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B

batava
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Hallo,

Ende Januar war ich für 12 Tage in der Psychiatrie. Es war schrecklich dort.
Sehr viel Zwang und Kontrolle. Gepräche wurden nicht angeboten sondern sogar abgeblockt.
Das Pflegeteam war überwiegend barsch. Oft lästerten sie über Patienten und demütigten einige. Besonders diejenigen, die eh nichts entgegen zu setzten hatten.

Da ich vor Aufenthalt stürzte hatte ich Schmerzen im Rippenbereich. Der Arzt meinte es sei ein Prellung und lies es unbehandelt. Nach Aufenthalt ordnete mein Hausarzt eine Rö-Aufnahme an. Der Befund ergab eine Rippenfraktur.

Auch musste ich das Medikament Mirtazapin einnehmen. Ich bekamm dadurch nachts Zuckungen und war unruhig. Die Zuckungen waren wohl schon Absencen eines epileptischen Anfalls. Ich regiere sehr empfindlich auf Medis.
Der Arzt meinte, dass komme als Nebenwirkung nicht vor und erhöhte auf 30mg.

Das habe ich nicht mehr genommen und habe psychisch angeknackst, also mehr als vorher, diese Klinik verlassen.

Inzwischen sind ja schon einige wochen vergangen. Mit meinem Therapueten bearbeite ich überwiegend die Erlebnisse bzw. psychischen Auswirkungen meines Aufenthaltes.

Ich habe jetzt eine Patientenverfügung aufgesetzt.

Viele Grüße
batava

25.06.2011 #1


35 Antworten ↓
O

Oldie is Back !!!
Gast

Nur mal nebenbei. Es sind nicht alle Psychiatrien schlecht. War früher in einigen und ausser Fixierungen einiger Patienten über Nacht die im Entzug aggresiv wurden ist da keiner zu nix gezwungen worden.

Es gibt überall mal schwarze Schafe. Doch nicht überall. Es gibt Regeln die einzuhalten sind Medikamente die fest verschrieben sind und Bedarfsmedikation. Auch Ausgang nach den ersten 14 Tagen oder Umzug von der geschlossenen auf die offene Abteilung.

Gibt dort extra Gruppen und Abteilungen die zur Vorbereitung auf eine Langzeitherapie machen meist 9 Wochen und einen geeigneten Platz suchen und wenn ich oder jemand anders eine Schwester angesprochen haben war immer ein offenes Ohr da.

Wenn auch manchmal der Chefarzt befragt werden mußte telefonisch, aber es wurde sich gekümmert.

Also nicht auf die Idee kommen eine Psychiatrie die nicht gut war gleich alle Psychiatrien wären schlecht !

Außerdem weil es schon einmal mißverstanden wurde. Ganz wichtig. Psychiatrie hat überhaupt gar nichts mit einer psychosomatischen Klinik zu tun.

In der Psychiatrie ist eine Notfallambulanz wo man zuerst hinkommt. Da sind alle Krankheiten vertreten vom Alk. Junkie Chizophrenen psychotischen Halluzinierenden geisteskranken Patienten bis hin zum Selbstmordgefährdeten. Meist auf einer Station.

Eins Psychosomatische Klinik ist ein meist genmütlich eingerichtetes Haus oder mehrere in der Natur wo nur Leute behandelt werden die trocken sind , die Ängste und Panikattacken haben ,die Essgestört sind ,oder Burnout und ähnliches haben . Das hat mit Psychiatrie nix zu tun.

Beispiel siehe hier. :

http://www.kliniken-wied.de

So oder ähnlich sieht eine Psychosomatische Klinik aus. Galerie betrachten unten Fotos;-)

Das sind KEINE PSYCHIATRIEN !

27.04.2011 15:09 • #34


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Nach Psychiatrieaufenthalt traumatisiert

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wunna

wunna
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Batava,

das erinnert mich an meinen ersten Aufenthalt. Ich bin gekommen, weil ich Hilfe brauchte und erhalten habe ich Medis, die heftigste körperliche Nebenwirkungen hatten (und nicht abgesetzt wurden) und eine Ärztin, die nur halbtags da war, andere Mitarbeiter, die sich nicht zuständig fühlten und lieber in ihrem Glaskasten hockten.

Um mich herum Patienten, die wie Zombies rumliefen oder nachts laut ihre Todesängste rausschrien.

Das war ein Alptraum, den ich nach kurzer Zeit beenden konnte, weil ich freiwillig da war und mit der Hilfe meiner Mutter und gegen die Empfehlung der Ärztin gegangen bin. Sagen wir mal: Ich weiß, auf welche Station ich nicht mehr gehe.

Das war mein erster Kontakt mit der Psychiatrie und ein echter Schock.

Seitdem habe ich noch mehr gesehen. Andere Klinik und manchmal doch gleiches Spiel. Ich muss sagen, bei einigen Mitarbeitern hatte ich den Eindruck, dass die Psychiatrie als Arbeitgeber einen bestimmten Menschentyp anzieht und nicht gerade den liebevollen, sanften Helfertyp.

Andere Erfahrungen habe ich aber auch gemacht. Z. B. in einer Tagesklinik und auf einer Psychotherapiestation. Generelle Aussagen sollte man daher vermeiden. Aber das habe ich auch nicht in deinem ersten Beitrag gelesen.

Ich würde so gern mal erzählen, wie schlimm es auf manchen Stationen zugeht und wie oft ich - nicht zwingend bei mir selbst - erlebt habe, dass es da Menschen gibt, die ihre Macht über Andere ausleben und das gerade bei psychischen kranken Menschen, die Verständnis und Unterstützung brauchen.

Andererseits: Wohin gehen, wenn man eine Krise hat?

25.06.2011 13:58 • #36


Zum Beitrag im Thema ↓


S
schlimm genau das wovon ich immer rede.. so ein Aufenthalt tut nicht jedem gut =(

das tut mir so leid für dich
Ich glaube, ich hab auch durch meine Aufenthalte dort eine Abneigung "in Freiheit" zu Therapeuten zu gehen..

#2


C
Mh ja ich auch....irgendwie hab ich zu denen kein Vertrauen..warum sollte man auch? Man kennt den Menschen nicht....und er bekommt Geld dafür das er mit einem redet...

Glaube ich auch das manchen so ein Klinikaufenthalt nicht bekommt und man hinterher verwirrter wieder raus kommt....
klar mit den Tabletten sind die schnell dabei...

Tut mir leid für dich ,das du so schlechte Ehrfahrungen gemacht hast in der Klinik....konntest du dich nicht selbst entlassen?

Lg.Eva

#3


K
Ohje das ist echt schlimm!! Aber das hab ich schon mehrfach gehört das viele traumatisiert sind von so einem Aufenthalt. Eine Bekannte von mir mußte direkt nach so einem Aufenthalt in eine Entzugsklinik um sie von den Medikamenten runter zu bringen mit denen sie Sie vollgepumpt haben
Noch eine Frage was ist eine Patientenverfügung?

#4


C
Also mein Vater hatt auch eine Patientenverfügung beim Anwalt aufgesetzt ...
Das bedeutet er möchte auf keinem Fall an Lebenserhaltende Maschinen angeschlossen werden ...
Nun ich denke Kadi möchte auf keinen Fall ohne ihren Einverständniss in eine Psychiatrischen Klinik eingeliefert werden ..Aber das kann sie ehre selbst beantworten

#5


B
Zitat von Kadi29:
Noch eine Frage was ist eine Patientenverfügung?



Eine Patverfüg. ist eine Willenserklärung, in der man genau und ausdrücklich niederschreibt was man an Behandlungen will oder untersagt. Inzwischen ist diese Verfügung auch bei psychiatrische Patienten( auch Forensik) für Ärzte bindend.
Seine Geschäftsfähigkeit sollte man entweder durch einen Arzt oder günstiger durch einen Rechtsanwalt/Notar bestätigen. Die Verfügung sollte dort auch hinterlegt werden.

Werden die Belange des Patienten missachtet kann es juristische Konsequenzen für den Behandelnden haben, wobei derjenige die Kosten zu tragen hat.


Zitat...Ich glaube, ich hab auch durch meine Aufenthalte dort eine Abneigung "in Freiheit" zu Therapeuten zu gehen..

Genau das ist mir auch geschehen. Der Therapeut hat ordentlich meine Abneigung zu spüren bekommen. Gottlob hat er dort mal gearbeitet und ist inzwischen sehr gegen deren Vorgehensweisen.

Ich traue mir kaum noch was zu. Kann nicht arbeiten und gehe kaum hinaus.

#6


S
Zitat:
Eine Patverfüg. ist eine Willenserklärung, in der man genau und ausdrücklich niederschreibt was man an Behandlungen will oder untersagt. Inzwischen ist diese Verfügung auch bei psychiatrische Patienten( auch Forensik) für Ärzte bindend.
Seine Geschäftsfähigkeit sollte man entweder durch einen Arzt oder günstiger durch einen Rechtsanwalt/Notar bestätigen. Die Verfügung sollte dort auch hinterlegt werden.
o__O" Das geht? Kann man notariell festhalten nicht psychiatrisch Zwangsbehandelt zu werden? wär ja cool

Zitat:
Genau das ist mir auch geschehen. Der Therapeut hat ordentlich meine Abneigung zu spüren bekommen. Gottlob hat er dort mal gearbeitet und ist inzwischen sehr gegen deren Vorgehensweisen.
Wenn man dann wieder seinen Hass überwinden kann und hingehen

#7


C
Ne Sans nur für lebensverlängerte Maßnahmen....die eh nix mehr bringen....

#8


S
Zitat:
Inzwischen ist diese Verfügung auch bei psychiatrische Patienten( auch Forensik) für Ärzte bindend.

#9


C
Ne bestimmt so gemeint das Menschen die psychisch krank sind ,vorher auf ihre zuzurechnungsfähigkeit geprüft werden müssen....weil wenn man so etwas unterschreibt muss man völlig klar im Kopf sein....
Wie bei einem Testament oder so....

#10


C
Stell dir mal vor....fast jeder der psychisch krank ist würde eine Behandlung ablehnen? Was dann auf unseren Strassen los wäre?

Das gilt nur für aussichtslose Fälle ....

#11


S
achsooo achso! schade XD

#12


C
Ja ich sag das jetzt mal'so...
Wenn ich keine psychische Behandlung haben möchte dann habe ich auch keine und weiß mich zu wehren....
Wenn ich zwangsbehandelt werden wird es dafür mit Sicherheit gründe geben...

#13


B
Man kann seine Willenserklärung konkret und juristisch bindend aufschreiben.
siehe auch hier: http://www.patverfue.de/


Zitat von Chaosfee:
Ja ich sag das jetzt mal'so...
Wenn ich keine psychische Behandlung haben möchte dann habe ich auch keine und weiß mich zu wehren....

Wenn das so einfach wäre, ja. Aber das Problem liegt woanders und ist tiefgründiger als du wahrscheinlich denkst.

Wenn ich zwangsbehandelt werden wird es dafür mit Sicherheit gründe geben...

Das halte ich für ziemlich unkritisch. Die Ärzte wissen schon was sie tun? Vielleicht ist es ja auch nur für das gesamte Personal bequemer, sedierte Patienten zu haben.

#14


C
Ich denke mal bei einigen ist es die einigste Möglichkeit sie vor Schäden zu bewahren...was natürlich die ausnahme sein sollte....
Aber um sich vor sich selbst und andere zu schützen gibt es ja nicht allzu viele Möglichkeiten....

Wie gesagt.....wer noch Herr seiner Gedanken und bei festen Willen ist weiß sich dagegen zu wehren und kommt vielleicht erst gar nicht in so eine Situation oder findet ne Möglichkeit um schnell zu entkommen....

Aber ich würde mich nicht mehr auf die Strasse traun wenn wirklich schwer psychisch kranke Menschen anstatt weg geschlossen zu werden ....munter auf den Strassen laufen...

#15


B
Zitat von Chaosfee:
Stell dir mal vor....fast jeder der psychisch krank ist würde eine Behandlung ablehnen? Was dann auf unseren Strassen los wäre?

Das gilt nur für aussichtslose Fälle ....



Nicht wesentlich schlimmer. Ich denke du überschätzt die Zahl der wirklich gefährlich Kranken bzw. differenzierst nicht.
Außerdem lehnt auch nicht jeder ab. Einige kommen damit klar. Das ist deren Wille.
Vermute mal, dass du noch keinen Kontakt zur Psychiatrie hattest?

Du vergisst glaube ich auch das Selbstbestimungsrecht und das Recht auf Unversehrtheit.
Neuroleptika, Antidepressiva haben verschwiegende Nebenwirkungen. Die körperlichen Auswirkungen zeigen sich meist nach einigen Jahren. Klassiker Parkinson!

Außerdem ist Angst eine antrainierte Symptomatik, die langfristig über eine kognitive Verhaltenstherapie gut bearbeitet werden kann. Medis unterdrücken die Symptome. Mehr nicht. Bei Absetzen steht man vor dem gleichen Problem.

Und was gilt nur für aussichtslose Fälle Was sind das deiner Meinung nach für Fälle?

#16


C
Aussichtlose Fälle meinte ich krankheitsbedingt....dafür eine Verfügung zu haben...zb.schwer krebskrank ohne Aussicht auf Heilung wo lebensverlängernde Massnahmen nur noch Qual für den Patienten oder deren Angehörigen bedeuten...

Es gibt auch psychisch kranke Menschen die eine Gefahr da stellen für andere....die Sollen also alle ,falls sie nicht wollen, völlig frei draußen laufen?

Echt ? Findest du das eine gute idee?

#17

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B
Zitat von Chaosfee:
Aussichtlose Fälle meinte ich krankheitsbedingt....dafür eine Verfügung zu haben...zb.schwer krebskrank ohne Aussicht auf Heilung wo lebensverlängernde Massnahmen nur noch Qual für den Patienten oder deren Angehörigen bedeuten...

Es gibt auch psychisch kranke Menschen die eine Gefahr da stellen für andere....die Sollen also alle ,falls sie nicht wollen, völlig frei draußen laufen?

Echt ? Findest du das eine gute idee?


Nach wie vor bemerke ich, dass du die Sachlage, bzw. den Sinn und Zweck einer Patientenverfügung nicht so richtig einschätzt. Es ist nicht schwarz oder weiß.
Natürlich kann ein psychisch kranker Straftäter oder ein hochgradiger Psychotiker nicht sagen, ich will nicht eingewiesen werden. Aber auch sie haben Rechte innerhalb der Psychiatrie.
Was denkst du wie schnell bei der kleinsten Kleinigkeit Patienten z.B. fixiert werden?
Oder wie oft es geschieht, dass nur Zysten entfernt werden sollen und die Patientin nach der OP festsstellen muss, dass ihr auch die Gebärmutter entfernt wurde?

Und gehe bitte nicht nur von den Ausnahmefällen aus. Der größte Teil in der Psychiatrie sind im "normalen" Leben eher unauffällig.

#18


C
Dafür brauche ich aber doch keine Verfügung denn ich als Pyschisch Kranker Mensch entscheide doch selber....solange wie ich das noch kann ist alles tacko....und keiner fixiert mich gegen meinen Willen....

#19


S
Zitat:
und keiner fixiert mich gegen meinen Willen....
ohje. da bist du schneller dabei als du denkst...

#20


A


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