sondern wie ein kleiner Machtkampf. Wobei du als der ruhigere und vielleicht sensiblere Part den kürzeren ziehst. Dabei weiß die andere Person halt, dass sie genüsslich weiter austeilen kann, denn du ziehst keine Konsequenzen. Ist auch nicht ganz leicht, wenn man sich noch auf der Arbeit begegnen muss und gemeinsam Urlaub geplant hat. Man verlässt sich also darauf, dass du stillhälst und einsteckst.
Bei mir war damals letzteres der Fall, meine "Freundin" glaubte wirklich, sie kann mich runtermachen, ganz gezielt, weil sie nicht ertragen hat, dass mein Mann und ich uns einen Traum erfüllt haben, der schon lange geplant und bekannt war. Ich habe nicht mehr so funktioniert, wie man es gerne hatte. Es kamen nur noch Provokationen, Schadenfreude und Gemeinheiten. Es fielen Sätze wie "du hast in nichts Erfahrung" und "wenn du wirklich umziehst, bedeutet das den Verlust aller sozialen Kontakte". Sie hat sich wirklich drauf verlassen, dass ich zu schwach bin einen Schlussstrich zu ziehen. Tja, war ich aber nicht. Und schon in dem Moment wo ich den Schlussstrich gezogen hatte, mit allen Konsequenzen, hab ich mich wie befreit gefühlt und bin ehrlich gesagt immer noch froh, die los zu sein.